Zurückgeblättert …

…in den Vereinskalender

TERRE DES FEMMES blickt auf 40 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Was waren die Höhepunkte unserer langjährigen Frauenrechtsarbeit? Welche Themen haben uns beschäftigt? Was haben wir erreicht?

In regelmäßigen Abständen blättern wir zurück, halten inne und betrachten einzelne Blätter aus der TDF-Chronik.

 

Die Bescheidenheit ist vorbei

1986 – 1988: Die Auseinandersetzungen mit einem Textilriesen um menschenwürdige ArbeitsbedingungenApril 1987 Demo vor der Textilfirma Adler

Mit „unverschämt günstigen Preisen“ warb die Bekleidungsfirma Adler 1986 – erfolgreich – um Kundschaft. So billig konnte das im baden-württembergischen Haibach ansässige Unternehmen, mit 36 Filialen in der Bundesrepublik, Österreich, Luxemburg und der Schweiz seine Ware anbieten, weil es in Südkorea produzieren ließ. Den tatsächlichen Preis für die billige Ware zahlten die ArbeiterInnen der Zuliefererfirma Flair Fashion in Iri, Südkorea.

Diese ausbeuterischen Zustände in den Textilstätten veranlasste die Korean Democracy Labour Movement im Oktober 1986 zu einem Bericht, den sie an deutsche Öffentlichkeit adressierte. Übersetzt von der Koreanischen Frauengruppe Berlin, erreicht diese Post auch die TERRE DES FEMMES-Frauen, die das aufklärenden Schreiben sofort in ihrem Rundbrief veröffentlichen.

Der hohe Preis billiger Kleidung

Die Ausführungen der koreanischen Organisation sind mehr als ernüchternd:
In der von Ausländern geleiteten Flair Fashion lägen die Löhne selbst unter der von der regierungsnahen Gewerkschaft geforderten Bezahlung. Dabei würden zusätzlich zu den 12 Arbeitsstunden ein bis zwei Überstunden pro Tag erzwungen werden.
Beim Verlassen des Werkes würde man peinlich genauen Leibesvisitation unterzogen werden; die zumeist deutschen Abteilungsleiter seien herablassend und verletzend im Umgang mit den – in der Mehrzahl -  weiblichen Arbeitnehmern; um Vorarbeiterin oder Schichtleiterin werden zu können, müssten die Frauen sexuelle Beziehungen zu den deutschen Abteilungsleitern eingehen; fände ein deutscher Leiter Gefallen an einer Arbeiterin, müsste diese seinen Wünschen entgegenkommen – oder um ihre Stelle bangen1.

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2001: 20 Jahre TERRE DES FEMMES – 20 Jahre Widerstand gegen Frauenrechtsverletzungen

2001 Staehle Groult

„Leben heißt frei sein“ – unter dieses Motto stellt TERRE DES FEMMES (TDF) den internationalen Kongress, mit dem der 20. Geburtstag der Frauenrechtsorganisation begangen wird.

Mehr als 500 TeilnehmerInnen besuchen am 12. und 13. Oktober 2001 in Berlin die Jubiläumsveranstaltung, um den Vorträgen der Gäste – namhafte MenschenrechtlerInnen aus aller Welt – zu folgen und sich rege an den Diskussionen zu beteiligen.

Namensgebend für den Kongress ist der autobiographische Roman der französischen Autorin Benoîte Groult, die ebenfalls der Einladung von TDF nachgekommen ist.

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"Sex Sells" darf keine Marketing-Strategie mehr sein!

Anzeige der Pakistan International Airlines von 1991

Vor 30 Jahren (1991) forderte TERRE DES FEMMES (TDF) in einer Pressemitteilung auf, die Pakistan International Airline (PIA) zu boykottieren und schickte eine Beschwerde an den Deutschen Werberat. Die Fluggesellschaft hatte in mehreren deutschen Magazinen ganzseitige, farbige Hochglanz-Anzeigen geschaltet, auf denen junge Mädchen potenziellen Fluggästen entgegenlächelten. Hingebungsvoll rollt eines der Mädchen Teig aus, ein anderes serviert Speisen auf einem üppig beladenen Tablett, das nächste balanciert Teegläser. PIA würde „sehr früh damit beginnen“, seine „Stewardessen auszubilden,“ schließlich sei „fast jedes Mädchen Expertin in der Zubereitung traditioneller“ Gerichte.

TDF findet im dekorativen Gruppenbild keine angehenden Flugbegleiterinnen wieder, sondern mädchen- und frauenverachtende Klischees. Mädchen, die von klein auf eine „Existenz als Dienerin“ reduziert würden und „von früh auf daran gewöhnt, Menschen zweiter Klasse zu sein“.[i]

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Frauenrechte sind Menschenrechte

TDF-Stand beim NGO-Forum 1993 in Wien © TDF-Dokumentationsstelle

…lautete das Motto, unter dem Frauenrechtsorganisationen ihre Forderungen an die Wiener Weltmenschenrechtskonferenz stellten, die im Juni 1993 von den Vereinten Nationen abgehalten wurde.

