Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Jugendbotschafterinnen 2022

Projektentwicklung und kreativ sein – der 2. Jugendbotschafterinnen-Workshop am 23. und 24.09.2022

IMG 7132© TERRE DES FEMMES

Am 23. und 24.09. konnten sich die Jugendbotschafterinnen endlich live treffen, denn TERRE DES FEMMES lud sie zum Projektworkshop nach Berlin ein. Ziel der Jubos war es, sich über die eingereichten Projektideen auszutauschen und gegenseitig Feedback zu geben. Außerdem bekamen alle auch ein umfangreiches Feedback im Einzelgespräch mit einer unserer Referentinnen und planten ihre nächsten Schritte.

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Neue Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland: potenziell 103.947 betroffene Mädchen und Frauen in Deutschland, bis zu 17.271 Mädchen gefährdet

TERRE DES FEMMES veröffentlicht am 06.10.2022 die Dunkelzifferschätzung zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM = female genital mutilation) in Deutschland.

Wie in den Jahren zuvor verzeichnen die Zahlen der von FGM betroffenen und bedrohten Mädchen und Frauen einen enormen Anstieg. In Deutschland leben aktuell schätzungsweise 103.947 betroffene Mädchen und Frauen, bis zu 17.271 Mädchen sind in Deutschland potenziell gefährdet. Diese Zahlen beweisen aufs Neue: der Handlungsbedarf ist enorm.

Bereits seit der Gründung 1981, setzt TERRE DES FEMMES sich dafür ein, Präventions- und Aufklärungsangebote für bedrohte Mädchen umzusetzen, sowie die Versorgung betroffener Mädchen und Frauen auszubauen.

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Mädchenschutzhaus in Sierra Leone durch die Krise helfen!

Mädc henschutzhaus Sierra Leone

Fatou*, 18 Jahre alt, sollte zwangsverheiratet werden. Aminata* (13) wurde von ihrer Familie geschlagen und zur Kinderarbeit gezwungen, zur Schule gehen durfte sie nicht. Kadie* (16) hat ihre Eltern an die Ebola-Epidemie verloren und stand ganz allein da. Mariama* (18), Tenneh* (15) und Mabinty* (17) sind vor der Bedrohung durch weibliche Genitalverstümmelung geflohen. Sie alle haben trotz ihres jungen Alters schon Schreckliches durchgemacht – doch im Schutzhaus der TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation AIM haben sie eine sichere Zuflucht gefunden.

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Öffentliche Aufführung des Schultheaterstücks „Mein Herz gehört mir“

„Wir wollen in einer Stadt leben, in der jeder junge Mensch frei entscheiden kann, wie er oder sie leben, und wen er oder sie lieben will.“

TDF MeinHerzGehörtMir; auf einer Leinwand wird das Schulprojekt angekündigtFoto: © Martin FunckMit diesen Worten eröffnete Berlins regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey per Videogrußbotschaft am vergangenen Donnerstag, den 08.09.2022, die öffentliche Aufführung des interaktiven Schultheaterstückes „Mein Herz gehört mir“ im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt in Berlin. Es ist die bislang einzige öffentliche Aufführung des Theaterstückes, welches bislang ausschließlich in Berliner Schulen vor SchülerInnen und Lehrkräften gespielt wird. Es handelt sich dabei um ein Forumtheaterstück, in dem SchülerInnen die Möglichkeit geboten wird, in spielerischer Weise Lösungen zu den dargestellten Konfliktszenen zu finden und tradierte Familienbilder und Geschlechterrollen zu hinterfragen. Das 3-jährige Projekt wird von Aktion Mensch gefördert.

