Aktuelles

Nachrichten und Berichte zu TERRE DES FEMMES-Themen.

 

Fachveranstaltung im Berliner Abgeordnetenhaus „Frau Leben Freiheit“ – Unterstützung der feministischen Frauenrevolution im Iran

2023 01 25 Fachveranstaltung ÜPFI Am 25.01.2023 hat TERRE DES FEMMES als Bündnisorganisation bei der Fachveranstaltung zur feministischen Revolution im Iran im Berliner Abgeordnetenhaus mitgewirkt. Die Überparteiliche Fraueninitiative Berlin – Stadt der Frauen e.V. (ÜPFI) organisierte in Kooperation mit einer ExpertInnenrunde aus 12 iranischen und afghanischen Frauen- und MenschenrechtsaktivistInnen sowie weiteren Organisationen die Fachveranstaltung zum Iran.

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Presserecherche von TERRE DES FEMMES zu mutmaßlichen „Ehren“-Morden (inkl. Versuche) 2021 und 2022

Jedes Jahr anlässlich des Gedenkens an Hatun Sürücü betreibt TERRE DES FEMMES eine intensive Presserecherche zu mutmaßlichen versuchten oder vollzogenen sog. Ehrenmorden in Deutschland. TERRE DES FEMMES möchte damit auf diese Gewaltform aufmerksam machen und aufzeigen, dass die Zahl der von tödlichen Ehrverbrechen betroffenen Personen unvermindert hoch ist.

Für das Jahr 2021 hat sich die Zahl der Opfer von versuchten oder vollzogenen „Ehren“-Morden von zunächst 10 auf 19 erhöht. Gerichtsprozesse oder öffentliche Äußerungen der Staatsanwaltschaft zu möglichen Hintergründen und Motiven erfolgen oft erst mehrere Monate nach der Tat, sodass ein vermeintliches Ehrmotiv erst spät publik wird. Näher aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild:

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Ein längst überfälliger Schritt: Warum wir ein Verbot von Gehsteigbelästigung brauchen

In Deutschland werden etwa 95 Prozent der Schwangerschaften nach der sogenannten Beratungsregel beendet.[1] Wer in dieser Situation einen gewünschten Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen möchte, muss zuerst einen gesetzlich vorgeschriebenen Beratungstermin in Anspruch nehmen. Vor diesen Beratungsstellen, aber auch vor den Abtreibungspraxen oder -kliniken selbst, steht man nicht selten AbtreibungsgegnerInnen gegenüber. Ansammlungen von sogenannten LebensschützerInnen belagern Beratungsstellen, konfrontieren die Frauen mit verstörenden Bildern und Plakaten, skandieren Parolen und versuchen die Schwangere durch passive, aber auch aktive Belästigung, von ihrem Vorhaben abzubringen oder zumindest ihren großen Unmut kundzutun.[2] Gegen diesen Missstand möchte Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus nun gesetzlich vorgehen. Sie schlägt eine Kriminalisierung dieser sogenannten „Gehsteigbelästigung“ vor.[3] Bereits mit der Abschaffung des Paragrafen 219a StGB hat die Bundesregierung ein wichtiges Zeichen für die Stärkung der Selbstbestimmung von Frauen in Deutschland gesetzt. Das Verbot der Gehsteigbelästigung wäre ein weiterer wegweisenden Schritt. Das Vorhaben wurde bereits im Koalitionsvertrag festgehalten, so heißt es hier: „Sogenannten Gehsteigbelästigungen von Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegnern setzen wir wirksame gesetzliche Maßnahmen entgegen.“[4] In der Regel findet dieses Thema nur wenig mediale Aufmerksamkeit, obwohl es ein fundamentaler Aspekt im Kampf für die Entstigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland ist.

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WOMEN‘S MARCH

Bild1TERRE DES FEMMES in Solidarität mit Frauen im Iran

Am 10.12.2022, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, hat TERRE DES FEMMES zum Women´s March in Berlin mit ihren BündnispartnerInnen Frauen für Freiheit e.V., Simorgh-Gruppe und der Überparteilichen Fraueninitiative (ÜPFI) aufgerufen, damit die massiven Frauen- und Menschenrechtsverletzungen des iranischen Regimes weiterhin sichtbar bleiben. Bundesweit fanden in Stuttgart, München, Hamburg, Köln und Frankfurt weitere Frauenmärsche statt, koordiniert von der Initiative International Women in Power der Kulturbrücke Hamburg e.V.

