Aktuelles zum Thema Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung

Aktion gegen Zwangsverheiratung und Frühehen zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ am 25. November in Berlin

Fahnenaktion2020Fahnenaktion 2020 vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
© Martin Funck
Am internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ setzte TERRE DES FEMMES (TDF) durch bundesweite Aktionen ein Zeichen gegen Gewaltan Mädchen und Frauen. In Berlin wurde am 25.11.2020 eine medienwirksame Aktion vor dem Brandenburger Tor zum diesjährigen Schwerpunkthema „Mein Herz gehört mir – Gegen Zwangsverheiratung und Frühehen“ durchgeführt.

Trotz der derzeitigen COVID-19-Verordnungen, war es TDF gerade in dieser Zeit ein besonderes Anliegen auf schwerwiegende Frauenrechtsverletzungen wie Zwangs- und Frühehen aufmerksam zu machen. Um 14 Uhr startete die Aktion vor dem Brandenburger Tor. Christa Stolle, die Bundesgeschäftsführerin von TDF, und Sina Tonk, die Bereichsleiterin der Referate von TDF, hielten beide eine Rede, in denen sie besonders die Situation von betroffenen Mädchen und Frauen auch in Deutschland betonten. „Von Zwangsverheiratung und Frühehen sind Mädchen auf der ganzen Welt betroffen – auch in Deutschland!“, hob Christa Stolle hervor und wies darauf hin, dass es jedoch „keine aktuellen verlässlichen Zahlen zu Zwangsverheiratung und Frühehen“ in Deutschland gibt. Sie forderte, dass „Gesetzeslücken zu Gunsten der Betroffenen geschlossen und Präventionsmaßnahmen bundesweit durchgesetzt werden“. Auch ein Statement der Parlamentarischen Staatssekretärin Caren Marks, die leider nicht persönlich aufgrund der Pandemie erscheinen konnte, wurde verlesen. Im Hintergrund wurden Schilder hochgehalten mit Lebensgeschichten von betroffenen Mädchen und Frauen. Diese wurden im Verlauf der Reden umgedreht und auf den Rückseiten erschienen positive, ermächtigende Sprüche wie „Mein Herz gehört mir!“. Danach wurden zusammen Luftballons mit Wünschen zur Überwindung von Zwangs- und Frühehen in den Himmel steigen gelassen.

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Mund auf gegen Zwangsheirat!

Der TDF-Instagram- und SnapChat-Filter #meinherzgehörtmir, um über Zwangs- und Frühehen zu informieren

Anlässlich des internationalen Tages "NEIN zu Gewalt an Frauen" am 25. November 2020 hat TERRE DES FEMMES 25.11. Zwangsverheiratung filtergemeinsam mit der Agentur Upljft GmbH einen Filter für Instagram und Snapchat, zum Thema Zwangs- und Frühehen entwickelt.

Im Rahmen der Awareness-Woche zum Thema Zwangs- und Frühehen, die auf dem TERRE DES FEMMES-Instagram-Kanal vom 20. November bis 25. November läuft, wird am 25. November ein Filter geschalten, der jungen Frauen ermöglicht ein starkes Statement auf den sozialen Netzwerken zu teilen: „Mund auf gegen Zwangsheirat!“, mit dem Hashtag #meinherzgehörtmir.

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Veranstaltung vor dem Brandenburger Tor am 25.11.20 zum Internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“

Leider ist aufgrund der Corona-Pandemie nur eine sehr eingeschränkte Teilnahme nach vorheriger Einladung und Anmeldung möglich

„Mein Herz gehört mir – Gegen Zwangsverheiratung und Frühehen“

Die diesjährige Fahnenaktion am 25.11.2020, dem internationalen Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ wird bundesweit unter dem Motto „Mein Herz gehört mir - gegen Zwangsverheiratung und Frühehen“ stattfinden. In Berlin ist unsere Veranstaltung am Brandenburger Tor am 25.11.2020 um 14.00 Uhr gleichzeitig die Auftaktveranstaltung unseres 3-jährigen Berliner Schulprojektes „Mein Herz gehört mir“, welches von Aktion Mensch gefördert wird.

