Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Verfahren gegen Tom Schwarz wegen gefährlicher Körperverletzung gegen eine Geldbuße eingestellt: Partnerschaftsgewalt wird unter den Tisch gekehrt

No ViolenceIn der Justiz läuft im Umgang mit gewaltbetroffenen Frauen in der Praxis noch immer einiges schief. Häufig wird Betroffenen nicht geglaubt und „Victim Blaming“ ist leider auch keine Seltenheit. Besonders Partnerschaftsgewalt gegen Frauen wird häufig nicht ernst genug genommen. Wie genau sich das äußern kann, wird in dem Gerichtsverfahren gegen den Ex-Profiboxer “Tom Schwarz” vor dem Amtsgericht Burg von November 2021 deutlich.

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Afghanische Frauenrechte sind Menschenrechte und unverhandelbar – Statement von Dr. Massouda Jalal zum Internationalen Tag der Menschenrechte

Frauenrechte sind Menschenrechte – und #unverhandelbar. Afghanische Mädchen und Frauen jedoch sehen sich seit der erneuten Machtergreifung der Taliban immer gravierenderen Verletzungen ihrer Rechte ausgesetzt. In ihrem Statement zum heutigen Internationalen Tag der Menschenrechte appelliert Dr. Massouda Jalal, ehemalige afghanische Präsidentschaftskandidatin und Ministerin für Frauenrechte, an die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft:Massouda Jalal 02Dr. Massouda Jalal, ehemalige afghanische Präsidentschaftskandidatin und Ministerin für Frauenrechte (c) privat

Internationaler Tag für Menschenrechte: Wenn ein Tag nicht genug ist

Ich schließe mich heute der internationalen Gemeinschaft, der Menschheit und den Frauen in der Welt an, um den Internationalen Tag der Menschenrechte zu begehen.

Ich lenke die Aufmerksamkeit der Welt auf die Eskalation der Gewalt gegen afghanische Frauen, die offensichtlich eine Rückkehr zur Ideologie der Taliban und zur Unterdrückung der afghanischen Frauen signalisiert. Ich verurteile die zunehmenden öffentlichen Hinrichtungen, Enthauptungen, Morde, Vergewaltigungen, Schläge, das Verbot der Ausbildung von Mädchen, das Verbot der Beschäftigung von Frauen und andere Formen der Gewalt gegen afghanische Frauen auf das Schärfste. Dies sind eindeutig kriminelle Handlungen, die zeigen, wie sehr sich die Taliban von den Fortschritten bedroht fühlen, die in den letzten zwei Jahrzehnten vor dem 15. August, dem Zusammenbruch, in Bezug auf die Stellung der Frauen erzielt wurden.  

Heute sollten wir uns alle daran erinnern, dass Gewalt gegen Frauen eine Verletzung der Menschenrechte, eine Form der geschlechtsspezifischen Diskriminierung, ein Machtmissbrauch und vor allem eine Straftat ist, die nach dem Gesetz geahndet wird.

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Frauenrechte sind Menschenrechte! Jetzt spenden und die Zukunft von Mädchen und Frauen gestalten und verändern!

Unser Jubiläumsjahr neigt sich dem Ende zu. Zeit, einzukehren, innezuhalten und zu rekapitulieren. Wir blicken auch zurück auf ein weiteres Jahr im Ausnahmezustand: eine Situation, in der Mädchen- und Frauenrechte immer wieder in Frage gestellt werden. Seit 40 Jahren kämpfen wir unermüdlich dafür, dass ALLE Mädchen und Frauen ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben in Freiheit führen können. Weltweit. Die Übernahme Afghanistans durch die ultra-islamistischen Taliban zeigt deutlich, wie schnell Frauenrechte außer Kraft gesetzt werden können. Dagegen stehen wir ein – durch Unterstützung der Mädchen und Frauen vor Ort, und durch wichtige Lobbyarbeit in Deutschland. Denn Frauenrechte sind Menschenrechte und damit #UNVERHANDELBAR!