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„Mein Herz gehört mir“ – Helfen Sie, Mädchen und Frauen vor Zwangsverheiratung und Frühehe zu schützen


Klappkarte für BM 3 22 GNE mit Beschnittzugabe 210 105 mmDie Sommerferien sind zu Ende – aber in vielen Schulen gibt es Mädchen, die nach den Ferien nicht
mehr da sind. Zwangsverheiratungen und Frühehen finden nach wie vor auch hierzulande statt, obwohl
seit 2017 Eheschließungen unter 18 Jahren ohne Ausnahme verboten sind.
TERRE DES FEMMES hat eine bundesweite nicht repräsentative Umfrage unter Lehrkräften durchgeführt.
Diese ergab 1.468 Verdachtsfälle und 379 gesicherte Fälle.

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Projektupdate Indien für Juli 2021 bis Juni 2022

Auf Wunsch führt BHUMIKA auch Gruppenberatungen mit der Familie gewaltbetroffener Frauen durch © BHUMIKA

Mai 2022: Im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh wird ein Polizist wegen vermeintlicher Vergewaltigung einer 13-Jährigen verhaftet – nachdem sie wegen einer vorausgehenden Gruppenvergewaltigung durch vier andere Männer seine Hilfe gesucht hatte. Im selben Monat verkündet der Oberste Gerichtshof in Delhi, dass Vergewaltigung in der Ehe in Indien auch weiterhin nicht unter Strafe gestellt wird. Und im August 2022 erlebt Bilkis Bano, die im Zuge anti-muslimischer Ausschreitungen im Jahr 2002 von 11 Männern vergewaltigt wurde und die Ermordung von 14 Familienmitgliedern mitansehen musste, die vorzeitige Haftentlassung all ihrer Peiniger. Derartige Schlagzeilen sind trauriger Alltag in Indien, die Gewalt gegen Frauen ist omnipräsent. Die TERRE DES FEMMES-Partnerorganisation BHUMIKA Women’s Collective stellt sich dem entgegen, und hat auch im vergangenen Jahr wieder hunderten gewaltbetroffenen Frauen zur Seite gestanden. 

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“Wir haben das Schweigen gebrochen“: Interview mit Alpha Kamara von der TDF-Partnerorganisation AIM zum Kampf gegen FGM in Sierra Leone

Alpha Kamara© TERRE DES FEMMESSeit fast 20 Jahren kämpft unsere sierra-leonische Partnerorganisation AIM gegen weibliche Genitalverstümmelung (engl. Female Genital Mutilation – FGM). Ihr Mitarbeiter Alpha Kamara erzählt im Interview aus seiner langjährigen Erfahrung in der Community-Arbeit, mit welchen Methoden AIM die Aufklärung zu einem Tabu-Thema wie FGM gelingt, und welche Hindernisse die Arbeit der Organisation immer wieder erschweren.

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Mythos Jungfräulichkeit: Was ist dran?

Sex vor der Ehe – ein Tabu, das vor allem an Frauen herangetragen wird. In einigen Familien wird von jungen Frauen auch in der heutigen Zeit noch erwartet, dass sie „jungfräulich“ in die Ehe gehen, also bis zur Heirat keinen Geschlechtsverkehr haben. Denn nur „Jungfrauen“ gelten als ehrbar, unschuldig und rein und sind somit in den Augen der Familien die angemessene Wahl für zukünftige Ehemänner. Lassen sich (junge) Frauen vor der Eheschließung mit einem Mann ein, werden sie in manchen Gesellschafts- und Kulturkreisen als Schlampe tituliert und unter Umständen als nicht mehr heiratsfähig angesehen. Verantwortlich für diese ungerechte Erwartungshaltung jungen Frauen gegenüber, sind eine streng religiöse Auffassung und ein kulturell gewachsenes Frauenideal.

Das Konzept der Jungfräulichkeit stellt jedoch nicht nur geschlechtsspezifische Ungerechtigkeit dar, es fördert auch Frühehen und Zwangsverheiratungen, im Extremfall sogar die Ermordung von Frauen, die von ihren Familien für die vermeintliche Sünde und die damit eng verbundene Entehrung der männlichen Familienmitglieder getötet werden.

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