Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

„Gleichberechtigung duldet keinen Aufschub“

Foto: © Miguel Bruna - Unsplash.com
Foto: © Miguel Bruna - Unsplash.com

So die Forderung der gleichnamigen, im Juli 2020 veröffentlichten Stellungnahme des Verbands Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V. (VENRO), in dem auch TDF Mitglied ist. VENRO übt Kritik an der mangelnden Umsetzung und der mangelnden Überprüfung der Umsetzung internationaler Verträge und Aktionsplattformen zu Frauenrechten, Gleichberechtigung und der Teilhabe von Frauen und Mädchen an Entscheidungen.

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COVID-19: Eine Krise für die Gesundheit und die Menschenrechte der Frau

Andrang auf einer der Polizeistationen, in der sich auch eine Beratungsstelle von BHUMIKA befindet (vor Corona). Foto: © Rineeha Suryadevara
Andrang auf einer der Polizeistationen, in der sich auch eine Beratungsstelle von BHUMIKA befindet (vor Corona). Foto: © Rineeha Suryadevar

Viren sind nicht wählerisch, wenn es darum geht, wen sie befallen, staatliche Schutz- und Hilfsmaßnahmen sollten dagegen zuerst und besonders denjenigen zugutekommen, die dringend auf sie angewiesen sind. Die Folgen von Pandemien wie der aktuellen Corona-Krise treffen ohnehin gefährdete und marginalisierte Personengruppen, darunter Frauen und Mädchen, besonders schwer. Obwohl die Verfügbarkeit medizinischer Dienste für alle eingeschränkt ist, kann dies z. B. für schwangere Frauen besonders drastische Auswirkungen haben. COVID-19, so die Hilfsorganisation CARE in ihrer neuesten Untersuchung der geschlechtsspezifischen Folgen des Ausbruchs für die Bevölkerung in Entwicklungs- und humanitären Kontexten, könnte daher gerade für Frauen und Mädchen auch nach Eindämmung der Pandemie noch jahrelang nachwirken.

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TERRE DES FEMMES fordert ein geschlechtergerechtes Lieferkettengesetz

Geschlechtergerechtigkeit in globalen Lieferketten
© Fairtrade Deutschland / Christoph Köstlin. Divine Fulutuni arbeitet für Fairtrade Af rica und unterstützt Kakaoproduzent* innen bei Schulungen zu Gender-Projekten und Einkommen

Mädchen und Frauen sind von den negativen Auswirkungen des globalen Wirtschaftens besonders betroffen, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch mit Blick auf Arbeitssicherheit. Mädchen und Frauen verdienen oft noch weniger als Männer und sind zudem öfter von geschlechtsspezifischer sowie sexualisierter Gewalt am Arbeitsplatz bedroht. Hinzu kommt die ungleich verteilte Haus- und Sorgearbeit, die häufig von Mädchen und Frauen geleistet wird und somit für zusätzliche Belastung sorgt.

Für TERRE DES FEMMES werden die geschlechtsspezifischen Probleme in der Lieferkette bisher zu wenig thematisiert. Deshalb hat TERRE DES FEMMES gemeinsam mit ASW –Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt, Brot für die Welt, CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, FEMNET, FIAN Deutschland, Global Policy Forum, Marie-Schlei-Verein, materra, Plan International Deutschland, TransFair und WECF das Positionspapier „Geschlechtergerechtigkeit in globalen Lieferketten – Forderungen an Politik und Unternehmen“ herausgegeben.

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Evaluation des französischen Sexkaufverbots: Dort wo es umgesetzt wird, funktioniert es!

Evaluation des französischen Sexkaufverbots
Evaluation des französischen Sexkaufverbots

Vor vier Jahren wurde in Frankreich das sogenannte nordische Modell zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Prostitution eingeführt. Das französische Gesetz führte die Bestrafung von Sexkäufern ein und startete landesweit Ausstiegsprogramme für Prostituierte. Jetzt wurde die offizielle Evaluation veröffentlicht worden mit dem Fazit, dass das Gesetz dort, wo es tatsächlich umgesetzt wird, es auch funktioniert. TERRE DES FEMMES begrüßt die Veröffentlichung des Berichtes und sieht ihn als Beweis dafür an, dass das Sexkaufverbot sehr wohl funktionieren kann, wenn der politische Wille besteht. Doch mit der Einführung des Gesetzes ist es nicht getan, es müssen auch personelle und finanzielle Ressourcen bereitgestellt werden.

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Let’s CHANGE – Ein Blick in die vergangenen zwei Jahre

CHANGE Agents nach einem Training mit Dr. Zerm in Berlin. Foto: © TERRE DES FEMMES
CHANGE Agents nach einem Training mit Dr. Zerm in Berlin. Foto: © TERRE DES FEMMES

Das EU-geförderte Projekt Let’s CHANGE neigt sich dem Ende zu: Von TERRE DES FEMMES koordiniert und gemeinsam mit drei Partnerorganisationen durchgeführt, zielt das Projekt langfristig auf die Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) in Europa ab. Trotz der von der Europäischen Union entwickelten Strategie zur Abschaffung der schädigenden Praxis sowie zahlreicher Projekte und Initiativen, steigt in Europa die Anzahl von betroffenen Frauen und Mädchen sowie derer, die von FGM bedroht sind, weiter an.

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Upskirting ist jetzt eine Straftat

Upskirting
Upskirting ist jetzt eine Straftat

Am 03. Juli 2020 verabschiedete der Bundestag einen Gesetzesentwurf zum Verbot von Upskirting, welches voraussichtlich ab Herbst 2020 in Kraft treten soll. Damit gelten das heimliche und voyeuristische Fotografieren oder Filmen unter den Rock oder das Kleid einer Person künftig als Straftat und werden mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet. Am 1.1.2020 ist das Gesetz in Kraft getreten und nun ist Upskirting eine Straftat.

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Israel/Palästina: Rückblick auf 17 Jahre Kooperation zwischen der Lakia Women's Association und TERRE DES FEMMES

Acht von zehn Menschen auf der Welt werden bedroht, wenn sie sich politisch engagieren. Frauen sind besonders betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste „Atlas der Zivilgesellschaft“, den die Hilfsorganisation Brot für die Welt und das Netzwerk für Bürgerbeteiligung Civicus einmal jährlich, zuletzt 2020, herausgeben. Menschenrechtsarbeit ist so stark eingeschränkt wie lange nicht, oft mit brutalen Folgen wie Folter und Mord. Vor diesem Hintergrund stellt TERRE DES FEMMES (TDF) sein Referat für Internationale Zusammenarbeit neu auf. Einige langjährige Kooperationen enden, so auch die Zusammenarbeit mit der Lakia Women’s Association in Israel/Palästina.

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3 Jahre ProstSchG: eine gesetzgeberische Sackgasse

Am 1. Juli 2017 ist das Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) in Kraft getreten. TERRE DES FEMMES hat den gesetzgeberischen Prozess kritisch begleitet und unsere Sorgen haben sich in den 3 Jahren der Umsetzung nur bestätigt. Deutschland befindet sich in einer gesetzgeberischen Sackgasse. TERRE DES FEMMES setzt sich daher für die Einführung des nordischen Modells in Deutschland ein: das bedeutet Ausstiegsprogramme für Prostituierte und ein Sexkaufverbot.

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