Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Hund – Katze – Maus: Beziehung stärken und Spaß haben beim Väter-Töchter-Yoga

DSC 6792© Erman AksoyAm Nachmittag des 30. April 2022 sind die aktuellen und bisherigen Teilnehmenden des Projektes „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“ zum Väter-Töchter-Yoga zusammengekommen. Kinderyogalehrerin Andrea Helten hat den zweistündigen Kurs gemeinsam mit ihrer 15-jährigen Tochter Marisol gegeben, mit der sie ihre Leidenschaft für Eltern-Kind-Yoga entdeckt hat.

In einer kurzen Vorstellungsrunde haben alle neben ihrem Namen ihr Lieblingsgefühl und ihre Lieblingsaktivität mit der Tochter bzw. dem Vater verraten. Zufriedenheit, Vorfreude und Glück sind ebenso genannt worden wie zelten, rumalbern und gemeinsam essen.

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Erfolgreiche Abschlusskonferenz des CHAIN-Projekts am 12. Mai

Foto: © TERRE DES FEMMES Videobotschaft von European Commissioner Helena Dalli

English Version below

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Am 12. Mai fand die Abschlusskonferenz des zweijährigen EU-Projekts (Laufzeit: Sept.2020- Aug.2022) „CHAIN – Linking the prevention between female genital mutilation (FGM) and early and forced marriage (EFM) in Europe“ statt.
Gemeinsam widmen sich die ProjektpartnerInnen – Action Aid Italy, (AAIT) Save a Girl, Save a Generation (SAGSAG), Equipop, End FGM EU und die Projektkoordination, TERRE DES FEMMES (TDF) – der Präventions- und Interventionsarbeit zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) und Früh- und Zwangsverheiratung (EFM); zwei Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt, die häufig ineinander verschränkt sind. Hierbei werden von FGM und EFM betroffene Communitys durch Trainings, Capacity-Buildung und Sensibilisierung gestärkt. Zudem liegt ein weiterer Schwerpunkt des CHAIN-Projekts auf der institutionellen Ebene: Hier entwickeln politische und zivilgesellschaftliche Stakeholder Handlungsempfehlungen, die Orientierung in Fällen von drohender oder bereits erfolgter Genitalverstümmelung und/oder Früh-/Zwangsverheiratung in Berlin, Mailand, Paris und Madrid geben.

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Update zum Kooperationsprojekt in Mali: SchülerInnen und Lehrkräfte klären über Gewalt an Frauen und Mädchen auf

Abb. 1: Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte ©AMDD

Seit kurzem ist es öffentlich: der Bundestag muss zwar noch darüber abstimmen, doch Deutschland soll sich nicht weiter an der EU-Ausbildungsmission EUTM in Mali beteiligen - seit Juli 2021 stand diese sogar unter deutscher Führung. Der UN-Stabilisierungseinsatz MINUSMA dagegen soll andauern, obwohl dieser, durch den Rückzug Frankreichs, ebenfalls vor großen Herausforderungen steht. Was das für die Menschen vor Ort bedeutet, bleibt abzuwarten. Aktuell zeichnet sich jedenfalls keine Verbesserung der Krisensituation in Mali ab. Stattdessen wurden auch die für Februar 2022 angesetzten Neuwahlen um weitere fünf Jahre von der malischen Regierung verschoben. In dieser angespannten Lage sind vor allem Frauen und Kinder gefährdet. Für viele von ihnen bestimmen Zwangsverheiratungen, Genitalverstümmelungen und Vergewaltigungen, v.a. deren systematischer Einsatz durch Milizen und Terrorgruppen, den Alltag.

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Hatun, Morsal, Maryam, Zohra... ob vor 17 Jahren oder vor zwei Monaten: Diese Mädchen und Frauen wurden ermordet, weil sie die vermeintliche Familienehre verletzt haben sollen.

Anlässlich der Ermordung von Morsal Obeidi vor 14 Jahren: Überblick über aktuell laufende mutmaßliche „Ehren“-Mordprozesse und laufende Ermittlungen

Nein zu Gewalt im Namen der Ehre

Am 15.05.2008 wurde Morsal Obeidi im Alter von nur 16 Jahren von ihrem Bruder ermordet. Zuvor kam es immer wieder zu innerfamiliären gewaltsamen Konfrontationen, da Morsal sich dem ihr aufgezwungenen Lebensstil ihrer Familie nicht beugen wollte. Sie wollte frei und selbstbestimmt leben – aber nicht ohne ihre Familie. Diese zwei so vermeintlich harmlos klingenden Wünsche ließen sich in ihrer Welt nicht miteinander vereinbaren. Sie bezahlte dafür mit ihrem Leben.