Menschenrechte gleich Frauenrechte?

Mit der Erklärung der Menschenrechte der UN im Jahr 1948 wurden die Rechte aller Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, formell gesichert. Allerdings entsprach dieser faktische Grundsatz noch nicht der Realität, da Frauen im historischen Kontext stets aus dem Begriff der Menschenrechte ausgeschlossen waren. Die UN-Menschenrechtskonferenz sollte ein Wendepunkt für die Gleichstellung der Frau sein und die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft für Frauenrechtsverletzungen stärken. i

TDF beim NGO-Forum

Die vierköpfige Delegation von TERRE DES FEMMES (TDF) reiste schon im Vorfeld der eigentlichen Konferenz nach Wien, um am zweitägigen NGO-Forum teilzunehmen, bei dem die Leistungen der UN-Menschenrechtsprogramme evaluiert werden sollten. Die fast 2000 teilnehmenden NGOs setzten sich in fünf Arbeitsgruppen mit jeweils verschiedenen Themen zu Menschenrechten auseinanderii, um anschließend Forderungen an die Regierungen zu formulieren.

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Sicherer und legaler Schwangerschaftsabbruch für alle!

© TDF-Dokumentationsstelle

Sicherer und legaler Schwangerschaftsabbruch für alle!

Am 28. Mai 1994 wurde der siebente Internationale Tag der Frauengesundheit einem Thema gewidmet, das auch heute, 27 Jahre später, nicht an Brisanz eingebüßt hat:

„In diesem Jahr rufen wir zu Aktivitäten für eine sichere und legale Abtreibung auf, der Grundvoraussetzung für die Verhütung schwangerschaftsbedingter Sterblichkeit.“ i

TERRE DES FEMMES (TDF) hatte sich dem Aufruf desCaribbean Women’s Health Network und des Women’s Global Network for Reproducitve Rights angeschlossen und über die einjährige Kampagne im Rundbrief berichtet und den achtseitigen Flyer der Initiative aus dem Englischen übersetzt und für dessen Verbreitung geworben.
Mindestens 200.000 Frauen würden jährlich aufgrund eines illegal durchgeführten Schwangerschaftsabbruchs sterben; noch viel höher sei die Zahl derjenigen Frauen, die nach einem illegalen Eingriff an Komplikationen litten. Neben Schätzungen zu den Zahlen klandestiner Schwangerschaftsabbrüche und deren Folgen, gaben die VerfasserInnen des „Aktionsaufrufs“ Feministinnen eine Reihe möglicher Strategien zur Hand, mit denen eine Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs anvisiert werden könne.

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„Ich mische mich da ein!“

TDF-Plakat. Foto: TDF-Dokumentationsstelle

Am 14. April 1997 tagt eine symbolische Härtefallkommission gegen sexualisierte Kriegsgewalt im „Bosnienkrieg“

Über 20.000 Frauen waren im „Bosnienkrieg“, der von 1992 bis 1995 andauerte, wiederholt roher sexualisierter Gewalt ausgesetzt: Viele von ihnen wurden in „Vergewaltigungslager“ Opfer systematischer Massenvergewaltigung, wurden gefoltert, wurden in ungewollte Schwangerschaften gezwungen.1

Aus ihren Geburtsorten vertrieben, suchten viele in der Bundesrepublik Deutschland Zuflucht. Obwohl die Berichte über ihre Vergewaltigungen in allen politischen Parteien Entrüstung auslöste, mussten die „Frauen, denen es gelungen war, ihren Peinigern zu entkommen“ in Deutschland mit Abschiebung rechnen. TERRE DES FEMMES (TDF) zitiert empört in einer Presseerklärung vom 23.Februar 1993 das Urteil einer Behörde im Fall einer muslimischen Frau aus Bosnien: „… letztendlich ist ihre Vergewaltigung asylunerheblich. Ein solches Vergehen ist grundsätzlich nicht politisch motiviert.“2

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#bornequal: Ein selbstbestimmtes Leben - auch für die Frauen und Mädchen Afghanistans

2002 Shugufa Ahmad Ali uAfghanistan 1998: zwanzig Jahre im Kriegszustand. Seit der Machtergreifung der moskauorientierten Demokratischen Volkspartei Afghanistans 1978 und dem Einmarsch sowjetischer Truppen im Folgejahr kannte das Land am Hindukusch keinen Frieden mehr. Etwa zwei Millionen Menschen starben, fünf Millionen flüchteten. Für die meisten Frauen und Mädchen endete die Reise im benachbarten Pakistan. In Pakistan formierte sich auch die Bewegung der ultrakonservativen Taliban, die nach den islamistischen Mudjaheddin, die 1992 den Islamischen Staat Afghanistan ausriefen, 1996 in die Hauptstadt Kabul einmarschierten. Sie etablierten ihr rigides und bigottes Regime, unter dem vor allem die Frauen zu leiden hatten.

