Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Neuer Leitfaden für Schulen zum Umgang mit Zwangsverheiratungen erschienen

Der Leitfaden hat zum Ziel, Lehrkräfte an Schulen in Deutschland im Umgang mit Zwangsverheiratung zu sensibilisieren. Er entstand unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Maria Böhmer, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Erarbeitet wurde der Leitfaden von einer Arbeitsgruppe, in der auch TERRE DES FEMMES vertreten war.

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Neuer Film zu Zwangsheirat und Gewalt im Namen der Ehre erhältlich

"Wo Mädchen weniger wert sind - Eine Jugend im Zeichen der Ehre"

Die Dokumentation von Rainer Fromm beleuchtet Schicksale von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund, die aus streng patriarchalischen und stark traditionellen Familien stammen. Diese jungen Frauen müssen beim Widerstand gegen eine Zwangsheirat oft um ihr Leben fürchten.

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Aylin Korkmaz, Überlebende eines "Ehren"-Mords gibt Betroffenen eine Stimme

Aylin Korkmaz

"Ich schrie um mein Leben - Ehrenmord mitten in Deutschland"

Aylin Korkmaz, Mutter dreier Kinder, wird an ihrer Arbeitsstelle nahe Baden-Baden von ihrem Ex-Mann mit 26 Messerstichen lebensgefährlich verletzt.
Allein ihr Gesicht muss mit 230 Stichen genäht werden. Physisch wie psychisch für immer gezeichnet, gibt Aylin Korkmaz trotzdem nicht auf: Couragiert und unterstützt von TERRE DES FEMMES wendet sie sich offensiv an die Öffentlichkeit. Sie will Frauen, die misshandelt werden, ermutigen, einen Ausweg aus ihrer Situation zu finden - und den Opfern, die nicht mehr sprechen können, eine Stimme geben.

Am 10.12.2010 protestierte TERRE DES FEMMES gemeinsam mit Aylin Korkmaz gegen die vorzeitige Haftentlassung ihres Ex-Ehemannes und übergab 10.000 Unterschriften an die Staatsanwaltschaft Baden-Baden.

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Am 08.12.2008 trat Aylin Korkmaz zusammen mit TERRE DES FEMMES in der ARD bei "Beckmann" und am 10.02.2010 auf RTL bei „SternTV“ auf, um Frauen mit ähnlichem Schicksal zu zeigen, dass sie nicht alleine sind:

Besuchen Sie die Website zu Aylins Buch (mit Blog der Autorin) unter: www.ehrenmord-in-deutschland.de. Das Buch ist mittlerweile auch als Paperback-Ausgabe erhältlich.

08.07.2010: Kampagne STOP FGM NOW! erhält Franz-von-Mendelssohn-Medaille

Die von der Berliner Werbeagentur Heymann Brandt de Gelmini initiierte internationale Kampagne STOP FGM NOW! ist mit der Franz-von-Mendelssohn-Medaille ausgezeichnet worden. Die IHK Berlin und die Handwerkskammer ehren damit 2010 zum sechsten Mal Berliner Unternehmen, die sich im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) besonders engagieren.

Unter der dem Logo der Waris Dirie Foundation und unterstützt von TERRE DES FEMMES und weiteren Organisationen rief die Agentur im Februar 2010 die internationale Kampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung ins Leben. Dank des Einsatzes von René Heymann und seiner Agentur wurde die Botschaft von STOP FGM NOW! über TV- und Internet-Spots, Anzeigenmotiven und Facebook-Präsenz weltweit verbreitet: Sie erreichte innerhalb von nur fünf Monaten mehr als 100 Millionen Menschen und ist schon jetzt die erfolgreichste private Öffentlichkeitskampagne aller Zeiten im Bereich FGM. Die Arbeit für die Kampagne STOP FGM NOW! leistet Heymann Brandt de Gelmini unentgeltlich – von der strategischen, integrierten Konzeption über die mehrsprachige Umsetzung von Anzeigenmotiven und des Fernseh-Internet-Spots bis hin zur Erstellung und Pflege Kampagnen-Website und Facebook-Präsenz (beide ebenfalls mehrsprachig).

Wir bedanken uns bei Heymann Brandt de Gelmini für ihr außerordentliches Engagement zur Beendigung weiblicher Genitalverstümmelung und gratulieren zur Auszeichnung!

