Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

TDF begrüßt Stellungnahme der Bundesregierung zu Zwangsheirat

Zum Gesetzentwurf des Bundesrats zur Bekämpfung der Zwangsheirat und zum besseren Schutz der Opfer von Zwangsheirat liegt nun eine Stellungnahme der Bundesregierung vor.

"...Die Bundesregierung ist der Ansicht, dass ein wirksamer Schutz vor Zwangsheirat nur durch ein Maßnahmenbündel erreicht werden kann. Dies sehe auch der Koalitionsvertrag vor. Neben der Verbesserung von Beratungs-, Betreuungs- und Schutzangeboten für das Opfer seien auch gesetzgeberische Maßnahmen einzuschließen. Die Regierung prüft derzeit nach eigenen Angaben, wie die Vereinbarung im Koalitionsvertrag im Einzelnen umgesetzt werden kann. Man werde hierzu Regelungen vorschlagen..."

TERRE DES FEMMES setzt sich seit über 5 Jahren für einen besseren Schutz von Betroffenen von Zwangsverheiratung ein.

Wissenschaftliche Studie zu Zwangsverheiratung

Erstmals wird in Deutschland eine wissenschaftliche Untersuchung zu Zwangsverheiratung durchgeführt. Es sollen Aussagen über Struktur, Umfang und Formen von Zwangsverheiratungen erarbeiten werden. Auftraggeber ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Ergebnisse sollen im Herbst 2010 vorliegen.

Für die Untersuchung werden im Wesentlichen zwei unterschiedliche empirische Vorgehensweisen kombiniert. Zum einen soll das in einschlägigen Organisationen vorhandene Wissen genutzt werden. Dazu sollen eine quantitative Befragung von Beratungsstellen und eine standardisierte Auswertung von Beratungsfällen durchgeführt werden. Es soll zudem eine Befragung von Organisationen und Schlüsselpersonen aus den verschiedenen Migrantencommunities erfolgen. Zum anderen sollen Frauen und Männer befragt werden, die potentiell über eigene Erfahrungen mit dem Problem verfügen. Die Untersuchung wird die Situation von Betroffenen beiderlei Geschlechts gleichmäßig in den Blick nehmen.

Durchführt wird die Studie von der Lawaetz-Stiftung, Hamburg, in Zusammenarbeit mit TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V. und Torsten Schaak - Büro für Sozialpolitische Beratung, Bremen. Sie wird von einem Beirat begleitet.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das Referat unter Tel.: 030/40504699-0 oder online über das Kontaktformular.

Mári Saeed mutiges Beispiel zeigt: Afghanische Frauen wehren sich

Mein Kabul – mein Deutschland berichtet über eine moderne, gebildete Frau Namens Mári Saeed und ihr mutiger Weg zwischen den Kulturen. Nachdem Sie geheiratet hatte, fing Ihr Martyrium an. Traditionelle Anschauungen und das Damoklesschwert der bedrohten Familienehre führen zur Unterdrückung und Gewalt.

Sie floh vor den Mudschaheddin nach Deutschland. Doch selbst hier ist sie nicht sicher vor den Morddrohungen Ihres Ehemannes. Seit 1995 lebt sie in Deutschland und engagiert sich für die Frauen in Afghanistan um anderen Frauen in der gleichen Situation Mut zu spenden.

Link zum Shop:

Neues Buch über Zwangsprostitution in nationalsozialistischen Arbeitlagern

Mit einem Vorwort von TERRE DES FEMMES

Sandy Green: Zaunkönigin

Mit diesem Roman will die Autorin Sandy Green an das Schicksal von Frauen in Lager-Bordellen erinnern. Elfriede wird im Arbeitslager für ein Sonderkommando selektiert und muss in einem Lager-Bordell Zwangsarbeiter "bedienen". Nach der Befreiung kehrt sie zu ihrem Mann Benno zurück. Doch ein normales Leben scheint nach den traumatischen Erlebnissen unmöglich.

Für TERRE DES FEMMES schrieb Claudia Brenig im Vorwort:
"Es ist wichtig, dass Literatur die Schicksale dieser Frauen beleuchtet. Zaunkönigin zieht uns mit in Elfriedes Welt, das Ungeheuerliche, das ihr widerfährt, wird so unmittelbar fühlbar." Und sie weist darauf hin, dass bis heute in vielen Kulturen die Opfer von Missbrauch, Vergewaltigung und Zwangsprostitution mit Ausgrenzung und Verurteilung rechnen müssen und so zum Schweigen verdammt sind.

 

18.05.2010 TERRE DES FEMMES fordert Freilassung von äthiopischer Oppositionsführerin

Äthiopische Oppositionsführerin in Haft

Die ehemalige Richterin und Oppositionsführerin Birtukan Mideksa ist seit anderthalb Jahren inhaftiert. Ihr wird vorgeworfen die Proteste der Opposition gegen den umstrittenen Wahlsieg der amtierenden Regierung 2005 angeführt zu haben.

