Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

2. Treffen mit den Partnerorganisationen des CHAIN- Projekts

„Below the German text you will find the English version" 

Am 22. und 23. Juni 2021 fand nun das zweite Konsortium Meeting des zweijährigen EU-Projektes CHAIN statt. Leider musste auch dieses Treffen erneut online – statt in Mailand - durchgeführt werden. TERRE DES FEMMES und die vier europäischen Partnerorganisationen – Action Aid International Italia Onlus (Mailand), Equipop (Paris), Save a Girl, Save a Generation (Madrid) und End FGM EU (Brüssel) sind allerdings zuversichtlich, dass es möglich sein wird, dass nächste Treffen persönlich in Madrid stattfinden zu lassen. Aber auch über Zoom war es möglich effektive und zielführende Gespräche zu führen, wie dieses Konsortium Treffen gezeigt hat.

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Was bringt Frauen dazu, rechts zu wählen?

Juni 2020. In Sao Paulo demonstrieren die Menschen gegen ihren Präsidenten Jair Bolsonaro. Mit dem Slogan „Fora Bozo" verlangen sie, dass er sein Amt aufgibt. Das abfällige Wort „Bozo" bezeichnet eine dumme oder inkompetente Person. (Marília Castelli/Unsplash)

Einblicke in die Studienreihe „Triumph der Frauen? The Female Face of the Far Right in Europe“ der Friedrich-Ebert-Stiftung

In den letzten Jahren erfreuen sich rechte Parteien in vielen Ländern immer größerer Popularität. Trotz offen antifeministischer Tendenzen und teils frauenfeindlicher Rhetorik à la Donald Trump, Ex-Präsident der USA, wächst auch die Zustimmung mancher Frauen. Wie ist das möglich, mögen sich gerade andere Frauen fragen, wo die wenigsten rechten Parteien diese Tendenzen kaschieren. Manche nutzen sie vielmehr als ihr Aushängeschild.

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Catcalling – wir sagen Belästigung auf der Straße den Kampf an!

Kampagnenpost @calltofight

Catcalling. Hinter diesem vermeintlich harmlosen Begriff, auf Deutsch etwa: „Katzengeschrei“, verbirgt sich eine fast alltägliche, leidvolle Erfahrung für viele Frauen. Catcalling bezeichnet das Phänomen der sexualisierten Belästigung auf der Straße. Durch Pfiffe, anzügliche Bemerkungen, öffentliches Onanieren und ähnliches werden Frauen und Mädchen durch Männer bedrängt. Meistens geschieht dies auf öffentlicher Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch im Dienstleistungssektor und im Umgang mit Kunden. Catcalling ist Ausdruck männlichen Besitzanspruchs und wird von Frauen und Mädchen oft als erniedrigend wahrgenommen.

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Studie zu Geschlechtergleichstellung

Große Mehrheit wünscht sich, dass Regierungen mehr tun

Zum ersten Mal hat eine Studie Menschen aus 17 Ländern von sechs Kontinenten – rund die Hälfte der Weltbevölkerung - nach ihrer Meinung zum Thema Geschlechtergleichstellung gefragt. Die von Women Deliver und Focus 2030 im Januar 2021 veröffentlichten Ergebnisse können kurzgefasst als „good news“ bezeichnet werden: Für 80 Prozent ist Geschlechtergleichstellung eine persönliche Priorität, 65 Prozent wünschen sich, dass ihre Regierung mehr dafür tut.

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Internationale Konferenz (30.06.21): Projektabschluss “Men Standing Up for Gender Equality”

Am 30. Juni 2021 wird das erfolgreich durchgeführte EU-Projekt „Men Standing Up for Gender Equality“ im Rahmen einer internationalen Konferenz im Online-Format von 10 bis 12 Uhr gebührend abgeschlossen. Die Konferenz ist zugänglich für die interessierte Öffentlichkeit, Anmeldungen hier bis spätestens zum 25.06.2021.

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Die Zukunft Afghanistans?

Portrait Sakina©Neswan Social Association / Kursleiterin Sakina im Begegnungscafé der Neswan Social Association

Nur mit Frauenrechten und starken Frauen wie Sakina!

