Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Menschenrechtspreis der Stadt Esslingen geht 2020 an Rugiatu Turay von der TDF-Partnerorganisation AIM in Sierra Leone

Rugiatu Neneh Turay, Theodor-Haecker-Preisträgerin 2020. Foto: © TERRE DES FEMMESRugiatu Neneh Turay, Theodor-Haecker-Preisträgerin 2020. Foto: © TERRE DES FEMMESTERRE DES FEMMES gratuliert und ist stolz: Rugiatu Neneh Turay, die Gründerin und Leiterin unserer Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) aus Sierra Leone, wird für ihr Engagement zur Überwindung der weiblichen Genitalverstümmelung (female genital mutilation bzw. FGM), mit dem Theodor-Haecker-Preis 2020 der Stadt Esslingen am Neckar ausgezeichnet. Mit ihrer Arbeit und politischen Aktivität bestärkt Rugiatu Frauen und Kinder darin, schädliche traditionelle Praktiken wie das Beschneiden der weiblichen Genitalien aus kulturellen Gründen eigeninitiativ infrage zu stellen. FGM ist in Sierra Leone bis heute legal – kein Gesetz schützt Mädchen und Frauen davor. In weiten Teilen des Landes ist es sogar tabu, bloß über FGM zu reden.

 

 

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Europäischer Tag gegen Menschenhandel 2020: TERRE DES FEMMES macht Aufklärungsarbeit zu Mädchenhandel

Loverboy Liebesfalle. Illustration: © Joanna Broda/Mona Kakanj Illustration: © Joanna Broda/Mona KakanjDer 18. Oktober ist der Europäische Tag gegen Menschenhandel. An diesem Tag wird europaweit auf Menschenhandel als schwerwiegende Menschenrechtsverletzung hingewiesen, welche zu 68% Mädchen und Frauen betrifft. Europaweit sind die aktuellsten Zahlen aus den Jahren 2015-2016, hier wurden ca. 20.000 Betroffene identifiziert. In Deutschland führt das Bundeskriminalamt zurzeit noch die einzigen Zahlen zu Betroffenen von Menschenhandel in Deutschland. Nächste Woche sollen die neuen Zahlen für 2019 vom BKA veröffentlicht werden, aber diese werden wieder vergleichsweise gering sein, da nur erfolgreich abgeschlossene polizeiliche Ermittlungsverfahren gezählt werden.

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Halbzeit für die CHANGE Mediatoren: Mit viel Motivation geht es ins zweite Projektjahr!

Die CHANGE Mediatoren mit Projektkoordinatorin Sonja Störmer. Foto: © Jan Kruse

Ein Jahr ist es nun her, dass die Teilnehmer des Projektes „Men Standing Up for Gender Equality“ ihre Ausbildung als CHANGE Mediatoren begonnen haben. Seitdem ist einiges passiert: Sie haben sich in zahlreichen Schulungen intensiv mit Geschlechterrollen, ihrem Bild von Männlichkeit und geschlechtsspezifischer Gewalt auseinandergesetzt. Besonders die schädlichen Praktiken weiblicher Genitalverstümmelung (FGM/C) und Kinder-, Früh- und Zwangsverheiratung (CEFM) beschäftigten sie dabei immer wieder.

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Corona kann sie im Einsatz für ihre Bildung und gegen FGM nicht stoppen – so geht es den Mädchen im Schutzhaus des TDF-Partners AIM

Mädchen aus dem Schutzhaus von AIM. Foto: © TERRE DES FEMMES Mädchen aus dem Schutzhaus von AIM. Foto: © TERRE DES FEMMES Auch Sierra Leone blieb dieses Jahr nicht vom Corona-Virus verschont, die Regierung ordnete von Februar bis Ende Juni 2020 einen landesweiten Lockdown an. Wie in den meisten Ländern weltweit gelten auch jetzt noch Beschränkungen und zeitweise Ausgangssperren.

Eine für AIM und TDF erfreuliche Nachricht ist, dass mit Beginn des Lockdowns im Februar auch das traditionelle Initiationsritual, durch das Mädchen offiziell zu Frauen werden und welches weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation bzw. FGM) vorsieht, unterbunden wurde. Bis jetzt sind keine Informationen oder Zahlen zu einer offiziellen Wiederaufnahme von FGM bekannt. Trotzdem hat sich die Lage für Mädchen und Frauen in Sierra Leone nicht entspannt: Wie in vielen Ländern weltweit hat während des Lockdowns geschlechtsspezifische Gewalt gegen Mädchen und Frauen und v.a. die Häufigkeit von Vergewaltigungen zugenommen.

