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Datum:
09.07.2014
Veranstaltungsort:
Kino Hackesche Höfe, Rosenthaler Straße 40/41, 10178 Berlin
Ort:
Berlin
VeranstalterInnen:
EZEF

Das Evangelisches Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF) startet am 12. Juni den argentinischen Spielfilm „Die Fliege in der Asche“ in zwei Berliner Kinos, den Hackeschen Höfen und dem Eiszeit-Kino. Am 9. Juli lädt das EZEF zu einer thematischen Sonderveranstaltung mit den beiden KooperationspartnerInnen, TERRE DES FEMMES und Diakonie Deutschland, ein.

Für TERRE DES FEMMES wird Frau Dr. Necla Kelek, Mitglied des Vorstands, an der Veranstaltung teilnehmen und die Fachreferentin zu Frauenhandel und Zwangsprostitution Anna Hellmann. Für die Diakonie Deutschland ist der sozialpolitische Vorstand des Verbandes, Frau Maria Lohende, anwesend. Die Vertreterinnen werden nach der Filmvorführung für Gespräche zum Themenkomplex Frauenhandel und sexuelle Ausbeutung bereit stehen.

Wir freuen uns, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen.


Zum Film
Der argentinische Spielfilm „Die Fliege in der Asche“ (La mosca en la ceniza) erzählt die Geschichte einer starken, wenn auch ungleichen Freundschaft zweier junger Frauen: Nancy und Pato langweilen sich in der Provinz des nördlichen Argentiniens. weitab von Buenos Aires. Pato, die jüngere der beiden, möchte unbedingt in die Hauptstadt Buenos Aires, um Geld zu verdienen und zu studieren. So überredet sie die zögernde Nancy, die weder lesen noch schreiben kann, mitzukommen. Eine vermeintliche Vermittlerin organisiert nicht nur die Reise, sondern verspricht ihnen auch noch gute Stellen in einem Haushalt. Kaum in Buenos Aires angekommen, landen die beiden sofort in einem streng abgeschirmten Wohnungsbordell. Während Pato rebelliert, scheint sich Nancy zunächst mit der Situation zu arrangieren. Insgeheim sucht sie jedoch intensiv nach einer Fluchtmöglichkeit. „Die Fliege in der Asche“ ist die beklemmend erzählte Geschichte einer gefährdeten Freundschaft und setzt sich auf differenzierte Art und Weise mit dem Thema Frauenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung auseinander.

Der Film kündet von der Kraft der Solidarität, die Nancy und Pato helfen werden, ihre Würde – und ihr Leben – erfolgreich zu verteidigen.

Beim Internationalen Filmfestival Innsbruck wurde der Film mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Filmecho/Filmwoche schreibt über den Film: „Bei aller Kritik an einer Gesellschaft, die solche moderne Sklaverei duldet, gibt die ruhige Inszenierung die Hoffnung dennoch nicht auf: Am Ende der Odysee erweist sich das Vertrauen in die menschliche Solidarität und die staatliche Ordnung als nicht vergebens.“

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