logo aktion menschIm Rahmen der Veranstaltung soll eine breite Öffentlichkeit über das Thema Zwangsverheiratung und Frühehen sensibilisiert und aufgeklärt werden. Gemeinsam wollen wir auf die Menschenrechtsverletzung Zwangsverheiratung und Frühehen aufmerksam machen, die Situation von betroffenen Mädchen und Frauen in Deutschland aufzeigen und zusammen Luftballons mit Wünschen für Betroffene von Zwangs- und Frühehen steigen lassen.

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„Mein Herz gehört mir“ - Theaterprojekt für Jugendliche zur Prävention von Frühehen und Zwangsverheiratung

Das 3-jährige Theaterprojekt "Mein Herz gehört mir" hat zum Ziel, präventiv gegen Frühehen und Zwangsverheiratung von Jugendlichen in Berlin vorzugehen. Mithilfe eines extra für das Projekt konzipierten Theaterstückes sollen Jugendliche gestärkt und sensibilisiert werden sowie alternative Denk- und Handlungsmuster spielerisch erlernen und verinnerlichen können.

Zielgruppe sind insbesondere Mädchen und junge Frauen zwischen 14 und 21 Jahren, aber auch Jungen und junge Männer. Weiterhin soll das soziale Umfeld der SchülerInnen wie Lehrkräfte, SchulsozialarbeiterInnen und Eltern sensibilisiert, aufgeklärt und gestärkt werden. Mit einer Auftaktveranstaltung am Brandenburger Tor am 25.11.2020 sowie einer Social Media Kampagne unter dem Hashtag #meinherzgehörtmir soll eine breite Öffentlichkeit angesprochen und über Frühehen und Zwangsverheiratung aufgeklärt werden. Die konkrete Schularbeit beginnt ab Sommer 2021. Das Projekt wird durch die Aktion Mensch gefördert.

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Gesamtauswertung der Bundesregierung zur Evaluierung des Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen

Die wichtigsten Erkenntnisse aus Sicht von TERRE DES FEMMES (TDF)

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Drei Jahre Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen: Mehr Aufklärung und bessere Umsetzung nötig!

TERRE DES FEMMES: STOP Frühehen! Foto: © evgenyatamanenko - Fotolia.com

TERRE DES FEMMES (TDF) setzt sich seit 2014 nachdrücklich für ein Verbot von Frühehen ein. Somit war das Inkrafttreten des Gesetzes zur Bekämpfung von Kinderehen am 22. Juli 2017 ein großer Schritt im Kampf gegen diese Menschenrechts­verletzung und signalisierte die hohe Priorität des Kindeswohls in Deutschland. Durch das Gesetz wurde das Mindest-Heiratsalter ausnahmslos auf 18 Jahre festgelegt. Es gibt daher seit drei Jahren in Deutschland auch nicht mehr die Möglichkeit, durch die Zustimmung eines Gerichts im Alter von 16 oder 17 Jahren eine Ehe einzugehen. Außerdem gelten diese Regelungen auch hinsichtlich Eheschließungen von Minderjährigen im Ausland. Diese sind in Deutschland entweder unwirksam (unter 16 Jahren) oder aufhebbar (im Alter von 16 oder 17 Jahren).

Nun drei Jahre später soll von Seiten der Bundesregierung die Wirksamkeit des Gesetzes evaluiert werden. TDF stellt fest, dass es in der Anwendung des Gesetzes immer noch große Schwierigkeiten gibt wodurch vor allem die Schutzfunktion des Gesetzes in der Praxis nicht wirklich verfestigt werden konnte. Dies muss schnellstmöglich verbessert werden, nicht zuletzt da Frühehen zu den weltweit verbreitetsten negativen Bewältigungsmechanismen von Krisen und Konflikten gehören. Angesichts der Corona-Pandemie erwarten die UN im kommenden Jahrzehnt 13 Millionen zusätzliche Frühehen.

