16.09.2009: "Frau Merkel, handeln Sie!"- Protestaktion der CCC mit Postkartenübergabe in Berlin

Protest der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign CCC) vor dem Bundeskanzleramt

Berlin, 16. September 2009 

Die „Kampagne für saubere Kleidung“ veranstaltete unter dem Motto „Discounter lassen überwachen – Es ist Zeit, Discounter zu überwachen!“ ein öffentliches Protestnähen vor dem Bundeskanzleramt. Mit ihren surrenden Nähmaschinen verbanden die Aktivisten über eintausend Protestkarten, die an Bundeskanzlerin Angela Merkel gerichtet sind. Die Absender aus dem ganzen Bundesgebiet fordern darauf weltweit verbindliche Sozialstandards in der Textilindustrie. Mitglieder der „Kampagne für saubere Kleidung“ wollten die gesammelten Unterschriften der Bundeskanzlerin überreichen. Diese konnte das 400 Meter lange Band der Protestkarten jedoch nicht persönlich entgegen nehmen, also legten es die Aktivisten kurzerhand an der Pforte des Kanzleramts ab. Die Kampagne fordert politisches Handeln, damit Discounter wie Kik, Aldi und Lidl gesetzlich verpflichtet werden, Arbeits- und Sozialstandards in ihren Produktionsstätten überall auf der Welt umzusetzen. Das Kanzleramt teilte mit, dass es der Bundesregierung wichtig sei, das Thema verstärkt anzugehen. Verbindliche Zusagen, gesetzlich verpflichtende Regeln für internationale Unternehmen einzuführen, wurden jedoch nicht gemacht.

 

Protest der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign CCC) vor dem Bundeskanzleramt

Protest der Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign CCC) vor dem Bundeskanzleramt

 

Pressekontakt:
Dr. Gisela Burckhardt, NETZ Bangladesch, Tel.: 01520 - 177 40 80
Berndt Hinzmann, INKOTA-netzwerk e.V., Tel.: 030 - 42 89 111 und 0160 - 94 69 87 70
Sandra Dusch Silva, Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), Tel.: 0157 - 845 12 097

Die „Kampagne für saubere Kleidung“ ist ein weltweites Netzwerk von 300 Organisationen, die für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie eintreten. In Deutschland gehören über 20 Organisationen zur Kampagne, darunter ver.di, das Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene, INKOTA, Terre des Femmes, die Christliche Initiative Romero und NETZ Bangladesch.

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