Aktuelles aus dem Ehrenamt

Jetzt erst recht: „One Billion Rising“, die weltweite Tanzdemo gegen Gewalt an Frauen, fand in diesem Jahr im Netz statt

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Am 14. Februar war Valentinstag - für viele Menschen ein schöner Tag mit Blumen, Pralinen, Herz-Postkarten und anderen Zuneigungsbezeugungen. Für viele Frauen und Mädchen auf der Welt ist er nur ein weiterer Tag voller Gewalt, Missbrauch und Ungerechtigkeit. Die weltweite Tanz-Demo „One Billion Rising“ setzt seit 2012 genau an diesem Tag ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen, bei der Tausende Menschen solidarisch und gemeinsam aufstehen und tanzen. Im Jahr 2012 rief die New Yorker Künstlerin und Aktivistin Eve Ensler, Autorin des Theaterstücks „Die Vagina Monologe“, die Aktion ins Leben. Frauen in aller Welt sollten an diesem Tag ihre Häuser und Arbeitsplätze verlassen, um auf den Straßen zu protestieren, zu streiken und zu tanzen. Schon einen Monat nach dem ersten Aufruf hatten mehr als 5000 Organisationen und Menschen aus 160 Ländern ihre Beteiligung zugesagt. Seitdem hat sich One Billion Rising zu einer der größten Demonstrationen für Frauenrechte weltweit entwickelt.

In diesem Jahr konnte leider auch "One Billion Rising" nicht in der eigentlichen Form stattfinden. Die Corona-Pandemie machte aber nicht nur die großen Tanzdemos draußen unmöglich, sie verschärft auch für viele von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen die Situation, durch fehlende Anlaufstellen und soziale Kontakte in Schulen und Sportvereinen, durch weniger Arztbesuche und durch eine generell angespannte Situation in Familien.

Umso mehr freuen wir uns über das große Echo in den Medien und im Netz, das es in diesem Jahr zu "One Billion Rising" gab!

Zum Nachschauen hier der Livestream aus Berlin mit Tanz, Interviews (u.a. mit unserer Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle) und Videos

Zur Videobotschaft der Berliner Städtegruppe von TERRE DES FEMMES e.V.

Zur Videobotschaft von Juliane von Krause von der Münchener Städtegruppe von TERRE DES FEMMES e.V.

Zur TDF-Pressemitteilung

In den Startlöchern: Jugendbotschafterinnen starten erste Projekte

Gruppenfoto des zweiten Jugendbotschafterinnen-WorkshopsGruppenfoto des zweiten Jugendbotschafterinnen-WorkshopsDie jungen Frauen aus dem Jugendbotschafterinnen-Programm von TERRE DES FEMMES konnten es kaum erwarten, sich wieder zu treffen und auszutauschen, wenn auch dieses Mal „nur“ virtuell.  Der zweite Workshop des Programms fand am 19. September online statt, was dem Treffen jedoch keinen Abbruch tat.

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Mitfrauenversammlung von TERRE DES FEMMES 2020: Position zu "Transgender, Selbstbestimmung und Geschlecht" verabschiedet.

Am Samstag, den 12. September 2020 hat die erste digitale Mitfrauenversammlung von TERRE DES FEMMES - Menschrenrechte für die Frau e.V. stattgefunden.

Die Mitfrauenversammlung ist das oberste Entscheidungsorgan des Vereins (vgl. Satzung). Die diesjährige Veranstaltung wurde erfolgreich rein digital abgehalten, mit über 120 stimmberechtigten Mitfrauen, die von 10:00 bis 18:00 Uhr die vergangenen und zukünftigen Leitlinien des Vereins evaluiert und definiert haben.

Neben insgesamt 7 Anträgen wurde auch die Positionierung des Vereins zu „Transgender, Selbstbestimmung und Geschlecht“ mit großer demokratischer Mehrheit verabschiedet (zur Position/PDF-Dokument). Diese Positionierung wurde nach zahlreichen internen und sachlichen Debatten und Austauschrunden mit VertreterInnen unterschiedlichster Positionen von dem TERRE DES FEMMES-Vorstand als demokratisch gewähltes und vermittelndes Gremium zur Abstimmung vorgelegt.