 

 

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„Gegen genitale Verstümmelung, meinte ich, dagegen muss etwas getan werden…“

Herta Haas (1907 - 2007) Acryl/LW/90x60 cm; Copyright: Carolin Beyer, Malerin, HamburgBildnis Herta Haas (1907 - 2007)  Acryl/LW/ 90 x 60 cm; © Carolin Beyer, Malerin, Hamburg

… sagte Herta Haas, vor 30 Jahren, als sie 1991 anlässlich des 10-jährigen TERRE DES FEMMES-Jubiläums für den Vereinsrundbrief1 über ihr Engagement befragt wurde.

Bereits 1979 war Herta Haas in einem Artikel in der „Welt“ auf „das Problem der genitalen Verstümmelung“ gestoßen. Das Thema wurde zu einer ihrer Herzensangelegenheiten und sollte sie zeit ihres Lebens beschäftigen. So wurde sie auf diesem Gebiet zur TERRE DES FEMMES-Expertin der ersten Stunde.

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Leymah Gbowee: Eine Friedenskämpferin zu Gast bei TERRE DES FEMMES

Die iranische Filmemacherin Hana Makhmalbaf, Leimah Gbowee mit ihrer Tochter Jaydyn und Filmfestleiterin Irene Jung. Foto: © TERRE DES FEMMESDie iranische Filmemacherin Hana Makhmalbaf, Leimah Gbowee mit ihrer Tochter Jaydyn und Filmfestleiterin Irene Jung. Foto: © TERRE DES FEMMESIm November 2009 wurde ihr beim Fiilmfest „FrauenWelten“ der Ehrenpreis verliehen: Der Liberianerin Leymah Gbowee, Initiatorin einer ungewöhnlichen Frauenfriedensbewegung, die Christinnen und Musliminnen in gemeinsamen Protestaktionen vereinte gegen den Diktator Charles Taylor und den seit 1989 wütenden Bürgerkrieg.

Als Taylor 1997 an die Macht kam, wurde der Krieg mit den rivalisierenden Warlords noch brutaler ausgefochten. Bis heute gilt er als einer der blutigsten Konflikte des afrikanischen Kontinents. Vor allem Kinder und Frauen hatten darunter zu leiden. Von 1989 bis 2003 wurden in Liberia nach UN-Schätzungen1 mehr als 61 Prozent der Frauen und Mädchen vergewaltigt.

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„Mein Herz gehört mir!“ – 18 Jahre Engagement gegen Zwangsverheiratungen

Plakat Kampagnenauftakt 2002 Wenn TERRE DES FEMMES (TDF) mit der diesjährigen Fahnenaktion am 25. November die neue Kampagne gegen Frühehen und Zwangsverheiratungen vor dem Brandenburger Tor einläutet, wird konsequent ein langjähriges Engagement fortgesetzt, an dessen Anfang die Benennung eines Tatbestands stand: Zwangsverheiratung ist eine Menschenrechtsverletzung, die auch in Deutschland begangen wird.

2002, als TDF – ebenfalls am 25. November, dem Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ ­ die erste Kampagne gegen Zwangsverheiratungen vorstellte, war das Thema in der deutschen Öffentlichkeit mit einem Tabu behaftet.

Gegen ihren Willen, so die herrschende Meinung, wurden Mädchen und Frauen in fernen Ländern verheiratet. Aber in Deutschland? Nein.

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Peking + 25: Rückblick auf eine Reise zur Weltfrauenkonferenz

„Achtung auf Gleis eins! Achtung! Frauen im Zug nach Peking zur Weltfrauenkonferenz!“ So wohlgemut kündete der TDF-Rundbrief bereits Ende 1994 die Fahrt mit einem Sonderzug an, den eine Gruppe französischer Frauen eigens für diese besondere Reise nach China organisiert hatte.

Am 20. August 1995 würde der Zug in Paris starten, um in Berlin, Warschau und Moskau hunderte von Frauen zusteigen zu lassen. Zehn Tage lang würden die Frauen die Gelegenheit haben, sich zu verständigen, sich kennenzulernen und sich über ihre Erwartungen an die vierte Weltfrauenkonferenz austauschen zu können. Mit dabei: sechs abenteuerlustige TDF-Frauen.