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Frauenhausstatistik 2021

Forderungen nach Ausbau von Frauenhäusern in Deutschland

Allein im Jahr 2021 fanden 6.431 Frauen Zuflucht in einem der Frauenhäuser in Deutschland, und zusammen mit ihnen 7.572 Kinder. 72% dieser Kinder waren unter 18 Jahre alt und für die Hälfte der Kinder wurde die vom Frauenhaus angebotene Betreuung in Anspruch genommen. Dabei musste jede vierte Bewohnerin ihren Aufenthalt komplett oder zumindest teilweise selbst bezahlen. Bei den Gründen für die Zufluchtssuche in einem Frauenhaus dominiert die vom Ehemann oder Partner ausgehende Gewalt. Bei 41% der Betroffenen kam es aufgrund dieser häuslichen Gewalt zu einem Polizeieinsatz, fast die Hälfte der Frauen leiteten keine zivil- oder strafrechtlichen Schritte ein. Erschreckend gering sind hierbei die Zahlen der getroffenen Maßnahmen bei den Polizeieinsätzen, wobei beispielsweise nur 8% der Täter einen Platzverweis bekommen haben. Auch mangelt es an Unterstützung der Frauen nach dem Aufenthalt im Frauenhaus. 34% der Frauen wurden beispielsweise bei der Suche nach einer Wohnung unterstützt, ganze 18% der Frauen sind jedoch wieder in die gewaltgeprägte Situation zurückgekehrt.

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ONE BILLION RISING – Wer tanzt mit am 14.02.2023?

2019 02 OneBillionRising Demo vor dem Brandenburger TorUnter dem Motto "RISE FOR FREEDOM" wird am 14. Februar 2023 tanzend gegen Gewalt an Mädchen und Frauen demonstriert. Auch in diesem Jahr ist TERRE DES FEMMES wieder mit dabei, um vor dem Brandenburger Tor ab 17:30 Uhr mitzutanzen und eine klare Haltung gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu zeigen.

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Unversehrt leben – Helfen Sie uns, Mädchen und Frauen vor Genitalverstümmelung zu schützen!

BM 1 23 FGM Briefmailing Postkarte2Mädchen im Schutzhaus der TDF-Partnerorganisation AIM in Sierra Leone (c)TDF

Es ist schwer vorstellbar, dass noch immer täglich tausende Mädchen weltweit an ihren Genitalien verstümmelt werden. Über 200 Millionen Frauen leiden an den zum Teil gravierenden Folgen, mit denen sie bis zum Tod leben müssen. 103.900 Mädchen und Frauen sind allein in Deutschland von weiblicher Genitalverstümmelung
betroffen, und bis zu 17.200 Mädchen gefährdet. Das ergab die aktuelle Dunkelzifferschätzung von TERRE
DES FEMMES.

Weibliche Genitalverstümmelung (female genital mutilation – FGM) ist seit der Gründung von TERRE DES FEMMES unser Kernthema. Wir setzen uns auf vielfältige Weise dafür ein, dass diese furchtbare Menschenrechtsverletzung endlich beendet wird. Präventionsarbeit und Aufklärung, sowie der Schutz von Gefährdeten sind wichtig. 

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Bundesweite Büchertischaktion zum Internationalen Tag „Null Toleranz gegenüber weibliche Genitalverstümmelung“

MailingTitelbild

"Jeder kann etwas tun. Wir können es tun und wir werden es tun. In der Zukunft werden wir von FGM/C als einer schmervollen Praktik sprechen, die es früher einmal gab."
Fatou Diatta, Community Trainerin beim TDF-Projekt CHAIN

TERRE DES FEMMES initiiert jährlich zum 06. Februar anlässlich des Internationalen Tages „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ eine deutschlandweite Büchertischaktion zum Thema FGM (engl. Female Genital Mutilation). Die Aktion in Buchhandlungen und Büchereien findet 2023 im Zeitraum vom 03. bis zum 06. Februar 2023 statt.

Am 6.2. werden wir außerdem am Berliner Alexanderplatz mit unseren PartnerInnen von der Berliner Koordinierungsstelle FGM_C mit einem Infostand vertreten sein. Die TDF-Community Trainerin und Aktivistin Fatou Mandiang Diatta wird zum Thema informieren. Und auch online machen wir auf das Thema aufmerksam und möchten Wissen vermitteln: Unsere engagierte TERRE DES FEMMES-Jugendbotschafterin Sanata Doumbia wird auf dem TDF-Instagram-Kanal ein Interview zum Thema führen.

 

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