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Aktuelles zum Thema Flucht und Frauenrechte

Wenn geflüchtete Mädchen erkunden Brandenburg und vertiefen interkulturelles Wissen

In einer Tierarztpraxis: Ängste abbauen und Spaß haben. Foto: © TERRE DES FEMMESIn einer Tierarztpraxis: Ängste abbauen und Spaß haben.
Foto: © TERRE DES FEMMES

Angst überwinden, Verhalten im Straßenverkehr lernen, Vorurteile abbauen und in einen spannenden Beruf hineinschnuppern – im Rahmen der Mädchenschulung unternahm TERRE DES FEMMES-Referentin Dr. Abir Alhaj Mawas zwei prall gefüllte Ausflugstage mit geflüchteten Mädchen.

Ziel des ersten Ausflugs war das Kloster Lehnin in Brandenburg. Der Weg dorthin wurde mit dem Auto überwunden. Auf der Autofahrt stellten die syrischen, afghanischen und irakischen Mädchen bereits die ersten Unterschiede zwischen ihren Kulturen fest: Wie benehme ich mich im Auto? Für die Mädchen, die sich sonst in Berlin nur mit dem ÖPNV fortbewegen und so den deutschen Straßenverkehr noch nicht richtig kennenlernen konnten, waren viele Regeln ungewohnt. Nach einigen Diskussionen und der einen oder anderen Schweißperle auf der Stirn der Betreuerinnen war klar: Eine der nächsten Aktionen wird eine Straßenverkehrsschulung mit der Polizei!

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CONNECT-Women: Patinnen für geflüchtete Frauen in Berlin gesucht

HP Connect LogoWir suchen Sie/Dich!

Patin bei CONNECT – das Patinnenprogramm in Berlin für geflüchtete Frauen

Frauen, die nach Deutschland geflohen sind und hier Schutz suchen, stehen vor großen Herausforderungen. Um sie bei ihrer gesellschaftlichen Integration zu unterstützen, sucht TERRE DES FEMMES kontinuierlich ehrenamtliche Patinnen.

Vor der Begleitung bieten wir abendliche Workshops zur Qualifizierung an.

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Auf ein Neues! Der zweite Zyklus des CONNECT-Patenschaftsprogramms für geflüchtete Frauen in Berlin startet mit der Schulung der Patinnen

Teilnehmerinnen der 2. Schulungsrunde. Foto: © TERRE DES FEMMESTeilnehmerinnen der 2. Schulungsrunde. Foto: © TERRE DES FEMMESEnde Juni 2017 fand die zweite Schulung für die Patinnen im Rahmen unseres CONNECT-Programms statt. Eine Gruppe von engagierten ehrenamtlichen Frauen hatte an zwei Schulungstagen die Gelegenheit, Vorträge der CONNECT-Referentinnen zu hören, zu diskutieren und die anderen Teilnehmerinnen kennenzulernen.

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Das erste Gruppentreffen des Patenschaftsprogramms CONNECT: Berichte von starken Frauen

Teilnehmerinnen des Gruppentreffens. Foto: © Regine PeterTeilnehmerinnen des Gruppentreffens. Foto: © Regine PeterAm 14. Juni 2017 fand das allererste Gruppentreffen unseres Patenschaftsprogramms CONNECT statt, das Berlinerinnen mit geflüchteten Frauen zusammenbringt. Alle Ehrenamtlichen des ersten Projektzyklus waren eingeladen, um ihre Erfahrungen aus den Tandems auszutauschen.

In lockerer Runde erzählte jede Patin von ihren ersten Treffen mit ihrer Tandempartnerin. Bei manchen Frauen gestaltete sich die Kontaktaufnahme schwieriger, da sich die Antwort der geflüchteten Frau durch sprachliche Barrieren verzögerte. Aufgrund des Fastenmonats Ramadan, der Ende Mai begann, mussten die Treffen einiger Tandems ausgesetzt werden.

Mit viel Mut wagen die Frauen den Neuanfang

Die Patinnen erzählten von eindrucksvollen, willensstarken und engagierten Frauen.

