Aktuelles aus dem Ehrenamt

Die Vorbereitungen laufen: Unsere Aktiven organisieren wieder Büchertischaktionen zum Internationalen Tag „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“

Anlässlich des Internationalen Tages „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ am 06.02. organisieren unsere Aktiven deutschlandweit Büchertischaktionen, welche in diesem Jahr im Zeitraum 02.02.2022 - 05.02.2022 stattfinden.

MailingTitelbildFGM (Female Genital Mutilation) ist mit weltweit 200 Millionen betroffenen Frauen und Mädchen eine massive Menschenrechtsverletzung, die eben auch Mädchen und Frauen in Deutschland betrifft. Bei TERRE DES FEMMES beschäftigt sich ein Fachreferat überwiegend mit diesem Thema. Auch unsere deutschlandweit aktiven Mitfrauen und UnterstützerInnen möchten Weibliche Genitalverstümmelung dringend in den Fokus rücken und ihre Mitmenschen darüber aufklären.

Der Aktionstag ist dafür ideal, denn auch unter Pandemiebedingungen können unsere Ehrenamtlichen Buchläden und Büchereien kontaktieren und sie einladen, einen Büchertisch zum Thema FGM aufzubauen. Ergänzt wird der Büchertisch mit Aufklärungsmaterialien. Teilweise sind auch Ehrenamtliche vor Ort, um Fragen zu beantworten. Natürlich alles unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Bestimmungen.

Weitere Informationen zur Büchertischaktion, zu unseren Materialien und die Bücherliste gibt es hier.

Wer kurzfristig eine Büchertischaktion umsetzten möchte, kann sich gern an das Referat Ehrenamtskoordination wenden unter: aktiv@frauenrechte.de

Wir freuen uns über engagierte MitstreiterInnen und danken allen herzlich, die uns dabei helfen, das Problem Weiblicher Genitalverstümmelung in den Fokus zu rücken!

Fahnenaktion 2021 - Danke an alle UnterstützerInnen!

Die Fahnenaktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen stand in diesem Jahr unter dem Zeichen "#bornequal - damit ein rosa Bändchen nicht dein Leben bestimmt". Wir konnten am Brandenburger Tor und in ganz Deutschland ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen. Viele Menschen demonstrierten mit uns - herzlichen Dank an alle UnterstützerInnen!

Ein besonderer Dank geht an unsere Städtegruppen, die in ihren Städten Fahnenaktionen oder andere Formate umgesetzt haben - DANKE an euch! 

20 Jahre Städtegruppe Konstanz - 4 Fragen an Gründungsfrau Erika Korn

 

Am 13. Oktober 2021 feierte die Städtegruppe Konstanz ihr 200. Treffen, im November ihr 20-jähriges Bestehen. Gründungsmitfrau und Städtegruppenkoordinatorin Erika Korn beantwortet uns dazu 4 Fragen.

 

Wie kam es zur Städtegruppengründung vor 20 Jahren? Erika Korn und Eva Wernert Städtegruppe Konstanz Eva Wernert und Erika Korn, Städtegruppe Konstanz 2021

Aus Anlass des 20-jährigen TDF-Jubiläums in Berlin, 2001. Ich bin dahingefahren und da sagte eine der damaligen Vorstandsfrauen:“ Hier ist noch eine Frau aus Konstanz, ich kann euch bekannt machen und ihr könnt überlegen, ob ihr in Konstanz eine Städtegruppe gründen wollt.“ Das war eine sehr nette Begegnung! Christa Böger und ich, wir haben die Gruppe gegründet. Erst war Christa Böger Koordinatorin, dann übernahm ich, weil sie beruflich so eingespannt war. Seit 2002 bin ich die Ansprechpartnerin. Mit Christa habe ich heute noch Kontakt, sie ist auch noch Fördermitfrau.

 

Welche Themen treiben euch besonders um?

Ich vertrete erstmal grundsätzlich die gesamte Themenbreite von TDF. Ich werde öfter von Schulen oder kommunalen Veranstaltern angesprochen. Zum Bespiel eine Lehrerin veranstaltet etwas zu Afrika. Die lädt mich dann ein, an die Schule zu kommen. Ich sage dann, ich würde über weibliche Genitalverstümmelung und unser Projekt dazu in Sierra Leone/Kamerun sprechen wollen. Sie hält Rücksprache mit den SchülerInnen und, wenn sie dem Thema zustimmen, dann kann ich kommen.“

Großes Thema ist auch Prostitution. Ich habe auch dazu die TDF-Wanderausstellung nach Konstanz geholt und in Bordellen mit Frauen in Konstanz gesprochen. Ich mache die Themen je nach Anlass. Ich habe die ganze Bandbreit auf dem Schirm und klinke mich aktiv ein. Außerdem verweise ich an die Expertinnen in den AGs, wenn VeranstalterInnen vor Ort differenziertere Informationen brauchen.

 

Was war die größte Herausforderung für deine Gruppe?

Die Herausforderung ist es, dass die Gruppe beieinanderbleibt, dass wir über 20 Jahre wahrgenommen werden, unser langjähriges Engagement für die Themen. Das ist unabdingbar, um in der Gesellschaft etwas zu ändern. Leider ist das nicht so einfach, weil es auch Fluktuation gibt. Wir treffen uns wirklich seit 20 Jahren einmal im Monat, ohne Unterbrechung, wegen der Pandemie auch online. Ich werde als Ansprechpartnerin von TERRE DES FEMMES gesehen und das ist für mich auch eine persönliche Herausforderung. Es freut mich, dass es aber auch jüngere Interessentinnen gibt.

