Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

137 Frauen werden weltweit täglich von Partner oder Familie ermordet – Schluss mit Femiziden!

Friedhof. © Joel in t Veld - unsplash.com © Joël in 't Veld on Unsplash2017 wurden weltweit 87.000 Frauen vorsätzlich getötet, mehr als die Hälfte von ihnen durch einen Intimpartner oder ein anderes Familienmitglied, so die Befunde der Globalen Studie zu Tötungsdelikten 2019 des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC). Asien und Afrika wiesen mit 20.000 und 19.000 Ermordungen die höchsten Zahlen von geschlechtsspezifischen Tötungen durch Intimpartner oder andere Familienmitglieder auf. Gründe sind die ungleichen Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen, sexistische Strukturen und diskriminierende Traditionen wie z.B. männliche „Ehre“, die sich am Verhalten der Frau festmacht.

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Veranstaltung vor dem Brandenburger Tor am 25.11.20 zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“

Leider ist aufgrund der Corona-Pandemie nur eine sehr eingeschränkte Teilnahme nach vorheriger Einladung und Anmeldung möglich

„Mein Herz gehört mir – Gegen Zwangsverheiratung und Frühehen“

Die diesjährige Fahnenaktion am 25.11.2020, dem internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ wird bundesweit unter dem Motto „Mein Herz gehört mir - gegen Zwangsverheiratung und Frühehen“ stattfinden. In Berlin ist unsere Veranstaltung am Brandenburger Tor am 25.11.2020 um 14.00 Uhr gleichzeitig die Auftaktveranstaltung unseres 3-jährigen Berliner Schulprojektes „Mein Herz gehört mir“, welches von Aktion Mensch gefördert wird.

logo aktion menschIm Rahmen der Veranstaltung soll eine breite Öffentlichkeit über das Thema Zwangsverheiratung und Frühehen sensibilisiert und aufgeklärt werden. Gemeinsam wollen wir auf die Menschenrechtsverletzung Zwangsverheiratung und Frühehen aufmerksam machen, die Situation von betroffenen Mädchen und Frauen in Deutschland aufzeigen und zusammen Luftballons mit Wünschen für Betroffene von Zwangs- und Frühehen steigen lassen.

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Feierliche Eröffnung des 20. Filmfests FrauenWelten am 28. Oktober 2020 um 19:00 in der Kulturbrauerei in Berlin und deutschlandweit online.

Es ist so weit: Am Mittwoch, den 28. Oktober wird das 20. Filmfest FrauenWelten von TERRE DES FEMMES in der Kulturbrauerei in Berlin feierlich eröffnet. Zeitgleich wird das komplette Filmprogramm im Festivalzeitraum vom 28.10-04.11.2020 deutschlandweit online verfügbar sein.

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Das Jubiläumsfilmfest präsentiert 31 Kurz-, Spiel- und Dokumentarfilme aus 30 verschiedenen Ländern, darunter zwei Europapremieren und vier Deutschlandpremieren. Das Programm zeigt wie jedes Jahr Frauenrechte im Blickpunkt des Films. Die Vorführungen vor Ort im Kino in der Kulturbrauerei und online werden durch Gespräche mit RegisseurInnen und ExpertInnen ergänzt.

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20. Filmfest FrauenWelten ist eröffnet: Bis zum 4. November noch alle Filme online abrufbar

Am Mittwoch, den 28. Oktober wurde das 20. Filmfest FrauenWelten von TERRE DES FEMMES in der Kulturbrauerei in Berlin feierlich eröffnet. Trotz Lockdown und Schließung der Kinos in Berlin: Unser Filmprogramm ist bis zum 4. November 2020 deutschlandweit online verfügbar.

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Das Jubiläumsfilmfest präsentiert 31 Kurz-, Spiel- und Dokumentarfilme aus 30 verschiedenen Ländern, darunter zwei Europapremieren und vier Deutschlandpremieren. Das Programm zeigt wie jedes Jahr Frauenrechte im Blickpunkt des Films.