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Weltflüchtlingstag: Schutzbedürftigkeit von Frauen stärker berücksichtigen!

Im Jahr 2016 wurden 722.370 Erstanträge auf Asyl beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt, davon ein Drittel von Mädchen und Frauen. Diese Mädchen und Frauen sind meist aufgrund geschlechtsspezifischer Gewalt, die sie im Heimatland oder auf der Flucht erfahren, traumatisiert. Sie suchen Schutz in Deutschland, doch auch hier sind sie in Flüchtlingsunterkünften von Gewalt bedroht und betroffen.

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Neue Frauenbilder für geflüchtete Mädchen schaffen

Teilnehmende Mädchen. Foto: © TERRE DES FEMMESTeilnehmende Mädchen. Foto: © TERRE DES FEMMES„Ich will nicht so früh heiraten wie das Mädchen unserer Nachbarn, die im Alter von 12 Jahren während der Geburt gestorben ist. Sie war zu jung und konnte die Schmerzen der Geburt nicht ertragen.“
„Ich habe Angst vor dem Erwachsenwerden, weil ich dann heiraten muss und von meinem Mann geschlagen werde, wie meine Freundinnen in Afghanistan.“
„Wenn ich in Pakistan geblieben wäre, würde ich definitiv in diesem Alter von meinen Eltern verheiratet werden, da sie Angst vor den Taliban haben.“

Diese und andere Sachen haben mir die Mädchen bei meinem letzten Treffen, das in Kooperation mit dem Verein Lieber Lesen e.V stattfindet, berichtet, als ich sie gefragt habe, warum Eltern ihre Töchter zu Frühehen überreden/ zwingen. TERRE DES FEMMES arbeitet mit dem Verein zusammen. Jede Woche erhalten etwa 15 Mädchen im Alter zwischen neun und 15 Jahre in ihrer Flüchtlingsunterkunft in der Ruschestraße in Berlin Lichtenberg ergänzend zur Schulausbildung Sprach- und Lesekurse. Durch ein Kultur- und Sportprogramm wird den Mädchen außerdem ermöglicht, an Ausflügen und verschiedenen Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Langfristig sollen sie dabei unterstützt werden, ein starkes Selbstbewusstsein zu entwickeln und ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland führen zu können.

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Ehrenamtliche Patinnen in Berlin gesucht für zweite Schulung des Projekts CONNECT – Empowerment für geflüchtete Frauen

Foto: © Christel Wollmann-Fiedler/TERRE DES FEMMESFoto: © Christel Wollmann-Fiedler/TERRE DES FEMMESFrauen, die nach Deutschland geflohen sind und hier Schutz suchen, stehen vor großen Herausforderungen. Um Sie bei ihrem Ankommen zu unterstützen, startet TERRE DES FEMMES deshalb den zweiten Zyklus des Patinnenprogramms CONNECT.

Für die Patenschaft suchen wir engagierte Frauen, die in Deutschland geboren/oder erfolgreich integriert sind, in Berlin leben und eine mindestens einjährige Patenschaft übernehmen möchten. Die Patinnen werden die geflüchteten Frauen durch wöchentliche Treffen bei ihrem Ankommen in Deutschland begleiten und sie bei ihrer Integration unterstützen. Bevor die Patenschaft beginnt, findet eine umfassende zweitägige Schulung am 17. und 18. Juni statt. Nach der Schulung werden die Patinnen während der Patenschaft von TERRE DES FEMMES begleitet und unterstützt.

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Das CONNECT-Programm kommt mit der Schulung der Patinnen ins Rollen

CONNECT-Projekt-Koordinatorin Naila Chikhi. Foto: © Regine PeterCONNECT-Koordinatorin Naila Chikhi. Foto: © Regine PeterAm letzten März Wochenende 2017 haben sich 15 Frauen zusammengefunden, um auf ihren Einsatz als Patin für eine geflüchtete Frau vorbereitet zu werden. Während der zweieinhalb Tage wurden möglichst viele Themen besprochen, die bei der Begleitung wichtig werden könnten. Dabei wurden die Patinnen nicht nur in die allgemeine Situation der geflüchteten Frauen eingeführt, beispielsweise mit Workshops zu Situationen in den Herkunftsländern, sondern es gab auch konkrete Hinweise und Lösungsansätze zu Herausforderungen, die mit dem Asylverfahren oder interkultureller Kommunikation auftauchen können.

