Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

TERRE DES FEMMES sagt „Danke“ für die Skulptur von Dr. Faraj Remmo

Foto: Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle und Vorstandsvorsitzende Godula Kosack mit der „Danke-Skulptur“ © TERRE DES FEMMES

Zum 110. Internationalen Frauentag wurde TERRE DES FEMMES e.V. die „Danke-Skulptur“ von Dr. Faraj Remmo vom Zentrum für Lehren und Lernen (ZLL) der Universität Bielefeld verliehen. Dr. Remmo ist dort Projektmitarbeiter für Inklusion, Diversität und Partizipation.

Die Skulptur wird seit vier Jahren weltweit an Institutionen und Personen vergeben, die sich für Gesellschaft, Politik, Umwelt, Katastrophenhilfe, Kunst oder Kultur verdient gemacht haben. Der erste, dem sie verliehen wurde, war Stephen Hawking, zuletzt ging sie an die Journalistin und Politikwissenschaftlerin Antonie Rietzschel.

Wir von TERRE DES FEMMES e.V. reihen uns gern in die Liste namhafter und verdienter Personen und Institutionen ein und sagen nun ebenfalls: „DANKE!“

100 Schülerinnen jubeln: Endlich haben sie Licht!

Foto: ©Emmanuel Gonondo

 

Seit 10 Jahren ermöglicht TERRE DES FEMMES Mafa-Mädchen in Nordkamerun, die sonst nicht die Mittel dazu haben, die Schule zu besuchen und eine Ausbildung zu machen. Sie bekommen ein Stipendium, das das Schulgeld, die Prüfungsgebühren, die Schulmaterialien und die Sportausrüstung abdeckt. Immer wieder wurde der Wunsch nach Solarlampen laut. Denn die Dörfer im nördlichen Mandara-Gebirge sind noch nicht an das Stromnetz angeschlossen. 

Von den Töchtern in der ländlichen Gegend wird erwartet, dass sie nach der Schule Haus- und Feldarbeit verrichten. Da bleibt ihnen nur abends Zeit für Schularbeiten und zum Lesen. Das ist aber kaum möglich, denn nur wenige verfügen überhaupt über eine Petroleum- oder Taschenlampe, die auch nur spärlich Licht abgeben. Deshalb hat TERRE DES FEMMES im Herbst 2020 in einem Mailing „Spenden Sie Licht“ Mittel für die dringend benötigten Solarlampen gesammelt. Mit maßgeblicher Unterstützung von ABIOLA LichtPortal (www.abiola.eu) konnten im Februar 2021 endlich 100 SolarKits (qualitativ hochwertige Solarlampen mit Solarplatten) an Mädchen verteilt werden.

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Wie Kinder in Burkina Faso zu Schulranzen kamen

Foto: © TDF

Manche Sachen funktionieren wie ein Puzzle, dessen Teile sich per Zufall auf der ganzen Welt finden. Während Kinder in der Schweiz die französische Sprache lernen, fehlt es in Burkina Faso an Schulmaterial. Man kann das eine mit dem anderen verknüpfen, dachte sich die Mitfrau Justyna Grund von TERRE DES FEMMES (TDF) und fand eine Idee zur Zusammenarbeit.

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TERRE DES FEMMES hat die Petition „DEN KOPF FREI HABEN!“ abgegeben!

TERRE DES FEMMES hat die Petition „DEN KOPF FREI HABEN!“ abgegeben!

Am 11. Dezember 2020 hat TERRE DES FEMMES (TDF) nach mehr als zweijähriger Laufzeit die Petition „DEN KOPF FREI HABEN!“ an das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) in Berlin überreicht. Insgesamt wurden über 38.800 Unterschriften gesammelt und an Staatssekretärin Frau Dr. Sudhof überreicht. 

Aufgrund der Pandemie-Bestimmungen fand das Austauschgespräch zur Petition am 25. Februar 2021 digital mit dem BMJV statt. Staatssekretärin Frau Dr. Sudhof nahm gemeinsam mit Herrn Bindels, Leiter des Referats Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Völker- und Europarecht, an dem Termin teil. 

TERRE DES FEMMES hat beim Austauschgespräch wertvolle Hinweise erhalten, insbesondere bezüglich der Kompetenzverteilung sowie Vernetzungsmöglichkeiten. TDF hat aus diesem Gespräch neben neuen Ideen auch ein positives Gefühl geschöpft, da seitens des Bundesjustizministeriums mehrmals die Wichtigkeit der Arbeit an dem Thema „Kinderkopftuch“ betont wurde.

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Ja zum Vollverschleierungsverbot in der Schweiz

Die Schweiz hat abgestimmt: Das Tragen einer Vollverschleierung, sprich einem Gesichtsschleier, der nur die Augen freilässt,Gleichberechtigung und Verschleierung ist nun verboten. 51,2 Prozent der SchweizerInnen haben am 7. März 2021 dafür gestimmt. TERRE DES FEMMES  (TDF) begrüßt das Vollverschleierungsverbot in der Schweiz und fordert die deutschen Parteien auf, sich im Rahmen der von TDF erstellten Wahlprüfsteine, diesem Thema anzunehmen.

Seit 2017 setzt sich die Schweizer Volksinitiative „Ja zum Verhüllungsverbot“ für ein Verbot der Vollverschleierung im öffentlichen Raum ein. Für die Initiative stellen Freiheit – „freie Menschen zeigen ihr Gesicht“ – und Gleichberechtigung die zentralen Gründe für ein Verbot dar, aber auch Sicherheit (Nicht-Vermummung auf Demonstrationen) und Terrorabwehr sind ihr ein Anliegen. Jedes Verbot muss gut überlegt sein und geht immer mit Ausnahmen einher, die in diesem Fall unter anderem für Mund-Nasen-Bedeckungen gelten.

