Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

06.02.2011: TERRE DES FEMMES-Bücheraktion

Anlässlich des 6. Februar, dem Internationalen Tag "Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung" setzt TERRE DES FEMMES bundesweit Zeichen gegen diese schwere Menschenrechtsverletzung an Mädchen und Frauen.

Die TERRE DES FEMMES-Aktion: Büchertische zum Thema weibliche Genitalverstümmelung

Zusammen mit der Aktion Weißes Friedensband hat TERRE DES FEMMES eine Aktion zum 6. Februar für SchülerInnen gestartet.

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Erklärung des Bündnis 1325 zur nationalen (Nicht-)Umsetzung von Resolution 1325

Logo des Bündnis 1325Deutsche Sicherheitspolitik trägt langen Bart - Resolution 1325 endlich umsetzen!

Das Bündnis 1325 - ein Zusammenschluss von NGOs - erklärt anlässlich des 10. Jahrestages am 31. Oktober von UN-Resolution "Frauen, Frieden und Sicherheit":
Lesen Sie mehr unter www.un1325.de

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26.10.2010: Ein Jahr länger in der Ehehölle - Aufenthaltsrecht soll mit Gesetzesänderung gegen Zwangsheirat verschärft werden

Tübingen/Berlin. Seit heute ist es offiziell: Das Bundeskabinett beschloss am heutigen Mittwoch ein Gesetzespaket gegen Zwangsverheiratung. Darin soll die Zwangsverheiratung als eigener Straftatbestand ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden. Gleichzeitig enthält das Paket eine Erhöhung des eheabhängigen Aufenthaltsrechts (Ehebestandszeit) von zwei auf drei Jahre.

TERRE DES FEMMES kritisiert aufs Schärfste, dass die Verbesserungen für Betroffene von Zwangsheirat eine gravierende Verschlechterung beim eigenständigen Aufenthaltsrecht für nachgezogene Ehegatten mit sich bringt.

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18.10.2010: 4. Europäischer Tag gegen Menschenhandel - doch was haben die Opfer davon?


Der 18. Oktober steht seit drei Jahren für den Kampf gegen Menschenhandel. Ausgerufen von der Europäischen Union, soll an folgende Ziele erinnert werden:

  • Verhütung des Menschenhandels
  • Schutz und Unterstützung der Opfer von Menschenhandel
  • Wirksame Strafverfolgung der Täter?

Das Geschäft mit der Ware Menschen floriert. Schätzungen gehen von 2,4 Millionen Menschen aus, die pro Jahr weltweit verkauft werden. Darunter sind, laut der EU, eine halbe Millionen Frauen, die nach Europa gebracht werden. Sie werden zur Prostitution gezwungen oder als billige Arbeitskräfte ausgebeutet, auch hier in Deutschland. Die Frauen sind durch die erlebte Gewalt oft traumatisiert und krank. Sie brauchen Schutz, gesundheitliche Rehabilitation und müssen ihre rechtlichen Ansprüche geltend machen können. Doch wie gehen wir hierzulande mit den Opfern um?

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TERRE DES FEMMES Handytütenaktion 2010

Wir gratulieren dem glücklichen Gewinner Herrn Dieter Wienemann zu seinem Gewinn bei der diesjährigen Verlosung der TERRE DES FEMMES-Handytütenaktion.

Herr Wienemann hat ein Wochenende für zwei Personen zum 10. Filmfest FrauenWelten vom 18. bis 24. November 2010 in Tübingen gewonnen.

Die Jahresverlosung 2010 hat am 16. September 2010 stattgefunden.

Wegen des großen Interesses an unserer Handytütenaktion wird diese noch ein Mal um ein Jahr verlängert.
Die nächste GewinnerIn verlosen wir Mitte September 2011.

