Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

24.02.2010: TDF-Vorstandsvorsitzende beim Empfang des Menschenrechtsausschusses

Am 24. Februar bat der Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestags, Tom Koenigs, zu einem Empfang in
Berlin. Es ging um einen Gedankenaustausch über die Schwerpunkte der Arbeit.

Für TERRE DES FEMMES nahm die Vorstandsvorsitzende Irmingard Schewe-Gerigk teil.

Der Fall Birtukan Mideksa: Vorlage für Brief oder E-Mail

Anleitung:
Bitte markieren Sie mit der Maus den unten stehenden Text und kopieren Sie ihn dann in die Zwischenablage Ihres PCs (z.B. mit der Tastenkombination STRG+C). Fügen Sie denn den Text in eine E-Mail oder ein Word-Dokument ein (z.B. mit der Tastenkombination STRG+V) und ergänzen Sie Ihre Angaben wie Stadt, Datum und Name.
Senden Sie dann die E-Mail oder den Brief bitte direkt an die angegebene Adresse.


Embassy of the Federal Democratic
Republic of Ethiopia
Boothstrasse 20a
12207 Berlin
Emb.ethiopia@t-online.de


Angaben zu Ihrer Stadt, bitte aktuelles Datum einsetzen


Dear Honorable Minister Berhan Hailu,

As a member of the international community I am deeply concerned about the treatment of political activists in Ethiopia. I respect the universal Human Rights and therefore support the unconditioned and immediate discharge of Birtukan Mideksa.

Judge Birtukan Mideksa  is arrested for one and a half years by now although she is not charged with a recognisable criminal offence. She is accused of having led the protests against the election victory of the current government and has therefore been condemned to a life imprisonment. In my opinion, Birtukan Mideksa can be considered as a non-violent political prisoner who has been arrested because she exercised her universal rights of freedom of expression and freedom of association.

I am specially concerned about the fact that she was held in solitary confinement for several months and that a sufficient medical assistance as well as judicial advise are refused to her.
These facts violate inevitably the ensuring of the universal Human Rights, which Ethiopia as a member of the UNO accepted to keep.

Particularly with regard to the elections on 23rd of May the release of the first chairwoman of the current opposition party "Unity for Democracy and Justice (UDJ)" would have been absolutely essential for a democratic Ethiopia.

So, I appeal to your government authorities to release Birtukan Mideksa immediately as well as other political prisoners whose crimes existed in the exercise of their Human Rights and the legal struggle for a democratic Ethiopia.

Yours sincerely


Bitte Ihren Namen ergänzen.

Bericht zur Veranstaltung "Ehrenmorde und Zwangsheirat in Deutschland" in Berlin am 29.03.10

Das Expertengespräch und die Podiumsdiskussion zum Thema "Ehrenmorde und Zwangsheirat in Deutschland" fand am 29.03.2010 in den Räumlichkeiten der Urania in Berlin statt.

Der so genannte Kleistsaal der Urania war mit 250 Personen und vielen Kamera- und Journalistenteams gut gefüllt.

Aylin Korkmaz, Autorin des Buches "Ich schrie um mein Leben" und Überlebende eines Verbrechens im Namen der Ehre berichtete und diskutierte mit Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die GRÜNEN und Serap Altinisik, Referentin gegen Häusliche Gewalt bei TERRE DES FEMMES über die eigene Gewalterfahrung und die aktuelle Situation in Deutschland.

 

Weiterlesen ...

Ab 26.03.2010: Film "Wüstenblume" auf DVD und Blu-Ray

Film "Wüstenblume" auf DVD und Blu-Ray

Flyer WüstenblumeWaris Diries Buch "Wüstenblume" erzählt ihren beeindruckenden Weg vom afrikanischen Nomadenmädchen zum internationalen Topmodell. Das Buch wurde ein Weltbestseller mit über drei Millionen verkauften Exemplaren allein in Deutschland. Diese inspirierenden Geschichte einer außergewöhnlichen, stolzen und mutigen Frau wurde nun einfühlsam verfilmt von Erfolgsregisseurin Sherry Hormann gemeinsam mit dem Produzenten und Oscarpreisträger Peter Herrmann. Entstanden ist ein modernes Märchen voller Lebendigkeit und emotionaler Tiefe zwischen schillernder Glamourwelt und einem zutiefst bewegenden Schicksal. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere entschließt sich Waris Dirie ihre Bekanntheit zu nutzen und kämpft seitdem gegen eine schwere Menschenrechtsverletzung, die sie am eigenen Leib erfahren hat: weibliche Genitalverstümmelung.


Machen Sie auf Ihrer Homepage, in Mails und im Freundes- und Bekanntenkreis auf den Film aufmerksam!
Ab 26. März 2010 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.
www.presse.majestic.de/wuestenblume.html

Weitere Infos zum Film unter www.wuestenblume-film.de

Den Film auf DVD und Blu-Ray sowie kostenlose Arbeitshilfen als PDF-Download für Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung gibt es auch unter:
http://lizenzshop.filmwerk.de/shop/detail.cfm?id=1489

07.05.2010: AIM-Gründerin Rugiatu Turay bekommt den Alice-Salomon-Award

Dieses Jahr hat die Gründerin der Frauenrechtsorganisation AIM (Amazonian Initiative Movement), Rugiatu Neneh Turay am 07.05.2010 den Alice-Salomon Award für Ihre Arbeit im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung in Ihrem Heimatland Sierra Leone, verliehen bekommen.

Weiterlesen ...

04.02.2010: TERRE DES FEMMES unterstützt die Kampagne 'STOP FGM NOW!'