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Virtueller Projektstart des neuen EU-Projekts CHAIN

© TERRE DES FEMMES© TERRE DES FEMMES

"Below the German text you will find the English version"

Am 1. und 2. Oktober 2020 fand das Kick-off Meeting des zweijährigen EU-Projekts CHAIN auf eine etwas andere Art und Weise statt: nämlich online! Durch die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie war die Koordination des Projekts, TERRE DES FEMMES, gezwungen, die vier europäischen Partnerorganisationen – Action Aid International Italia Onlus (Mailand), Equilibres et Populations (Paris), Save a Girl, Save a Generation (Madrid) und End FGM EU (Brüssel) - statt in Berlin - online zu empfangen. Trotz der räumlich distanzierten Umstände kam es zu regem Austausch und das Konsortium gab den Auftakt für eine enge Zusammenarbeit im Kampf gegen FGM (Female Genital Mutilation) und EFM (Early and Forced Marriage)!

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Schattenbericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention durch Deutschland bezüglich weiblicher Genitalverstümmelung

Am 11. September 2020 legte TERRE DES FEMMES gemeinsam mit LebKom e. V. und Lessan e. V.  und in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Netzwerk End FGM dem GREVIO-Komitee des Europarates einen Schattenbericht über die Umsetzung der Istanbul-Konvention durch Deutschland bezüglich Prävention, Schutz, Strafverfolgung und integrierter Maßnahmen gegen FGM vor.

Die Istanbul-Konvention ist der erste rechtsverbindliche Vertrag, der anerkennt, dass FGM auch ein europäisches Thema ist. Sie enthält konkrete Empfehlungen für Staaten, wie geschlechtsspezifische Gewalt, einschließlich FGM, angegangen werden kann, und wird von einem Gremium (dem GREVIO-Komitee) überwacht, das periodisch beurteilt, ob die Länder diese Empfehlungen einhalten.

Die von der Zivilgesellschaft bereitgestellten Informationen sind entscheidend, damit das GREVIO-Komitee die Einhaltung der Standards durch die Länder beurteilen kann. Unser Schattenbericht wird zur Erstellung des GREVIO-Berichts über die deutsche Umsetzung der Istanbuler Konvention beitragen, der im Januar 2022 veröffentlicht werden soll.

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„Mein Herz gehört mir“ - Theaterprojekt für Jugendliche zur Prävention von Frühehen und Zwangsverheiratung

Das 3-jährige Theaterprojekt "Mein Herz gehört mir" hat zum Ziel, präventiv gegen Frühehen und Zwangsverheiratung von Jugendlichen in Berlin vorzugehen. Mithilfe eines extra für das Projekt konzipierten Theaterstückes sollen Jugendliche gestärkt und sensibilisiert werden sowie alternative Denk- und Handlungsmuster spielerisch erlernen und verinnerlichen können.

Zielgruppe sind insbesondere Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 21 Jahren, aber auch Jungen und junge Männer. Weiterhin soll das soziale Umfeld der SchülerInnen wie Lehrkräfte, SchulsozialarbeiterInnen und Eltern sensibilisiert, aufgeklärt und gestärkt werden. Mit einer Auftaktveranstaltung am Brandenburger Tor am 25.11.2020 sowie einer Social Media Kampagne unter dem Hashtag #meinherzgehörtmir soll eine breite Öffentlichkeit angesprochen und über Frühehen und Zwangsverheiratung aufgeklärt werden. Die konkrete Schularbeit beginnt ab Sommer 2021. Das Projekt wird durch die Aktion Mensch gefördert.

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Update Gender ABC: Endlich zurück in den Berliner Schulen

Foto: © TERRE DES FEMMES

Am 28. und 29.09.2020 kam das Gender ABC-Projekt nach langer Pause zurück in die Berliner Schulen: Die Projekttage mit der Klasse 8c des Friedrich-Engels-Gymnasiums waren ursprünglich für Ende April vorgesehen. Doch wie alles andere wurde auch das Gender ABC-Projekt dieses Jahr von Corona überrascht und von den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen ins Mark getroffen.

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