186 Staaten verabschiedeten am 15. September 1995 die Pekinger Aktionsplattform, die während der zwölf Konferenztage von fast 5000 RegierungsvertreterInnen erstritten wurde. Etwa 4000 Nichtregierungsorganisationen hatten Delegierte zur Konferenz entsandt. An keiner UN-Konferenz davor hatten je so viele AkteurInnen teilgenommen.

Dennoch stand diese Weltfrauenkonferenz (WFK) unter schlechtem Vorzeichen.

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Mädchen und Frauen, die von Ehrverbrechen bedroht sind, eine Stimme geben!

Foto: © TERRE DES FEMMES-Dokumentationsstelle; Gedenken an Suzana L.

Am 24. Mai 2007 wurde der geschäftige Terminal 1 des Stuttgarter Flughafens ein Ort des Innehaltens. TERRE DES FEMMES und das Frauenhaus Hohenlohekreis hatten zu einer Gedenkveranstaltung mit weißen Rosen für Suzana L. aufgerufen. Der geschiedene Ehemann hatte die junge Frau am 31. März 2007 am Flughafenschalter vor den Augen der Fluggäste erschossen. Sie war auf dem Weg zu ihren beiden Töchtern, die seit ihrer Scheidung im Kosovo, bei der Familie ihres Ex-Mannes lebten. Überkommene Ehrvorstellungen setzten einer von Gewalt geprägten Beziehung ein tragisches Ende.

 

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Heiratsvermittlung? Frauenhandel!

Der archivierte Flyer von 1990.
© TERRE DES FEMMES

TERRE DES FEMMES muss sich 1990 vor dem Zivilgericht wegen Verleumdung verantworten

Mit einem Flugblatt prangert TERRE DES FEMMES (TDF) Ende 1989 den Betreiber der „Tropical-Partnervermittlung“ nahe Freiburg als Frauenhändler an.

Das Flugblatt zeigt Inserate, mit denen der Geschäftsmann in der lokalen Zeitung auf sein Angebot aufmerksam macht, aber auch Fotos aus dessen Katalog: Portraits der ausschließlich brasilianischen Frauen, ergänzt um Katalognummer, Vornamen, Alter und Beruf, erleichtern dem geneigten Kunden die Auswahl.

TDF wirft dem Mann vor, ein „Geschäft mit der Armut zu machen“ und fordert dazu auf, gegen „diese menschenverachtenden Verkaufspraktiken, die Frauen aus der ‚Dritten Welt‘ zu Waren aus dem Katalog machen wollen“, zu protestieren.

Die Aktion bleibt nicht ohne Folgen: Der Inhaber der Agentur erstattet gegen TDF eine Anzeige wegen Beleidigung und Rufmord.

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Geflüchtete Frauen – für TERRE DES FEMMES Einzelschicksale, aber keine Privatsache. Von Beginn an.

Ein 14-jähriges Mädchen bekommt von ihrem 17-jährigen Onkel ein Kind. Die Familie versucht, es zu töten, um die Familienehre zu retten. Die Behörden, die davon erfahren, bringen es in ein „Heim für Deliquentinnen“, das Baby in ein Kinderheim. Einige Monate später wird das Mädchen mit einem 70-Jährigen verheiratet.

Sein Schicksal ist eines von vielen, das die Organisation Sentinelles 1981, basierend auf Zeugenaussagen, in einem Band zusammengetragen hatte: Mädchen und Frauen, die aus Sicht der Gesellschaft die Familienehre in Verruf gebracht hatten und dafür all zu oft mit ihrem Leben bezahlen mussten. Die in Lausanne ansässige Organisation hatte die Dokumentation der Fälle unter dem Titel „Princesses Mortes“ dem UN-Hochkommissar für Flüchtlinge überreicht, um ihre Forderung nach einem Flüchtlingsstatus für Mädchen und Frauen zu untermauern. Die UN erteilte ihrer Forderung eine Absage.

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25 Jahre vor #MeToo steht TERRE DES FEMMES belästigten Studentinnen bei

Skizze von Monika Gerstendörfer zum
© TDF-Dokumentationsstelle

“Die „Bettscheinaffäre“ wurde mangels hinreichenden Tatverdachts von der Fuldaer Staatsanwaltschaft juristisch zu den Akten gelegt“, heißt es im Artikel der Fuldaer Zeitung vom 18. März 1993.

Die Darstellungen der einzigen Belastungszeugin und des beschuldigten Dozenten gingen auseinander. Die Zeugin, eine Studentin, hatte diesem vorgeworfen, während eines studienbedingten Treffens zudringlich geworden zu sein, „sexuelles Entgegenkommen“ erwartet zu haben. Dieses werde sich positiv für die weitere Zusammenarbeit auswirken. Vertraulich hatten auch andere Frauen von solchen Erfahrungen mit Lehrenden an der FH Fulda berichtet, aber die Aussage vor der Staatsanwaltschaft gescheut.

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