 

Glücksfee Sarah Erley, Praktikantin in der Verwaltung, Monika Michell, Referentin zum Thema „Gewalt im Namen der Ehre“, Helmut Wagenhaus, EDV - Administrator als unabhängiger Zeuge. © Foto: Bahar Buyrukcu
Glücksfee Sarah Erley, Praktikantin in der Verwaltung, Monika Michell, Referentin zum Thema „Gewalt im Namen der Ehre“, Helmut Wagenhaus, EDV - Administrator als unabhängiger Zeuge.
© Foto: Bahar Buyrukcu

 

Äthiopien: Birtukan Mideksa ist frei!


Birtukan Mideksa. Foto: © Amnesty International
Birtukan Mideksa.
Foto: © Amnesty International
Die äthiopische Oppositionsführerin Birtukan Mideksa wurde am 06.10.2010 um fünf Uhr morgens nach knapp zwei Jahren aus der Haft entlassen. Sie wurde inhaftiert, weil sie angeblich die Proteste der Opposition gegen den umstrittenen Wahlsieg der amtierenden Regierung 2005 angeführt hat.

TERRE DES FEMMES e.V. hat sich für ihre Freilassung stark gemacht.

Wir haben einen Protestbrief vorbereitet, der sich an die äthiopische Botschaft richtete und diesen zum Mitmachen auf unserer Homepage veröffentlicht. TERRE DES FEMMES hat außerdem Briefe mit der Forderung der Freilassung von Birtukan Mideksa an die äthiopische Regierung, das Auswärtige Amt, die Europäische Kommission sowie den Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe geschrieben und von einigen Stellen Antwort und das Versprechen erhalten, den Fall weiterzuverfolgen.

Daher freuen wir uns umso mehr über die positive Nachricht der Freilassung von Birtukan Mideksa. Diese zeigt einmal mehr, dass es nicht umsonst ist, wenn sich Organisationen und Einzelpersonen an die Politik wenden, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Denn der gestiegene Druck auf die äthiopische Regierung kann wohl als Hauptgrund für die überraschende Freilassung von Birtukan Mideksa betrachtet werden.

Birtukan Mideksa ist nun für den Sacharow-Preis 2010 nominiert, den das Europäische Parlament jährlich an Menschen vergibt, die sich für die Menschenrechte und Grundfreiheiten einsetzen. Wir werden sie auch hier nach Möglichkeit unterstützen und wünschen ihr für ihre Zukunft alles Gute.

Vielen Dank an alle, die sich an den Protesten beteiligt haben!

TERRE DES FEMMES schult die MitarbeiterInnen von Behörden in zehn spezifischen Workshops zum Thema Zwangsverheiratung

Jedes Jahr nach den Sommerferien bleiben in einigen Klassenzimmern Stühle leer, weil eine nicht unerhebliche Zahl von Mädchen während des Urlaubs im Heimatland ihrer Eltern zwangsverheiratet werden.

Viele dieser so genannten "Ferienverheiratungen" hätten verhindert werden können: Häufig ahnen die Mädchen, dass sie zwangsverheiratet werden sollen und wenden sich vorher zum Beispiel an das Jugendamt. Die MitarbeiterInnen von Behörden wissen allerdings oft nicht, wie sie schnell und effizient helfen können, da solch ein Fall nicht dem alltäglichen Erfahrungsschatz entspricht. Manchmal wird die Gefahr auch nicht ernst genug genommen - mit fatalen Folgen für die jungen Frauen.

Daher organisiert TERRE DES FEMMES im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts zehn Workshops, um MitarbeiterInnen von Behörden zu schulen. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Integrationsfonds gefördert und vom Sozial- und Justizministerium Baden-Württemberg unterstützt.

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UN stellt neuen Bericht zu Menschenhandel in Europa vor

Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung hat im Sommer einen Bericht über das Ausmaß von Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung in Europa vorgestellt.
Die vorliegenden Ergebnisse des Berichts sind erschreckend: Menschenhandel ist eines der gewinnreichsten illegalen Gewerbe in Europa, durch das momentan schätzungsweise 140.000 Menschen unterdrückt, misshandelt und ausgebeutet werden.