Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Kundgebung für Aylin Korkmaz am 10.12. in Baden-Baden

Aylin KorkmazAm 10. Dezember um 11 Uhr übergeben Aylin Korkmaz und TERRE DES FEMMES mehrere tausend Unterschriften an die Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Vor dem Gebäude der Staatsanwaltschaft gedenken wir der Opfer von Ehrenmorden in Deutschland.

Aylin Korkmaz überlebte im November 2007 nur knapp den Mordversuch durch ihren Ex-Ehemann. Mit 26 Messerstichen versuchte er, seine "Ehre" wieder herzustellen. Mehmet Korkmaz wurde im August 2008 vom Landgericht Baden-Baden wegen versuchten Mordes mit schwerer Körperverletzung zu 13 Jahren Haft verurteilt. Nun soll er nach weniger als 7 Jahren aus der Haft entlassen und in die Türkei abgeschoben werden. In der Türkei wäre er ein freier Mann.

Der Täter hat gedroht, Aylin Korkmaz nach seiner Freilassung zu töten. Frau Korkmaz hat nun größte Befürchtungen, dass ihr Ex-Mann mit falschen Papieren wieder nach Deutschland einreisen und seine Drohung wahr machen wird!

Protestieren Sie mit uns gegen die vorzeitige Entlassung des Täters!

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November 2010: STOP FGM NOW! erhält den Social Media Preis 2010

Die von der Berliner Werbeagentur Heymann Brandt de Gelmini initiierte internationale Kampagne STOP FGM NOW! ist Preisträger des ersten Social Media Preises in der Kategorie "Gute Sache". Der Social Media Preis ist ein Publikumspreis, der für besondere Projekte im Web 2.0 verliehen wird.

Unter der dem Logo der Waris Dirie Foundation und unterstützt von TERRE DES FEMMES und weiteren Organisationen rief die Agentur im Februar 2010 die internationale Kampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung ins Leben. Dank des Einsatzes von René Heymann und seiner Agentur wurde die Botschaft von STOP FGM NOW! über TV- und Internet-Spots, Anzeigenmotiven und Facebook-Präsenz weltweit verbreitet: Sie erreichte innerhalb von nur fünf Monaten mehr als 100 Millionen Menschen und ist schon jetzt die erfolgreichste private Öffentlichkeitskampagne aller Zeiten im Bereich FGM. Die Arbeit für die Kampagne STOP FGM NOW! leistet Heymann Brandt de Gelmini unentgeltlich – von der strategischen, integrierten Konzeption über die mehrsprachige Umsetzung von Anzeigenmotiven und des Fernseh-Internet-Spots bis hin zur Erstellung und Pflege Kampagnen-Website und Facebook-Präsenz (beide ebenfalls mehrsprachig).

Wir bedanken uns bei Heymann Brandt de Gelmini für ihr außerordentliches Engagement zur Beendigung weiblicher Genitalverstümmelung und gratulieren zur Auszeichnung!

Zu Besuch beim TERRE DES FEMMES-Filmfest 2010: Regisseurin Johanna Richter

von links nach rechts: Christa Stolle, Jackie Branfield und Johanna Richter. Foto ©: Alexander Gonschior.
v.l.n.r.: Christa Stolle, Jackie Branfield und Johanna Richter.
© Foto: Alexander Gonschior.

Im Rahmen des TERRE DES FEMMES-Filmfest FrauenWelten besuchte Johanna Richter die Bundesgeschäftstelle in Tübingen. Johanna Richter knüpft mit ihrem Film "L'excision" an die lebendige Diskussionskultur in Burkina Faso an, allerdings über ein Thema, das traditionell tabuisiert ist. Der Film stellt die Bandbreite der Meinungen zum Thema Genitalverstümmelung in dem westeafrikanischen Land dar, in dem immer noch 70% der Mädchen und Frauen genitalverstümmelt sind.

Der Film stellt aber auch klar, dass das Thema alle angeht - sowohl Frauen als auch Männer. In Burkina Faso wird der Film von 35 lokalen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) genutzt, die mit Bettlaken und Generator durchs Land fahren, den Film zeigen und so für Diskussionen über das Tabu-Thema sorgen.

Burkina Faso ist das drittärmste Land der Welt, dennoch ist Johanna Richter überzeugt: Maybe they are poor - but not stupid.

Protestaufruf am Samstag, dem 20. November in Deutschland vom Internationalen Komitee gegen Steinigung

Für die Rettung von Sakineh und Shahla Jahed, Sajjad und Hutan und den Rechtsanwälten im Gefängnis
Für die Freilassung von zwei deutschen Journalisten

Shahla Jahed ist eine junge Frau, über welche die Islamische Regierung im Iran beschlossen hat nach acht Jahren im Gefängnis am 1. Dezember hinzurichten. Shahlas Anwalt sagt, dass ihr Fall zehn rechtliche Einwände hat. Die Islamische Regierung kann derzeit nicht Sakineh Ashtiani hinrichten, daher hat sie beschlossen, Shahla zu töten um zu zeigen, dass sie unter dem Druck nicht kapituliert.

