Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

„Für mich als Frau bedeutet ein friedliches Leben, ein gewaltloses Leben.“

Mariam Wahed, Bildrechte: privat
Mariam Wahed, Bildrechte: privat

Ein Interview mit Mariam Wahed. Eine deutsche Frau mit afghanischem Migrationshintergrund. Selbst ehemalige Betroffene von Gewalt und unermüdliche, friedliche Kämpferin für eine Welt ohne Gewalt.

Vielleicht kannst du ein bisschen über dich erzählen: Wo du herkommst, was dich ausmacht?

Zunächst möchte ich TERRE DES FEMMES für das mir entgegengebrachte Vertrauen danken, über dieses wichtige Thema zu sprechen.

Ich bin Mariam Wahed, Deutsche, mit einem afghanischen Migrationshintergrund. Ursprünglich komme ich aus Kabul, der Hauptstadt Afghanistans. Mein Vater war Offizier und ich wurde als 8. von 9 Kindern geboren. Im Jahr 1992 bin ich aufgrund des Bürgerkrieges und der religiösen Fundamentalisten aus meiner Heimatstadt geflohen. Dank meiner guten schulischen Leistungen durfte ich in St. Petersburg, Russland, studieren und mein Diplom ablegen, welches schließlich auch in Deutschland anerkannt worden ist. Seit 1995 lebe ich in Deutschland.

Weiterlesen ...

Afghanistan – Projektupdate aus 2019

Teilnehmerinnen auf ihrem Weg zu einem der vielen Fortbildungskurse der Neswan Social Association. Foto: © Neswan Social Association Teilnehmerinnen auf ihrem Weg zu einem der vielen Fortbildungskurse der Neswan Social Association. Foto: © Neswan Social Association Einer Studie von Thomson Reuters zufolge liegt Afghanistan auf Platz zwei der gefährlichsten Länder für Frauen weltweit – hinter Indien. Laut Human Rights Watch sind fast 90 Prozent der afghanischen Frauen Überlebende von Menschenrechtsverletzungen. UNESCO berichtet, dass rund 80 Prozent der afghanischen Frauen Analphabetinnen sind, und die EU, dass nur rund 22 Prozent der afghanischen Mädchen Zugang zu schulischer Bildung haben.

Zu den Gründen für die desolate Lage der Menschenrechte der Frau im Land zählen neben schädlichen traditionellen Praktiken wie Frühverheiratungen und patriarchalen Gesellschaftsnormen, die Jungen einen größeren Wert als Mädchen beimessen, auch die seit langem prekäre Sicherheitslage. Immer wieder bilden sich konservative und fundamentalistische Gruppierungen, die die Freiheit und Rechte der Frauen noch weiter einschränken wollen und sogar dazu übergegangen sind, Menschenrechtsaktivistinnen auf offener Straße tätlich anzugreifen.

Weiterlesen ...

Neue Studie – Mädchen aus der Sahelzone berichten

Schulschließungen in Burkina Faso und Mali vor COVID-19. © PLAN international

Anhaltende Spannungen zwischen rivalisierenden Rebellengruppen und gewalttätige Angriffe bewaffneter, überwiegend dschihadistischer Gruppierungen, die bereits Tausende Todesopfer gefordert haben, halten die Länder der Sahelzone in Atem. Die unsichere Lage hat weitreichende Folgen: Vor allem der Alltag von Mädchen ist von Gewalt und eingeschränkter Entscheidungsfreiheit beherrscht, so das Ergebnis der Studie Adolescent Girls in Crisis: Voices from the Sahel von PLAN International, dem UCL Centre for Gender and Disaster und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, für die Mädchen aus Burkina Faso und Mali befragt wurden. Geschlechtsspezifische Diskriminierung und Gewalt haben in Krisengebieten wie aktuell der Sahelzone besonders weitreichende Folgen.

Weiterlesen ...

Endlich digital lernen – Projekt „Mädchenbildung 2.0“ in Kamerun ist verwirklicht!

