Aktuelles zum Thema Frauenrechte allgemein

Hass gegen Frauen im Netz

Hass im Internet- BuchtitelDie Kommunikationswissenschaftlerin Anita Sarkeesian wollte in einer mehrteiligen Youtube-Serie der stereotypen Darstellung von Frauen in Computerspielen nachgehen und sammelte 2012 über Crowdfunding Geld für ihr Vorhaben. Ihre Finanzierungskampagne verlief sehr erfolgreich, zog aber auch die Aufmerksamkeit der GamerInnen auf sich, die sie alsbald ihren Zorn fühlen ließen: Sie versuchten ihre Videos auf Youtube zu sperren, „Beat Up Anita Sarkeesian“, ein interaktives Spiel tauchte im Web auf, in dem man Sarkeesians Gesicht per Mausklick zunehmend verunstalten konnte. Blutrünstige Vergewaltigungsdrohungen und die Ankündigung, ihre Eltern zu töten, veranlassten Sarkeesian 2014 ihre Wohnung zu verlassen. Aber aufgegeben hat sie nicht.

Kaum besser erging es der Journalistin Carolin Criado-Perez. Als die Bank of England ankündigte, Elisabeth Frey, die einzige Frau auf einer britischen Pfundnote, durch Winston Churchill zu ersetzen, startete sie 2013 eine Initiative zum Erhalt von Frauen auf Geldscheinen. Criado-Perez wurde prompt mit Hassmails im Minutentakt überschüttet.

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Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung ruft gegen „Marsch für das Leben“ auf

Mitarbeiterinnen und Mitfrauen der TDF-SG Berlin bei der Demo für sexuelle Selbstbestimmung (Gegendemo der „Lebensschützer“) vor dem Brandenburger Tor am 20.09.2014. Foto: © Theresa Pfaff Mitarbeiterinnen und Mitfrauen der TDF-SG Berlin bei der Demo für sexuelle Selbstbestimmung (Gegendemo der „Lebensschützer“) vor dem Brandenburger Tor am 20.09.2014.
Foto: © Theresa Pfaff
Wie jedes Jahr rufen „LebensschützerInnen“ in Berlin zum „Marsch für das Leben“ auf. Am 17. September 2016 gehen christliche FundamentalistInnen für konservative Familienkonzepte auf die Straße. Sie fordern ein totales Abtreibungsverbot in Europa und Frauen, die ihre Schwangerschaft abbrechen, und ÄrztInnen, die den Eingriff vornehmen zu bestrafen. Aufgrund dieses massiven Eingriffs des „Bundesverband Lebensrecht“, dem Veranstalter des Marschs, in die Rechte von Frauen und Männern, ruft das Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung zur Gegendemonstration am gleichen Tag auf. Wir von TERRE DES FEMMES unterstützen diese Aktion und wollen viele Menschen dazu ermutigen, um 13:30 Uhr zum Brandenburger Tor für eine Kundgebung zu kommen und anschließend Richtung Alexanderplatz aufzubrechen, um unserem gemeinsamen Anliegen Gehör zu verleihen.

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Frauen in Führungspositionen – Kann die „gläserne Decke“ durchbrochen werden?

Business Frau mit Team . Foto: © Photographee.eu – Fotolia.comBusiness Frau mit Team.
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Am 7. Dezember 2015 lehnte der EU-Sozialministerrat eine Vorlage des EU-Parlaments ab, die europaweit eine Frauenquote für Führungspositionen in der Wirtschaft vorsah. Auch die deutsche Regierung stellte sich gegen die Quote und beharrte auf einer weiteren Prüfung. Eine weitere vertane Chance im Ringen um eine europäische Gleichstellungspolitik.

Die notwendige Zustimmung der Staats- und Regierungschefs steht bereits seit 2012 aus. Damals hatte EU-Kommissarin Viviane Reding die Frauenquote im EU-Parlament durchsetzten können. 40 Prozent der Aufsichtsräte sollten mit Frauen besetzt sein. Nur wenige der Mitgliedsstaaten verfügen bis heute über bindende Vorgaben für Geschlechtergleichheit in Führungspositionen.

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Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung – nachhaltige Gleichstellung der Geschlechter?

Mädchen in Nicaragua. Foto: © MIRIAMMädchen in Nicaragua. Foto: © MIRIAMIm September 2000 kamen RegierungsvertreterInnen aus 198 Ländern zu dem bis dahin größten Gipfeltreffen der Vereinten Nationen in New York zusammen. Die hier verabschiedete Millenniumserklärung sollte die Grundlage bieten für acht Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals - MDG), die 2001 schließlich vereinbart wurden und bis 2015 umgesetzt werden sollten.

Zwei der MDGs wurden eigens auf Frauen und Mädchen zugeschnitten: Ziel 3 formulierte die „Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen“ durch einen besseren Zugang zu Bildung, zur Erwerbstätigkeit und zur politischen Teilhabe. Ziel 5 behandelte die Gesundheit von Müttern.

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Getting to Equal – Gleichberechtigung erlangen

Workshop in der Frauenrechtsorganisation MIRIAM in Nicaragua. Foto: © MIRIAMWorkshop in der Frauenrechtsorganisation MIRIAM in Nicaragua.
Foto: © MIRIAM
Die rechtliche Gleichstellung der Frau und die Verwirklichung ihrer Selbstbestimmung lassen auf der Welt wohl leider noch lange auf sich warten. Um sie zu erreichen braucht es vor allem das Engagement von Frauenorganisationen und feministischen Aktivistinnen. Kleine Erfolge sind jedoch zu verzeichnen. Diese sind auch unmittelbare Folge einer erhöhten, weltweiten Öffentlichkeit. TERRE DES FEMMES ist ein Teil dieser Öffentlichkeit, deren Arbeit erforderlich ist, um weiterhin Fortschritte im Bereich der Gendergerechtigkeit erzielen zu können. Die Einladung von TDF zum Treffen der G7 im November 2015 zum Thema „Economic Empowerment of Women-Unlock the Potential“ spiegelt die Wertschätzung der bisherigen Arbeit von TDF.

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