Der Koalitionsvertrag der Ampel-Bundesregierung zeigt: unsere Arbeit wirkt! TERRE DES FEMMES freut sich sehr über die Zusicherung des flächendeckenden Ausbaus des deutschen Hilfesystems zum Schutz vor Gewalt an Frauen. Ein besonderer Grund zu feiern ist außerdem die angekündigte Streichung des Paragrafen 219a – ein überfälliger Schritt, den wir seit langem fordern! Wir werden die neue Regierung an ihren Versprechungen messen und bieten überdies natürlich unsere Hilfe als Expertinnen an.
TERRE DES FEMMES ist im Einsatz für Mädchen- und Frauenrechte unabhängig, sachlich und unabdinglich. Spenden sind unsere wichtigste Einnahmequelle, um unsere Autonomie zu gewährleisten. Unsere Arbeit wird ausschließlich von Expertinnen gemacht, uns geht es nicht um Umfragewerte oder Wahlkampfthemen.

Fahnenaktion2021 074 MartinFunck 8426 S
Fahnenaktion #bornequal (c) Martin Funck
Weltweit werden 200 Millionen Mädchen und Frauen an ihren
Genitalien verstümmelt.
Im Kampf dagegen arbeiten wir mit Projektpartnern in Burkina Faso und Sierra Leone zusammen. Wir bilden Multiplikatoren aus, bieten Schulungen an und helfen mit Notoperationen. Mit dem neuen Projekt CHAIN wollen wir auch hierzulande dazu beitragen, dass alle Mädchen unversehrt aufwachsen können.
 

(c) Martin FunckFahnenaktion "Mein Herz gehört mir" (c) Martin Funck
12 Millionen Mädchen
werden jährlich vor ihrem
18. Geburtstag verheiratet.
Gewalt im Namen der Ehre ist eine Menschenrechtsverletzung: emotionale Erpressung, körperliche oder sexualisierte Gewalt, Zwangsverheiratung oder gar "Ehrenmord". Wir betreiben Aufklärung im Netz und an Schulen und fördern Väter-Töchter-Projekte für Gleichberechtigung.

Helfen Sie uns, die Zukunft von Mädchen und Frauen ganz konkret zu gestalten und zu verändern! Hier in Deutschland und in unseren Partnerprojekten weltweit. Denn es ist absurd, dass ein zweites X-Chromosom noch heute ein selbstbestimmtes und gewaltfreies Leben verhindert.
Verändern Sie mit uns die Welt von Mädchen und Frauen!
Jetzt online spenden!

Mit herzlichen Grüßen

Unterschrift Christa Stolle
Christa Stolle
Bundesgeschäftsführerin
TERRE DES FEMMES e.V.

Afghanische Frauen erheben ihre Stimmen auf Instagram – TERRE DES FEMMES macht sie auch in Deutschland hörbar

WOA2ã Hadi QasemiSeit der Rückkehr der Taliban an die Macht in Afghanistan im August 2021 prägen vor allem Angst und Ohnmacht den Alltag der meisten AfghanInnen. Frauen und Mädchen werden erneut massiv aus dem öffentlichen Leben gedrängt – dies reicht von diskriminierenden Verboten wie dem Besuch weiterführender Schulen und der Ausübung von Sport über den Verlust beruflicher Perspektiven z.B. in der Politik oder im Journalismus und damit auch wirtschaftlicher Unabhängigkeit bis hin zu roher Gewalt z.B. bei Missachtung der ultrakonservativen Kleidungsvorschriften. Die politischen Entwicklungen der letzten drei Monate sind vor allem und in besonderem Ausmaß für Frauen und Mädchen dramatisch. Verzweiflung und Hilflosigkeit sind überall spürbar.

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Der erste komplett von Frauen produzierte Fairtrade-Kaffee kam mit TDF-Unterstützung auf den deutschen Markt

TERRE DES FEMMES unterstützte zusammen mit der Frauenzeitschrift BRIGITTE die Markteinführung in Deutschland. „Ein Kaffee ganz aus Frauenhand! Diese Idee hat mich von Anfang an begeistert!“, sagt Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. „Fairness, Transparenz und die Teilhabe der Frauen an der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen ein selbstbestimmtes Leben. Genau die richtigen Bedingungen für ein hochwertiges Produkt, was nur die Frage offenlässt: Warum nicht immer so?“

Angelique´s Finest (zum Bestellen im TDF-Shop bitte klicken) ist der erste komplett von Frauen produzierte Fairtrade-Kaffee im deutschen Markt. Denn nicht nur die explizite Stärkung von Frauen ist