Nachdem sie ein Entschuldigungsschreiben unterzeichnet hatte, kam sie kurzzeitig frei. Da sie den Kampf für die Demokratie in Äthiopien jedoch nicht aufgab, wurde sie im Dezember 2008 erneut festgenommen und zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Außer von ihrer Tochter und Mutter wird ihr jeglicher Besuch verwehrt. Die medizinische Versorgung sowie juristische Betreuung werden von Amnesty International als unzureichend eingestuft.

TERRE DES FEMMES e.V. wurde auf die Situation von Birtukan Mideksa aufmerksam gemacht und hat sich bereits an die äthiopische Regierung, das Auswärtige Amt sowie die Europäische Kommission gewendet und die Freilassung von Birtukan Mideksa gefordert.

Wenn auch Sie ihr Missfallen über die Behandlung von politischen Gefangenen in Äthiopien zum Ausdruck bringen möchten, können sie hierzu gerne den von uns entworfenen Beispielbrief verwenden und diesen per Post oder E-Mail an die äthiopische Botschaft unter der Adresse Emb.ethiopia@t-online.de oder consulberlin.eth@t-online.de senden.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Für weitere Informationen zu der Situation von Birtukan Mideksa dienen die Homepage von Amnesty International http://www.amnesty.de/briefe-gegen-das-vergessen, sowie http://www.freebirtukan.org/

24.02.2010: TDF-Vorstandsvorsitzende beim Empfang des Menschenrechtsausschusses

Am 24. Februar bat der Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe im Deutschen Bundestags, Tom Koenigs, zu einem Empfang in
Berlin. Es ging um einen Gedankenaustausch über die Schwerpunkte der Arbeit.

Für TERRE DES FEMMES nahm die Vorstandsvorsitzende Irmingard Schewe-Gerigk teil.

Der Fall Birtukan Mideksa: Vorlage für Brief oder E-Mail

Anleitung:
Bitte markieren Sie mit der Maus den unten stehenden Text und kopieren Sie ihn dann in die Zwischenablage Ihres PCs (z.B. mit der Tastenkombination STRG+C). Fügen Sie denn den Text in eine E-Mail oder ein Word-Dokument ein (z.B. mit der Tastenkombination STRG+V) und ergänzen Sie Ihre Angaben wie Stadt, Datum und Name.
Senden Sie dann die E-Mail oder den Brief bitte direkt an die angegebene Adresse.


Embassy of the Federal Democratic
Republic of Ethiopia
Boothstrasse 20a
12207 Berlin
Emb.ethiopia@t-online.de


Angaben zu Ihrer Stadt, bitte aktuelles Datum einsetzen


Dear Honorable Minister Berhan Hailu,

As a member of the international community I am deeply concerned about the treatment of political activists in Ethiopia. I respect the universal Human Rights and therefore support the unconditioned and immediate discharge of Birtukan Mideksa.

Judge Birtukan Mideksa  is arrested for one and a half years by now although she is not charged with a recognisable criminal offence. She is accused of having led the protests against the election victory of the current government and has therefore been condemned to a life imprisonment. In my opinion, Birtukan Mideksa can be considered as a non-violent political prisoner who has been arrested because she exercised her universal rights of freedom of expression and freedom of association.

I am specially concerned about the fact that she was held in solitary confinement for several months and that a sufficient medical assistance as well as judicial advise are refused to her.
These facts violate inevitably the ensuring of the universal Human Rights, which Ethiopia as a member of the UNO accepted to keep.

Particularly with regard to the elections on 23rd of May the release of the first chairwoman of the current opposition party "Unity for Democracy and Justice (UDJ)" would have been absolutely essential for a democratic Ethiopia.

So, I appeal to your government authorities to release Birtukan Mideksa immediately as well as other political prisoners whose crimes existed in the exercise of their Human Rights and the legal struggle for a democratic Ethiopia.

Yours sincerely


Bitte Ihren Namen ergänzen.

Bericht zur Veranstaltung "Ehrenmorde und Zwangsheirat in Deutschland" in Berlin am 29.03.10

Das Expertengespräch und die Podiumsdiskussion zum Thema "Ehrenmorde und Zwangsheirat in Deutschland" fand am 29.03.2010 in den Räumlichkeiten der Urania in Berlin statt.

Der so genannte Kleistsaal der Urania war mit 250 Personen und vielen Kamera- und Journalistenteams gut gefüllt.

Aylin Korkmaz, Autorin des Buches "Ich schrie um mein Leben" und Überlebende eines Verbrechens im Namen der Ehre berichtete und diskutierte mit Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die GRÜNEN und Serap Altinisik, Referentin gegen Häusliche Gewalt bei TERRE DES FEMMES über die eigene Gewalterfahrung und die aktuelle Situation in Deutschland.

 

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