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NEU ab 1. Juli: NADIA-Zuflucht und Clearing

Zum 1. Juli 2020 eröffnet die eva Evangelische Gesellschaft im Großraum Stuttgart das neue Angebot NADIA-Zuflucht und Clearing für junge Migrantinnen, die von Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung bedroht oder betroffen sind.

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Erste Staffel des Schultheaterprojekts „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ in Baden-Württemberg erfolgreich beendet – zweite Staffel beginnt im Herbst 2020

Die SchauspielerInnen von Mensch: Theater! führen das Stück "Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?" an der Gemeinschaftsschule in Eggenstein im Februar 2020 auf. Foto: © TERRE DES FEMMES.Die SchauspielerInnen von Mensch: Theater! führen das Stück "Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?" an der Gemeinschaftsschule in Eggenstein im Februar 2020 auf. Foto: © TERRE DES FEMMES.Nach vier Monaten endete im Februar 2020 die erste Staffel des Theaterprojekts „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“, das in zehn Schulen aufgeführt wurde. Bis Ende 2020 bieten wir vorbehaltlich der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie nochmals zehn kostenlose Aufführungen an, für die sich Schulen ab sofort bewerben können. Das Projekt wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg. „Es ist wirklich großartig, dass das Ministerium zum wiederholten Male die Weiterführung dieses erfolgreichen Präventionsprojekts fördert“, so TERRE DES FEMMES-Projektleiterin Monika Michell. „Die anhaltende Nachfrage und das tolle Feedback der Lehrkräfte, der SchulsozialarbeiterInnen und auch der SchülerInnen zeigt, dass das Stück die Schülerinnen und Schüler erreicht und in ihrer Lebenswelt abholt. Spielerisch und im geschützten Rahmen setzen sie sich dabei mit Themen auseinander, über die sie sonst nicht sprechen. Gleichberechtigung, Jungfräulichkeit, Homosexualität und selbstbestimmtes Leben – all dies beschäftigt die Heranwachsenden und verunsichert sie teilweise sehr. Vor allem, wenn unterschiedliche kulturelle Werte und Normen aufeinandertreffen und unvereinbar scheinen.“

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74 Fälle von Zwangsverheiratung in der Polizeilichen Kriminalstatistik 2019

Die Zahl der polizeilich (d.h. infolge einer Anzeige) erfassten Fälle von Zwangsverheiratung in Deutschland scheint sich auf einem gleich hohen Niveau eingependelt zu haben. Nach 75 Fällen in 2017 und 2018 waren es im letzten Jahr 74 Fälle. 46 Prozent davon wurden als Versuche gezählt.

Betroffen von versuchter oder vollzogener Zwangsverheiratung waren ganz überwiegend Frauen, nämlich 72 im Alter zwischen 6 und 60 Jahren. Von den vier männlichen Betroffenen wird sogar ein Kind von unter 6 Jahren in der Liste geführt. Insgesamt sind fünf Kinder unter 14 Jahren im letzten Jahr von Zwangsheirat betroffen gewesen, zwei Jungs und drei Mädchen. Das Erschreckende: Nur ein Fall wurde dabei als Versuch gezählt, vier Eheschließungen fanden tatsächlich statt.

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Gedenken an Hatun Sürücü anlässlich des 15. Todestages am 07.02.2020

Aktivistinnen mit Gedenkschildern weiterer Opfer sog. „Ehren“-Morde. Foto: © TERRE DES FEMMES

Am Freitag, den 07. Februar 2020 jährte sich der Todestag von Hatun Sürücü, die am 07. Februar 2005 von ihrem jüngeren Bruder erschossen worden war, zum 15. Mal. In Gedenken an die junge Frau lud die Bürgermeisterin des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, zu einer Kranzniederlegung am Gedenkstein in Berlin-Tempelhof ein.