Berufsschülerinnen des Ausbildungszweigs Bürofach an ihren Rechnern. Foto: © AAFMHLBerufsschülerinnen des Ausbildungszweigs Bürofach an ihren Rechnern. Foto: © AAFMHLLange war es ein Wunsch, zwischen Dezember 2019 und März 2020 konnte er endlich Realität werden – gerade noch rechtzeitig vor Ausbruch des Corona-Virus in Kamerun: Dank Ihrer Spenden an TERRE DES FEMMES hat die Berufsschule CETIC (Collège d’Enseignement Technique, Industriel et Commercial) in Makandai nun einen neuen Computer-Raum!

Weiterlesen ...

Hygiene-Sets zum Schutz vor Corona in Kamerun

© AAFMHL

Kamerun zählt mit rund 1.700 Fällen zu den am stärksten von Corona betroffenen Ländern in Afrika. Die Pandemie verschlimmert die ohnehin schwere Krise im anglophonen Teil Kameruns. Laut UNHCR sind 737.000 Menschen auf der Flucht. Auch die terroristischen Raubzüge, Entführungen und Ermordungen der in der Grenzregion zu Nigeria operierenden Boko Haram setzen der Bevölkerung immer wieder zu. Corona-bedingte Reiseverbote verhindern UN-Flüge sowie die Verteilung von Hygiene-Sets und Wasser.

Wie so oft leiden vor allem benachteiligte und arme Menschen darunter. Sie können adäquate Hygiene-Maßnahmen aufgrund fehlender Ressourcen oft nicht einhalten oder es sich schlicht nicht leisten, der Arbeit fern- und zu Hause zu bleiben.

Die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation AAFMHL will die prekäre Lage nicht einfach hinnehmen und hat sich deshalb entschlossen, die Bevölkerung im Projektgebiet Extrême Nord über das Corona-Virus aufzuklären und ihnen notwenige Schutzausrüstung an die Hand zu geben. TERRE DES FEMMES (TDF) hat sie zusammen mit der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft in Leipzig dabei finanziell unterstützt.

Weiterlesen ...

Weibliche Genitalverstümmelung: Ein Aufruf zu globalem Handeln

images/stories/fgm/aktuelles/2020/cover-fgm-studie-2020.jpgWeibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation – FGM) wird in weit mehr Ländern der Welt praktiziert, als weithin bekannt ist. Auch die Zahl der betroffenen Mädchen und Frauen wird stark unterschätzt, zeigt ein neuer globaler Bericht.

FGM kommt in mindestens 92 Ländern vor, aber nur 51 (55 %) verfügen über spezifische Gesetze gegen diese Praxis, so dass Millionen von Menschen keinen ausreichenden rechtlichen Schutz erhalten.

Weiterlesen ...

Neuigkeiten zu den Frauenschutzhäusern in Mali

Frauen aus dem Gewaltschutzzentrum in Bamako mit selbst hergestellter Flüssig- und Stückseife. Foto: © APDFFrauen aus dem Gewaltschutzzentrum in Bamako mit selbst hergestellter Flüssig- und Stückseife. Foto: © APDFSeit 2009 engagiert sich TERRE DES FEMMES e.V. in Zusammenarbeit mit ihrer lokalen Partnerorganisation APDF (Association pour le Progrès et la Défense des Droits des Femmes) für die Rechte und den Schutz von Frauen und Mädchen in Mali. Ihre Lage im westafrikanischen Binnenstaat muss als prekär bewertet werden – im Zuge von Krieg, Terror und vorherrschenden Gesellschaftsnormen sind sie häufig geschlechtsspezifischer Gewalt ausgesetzt.

Weiterlesen ...

Füchschen Bier gewinnt "Zornigen Kaktus 2020"

Der Zorniger KaktusTERRE DES FEMMES verleiht den „Zornigen Kaktus 2020“ an die Brauerei Füchschen Bier aus Düsseldorf. Die Werbung der Brauerei konnte sich in dem Online-Voting, bei dem über 4.000 Menschen teilgenommen haben, durchsetzen.

Noch nie in der Geschichte vom "Zorniger Kaktus" gab es so viele Einreichungen wie in diesem Jahr. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei allen, die mitgemacht und sexistische Werbung für den Negativpreis nominiert haben!

Weiterlesen ...