 

Was habt ihr als Gruppe erreicht?

Hier in der gesamten Stadt als Frauenrechtsorganisation wahrgenommen zu werden. Es ist selbstverständlich bei Kulturveranstaltungen eingeladen zu werden. Seit 20 Jahren pflegen wir beispielsweise enge Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, wir treffen uns und brainstormen zusammen, werden nach Referentinnen gefragt. Alles rund um das Thema Gewalt gegen Frauen, da läuft hier nichts ohne TDF!

 

Jetzt erst recht: „One Billion Rising“, die weltweite Tanzdemo gegen Gewalt an Frauen, fand in diesem Jahr im Netz statt

1billion 2021 V1 Black

Am 14. Februar war Valentinstag - für viele Menschen ein schöner Tag mit Blumen, Pralinen, Herz-Postkarten und anderen Zuneigungsbezeugungen. Für viele Frauen und Mädchen auf der Welt ist er nur ein weiterer Tag voller Gewalt, Missbrauch und Ungerechtigkeit. Die weltweite Tanz-Demo „One Billion Rising“ setzt seit 2012 genau an diesem Tag ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen, bei der Tausende Menschen solidarisch und gemeinsam aufstehen und tanzen. Im Jahr 2012 rief die New Yorker Künstlerin und Aktivistin Eve Ensler, Autorin des Theaterstücks „Die Vagina Monologe“, die Aktion ins Leben. Frauen in aller Welt sollten an diesem Tag ihre Häuser und Arbeitsplätze verlassen, um auf den Straßen zu protestieren, zu streiken und zu tanzen. Schon einen Monat nach dem ersten Aufruf hatten mehr als 5000 Organisationen und Menschen aus 160 Ländern ihre Beteiligung zugesagt. Seitdem hat sich One Billion Rising zu einer der größten Demonstrationen für Frauenrechte weltweit entwickelt.

In diesem Jahr konnte leider auch "One Billion Rising" nicht in der eigentlichen Form stattfinden. Die Corona-Pandemie machte aber nicht nur die großen Tanzdemos draußen unmöglich, sie verschärft auch für viele von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen die Situation, durch fehlende Anlaufstellen und soziale Kontakte in Schulen und Sportvereinen, durch weniger Arztbesuche und durch eine generell angespannte Situation in Familien.

Umso mehr freuen wir uns über das große Echo in den Medien und im Netz, das es in diesem Jahr zu "One Billion Rising" gab!

Zum Nachschauen hier der Livestream aus Berlin mit Tanz, Interviews (u.a. mit unserer Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle) und Videos

Zur Videobotschaft der Berliner Städtegruppe von TERRE DES FEMMES e.V.

Zur Videobotschaft von Juliane von Krause von der Münchener Städtegruppe von TERRE DES FEMMES e.V.

Zur TDF-Pressemitteilung

In den Startlöchern: Jugendbotschafterinnen starten erste Projekte

Gruppenfoto des zweiten Jugendbotschafterinnen-WorkshopsGruppenfoto des zweiten Jugendbotschafterinnen-WorkshopsDie jungen Frauen aus dem Jugendbotschafterinnen-Programm von TERRE DES FEMMES konnten es kaum erwarten, sich wieder zu treffen und auszutauschen, wenn auch dieses Mal „nur“ virtuell.  Der zweite Workshop des Programms fand am 19. September online statt, was dem Treffen jedoch keinen Abbruch tat.

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Mitfrauenversammlung von TERRE DES FEMMES 2020: Position zu "Transgender, Selbstbestimmung und Geschlecht" verabschiedet.

Am Samstag, den 12. September 2020 hat die erste digitale Mitfrauenversammlung von TERRE DES FEMMES - Menschrenrechte für die Frau e.V. stattgefunden.

Die Mitfrauenversammlung ist das oberste Entscheidungsorgan des Vereins (vgl. Satzung). Die diesjährige Veranstaltung wurde erfolgreich rein digital abgehalten, mit über 120 stimmberechtigten Mitfrauen, die von 10:00 bis 18:00 Uhr die vergangenen und zukünftigen Leitlinien des Vereins evaluiert und definiert haben.

Neben insgesamt 7 Anträgen wurde auch die Positionierung des Vereins zu „Transgender, Selbstbestimmung und Geschlecht“ mit großer demokratischer Mehrheit verabschiedet (zur Position/PDF-Dokument). Diese Positionierung wurde nach zahlreichen internen und sachlichen Debatten und Austauschrunden mit VertreterInnen unterschiedlichster Positionen von dem TERRE DES FEMMES-Vorstand als demokratisch gewähltes und vermittelndes Gremium zur Abstimmung vorgelegt.

Die Kernthemen der Arbeit von TERRE DES FEMMES sind von dieser Positionierung unberührt: Der Verein wird seine Arbeit zu Gewalt im Namen der Ehre, weibliche Genitalverstümmelung, häusliche und sexualisierte Gewalt, Frauenhandel und Prostitution, Gleichberechtigung und Integration und die Betreuung internationaler Projekte aktiv fortführen.

Zu den TERRE DES FEMMES-Positionen