Kaffee Angeliques RuandaFoto: © kaffee-kooperative.de

eine Besonderheit von Angelique’s Finest, sondern auch der Ansatz, die Wertschöpfung auf Ebene der Produzentinnen signifikant zu erhöhen. Ziel ist es, dass die Erzeugerinnen bis zu 50 Prozent des deutschen Verkaufspreises erhalten. Bei herkömmlichem Kaffee sind es oft weit weniger als 15 Prozent. Die Produzentinnen von Angelique’s Finest verdienen mit ihrem eigenen Kaffee mittlerweile 55 Prozent mehr als im üblichen Handelsmodell, in welchem sie lediglich ihren Rohstoff - die grüne Kaffeebohne - verkaufen. Zudem zahlt Kaffee-Kooperative.de den Produzentinnen eine zusätzliche Prämie, die das Einkommen der Kaffeebäuerinnen erhöht.

Und es gibt bereits große Erfolge zu verzeichnen!

Neben der ersten Frauenkooperative Rambagira Kawa wurden nun auch Frauenweiterer Kooperativen, dazu angeregt, sich zusammenzuschließen, um Angelique´s Finest zu produzieren.

Durch den Verkauf ihres Kaffees nach Deutschland haben sich die Partner-Frauenkooperativen einen neuen Markt erschlossen, der sie vor den Instabilitäten des globalen Kaffeemarkts schützt. Mittlerweile ist Angelique’s Finest über verschiedene Weltläden und Edeka-Filialen bereits im lokalen Einzelhandel vertreten. 2020 wurde zudem eine transparente Lieferkette für Angelique’s Finest eingeführt: Über einen QR-Code auf der Verpackung können Konsument*innen nun den Weg des Kaffees vom Anbau bis zur Tasse zurückverfolgen und direktes Feedback an die Produzentinnen senden. Über eine CO2-Kompensation ist der Kaffee mittlerweile auch klimaneutral.

Faire Bedingungen für Frauen im Kaffeesektor– ein langer Weg!

Frauen sind die eigentlichen Leistungsträgerinnen im Kaffeesektor. Körperlich anstrengende Arbeiten sowie das Schälen, Waschen und Auslesen der Bohnen wird weltweit betrachtet zu 70 Prozent von Frauen übernommen. Bis zu 16 Stunden arbeiten sie täglich; männliche Kollegen und Partner kommen hingegen durchschnittlich auf einen achtstündigen Arbeitstag. Trotzdem haben Frauen, außerhalb der Produktion von Angelique’s Finest, kaum oder nur erschwert Zugang zu den Erlösen aus dem Kaffeeverkauf. Ein weiterer Faktor der Benachteiligung: Nur drei bis 20 Prozent der landwirtschaftlichen Anbaufläche im globalen Süden sind im Besitz von Frauen, wodurch sie strukturell von Entscheidungsprozessen und rechtlicher Absicherung größtenteils ausgeschlossen werden.

Kaffee-Kooperative.de hat es sich zum Ziel gesetzt, genau dies zu verändern. Mit einem Kaffee ganz aus Frauenhand will das Unternehmen die finanzielle Unabhängigkeit und die Entscheidungsmacht von Frauen im Kaffeesektor stärken.

Die Markteinführung von Angelique’s Finest war ein Meilenstein im Jahr 2018: Insgesamt verkauften die Frauen 7.000 kg ihres Kaffees nach Deutschland, 2020 waren es bereits knapp 20.000 kg. Dies ist nicht nur ein enormer Motivationsschub für die Frauen, die nun einen eigenen Marktzugang haben, sondern erfüllt sie auch mit Stolz, weil ihr Produkt Vertrauen auf dem internationalem Markt genießt.Kaffee Packung AngeliquesFoto: © kaffee-kooperative.de

Die Einnahmen aus den Verkäufen wurden reinvestiert, beispielsweise in einen Destoner, um die Qualität der Bohnen für den Export nochmals zu erhöhen und in eine Kaffeemühle, damit nun auch gemahlener Kaffee exportiert werden kann. „Es ist mehr denn je nötig, dass wir mehr verarbeiteten als grünen Kaffee verkaufen“ betont Angelique Karekezi.

Warum Ruanda?