Waris Dirie startet internationale Kampagne "STOP FGM NOW!" in Berlin - Organisationen bündeln Kräfte im Kampf gegen Genitalverstümmelung

Gruppenfoto; Quelle: Heymann Brandt de Gelmini
Quelle: Heymann Brandt de Gelmini

Alle elf Sekunden wird auf der Welt ein Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt. Um ihrer Forderung "STOP FGM NOW!" (Stoppt Genitalverstümmelung jetzt!) weiter Nachdruck zu verleihen, startet Waris Dirie am 6. Februar 2010 - dem internationalen Tag "Null Toleranz gegen Genitalverstümmelung" - eine internationale Kampagne. Unterstützt wird die mehrfach ausgezeichnete Menschenrechtsaktivistin dabei von führenden Organisationen, die sich im Kampf gegen FGM (Female Genital Mutilation) engagieren. Ziel des gemeinsamen Engagements ist es, die aktuelle Situation betroffener Frauen in Deutschland zu beleuchten, einen Durchbruch für den Schutz bedrohter Mädchen zu erzielen, politischen Forderungen Ausdruck zu verleihen und Interessierten konkrete Möglichkeiten zur Förderung und Unterstützung von Projekten zu geben.

Weiterlesen ...

Aufruf zur Unterschriftenaktion für Aylin Korkmaz

Der Countdown läuft... Unterschriftenaktion für Aylin Korkmaz nur noch bis 08.12.2010!

Laut Absehungsbeschluss der Staatsanwaltschaft Baden-Baden vom 2.6.2009 und der ausländerrechtlichen Ausweisungsverfügung vom 23.09.2009 wird der Täter nach weniger als 7 Jahren aus der Haft entlassen und in die Türkei abgeschoben. In der Türkei wäre er nach §456a StPO ein freier Mann.

Mit Ihrer Unterschrift fordern Sie die Staatsanwaltschaft Baden-Baden auf:

  • den Täter Mehmet K. nicht vorzeitig zu entlassen, sondern ihn die gesamte Haftzeit in Deutschland verbüßen zu lassen
  • den Tätern von "Ehrverbrechen" keinen Strafnachlass aus "kulturellen Gründen" zu gewähren
  • Täter, die eine Gefahr für Dritte darstellen, nicht vorzeitig aus der Haft zu entlassen.

Die Unterschriften werden voraussichtlich im Dezember 2010 der Staatsanwaltschaft Baden-Baden überreicht.

18.09.2008: Offener Brief zur Kopftuch-Broschüre der Berliner Senatorin Dr. Heidi Knake-Werner

An die
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit
und Soziales
Frau Dr. Heidi Knake-Werner
Oranienstr. 106
10969 BERLIN


Tübingen, 18.09.08

Offener Brief zu Ihrer Broschüre "Mit Kopftuch außen vor?"

Sehr geehrte Frau Dr. Knake-Werner,

vor wenigen Tagen haben wir die Broschüre "Mit Kopftuch außen vor?" von Ihnen erhalten, die wir mit großem Befremden gelesen haben. Uns ist unverständlich, wie sich eine staatliche Institution wie die Berliner Senatsverwaltung für eine religiöse Auslegung einsetzen kann, die der im Grundgesetz verankerten Gleichstellung der Geschlechter diametral entgegen steht. Eine solche Positionierung von staatlicher Seite fördert nicht etwa die Integration, sondern verschärft die bereits bestehenden Parallelgesellschaften.

In unserer täglichen Arbeit sind wir häufig mit Frauen konfrontiert, die sich bewusst gegen das Tragen eines Kopftuches entschieden haben und deshalb diskriminiert werden. Gerade Mädchen und junge Frauen werden vermehrt von Mitschüler/-innen, Familie und Community unter Druck gesetzt und als "Hure" beschimpft, wenn sie das Kopftuch nicht tragen. Die Anhänger der Kopftuch-Ideologie unterscheiden so zwischen ehrbaren und nicht ehrbaren Frauen. Dies kann nicht im Sinne einer aufgeklärten und emanzipatorischen Gesellschaft sein und ist mit Werten wie Toleranz, Respekt und Gleichberechtigung nicht vereinbar.

TERRE DES FEMMES sieht im Kopftuch das Symbol einer patriarchalisch fundierten Geschlechterhierarchie, d.h. der Vormundschaft des Mannes über die Frau. Diese wird sowohl von Männern als auch von Frauen aufrechterhalten. Damit ist das Kopftuch kein religiöses Symbol - wohlwissend dass es u.a. auch aus persönlicher religiös begründeter Motivation oder als modisches Accessoire getragen wird.

Wir waren in diesem Zusammenhang erstaunt zu lesen, dass die in der Broschüre genannten Empfehlungen aufgrund von Gesprächen mit lediglich 30 Muslimen, einer Leiterin einer Erziehungsschule und einem Vertreter einer islamischen Religionsgemeinschaft zustande kamen. Wie Sie selbst schreiben, sind die Einstellungen der befragten Personen keineswegs repräsentativ.
Wir fragen uns deshalb, warum Geld für eine solche Broschüre ausgegeben wird, anstelle es in den Opferschutz und in die Beratung von Opfern dieser Strukturen zu investieren.

Aus den genannten Gründen möchten wir Sie dringend bitten, die Broschüre zurückzuziehen und diejenigen zu schützen, die im Namen einer Religion daran gehindert werden, frei und selbst bestimmt zu leben. Wir werden diesen Brief auf unserer Homepage veröffentlichen, um unsere BesucherInnen und unsere Mitglieder über unsere Position zu informieren.

Mit freundlichen Grüßen

Christa Stolle
Bundesgeschäftsführerin