 

 

 

 

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Aktuelle Studie kommt zu erschreckendem Ergebnis: Geflüchtete Frauen erleben sexuelle Gewalt in Unterkünften

In der Studie „Study on Female Refugees – Repräsentative Untersuchung von geflüchteten Frauen in unterschiedlichen Bundesländern in Deutschland„ wurden über 600 geflüchtete Frauen aus Syrien, Afghanistan, Somalia, Eritrea, Iran und dem Irak wurden zu ihrer aktuellen Lebenssituation in Deutschland befragt. Erschreckendes Ergebnis der Studie ist, dass die Frauen in den Unterkünften in Deutschland vor sexueller Gewalt nicht geschützt sind. Sie müssen in den schlecht ausgestatteten Gebäuden immer wieder mit Respektlosigkeit, Angst vor sexueller Gewalt und sexuellen Übergriffen durch andere Geflüchtete zurechtkommen. Die repräsentative Studie wurde von der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Aydan Özoguz, in Auftrag gegeben und unter Beteiligung der Berliner Charité durchgeführt.

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Gemeinsames Projekt von Lieber Lesen e.V. und TERRE DES FEMMES für geflüchtete Mädchen – Mit Sprache, Kultur und Sport in eine selbstbestimmte Zukunft

Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMESUnter den Menschen, die in Berlin als Geflüchtete ankommen, befinden sich häufig Familien mit Kindern. Besonders die Mädchen haben in ihrem Heimatland verschiedene Arten der Benachteiligung erlebt. Dies macht sich auch in Hinsicht der schulischen Bildung bemerkbar.

Seit Januar 2016 kümmert sich der lieber lesen e.V.um geflüchtete Mädchen. TERRE DES FEMMES arbeitet mit dem Verein zusammen. Jede Woche erhalten etwa 15 Mädchen im Alter zwischen neun und 15 Jahre in ihrer Flüchtlingsunterkunft in der Ruschestraße in Berlin Lichtenberg ergänzend zur Schulausbildung Sprach- und Lesekurse. Durch ein Kultur- und Sportprogramm wird den Mädchen außerdem ermöglicht, an Ausflügen und verschiedenen Freizeitaktivitäten teilzunehmen. Langfristig sollen sie dabei unterstützt werden, ein starkes Selbstbewusstsein zu entwickeln und ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland führen zu können.

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Experten debattierten im Innenausschuss über Familiennachzug von Flüchtlingen: Aussetzung bleibt umstritten

Am 20. März 2017 wurde in einer öffentlichen Sitzung des Innenausschusses des deutschen Bundestages über das Thema Familiennachzug diskutiert. Anlass war ein Gesetzentwurf der Oppositionsparteien Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke, die mit einen Gesetzentwurf zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes, die Aufhebung der Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Geschützte bis März 2018 fordern.

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Flucht und Frauenrechte: Illustrierter Flyer informiert über Gleichberechtigung und Schutz vor Gewalt in Deutschland

Faltblatt 'Gleiche Rechte'Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in Deutschland ein wichtiges Thema, das jedoch nicht für jede(n) selbstverständlich ist. Besonders neu angekommene und hierher geflüchtete Menschen wissen oft nicht, wie die Rechtslage und der Alltag dazu in Deutschland aussehen. Dafür und auch um zu zeigen, wo sich von Gewalt betroffene Frauen Hilfe holen können, hat das Referat Flucht und Frauenrechte mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und geflüchteten Frauen einen illustrierten Flyer zu dem Thema erstellt.