Doch auch so viele Jahre später geschehen immer noch Ehrverbrechen mitten unter uns, oft tödlich. Anlässlich des Gedenkens an Morsal Obeidi hat TERRE DES FEMMES aktuell laufende Gerichtsprozesse mit einem mutmaßlichen Ehrkontext zusammengefasst.

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Der Kampf um das Recht auf Bildung: Stimmen von Afghaninnen in internationalen Medien

Afghanistan Bild1Abb.: Der Zugang zu Bildung wird für Frauen und Mädchen in Afghanistan weiter stark eingeschränkt. Quelle: © USAIDOb Zahra*, die für einen Master in Englischdidaktik eingeschrieben ist, oder Maya*, die Rechtswissenschaften in Kabul studiert: Nun sitzt Zahra in ihrer Wohnung fest und Maya hat in einem Frauenschutzhaus Obdach gefunden, fern von Lehrveranstaltungen und einer beruflichen Zukunft. Wie alle Afghaninnen durften sie ihren Bildungsweg nicht fortsetzen, als die Taliban nach der Machtübernahme im August 2021 alle Sekundarschulen und Universitäten für Frauen und Mädchen schlossen. Sieben Monate später gab das Bildungsministerium bekannt, höhere Bildung werde auch Mädchen ab dem 23. März 2022 wieder zugänglich gemacht.

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„Die Frauen von Sierra Leone verdienen mehr und Besseres“

„Das Jahr 2022 ist unser Jahr. Die Frauen von Sierra Leone verdienen mehr und Besseres als das, was wir von diesem Land die letzten 62 Jahre bekommen haben; wir haben zu lange darauf gewartet, dass unsere unveräußerlichen Menschenrechte und unsere Gleichberechtigung von der Verfassung und den Gesetzen von Sierra Leone anerkannt, geschützt und vorangebracht werden, und jetzt sagen wir, ‚Genug ist genug‘.“

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Jetzt anmelden für den nächsten "Themen-Donnerstag" am 7.7.: Neue Online-Veranstaltungsreihe gibt konkrete Einblicke in die Arbeit von TERRE DES FEMMES

Neu unsere Themen Donnerstage 350 233 pxWie arbeitet eine Frauenrechtsorganisation wie TERRE DES FEMMES eigentlich? Wie sieht der Einsatz für die Gleichberechtigung und Freiheit von Mädchen und Frauen konkret aus?

Welches Projekt leistet an Schulen Präventionsarbeit gegen Zwangsverheiratung? Wie bekämpft TDF weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland? Wie können sie aussehen, die Schritte auf dem Weg zu einer Welt ohne Gewalt gegen Mädchen und Frauen?

Diese und weitere Fragen möchten wir ab jetzt in unseren „Themen-Donnerstagen“ behandeln – online und mit je einem Oberthema, ab jetzt regelmäßig!

Wenn Sie mögen, melden Sie sich an und schalten Sie sich dazu –

 Zum Beispiel zum 2. THEMEN-DONNERSTAG am 7. Juli von 18-19 Uhr!

Am 7. Juli stellt TDF-Referentin Myria Böhmecke Ihnen unsere Arbeit im Schultheaterprojekt „Mein Herz gehört mir!“ vor und beantwortet Ihre Fragen zu unserer Arbeit zum Thema Ehrverbrechen.

Hier geht’s zur Anmeldung in unserem Web-Shop. Den Zoom-Link zur Veranstaltung erhalten Sie 24 Stunden vor Beginn per E-Mail an die angegebene Mailadresse.

Hier finden Sie eine Übersicht und die Möglichkeit zur Anmeldung zu allen geplanten Themen-Donnerstagen.

Für FörderInnen und Jugendbotschafterinnen ist das Angebot kostenfrei (nach Eingabe des zur Verfügung gestellten Coupon-Codes).

Wir sind gespannt und freuen uns auf Sie!

„Das haut mich echt um“

IMG 5669© TERRE DES FEMMESHäusliche, sexualisierte und digitale Gewalt. Themen, die schwer sind und gleichzeitig angesprochen werden müssen. Auch wenn die Mehrheit der Väter, die bei dem STARK!-Projekttreffen am 24. März 2022 dabei gewesen sind, (noch) keine Berührungspunkte bei ihren Töchtern sehen, haben sie Angst, dass es ihre Töchter betreffen kann.

Gewalt durchzieht alle Gesellschaftsschichten. Dennoch bestehen Vorurteile, zum Beispiel, dass sie auf Gymnasien seltener ist als an Haupt- oder Realschulen.

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