Durch den plötzlichen Abzug der NATO-Truppen nach 20 Jahren Einsatz fühlen sich vor allem Afghaninnen im Stich gelassen. Sie fürchten, dass die Taliban das, was mühsam erkämpft wurde, allen voran die Anerkennung der Rechte von Frauen, wieder zunichte machen. Im Internet kursieren Videos, die zeigen, wie Frauen in den von den Taliban beherrschten Provinzen öffentlich ausgepeitscht werden.

Gezielte Anschläge auf unabhängige Frauen und Aktivistinnen nehmen bereits zu: im Januar wurden zwei Richterinnen getötet, im März drei Journalistinnen. Für die seit September 2020 laufenden innerafghanischen Friedensverhandlungen konnte mit großer Anstrengung eine Frauenquote im Team der Regierung errungen werden. Im Team der Taliban sitzt keine einzige Frau.

Die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation Neswan Social Association (Neswan) in der Provinz Herat sieht sich einer ungewissen Zukunft gegenüber. Gerade deshalb will Neswan in ihrem Frauenzentrum weiter Frauen ausbilden und empowern. Aufgeben ist keine Option. Denn es braucht noch viel mehr strake Frauen wie Sakina...

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Bundesverdienstorden für Godula Kosack – TERRE DES FEMMES gratuliert herzlich!

TDF-Vorstandsfrau Prof. Dr. Godula Kosack mit dem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Foto: ©Stephanie Reball

Prof. Dr. Godula Kosack, Vorstandsvorsitzende von TERRE DES FEMMES, wird am Freitag, den 18. Juni 2021 in Dresden der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (auch Bundesverdienstkreuz genannt) verliehen. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer würdigt mit dieser Auszeichnung ihr tatkräftiges Engagement und ihren Einsatz für das Gemeinwohl und besonders für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Mädchen und Frauen.

Godula Kosack, Professorin für Soziologie und Ethnologin, lebt in Leipzig, seit 2015 ist sie im Bundesvorstand von TERRE DES FEMMES vertreten und zuletzt als Vorsitzende. Als TERRE DES FEMMES-Vorstandsfrau setzt sie sich schwerpunktmäßig gegen weibliche Genitalverstümmelung ein.

Seit 1985 hielt sie sich immer wieder für längere Zeit in Nordkamerun auf.

Die intensive Beziehung zur Bevölkerungsgruppe der Mafa hat bis heute Einfluss auf ihre Arbeit als Aktivistin. Auf Initiative von Godula Kosack unterstützt TDF zum Beispiel seit 2012 den Verein „Association d’Appui aux Filles de M’lay, Huva et Ldama“.

Godula Kosack ist ehrenamtliche Koordinatorin des Projekts „Selbstbestimmung durch Bildung“, das Mädchen und jungen Frauen der Mafa in Nordkamerun einen Weg zu Schule und Berufsausbildung oder Studium ermöglicht.

Godula Kosack hat außerdem zu vielen verschiedenen Frauenthemen (Frauen in Afrika, Hexenverfolgung, Wechseljahre, Patriarchat und Weltbilder) publiziert.

Sie ist Projektinitiatorin und Vorstandsmitglied der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft (DAFRIG e.V.), Gründungsmitglied des Interkulturellen Zentrums e.V. in Leipzig und engagiert sich in weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen wie der von ihr mitgegründeten Louise-Otto-Peters Gesellschaft.

Wir sind stolz, Godula Kosack als Vorstandsvorsitzende von TERRE DES FEMMES zu haben, und gratulieren ihr herzlich!

Wichtige Einblicke in die Medizin - Seminar zu Rekonstruktions-Operationen von Dr. med. O’Dey

„Below the German text you will find the English version”

Das Training der Community TrainerInnen im CHAIN-Projekt am 5. Juni 2021 wurde für ein zweistündiges Online-Auffrischungsseminar über FGM mit dem Schwerpunkt auf Rekonstruktions-OPs genutzt. Hierfür wurde ein Spezialist dieses Fachgebiets als Gastredner eingeladen. Herr Dr. med. Dan mon O'Dey ist Chefarzt der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie am Luisenhospital Aachen und hat sich auf die medizinische Hilfe für Frauen spezialisiert, die von weibliche Genitalverstümmelung betroffen sind.

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