18.06.2010: Mit Schattentheater gegen Genitalverstümmelung

SchattentheaterSeit 2002 verbringt Regina Fährmann aus dem schwäbischen Neidlingen mehrere Monate im Jahr in Burkina Faso, um mit engagierten Menschen vor Ort mit dem Medium Schattentheater aufzuklären.
Begonnen hat alles mit dem Stück "Glück im Unglück", in dem es darum geht, dass ein armer Bauer sich in der Stadt mit dem HI-Virus infiziert.
Die lebensnahe Darstellung des Alltagslebens - erreicht durch die detailgetreuen und selbst hergestellten Schattentheater-Figuren und die muttersprachlichen SchauspielerInnen - führte dazu, dass die Aufführungen stark nachgefragt wurden. Nach zahlreichen Aufführungen in burkinischen Dörfern gründete Regina Fährmann mit Unterstützung des Theaterwissenschaftlers und Schauspielers Prof. Hamadoun Kassougue eine Schattentheater-Gruppe im benachbarten Mali.

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TDF begrüßt Stellungnahme der Bundesregierung zu Zwangsheirat

Zum Gesetzentwurf des Bundesrats zur Bekämpfung der Zwangsheirat und zum besseren Schutz der Opfer von Zwangsheirat liegt nun eine Stellungnahme der Bundesregierung vor.

"...Die Bundesregierung ist der Ansicht, dass ein wirksamer Schutz vor Zwangsheirat nur durch ein Maßnahmenbündel erreicht werden kann. Dies sehe auch der Koalitionsvertrag vor. Neben der Verbesserung von Beratungs-, Betreuungs- und Schutzangeboten für das Opfer seien auch gesetzgeberische Maßnahmen einzuschließen. Die Regierung prüft derzeit nach eigenen Angaben, wie die Vereinbarung im Koalitionsvertrag im Einzelnen umgesetzt werden kann. Man werde hierzu Regelungen vorschlagen..."

TERRE DES FEMMES setzt sich seit über 5 Jahren für einen besseren Schutz von Betroffenen von Zwangsverheiratung ein.

Wissenschaftliche Studie zu Zwangsverheiratung

Erstmals wird in Deutschland eine wissenschaftliche Untersuchung zu Zwangsverheiratung durchgeführt. Es sollen Aussagen über Struktur, Umfang und Formen von Zwangsverheiratungen erarbeiten werden. Auftraggeber ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2010 vorliegen.

Für die Untersuchung werden im Wesentlichen zwei unterschiedliche empirische Vorgehensweisen kombiniert. Zum einen soll das in einschlägigen Organisationen vorhandene Wissen genutzt werden. Dazu sollen eine quantitative Befragung von Beratungsstellen und eine standardisierte Auswertung von Beratungsfällen durchgeführt werden. Es soll zudem eine Befragung von Organisationen und Schlüsselpersonen aus den verschiedenen Migrantencommunities erfolgen. Zum anderen sollen Frauen und Männer befragt werden, die potentiell über eigene Erfahrungen mit dem Problem verfügen. Die Untersuchung wird die Situation von Betroffenen beiderlei Geschlechts gleichmäßig in den Blick nehmen.

Durchführt wird die Studie von der Lawaetz-Stiftung, Hamburg, in Zusammenarbeit mit TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V. und Torsten Schaak - Büro für Sozialpolitische Beratung, Bremen. Sie wird von einem Beirat begleitet.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Referat unter Tel.: 030/40504699-0 oder online über das Kontaktformular.

Mári Saeed mutiges Beispiel zeigt: Afghanische Frauen wehren sich

Mein Kabul – mein Deutschland berichtet über eine moderne, gebildete Frau Namens Mári Saeed und ihr mutiger Weg zwischen den Kulturen. Nachdem Sie geheiratet hatte, fing Ihr Martyrium an. Traditionelle Anschauungen und das Damoklesschwert der bedrohten Familienehre führen zur Unterdrückung und Gewalt.

Sie floh vor den Mudschaheddin nach Deutschland. Doch selbst hier ist sie nicht sicher vor den Morddrohungen Ihres Ehemannes. Seit 1995 lebt sie in Deutschland und engagiert sich für die Frauen in Afghanistan um anderen Frauen in der gleichen Situation Mut zu spenden.

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