Das kleine Land Ruanda ist in Gender-Fragen ganz groß: International gilt es als Musterland für faire Geschlechterpolitik. So sind beispielsweise 61,3 Prozent der Abgeordneten im Parlament weiblich – ein Wert, den kein anderes Land der Welt vorweisen kann. Auch im Gender Gap Report des World Economic Forum ist Ruanda mit Platz 7 von 142 ein echtes Vorbild in Sachen Gleichstellung. Zum Vergleich: Deutschland liegt nur auf Platz 12.

Das Ministerium für Geschlechterfragen arbeitet kontinuierlich an neuen Programmen zur Stärkung und Förderung von Mädchen und Frauen.

Kaffee-Kooperative.de möchte an die erfolgreiche Arbeit der Regierung anschließen und unterstützt lokale Frauengruppen, ihren Kaffee in Deutschland zu verkaufen. Die Vermarktung des Kaffees in Deutschland sichert das Einkommen der Bäuerinnen und schützt sie vor der Instabilität des globalen Kaffeemarkts.

 Um entsprechende Standards zu gewährleisten, wird der Kaffee durch die International Women’s Coffee Alliance (IWCA) gelabelt. Die Vorsitzende der IWCA-Landesgruppe Ruanda, Angelique Karekezi, ist zugleich Geschäftsführerin von RWASHOSCCO, der Partnerrösterei von Kaffee-Kooperative.de. Die Rösterei ist zu 100% im Besitz von 6 ruandischen Kaffeekooperativen.

Der rasante wirtschaftliche Aufschwung Ruandas ist nicht zuletzt auf die Professionalisierung des Kaffeesektors nach dem Genozid zurückzuführen. Die Frauen, die Angelique’s Finest anbauen, haben die Schrecken des Genozids miterlebt, einige haben Ehemänner, Kinder oder andere Familienangehörige verloren. Viele Betroffene flüchteten, nicht selten fanden sie bei ihrer Rückkehr ehemalige Felder und Häuser zerstört vor. Heute sind die Frauen stolz, wenn sie von ihrer harten Arbeit im Kaffeeanbau berichten. Der Slogan “Strong Women, Strong Coffee” ist genau richtig, sagt Odette Murekatete: “Wir lassen uns nicht unterkriegen, wir arbeiten hart, damit wir unsere Familien ernähren können – ob mit Mann oder ohne.”

Hier können Sie den Kaffee im TDF-Shop bestellen!

Prävention von Zwangsverheiratung/Frühehen und weiblicher Genitalverstümmelung: am 9.11. war das 2. Netzwerktreffen für Lehrkräfte

 

Unter dem Thema „Prävention von Zwangsverheiratung/Frühehen und weiblicher Genitalverstümmelung: Austausch und Best Practice“ fand am 09. November 2021 zum zweiten Mal eine bundesweite Vernetzungsveranstaltung für Lehrkräfte statt. Der Fokus lag diesmal auf Präventionsmöglichkeiten von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) und Früh- und Zwangsverheiratung. Viele Lehrkräfte hatten sich beim ersten Netzwerktreffen dieses Thema gewünscht, da sie sich zumeist als unmittelbare Kontakt- und Vertrauenspersonen von bedrohten oder betroffenen Mädchen wiederfinden. Der Austausch in Kleingruppen stand daher im Mittelpunkt der Veranstaltung. 21 Lehrkräfte aus 7 Bundesländern nahmen teil.

Lahai Turay, Community Trainer des von der EU geförderten Projekts CHAIN, hielt den thematischen Inputvortrag, in dem er Einblicke in seine Arbeit und seine ganz persönliche Motivation lieferte. So berichtete er, dass er sich trotz Ablehnung oder Unverständnis, das ihm bisweilen vor allem auch von älteren Männern entgegenschlägt, weiterhin für die Sensibilisierung und Beendigung von FGM einsetzt. Während der Corona-Pandemie gründete er hierfür auch einen eigenen TikTok-Kanal (onespote), um trotz Kontaktbeschränkungen weiterhin niedrigschwellig über FGM aufzuklären.

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20 Jahre Städtegruppe Konstanz - 4 Fragen an Gründungsfrau Erika Korn

 

Am 13. Oktober 2021 feierte die Städtegruppe Konstanz ihr 200. Treffen, im November ihr 20-jähriges Bestehen. Gründungsmitfrau und Städtegruppenkoordinatorin Erika Korn beantwortet uns dazu 4 Fragen.