TDF fordert seit 2016 ebenfalls ein gesetzliches Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit. Die Vollverschleierung repräsentiert ein inakzeptables Geschlechterbild. Eine einschränkende geschlechtsspezifische Kleidung steht der Gleichberechtigung von Mann und Frau nach Art. 3 GG entgegen.

Niqab und Burka sind Ausdruck eines rückwärtsgewandten Geschlechterverständnisses, demzufolge sich Frauen vor den (begehrlichen) Blicken fremder Männer schützen müssten. Außerdem ist das dahinterstehende Männerbild problematisch, weil es den Mann zu einem unkontrollierten, triebhaften Wesen stilisiert. Frauen sollen sich durch die Vollverschleierung von den Blicken dieser Männer schützen.

Der Kleidungsstil einer Frau steht in keinem Zusammenhang mit ihrer sexuellen Verfügbarkeit bzw. ihrem Wunsch nach sexueller Annäherung.

Die Vollverschleierung verletzt die Menschenwürde der Frau und ist Ausdruck von Sexismus und Geschlechtertrennung. Alle Formen des Körper- und Gesichtsschleiers sind Kennzeichen eines religiösen Fundamentalismus, der für Missachtung und Erniedrigung der Frau und ihrer Degradierung zu einem Objekt steht. Letztlich gehört das Gesicht zur Identität und macht mithilfe der Mimik einen großen Teil der zwischenmenschlichen Kommunikation aus.

Der Gesichtsschleier ist aus feministischer Sicht nicht einfach ein Stück Stoff, ein Kleidungsstück wie jedes andere. Er symbolisiert den ultrakonservativen Islam salafistischer bzw. wahhabitisch-sunnitischer Ausrichtung und ist nicht ohne Grund mit dem IS assoziiert. Daher überrascht es nicht, dass viele muslimische Frauen und Männer der Vollverschleierung ablehnend gegenüberstehen. Wir solidarisieren uns mit den säkularen und liberalen MuslimInnen, die immer häufiger vonseiten konservativer unter Druck gesetzt werden. Mit der Unterstützung des Verhüllungsverbots solidarisieren wir uns zudem mit vielen liberalen Menschen, die in Ländern wie Saudi-Arabien oder dem Iran ihr Leben für den Kampf für Gleichberechtigung aufs Spiel setzen.

TERRE DES FEMMES macht sich stark gegen alle Menschenrechtsverletzungen, die Mädchen und Frauen weltweit allein deshalb erdulden müssen, weil sie weiblich sind. TDF folgt in ihrem Engagement dem feministischen Leitbild: Die Geschlechter sind einander ebenbürtig – ohne Wenn und Aber. Festzementierte Positionen für Frauen in Familie und Gesellschaft werden abgelehnt, unabhängig davon, ob sie religiös, kulturell, als Tradition oder als natürliche Bestimmung definiert werden.

Daraus folgt: TERRE DES FEMMES lehnt sexistische, rassistische, rechtsextreme, populistische, islamistische und andere religiöse fundamentalistische Ideologien ab, die zur Begründung für Gewalt gegen Frauen und als Instrument ihrer Unterdrückung herangezogen werden.

Appell an PolitikerInnen: „Wir brauchen mehr Projekte mit Männern!“

CHANGE Mediator Muhammed Lamin Jadama spricht beim Advocacy Meeting am 04.02.21: Warum brauchen wir mehr Männer in Projekten gegen FGM/C und CEFM? © TERRES DES FEMMES

Mit welchen Herausforderungen werden die CHANGE Mediatoren in ihrem Einsatz gegen weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation/Cutting – FGM/C) und Kinder-, Früh- und Zwangsverheiratung (Child, Early and Forced Marriage – CEFM) konfrontiert? Und wie kann die EU sie und communitybasierte Organisationen noch besser im Kampf gegen FGM/C und CEFM unterstützen? Diese wichtigen Fragen waren Thema beim Advocacy Meeting von „Men Standing Up for Gender Equality“. Die Teilnehmenden trafen hierzu am 4. Februar 2021 anlässlich des Internationalen Tages „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ digital zusammen, um sich über das Projekt und weitere Präventionsstrategien auszutauschen.

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Endlich mobil!

Foto: © AIM

Dank der Spendenaktion der angehenden ErzieherInnen des Elisabeth-Lüders-Berufskollegs aus Hamm, die Ende letzten Jahres unglaubliche 9.500 Euro einwarben, können den Mädchen aus dem Schutzhaus unserer Partnerorganisation AIM in Sierra Leone nun endlich Fahrräder zur Verfügung gestellt werden. Das war bereits seit langer Zeit ihr Wunsch!

Die Mädchen sind unglaublich stolz auf ihre Fahrräder und freuen sich, endlich mobil zu sein – TERRE DES FEMMES freut sich mit ihnen!

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Im September ist Bundestagswahl. TERRE DES FEMMES fühlt den Parteien auf den Zahn – Wie halten sie es mit Frauenrechten in ihren Wahlprogrammen?

Wahlprüfsteine 2021 Banner

Seit 40 Jahren tritt TERRE DES FEMMES für ein Leben ohne geschlechtsbasierte Diskriminierung, Gewalt und Ausbeutung für alle Menschen ein. Doch gleichberechtigt, selbstbestimmt und frei zu leben ist für die Mehrheit der Mädchen und Frauen weltweit ein in noch weiter Ferne liegendes Ziel.

Als Vorbereitung für die Bundestagswahl 2021 bat TERRE DES FEMMES die Parteien CDU, CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE und FDP* um Antworten zu den sogenannten Wahlprüfsteinen, denen zentrale Ziele zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und zur Gleichstellung der Geschlechter zu Grunde gelegt sind.

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