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Auftakt der Fortbildungsveranstaltungen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung

Fortbildung am 22.10.2020. Foto: © TERR DES FEMMESFortbildung am 22.10.2020. Foto: © TERR DES FEMMESAm 22.10.2020  fand unter verschärften Corona-Bedingungen in einer Kleingruppe die erste Fortbildung im Rahmen der neuen Berliner Koordinierungsstelle gegen weibliche Genitalverstümmelung_beschneidung (aus dem Englischen: Female Genital Mutilation - FGM_C) statt. Die Projekte der neuen Koordinierungsstelle gegen FGM_C werden von Mitteln der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung gefördert und als Kooperation vom Familienplanungszentrum BALANCE, TERRE DES FEMMES und vom Desert Flower Center Waldfriede realisiert wird. Die Fortbildung wurde dieses Mal von Frau Fatou Diatta abgehalten.

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Bewegende Preisverleihung in Esslingen an Rugiatu Neneh Turay

OB Dr. Jürgen Zieger begrüßt das Publikum und Rugiatu Turay zu Beginn der Preisverleihung. Foto: © Stadt EsslingenOB Dr. Jürgen Zieger begrüßt das Publikum und Rugiatu Turay zu Beginn der Preisverleihung. Foto: © Stadt Esslingen„Rugiatu, my sister from another mother. Congratulations! I am following you closely, I am following in your footsteps. Together we will be able to end FGM“ („Rugiatu, meine Schwester einer anderen Mutter. Herzlichen Glückwünsch! Ich verfolge deine Arbeit genau und ich trete in deine Fußstapfen. Zusammen werden wir es schaffen, FGM zu beenden“) - so die ganz persönliche Ansprache der Laudatorin Beryl Magoko an Rugiatu Neneh Turay, die Preisträgerin des Theodor-Haecker-Preises 2020.

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Der Countdown läuft: Am 05. Dezember 2020 heißt es STARK!-klar

STARK Team 2020. Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMESDer Start des Projekts „STARK! Töchter und Väter gemeinsam für Gleichberechtigung“ im Referat Gleichberechtigung und Integration rückt näher. Deshalb lernen die TERRE DES FEMMES-Referentinnen Ciler Kilic und Désirée Birri seit September 2020 interessierte Berliner Väter und Töchter im persönlichen oder digitalen Gespräch kennen.

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TERRE DES FEMMES im Gespräch mit Halina Bendkowski: "Säkularität bedeutet die Aufklärung ernst zu nehmen und die Macht der Kirchen und aller Religionen im öffentlichen Raum zurück zu halten"

Foto: © Halina Bendkowski

Der Anlass: Säkularität und Berliner Neutralitätsgesetz

Anlässlich der aktuellen Diskussionen über das Neutralitätsgesetz in Berlin trafen wir die Agentin für Feminismus und Geschlechterdemokratie, einst kulturelle Kuratorin des feministischen FrauenKulturzentrums SCHOKOFABRIK in Berlin-Kreuzberg, Sprecherin  der Berliner FrauenfrAKTION und Gründungsfrau des Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e. V. (LSVD), Halina Bendkowski. 

Im Gespräch erzählt uns die 71-jährige Feministin, dass sie als ungewolltes Kind aus einem Verhältnis ihrer katholischen Mutter mit einem jüdischen Mann im Nachkriegspolen hervorging.

Solange sie zurück denken kann, war sie mit Gewalt konfrontiert, die sie sowohl in Polen als  auch später im Nachkriegsdeutschland als furchtbar normal erlebte, denn niemand half, wie sie noch im Nachhinein vorwirft.

Hieraus entwickelte sich bei ihr das Bedürfnis, sich selber mit Suche nach Hilfe, aus der Gewaltspirale zu entziehen. Die feministische Lektüre und deren Aktivistinnen halfen ihr, ihre eigenen Erfahrungen und die der anderen konstruktiv zu verarbeiten. Es befähigte sie, sich u.a. engagiert für den Kampf gegen Gewalt einzusetzen. Heute ist Bendkowski eine angesehene Aktionsforscherin des Feminismus, der Männerforschung und der Lesbenbewegung. In der Debatte um das Berliner Neutralitätsgesetz sieht sie in der Frage um Gleichberechtigung die Pflicht des Staates, sich der Geschlechterdemokratie verpflichtet zu wissen und diese auch durchzusetzen. Gerade weil die Feministin von der Macht und deren Konventionen in den Religionen weiß – da deren Rollenbilder überall Ungleichheiten verursachen –, appelliert Bendkowski an die Fürsorgepflicht des Staates und fordert eine strikte Einhaltung der gebotenen Säkularität, d.h. Trennung von Staat und religiösen Anschauungen- jenseits des Privaten. 

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