Er ist in neun verschiedenen Sprachen erhältlich. Ausgewählt wurden Sprachen, die von den meisten Geflüchteten gesprochen werden: Paschtu, Persisch, Urdu, Arabisch, Kurdisch, Serbisch, Albanisch, Englisch und Französisch. Auf jedem Flyer ist auch der deutsche Text zu lesen. Jedes Thema wird mit einer Illustration dargestellt, denn oft können vor allem Frauen aufgrund mangelnder Schulbildung in ihrem Herkunftsland nicht oder kaum lesen.

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„Wiederholungsbedarf!“ – Schultheaterprojekt für junge Geflüchtete in Baden-Württemberg erfolgreich abgeschlossen

Das Theaterensemble von "Mensch: Theater!". Foto: © TERRE DES FEMMESDas Theaterensemble von "Mensch: Theater!".
Foto: © TERRE DES FEMMES
Im Oktober 2016 startete das Theaterprojekt „Mein Weg. Mein Glück. Mein Ziel!“. Seitdem sind die zwölf geplanten Aufführungen an verschiedenen Schulen in Baden-Württemberg erfolgreich über die Bühne gegangen. Mehr als 770 SchülerInnen, die 56 Nationalitäten vertreten, sowie insgesamt 35 Lehrkräfte und SchulsozialarbeiterInnen konnten im Rahmen des Projekts zu dem komplexen Thema „Gewalt gegen Mädchen und Frauen im Kontext von Flucht“ diskutieren, sich informieren und sensibilisieren. Das Theaterprojekt ist eine Kooperation von TERRE DES FEMMES mit dem Theaterensemble „Mensch: Theater!“ und der mobilen Beratungsstelle Yasemin. Finanziert wird das Projekt durch das baden-württembergische Ministerium für Integration und Soziales.

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TERRE DES FEMMES veröffentlicht Forderungskatalog zu „Flucht, Frauenrechte und Integration“

Frauen auf der Flucht sind besonders schutzbedürftig. Sie sind in allen Phasen der Flucht einem besonderen Risiko geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt. Auch leiden viele weibliche Geflüchtete unter geschlechtsspezifischen Gewalterfahrungen, die sie bereits in ihren Herkunftsländern gemacht haben. TERRE DES FEMMES setzt sich dafür ein, dass der besonderen Schutzbedürftigkeit von Frauen und Minderjährigen auf allen Etappen der Flucht Rechnung getragen wird.

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Zeitzeugin aus Aleppo: Alle fünf Minuten eine Rakete über dem Kopf

Gespräch mit TERRE DES FEMMES-Referentin Dr. Abir Alhaj Mawas

Dr. Abir Alhaj Mawas - Referentin im "Referat Flucht und Frauenrechte". Foto: © TERRE DES FEMMESDr. Abir Alhaj Mawas - Referentin im "Referat Flucht und Frauenrechte". Foto: © TERRE DES FEMMESDer Bürgerkrieg in Syrien hat sich in den letzten fünf Jahren zu einer unmenschlichen Belastung für die Menschen vor Ort entwickelt. Dr. Mawas lebte die vergangenen fünf Jahre in Aleppo und kam Anfang Oktober nach Deutschland, um bei TERRE DES FEMMES für das Referat Flucht und Frauenrechte zu arbeiten. „Drei Jahre ohne Strom, drei Jahre ohne Internet, Monate lange ohne Wasser, alle fünf Minuten eine Rakete über dem Kopf. Das ist Terror“, berichtet sie und fügt hinzu, dass die IS-Kämpfer für die Strom- und Wasserunterbrechungen in ihrem Stadtteil verantwortlich seien. Viele Menschen seien unvorstellbaren Grausamkeiten ausgesetzt. „Vor allem in den Gebieten der radikalen Islamisten sind die Frauen stark belastet. Sie werden diskriminiert, unter Druck gesetzt und müssen sich komplett verschleiern. Selbst kleine Mädchen dürfen nicht ohne Kopftuch auf die Straße gehen.“ Unter der Terrorherrschaft des IS sei ein selbstbestimmtes Leben unmöglich. Mädchen und Frauen dürften weder zur Schule noch zur Arbeit gehen.

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