Sakineh Mohammadi Ashtiani befindet sich immer noch mit Alpträumen über den drohenden Tod durch Steinigung und Hinrichtung im Gefängnis. Sajjad, ihr Sohn, und Hutan Kian, ihr Anwalt, wurden ebenfalls verhaftet und gefoltert.

Zwei deutsche Journalisten sind durch das islamische Regime nur wegen des Interviews mit Sajjad und Hutan der Spionage beschuldigt worden. Sie wurden unter Druck und Drohung erzwungen Geständnisse im Fernsehen abzulegen.

Wenn dieses barbarische Regime mit zwei deutschen Staatsbürgern so umgeht, können Sie sich vorstellen was es mit Sakineh, Shahla und den Menschen im Iran macht.

Hutan Kian, Nasrin Sotude und fünf weitere Anwälte wurden in den vergangenen Wochen verhaftet und eingesperrt.
Dies sind zeigt nur einen kleinen Teil von dem verabscheuungswürdigen Verhalten des islamischen Staates und seiner unmenschlichen Justiz.

Der einzige Weg ist ein verbreiteter Protest weltweit.

Ich lade die freiheitsliebenden Menschen in Deutschland ein, am Samstag, den 20. November vor der islamischen Konsulaten oder in den Stadtzentren zu versammeln und die Bilder von Sakine, Shahla, Sajjad, Hutan, die zwei Journalisten und die Anwälte hochzuheben und deren sofortige und bedingungslose Freilassung zu fordern.

Veranstaltet Protestaktionen und verurteilt die Islamische Republik wegen ihres grausamen Verhaltens. Kommt auf die Straße, in Solidarität mit der iranischen Bevölkerung und gegen die islamische Regierung, die eine Schande für die Menschheit ist.

Mina Ahadi
Sprecherin des Internationalen Komitees gegen Steinigung und Hinrichtung
17. November 2010

 

Unser Verabredung: Am Samstag, dem 20. November in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und möglichst viele anderen Städten in Deutschland.

International Committee against Execution
E-Mail: minaahadi@aol.com
Tel: 0049 (0) 1775692413
http://notonemoreexecution.org
http://stopstonningnow.com/wpress

 

06.02.2011: TERRE DES FEMMES-Bücheraktion

Anlässlich des 6. Februar, dem Internationalen Tag "Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung" setzt TERRE DES FEMMES bundesweit Zeichen gegen diese schwere Menschenrechtsverletzung an Mädchen und Frauen.

Die TERRE DES FEMMES-Aktion: Büchertische zum Thema weibliche Genitalverstümmelung

Zusammen mit der Aktion Weißes Friedensband hat TERRE DES FEMMES eine Aktion zum 6. Februar für SchülerInnen gestartet.

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Erklärung des Bündnis 1325 zur nationalen (Nicht-)Umsetzung von Resolution 1325

Logo des Bündnis 1325Deutsche Sicherheitspolitik trägt langen Bart - Resolution 1325 endlich umsetzen!

Das Bündnis 1325 - ein Zusammenschluss von NGOs - erklärt anlässlich des 10. Jahrestages am 31. Oktober von UN-Resolution "Frauen, Frieden und Sicherheit":
Lesen Sie mehr unter www.un1325.de

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26.10.2010: Ein Jahr länger in der Ehehölle - Aufenthaltsrecht soll mit Gesetzesänderung gegen Zwangsheirat verschärft werden

Tübingen/Berlin. Seit heute ist es offiziell: Das Bundeskabinett beschloss am heutigen Mittwoch ein Gesetzespaket gegen Zwangsverheiratung. Darin soll die Zwangsverheiratung als eigener Straftatbestand ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden. Gleichzeitig enthält das Paket eine Erhöhung des eheabhängigen Aufenthaltsrechts (Ehebestandszeit) von zwei auf drei Jahre.

TERRE DES FEMMES kritisiert aufs Schärfste, dass die Verbesserungen für Betroffene von Zwangsheirat eine gravierende Verschlechterung beim eigenständigen Aufenthaltsrecht für nachgezogene Ehegatten mit sich bringt.

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18.10.2010: 4. Europäischer Tag gegen Menschenhandel - doch was haben die Opfer davon?


Der 18. Oktober steht seit drei Jahren für den Kampf gegen Menschenhandel. Ausgerufen von der Europäischen Union, soll an folgende Ziele erinnert werden:

  • Verhütung des Menschenhandels
  • Schutz und Unterstützung der Opfer von Menschenhandel
  • Wirksame Strafverfolgung der Täter?

Das Geschäft mit der Ware Menschen floriert. Schätzungen gehen von 2,4 Millionen Menschen aus, die pro Jahr weltweit verkauft werden. Darunter sind, laut der EU, eine halbe Millionen Frauen, die nach Europa gebracht werden. Sie werden zur Prostitution gezwungen oder als billige Arbeitskräfte ausgebeutet, auch hier in Deutschland. Die Frauen sind durch die erlebte Gewalt oft traumatisiert und krank. Sie brauchen Schutz, gesundheitliche Rehabilitation und müssen ihre rechtlichen Ansprüche geltend machen können. Doch wie gehen wir hierzulande mit den Opfern um?

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