Die Kernthemen der Arbeit von TERRE DES FEMMES sind von dieser Positionierung unberührt: Der Verein wird seine Arbeit zu Gewalt im Namen der Ehre, weibliche Genitalverstümmelung, häusliche und sexualisierte Gewalt, Frauenhandel und Prostitution, Gleichberechtigung und Integration und die Betreuung internationaler Projekte aktiv fortführen.

Zu den TERRE DES FEMMES-Positionen

 

 

Münchener Städtegruppe macht sich am Stachus für das Nordische Modell stark

© Thierry Vautrat

Am Freitag, den 24. Juli 2020 protestierten Mitglieder der ehrenamtlichen TERRE DES FEMMES Städtegruppen am belebten Münchener Karlsplatz, um sich für die Umsetzung des Nordischen Modells einzusetzen. Mit Statements von ProstitutionsaussteigerInnen, ZuhälterInnen und provokativen Fragen, die sie auf Schildern den PassantInnen entgegenhielte, regten Sie zum Hinterfragen der aktuellen Gesetzgebung an und kamen in Dialog mit den MünchernerInnen.

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Unsichtbare Flüchtlinge - Zum Anlass des Weltflüchtlingstages am 20. Juni 2020

Ingeborg Kraus und Pinar Selek (Treffen in Marseille 2013). Foto: © Ingeborg KrausIngeborg Kraus und Pinar Selek (rechts) (Treffen in Marseille 2013). Foto: © Ingeborg Kraus2012 nahm ich an einer Veranstaltung mit Pinar Selek in Straßburg teil. Sie ist Soziologin, Feministin und Kämpferin gegen Machismus. Sie ist auch die Enkelin von einem der Gründer der türkischen Arbeiterpartei  und  Tochter  eines  bekannten  Menschenrechtsanwalts.  Seit  1998  wird  ihr fälschlicherweise vorgeworfen eine Bombe in Istanbul gelegt zu haben und terroristische Aktivitäten zu unterstützen. Sie wurde daraufhin festgenommen und im Gefängnis gefoltert. Seit 2009 lebt sie im Exil. Zuerst in Deutschland, anschließend in Frankreich.  

Nach der Veranstaltung kam sie zielstrebig auf mich zu: „Helfen sie mir“, sagte sie. „Wie kann ich ihnen helfen?“. „Helfen Sie, dass ich eine gerechte Gerichtsverhandlung erhalte. Ich möchte zurück in meine Heimat.“

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Elterntelefon bietet in Salzhausen Unterstützung in Coronazeiten

TERRE DES FEMMES Mitfrau und Gleichstellungsbeauftragte Astrid Warburg-Manthey bei einem Spaziergang.
TERRE DES FEMMES Mitfrau und Gleichstellungsbeauftragte Astrid Warburg-Manthey bei einem Spaziergang. Foto: Privat

Die Corona-Krise ist für viele Eltern eine große Herausforderung: Die Kitas sind geschlossen, Spielplätze dürfen nicht genutzt werden und die Situation zu Hause ist häufig angespannt. Ein offenes Ohr für Sorgen oder der ein oder andere Ratschlag können in diesen Zeiten Gold wert sein. Das dachte sich auch TERRE DES FEMMES-Mitfrau und Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Salzhausen, Astrid Warburg-Manthey, und richtete kurzerhand ein „Elterntelefon“ ein. ErzieherInnen im Homeoffice stehen dabei während der Telefonsprechstunden den Eltern mit pädagogischem Rat bei Sorgen und Fragen zur Seite. Die Aktion hat bereits viel Zuspruch erhalten und ist ein toller Weg, sich gegenseitig solidarisch in der Krisenzeit zu unterstützen!

TERRE DES FEMMES findet die Idee großartig und hofft, dass sich andere Gemeinden und Städte von dem „Elterntelefon“ in Salzhausen inspirieren lassen und eine ähnliche Aktion starten!

Mehr Informationen zum Angebot des „Elterntelefons“ finden Sie auf der Homepage der Samtgemeinde Salzhausen.