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Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Vergewaltigung als Kriegswaffe – Wie Frauenkörper zu Schlachtfeldern werden

Was bedeutet Vergewaltigung als Kriegswaffe?

Vergewaltigung als Kriegswaffe ist die systematische Zerstörung von sozialen Strukturen einer Gesellschaft durch die physische und psychische Misshandlung von Frauen in Kriegssituationen. Der Körper von Frauen wird zum Schlachtfeld. Täter sind sowohl staatliche Akteure als auch nicht-staatliche bewaffnete Gruppen, deren Zahlen steigen.

Frauen erleiden durch die Vergewaltigungen Traumata, die sich über Funktionsstörungen, Depressionen, chronische Schmerzen bis in Posttraumatische Belastungsstörungen äußern. In der Gesellschaft werden die Frauen und ihre entstandenen Kinder geächtet und ausgegrenzt, sie haben geringe Chancen auf Bildung oder Anschluss zu finden, sie befinden sich in hilflosen Situationen. Die Familie verfällt oft in Altersarmut, wenn die Töchter nicht mehr erwerbstätig sind oder ausgestoßen werden.

Es wird Zeit etwas gegen diese Brutalität zu unternehmen.

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Gemeinsam gegen FGM - unser Beitrag zum WWDOGA 2021

Prof. Dr. Godula Kosack im Gespräch mit Gislinde Nauy zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung. Foto: @TERRE DES FEMMES

Anlässlich des Weltweiten Tages der genitalen Selbstbestimmung („Worldwide Day of Genital Autonomy“ - WWDOGA) fanden am 7. Mai 2021 wieder zahlreiche Live-Events im Online Format statt. Dieser Tag ist längst zu einem Symbol für die Selbstbestimmungsrechte eines jeden Kindes, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion und Tradition, geworden. Mit dem diesjährigen Schwerpunkt des WWDOGA soll erstmals ein Überblick über die rechtliche Situation in den verschiedenen Ländern zu nicht-therapeutischen Genitaleingriffen bei Minderjährigen geschaffen werden.

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Erstes Training der Community TrainerInnen

Die Community TrainerInnen zusammen mit der Projektmitarbeiterin Janine Hildenbeutel. Foto: © TERRE DES FEMMES

Am 08.05.2021 fand das erste Training der Community TrainerInnen im Rahmen des CHAIN-Projekts statt.

Der Schwerpunkt des EU-Projekts „CHAIN“ liegt in der Verbindung der Prävention von weiblicher Genitalverstümmelung (female genital mutilation, FGM) und Früh- und Zwangsverheiratung (early and forced marriage, EFM), zwei Formen geschlechtsspezifischer Gewalt. Dabei liegt der Kern der gesamten Projektarbeit in der engen Zusammenarbeit mit den Communitys, weshalb VertreterInnen der Communitys in alle Prozesse involviert sind und selbst als MultiplikatorInnen innerhalb ihrer Community fungieren. Die Hauptaufgaben der Community TrainerInnen besteht demnach zum einen aus Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit in der eigenen Community. Zum anderen bieten die Community TrainerInnen Fortbildungen zu den Themen weibliche Genitalverstümmelung und Früh- und Zwangsverheiratung für Fachpersonal aus dem sozialen, pädagogischen und medizinischen Bereich an.

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Portrait von July Cassiani-Hernandéz, Menschenrechtsaktivistin aus Kolumbien, seit März 2021 als Stipendiatin der Elisabeth-Selbert-Initiative in Deutschland

© July Cassiani-Hernandéz, Foto: Aktivistin Cassiani-Hernandéz

July Cassiani-Hernandéz blickt mit ihren 25 Jahren bereits auf 12 Jahre Erfahrungen im humanitären Sektor zurück. Sie setzt sich für die Verteidigung der Menschenrechte in Kolumbien und anderen Ländern der Welt ein und baut Kooperationen mit Unternehmen, BürgerInnen, NGOs und öffentlichen Einrichtungen auf. Geschickt vernetzt sie die verschiedenen AkteurInnen, um gemeinsam eine gerechtere Gesellschaft für Alle zu schaffen.

 

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Neue Informationsbroschüre erhältlich: "Weibliche Genitalverstümmelung - Aufklärung, Prävention und Umgang mit Betroffenen"

Zum Thema weibliche Genitalverstümmelung hat TERRE DES FEMMES eine neue Informationsbroschüre für Fachpersonal, SchülerInnen ab der 10. Klasse, StudentInnen, Auszubildende und Interessierte herausgegeben. Diese Broschüre vermittelt sowohl umfassendes Grundlagenwissen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung, als auch spezielles Fachwissen für unterschiedliche Berufsgruppen, die in ihrer Tätigkeit Kontakt zu gefährdeten und betroffenen Mädchen und Frauen haben. Es werden Empfehlungen zum Umgang mit Betroffenen geboten sowie alle vorhandenen Präventionsmöglichkeiten besprochen. Ziel ist es, den LeserInnen ein grundlegendes Verständnis von weiblicher Genitalverstümmelung zu ermöglichen.

 

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Auswirkungen des NATO-Truppenabzugs auf die Frauen in Afghanistan

Der NATO-Truppenabzug ist beschlossene Sache. Wird Afghanistan den Friedens- und Demokratisierungsprozess vollenden können oder droht erneut Gewalt von den Taliban? (pixabay/Wikilmages)

Im Februar 2020 unterzeichnete der damalige Präsident der USA, Donald Trump, ein Friedensabkommen mit den militant-islamistischen Taliban und versicherte einen stufenweisen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan. Trotz teilweiser Missachtung des Vertrags seitens der Taliban gab Trumps Nachfolger Joe Biden Mitte April 2021 bekannt, dass dies bis zum 11. September 2021 (ein bewusst ausgewähltes, symbolträchtiges Datum) vollzogen sein würde. Die anderen NATO-Staaten folgten der Entscheidung der USA, sodass die etwa 10.000 SoldatInnen starke NATO-Truppe, darunter 1.100 aus der deutschen Bundeswehr, ab dem 1. Mai 2021 mit dem Rückzug beginnen wird.

 

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Von Glück und Sexualität. Die Töchter und Väter im STARK!-Projekt tauschen sich aus

IMG 3643Susanne Andreas und die Mädchen bei der „Traumreise Glück"
© TERRE DES FEMMES
Das vierte Austauschtreffen im Projekt „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“ hat am 14. April 2021 im Refugio in Berlin-Neukölln stattgefunden. Während die Mädchen über Glück gesprochen haben, stand bei den Vätern auf eigenen Wunsch das Thema Sexualität auf der Agenda.

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Polizeiliche Kriminalstatistik meldet 82 Fälle von Zwangsverheiratungen für das Jahr 2020:

Mehr Fälle von Zwangsverheiratung von Minderjährigen
TDF befürchtet starken Anstieg von Zwangsverheiratung und Frühehen aufgrund der Corona-Pandemie

In der im April 2021 veröffentlichten polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) von 2020 wurden im Berichtzeitraum vom 01.01.2020-31.12.2020 82 Fälle von versuchter und vollzogener Zwangsverheiratung erfasst (34 vollzogene und 48 versuchte Zwangsverheiratungen). Die meisten Opfer waren weiblich: Von den 77 Mädchen und Frauen wurden bei 33 die Zwangsverheiratungen durchgeführt, bei 44 blieb es bei einem Versuch. In fünf Fällen waren Männer von einer Zwangsverheiratung betroffen (vier Versuche und eine durchgeführt Zwangsverheiratung).

 

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