Aktuelles zum Thema Frauenrechte allgemein

TERRE DES FEMMES begrüßt Grundrente ohne Bedarfsprüfung

TERRE DES FEMMES unterstützt die Forderung der SPD nach einer Grundrente ohne Bedarfsprüfung für alle Menschen, die länger als 35 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, aber weniger als 880 EUR Rente im Monat erhalten. Die Grundrente soll die Lebensleistung dieser Menschen wertschätzen, die ein Leben lang gearbeitet, Angehörige gepflegt und/oder Kinder großgezogen haben und die im Alter kaum mehr als das Existenzminimum zur Verfügung haben.

TERRE DES FEMMES fordert die Durchsetzung einer Grundrente, denn insbesondere Frauen werden durch die gegenwärtige Struktur des Arbeitsmarktes und der Entlohnung sowie durch das dadurch bedingte niedrige Rentenniveau grundsätzlich, strukturell und massiv benachteiligt.

2019 feiern wir 70 Jahre Grundgesetz und die im Grundgesetz Artikel 3, zweiter Satz verankerte Gleichberechtigung. Aber gleiche R

echte bedeuten noch lange nicht gleiche Chancen. Noch immer gibt es in Deutschland geschlechtsbedingte Lohnungleichheit. Frauen verdienen durchschnittlich 21 % weniger als Männer. Immer noch sind Frauen überwiegend für die gesellschaftlich notwendige Sorge- und Pflegearbeit, z. B. für Kinderbetreuung und Altenpflege unbezahlt oder unterbezahlt zuständig. In dem Arbeitssektor, aus dem sich schlecht Profit schlagen lässt, arbeiten mehrheitlich Frauen.

Weiterlesen ...

Aufhebung des Urteils von Kristina Hänel – Ein Grund zur Freude oder etwa doch nicht?

Am 03. Juli 2019 erreichte viele die freudig klingende Nachricht, dass das Urteil gegen Kristina Hänel aufgehoben wurde. Im November 2017 wurde sie vom Amtsgericht Gießen nach damaligem Paragraphen 219a zur Zahlung einer Geldstrafe von 6.000€ verurteilt. Grund, sie hatte auf ihrer Homepage Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen bereitgestellt. Hänel legte gegen das Urteil des Amtsgerichts Gießen Berufung beim Landesgericht Gießen ein, dieses allerdings bestätigte das Urteil am 12. Oktober 2018, äußerte aber bereits Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Paragraphen 219a.[1] Zu diesem Zeitpunkt war die gesellschafts-politische Debatte um den Paragraphen bereits in vollem Gange und eine Entscheidung der Großen Koalition über eine Reform des Paragrafen oder gar eine Abschaffung stand aus. Schließlich einigte sich die Große Koalition auf den kleinsten gemeinsamen Nenner und ergänzte den Paragraphen 219a um einen vierten Absatz.[2] Diese neue Gesetzeslage trat Ende März 2019 ein und aufgrund dessen hat das Oberlandesgericht Gießen nun das Urteil des Landgerichts Gießen aufgehoben und zur neuerlichen Verhandlung zurück verwiesen.

Weiterlesen ...

Antifeminismus – zurück zu überholten Geschlechterordnungen?

2019 Cover Kate ManneEine unvollständige Skizze

„Eine Wikipedia-Auswertung zeigt, wie selten Frauen dort vertreten sind - und wie Stereotype die Einträge der Online-Enzyklopädie prägen“, konstatierte Leonie Bossemeyer im Spiegel in ihrem im Dezember 2018 erschienenen Artikel. Die Schöpfer von WikiMANNia hingegen sahen die Plattform von FeministInnen unterwandert und stellten 2009 ihr eigenes Lexikon ins Netz, um „feminismusfreies Wissen mit anderen zu teilen.“ WikiMANNia will nicht weniger als die „Antithese zur feministischen Opfer- und Hassideologie“ sein.

Weiterlesen ...

Erkenntnisgewinn durch Satire: TERRE DES FEMMES für Kunst- und Meinungsfreiheit und in Solidarität mit Franziska Becker

20190629 Preisverleihung Franziska Becker3. v.l. Franziska Becker, Foto: Franziska BeckerFranziska Becker, die auch als EMMA-Cartoonistin bekannt gewordene Zeichnerin, wurde kürzlich durch den JournalistInnen-Bund mit dem Hedwig-Dohm-Preis für ihr „Lebenswerk“ ausgezeichnet. Becker recherchierte für ihre Arbeit stets gewissenhaft, während ihr Ziel dabei nicht Entertainment war, sondern Erkenntnisgewinn durch Satire. Dies wurde durch die Preisverleihung des JournalistInnenbund am 29.06.2019 gewürdigt „Die Karikaturistin ist eine der profiliertesten, journalistisch-feministisch engagierten und erfolgreichen Persönlichkeiten, die seit Jahrzehnten spitzfedrig und scharfzüngig das Mit-, Für- und Gegeneinander von Frauen und Männern genüsslich in Szene zu setzen weiß.“

Weiterlesen ...

Agenda 2030: TERRES DES FEMMES fordert Bundesregierung zu geschlechtergerechter Nachhaltigkeit auf

Im September 2015 verabschiedeten alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030. Ihr Ziel: die Transformation der Welt hin zu ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Nachhaltigkeit. 

Hierfür wurden 17 ehrgeizige Ziele für eine nachhaltige Entwicklung formuliert, deren Umsetzung bis 2030 erfolgen soll. 

Eines dieser Ziele lautet Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen.

Doch das Wollen erkennt man am Tun! Schon jetzt ist klar, dass die Ziele mit der aktuellen Umsetzungsgeschwindigkeit nicht bis 2030 erreicht werden.

Weiterlesen ...

Verwendung von Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.