 

Wie kam es zur Städtegruppengründung vor 20 Jahren? Erika Korn und Eva Wernert Städtegruppe Konstanz Eva Wernert und Erika Korn, Städtegruppe Konstanz 2021

Aus Anlass des 20-jährigen TDF-Jubiläums in Berlin, 2001. Ich bin dahingefahren und da sagte eine der damaligen Vorstandsfrauen:“ Hier ist noch eine Frau aus Konstanz, ich kann euch bekannt machen und ihr könnt überlegen, ob ihr in Konstanz eine Städtegruppe gründen wollt.“ Das war eine sehr nette Begegnung! Christa Böger und ich, wir haben die Gruppe gegründet. Erst war Christa Böger Koordinatorin, dann übernahm ich, weil sie beruflich so eingespannt war. Seit 2002 bin ich die Ansprechpartnerin. Mit Christa habe ich heute noch Kontakt, sie ist auch noch Fördermitfrau.

 

Welche Themen treiben euch besonders um?

Ich vertrete erstmal grundsätzlich die gesamte Themenbreite von TDF. Ich werde öfter von Schulen oder kommunalen Veranstaltern angesprochen. Zum Bespiel eine Lehrerin veranstaltet etwas zu Afrika. Die lädt mich dann ein, an die Schule zu kommen. Ich sage dann, ich würde über weibliche Genitalverstümmelung und unser Projekt dazu in Sierra Leone/Kamerun sprechen wollen. Sie hält Rücksprache mit den SchülerInnen und, wenn sie dem Thema zustimmen, dann kann ich kommen.“

Großes Thema ist auch Prostitution. Ich habe auch dazu die TDF-Wanderausstellung nach Konstanz geholt und in Bordellen mit Frauen in Konstanz gesprochen. Ich mache die Themen je nach Anlass. Ich habe die ganze Bandbreit auf dem Schirm und klinke mich aktiv ein. Außerdem verweise ich an die Expertinnen in den AGs, wenn VeranstalterInnen vor Ort differenziertere Informationen brauchen.

 

Was war die größte Herausforderung für deine Gruppe?

Die Herausforderung ist es, dass die Gruppe beieinanderbleibt, dass wir über 20 Jahre wahrgenommen werden, unser langjähriges Engagement für die Themen. Das ist unabdingbar, um in der Gesellschaft etwas zu ändern. Leider ist das nicht so einfach, weil es auch Fluktuation gibt. Wir treffen uns wirklich seit 20 Jahren einmal im Monat, ohne Unterbrechung, wegen der Pandemie auch online. Ich werde als Ansprechpartnerin von TERRE DES FEMMES gesehen und das ist für mich auch eine persönliche Herausforderung. Es freut mich, dass es aber auch jüngere Interessentinnen gibt.

 

Was habt ihr als Gruppe erreicht?

Hier in der gesamten Stadt als Frauenrechtsorganisation wahrgenommen zu werden. Es ist selbstverständlich bei Kulturveranstaltungen eingeladen zu werden. Seit 20 Jahren pflegen wir beispielsweise enge Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, wir treffen uns und brainstormen zusammen, werden nach Referentinnen gefragt. Alles rund um das Thema Gewalt gegen Frauen, da läuft hier nichts ohne TDF!

 

Aller Repression zum Trotz: TERRE DES FEMMES unterstützt Frauenrechtsdemos mit landesweiter Beteiligung in Afghanistan

Foto Demo1Mutige Afghaninnen beim öffentlichen Kampf für ihre Rechte - Bildrechte: Family Support & Welfare OrganizationDie afghanische Family Support & Welfare Organization (FSWO) hat trotz der gravierenden Bedrohung durch das Taliban-Regime frauenrechtliche Demonstrationen in der Hauptstadt Kabul organisiert – und mit der finanziellen Unterstützung von TERRE DES FEMMES die Beteiligung afghanischer Aktivistinnen aus allen Provinzen des Landes ermöglicht! Hunderte Demonstrantinnen erhoben Mitte Oktober 2021 mutig ihre Stimme - für sich und alle anderen Frauen und Mädchen Afghanistans.

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