Einweihung der Mädchenschule in Nordkamerun

Der Erfolg unseres Projektes „Selbstbestimmung durch Bildung“ und die langjährigen Kontakte unserer ehrenamtlichen Projektkoordinatorin Godula Kosack nach Nordkamerun, haben Ende 2012 den Anstoß gegeben, ein weiteres Projekt zur Förderung von Mädchenbildung in Angriff zu nehmen. MitarbeiterInnen der Organisation „Association pour la Promotion Rurale de Mazi“ (APR) - Verein zur ländlichen Entwicklung in Mazi -  sind auf Frau Kosack und TERRE DES FEMMES zugegangen, mit der Bitte den Bau einer Mädchenschule zu unterstützen.

TERRE DES FEMMES mobilisierte daraufhin und erhielt zusätzliche Fördermittel vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). So konnte das Projekt „Stärkung von Mädchenbildung in der Provinz Extremer Norden/Kamerun“  bereits im August 2013 an den Start gehen. Zahlreiche Aktive vor Ort - Eltern, LehrerInnen, APR-Aktive und die Dorfbevölkerung – haben am Bau der neuen „Ecole Familiale Agricole“ (EFA) engagiert mitgearbeitet. Am 13. März 2014 war es soweit: die neue Mädchenschule in Mazi/Nordkamerun konnte eingeweiht werden! Die bereits vorher existierende Mädchenschule (EFA) war provisorisch in einem Versammlungsraum der katholischen Kirche untergebracht. Eine Wandtafel und Sitzsteine waren die ganze Ausstattung. Mit der dritten Jahrgansstufe reichten die räumlichen Kapazitäten überhaupt nicht mehr aus und einige Mädchen hatten bereits den Schulbesuch abgebrochen. Die neue EFA ist also gerade rechtzeitig umgesetzt worden.

Gezielte Förderung der Mafa-Mädchen

Das Schulkonzept von EFA richtet sich gezielt an die Mafa-Mädchen des Landkreises Koza. Aufgrund der sozio-geographischen Lage und ihrer zusätzlichen prekären Lebenssituation sind sie von besonderen Bildungsbenachteiligungen betroffen. Mädchen, die auf die Mädchenschule in Mazi gehen, haben aus unterschiedlichen Gründen die normale Schulbildung abgebrochen. Sie kommen aus armen Verhältnissen, sind Waisenkinder, und/oder aus anderen Gründen marginalisiert, wenn sie sich zum Beispiel gegen eine frühe (Zwangs-)Verheiratung zur Wehr setzen.

Signalwirkung für die Stärkung der Mädchenbildung

Das Schulkonzept wird in drei Jahrgangsstufen mit Unterricht in schulischen und praktischen Lernfeldern realisiert. In der dritten Jahrgangsstufe werden die Mädchen gezielt zum Aufbau einer eigenständigen Existenz angeleitet. Sie werden sukzessive zu ländlichen Kleinunternehmerinnen ausgebildet, wahlweise in Kleinviehzucht, Gartenbau, Kochen oder Schneiderei. Mädchen, deren Lebensweg in der Regel durch frühe (Zwangs-)Verheiratung bestimmt wird, erhalten dadurch die Möglichkeit, sich andere Lebensperspektiven zu eröffnen. Durch den Bau eines eigenen EFA-Schulgebäudes ist nun auch gewährleistet, dass die Mädchen zum Schulabschluss und zum Aufbau einer eigenen beruflichen Existenz gelangen können. Zurzeit werden 62 Mädchen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren in den neuen Räumen unterrichtet. Darüber hinaus geht durch die neue Mädchenschule im Hinblick auf die Stärkung von Mädchenbildung eine deutliche Signalwirkung aus.

Ein herzliches DANKE – geht an dieser Stelle auch an unsere SpenderInnen – nicht zuletzt durch Ihre Unterstützung ist dieses Projekt möglich geworden.

Bitte unterstützen Sie unsere Kamerun-Projekte weiterhin: die EFA benötigt noch dringend den Bau von sanitären Anlagen und auch für die Ausstattung der Klassenräume brauchen wir IHRE SPENDE.

Gäste und EFA-Schülerinnen (in violetter Schulkleidung) bei  der Einweihungsfeier am 13.3.2014. Foto: (c) APRGäste und EFA-Schülerinnen (in violetter Schulkleidung) bei der Einweihungsfeier am 13.3.2014

Feierliches Aufschließen der SchulräumeFeierliches Aufschließen der Schulräume

Gäste der Feier am 13.03.2014Gäste der Feier am 13.03.2014

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