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ABSAGE: Fachtag „Zwei Jahre Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen“ am 16. März 2020 in Berlin

ABSAGE:
Der Fachtag findet aufgrund der aktuellen Situation im Hinblick auf die Ausbreitung des Corona-Virus nicht statt!!

TERRE DES FEMMES organisiert mit finanzieller Unterstützung der Lotto-Stiftung Berlin den FachtagZwei Jahre Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen“. Dieser findet am 16. März 2020 von 14.00 bis 18.30 Uhr im Roten Rathaus Berlin statt. Die Veranstaltung soll einer ersten Evaluierung des Gesetzes, einem bundesweiten Austausch von Fachkräften sowie einer Sammlung von „Best Practice“-Beispielen zur Anwendung in der Praxis dienen.

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Hinweis: „Nur eine Frau“ – TERRE DES FEMMES-Kooperationsfilm in der ARD-Mediathek

Der TERRE DES FEMMES-Kooperationsfilm „Nur eine Frau“ wurde am 29.01.2020 auf ARD ausgestrahlt und ist weiterhin in der Mediathek abrufbar.Filmplakat "Nur eine Frau"

Er beruht auf der wahren Geschichte von Hatun Sürücü, die vor 15 Jahren von ihrem jüngsten Bruder auf offener Straße erschossen wurde. Der Grund: Sie hatte sich aus den patriarchalen Strukturen ihrer Familie befreit und ein selbstbestimmtes und freies Leben für sich und ihren Sohn aufgebaut. „Nur eine Frau“ zeigt die traurige Realität von Gewalttaten gegen Frauen, die im Namen der Ehre verübt werden. Hatuns Ermordung kam ans Tageslicht, viele andere Gewalttaten und Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen (u.a. Zwangsverheiratungen) finden weiterhin im Verborgenen statt. TERRE DES FEMMES Engagement in diesem Bereich bleibt relevant und hochaktuell. Denn es gibt leider noch viel zu tun. Allein im letzten Jahr gab es 12 versuchte Fälle von "Ehren"-Mord.

TERRE DES FEMMES setzt sich dafür ein, dass Ehrverbrechen vorgebeugt und bestraft werden. In den vergangenen Jahren konnten wir durch unsere Arbeit unter anderem dazu beitragen, dass Zwangsheiraten zum eigenen Straftatbestand erklärt (2011) und dass Eheschließungen unter 18 Jahren in Deutschland verboten werden (2017).

Erinnerung an Hatun Aynur Sürücü: Auch 2019 gab es 12 „Ehren“- Mordfälle in Deutschland

Gedenkstein für Hatun SürücüGedenkstein für Hatun Sürücü. Foto: © TERRE DES FEMMESAm Freitag, den 07.02.2020 jährt sich der Todestag von Hatun Sürücü zum 15. Mal. Ihr Streben nach einem selbstbestimmten, freien Leben abseits der patriarchalen Strukturen ihrer Familie endete für sie am 07. Februar 2005 mit dem Tod. Die Deutsch-Türkin wurde mit nur 23 Jahren von ihrem jüngeren Bruder erschossen, der die vermeintliche Familienehre wiederherstellen wollte.

Gemeinsam mit dem Berliner Arbeitskreis gegen Zwangsverheiratung gedenkt TERRE DES FEMMES der jungen Frau und aller weiteren Opfer eines „Ehren“-Mordes an diesem Tag mit einer Kranzniederlegung an ihrem Gedenkstein in der Oberlandstraße in Berlin um 14 Uhr und einer Gedenkveranstaltung im Rathaus Schöneberg um 18 Uhr.

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Neue Förderung für TERRE DES FEMMES- Schultheaterprojekt „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ in Baden-Württemberg

Merjem Basar, Tobias Gerstner und Canan Kir vor den SchülerInnen der Philipp-Matthäus-Hahn Schule in Balingen. Foto: © TERRE DES FEMMES Merjem Basar, Tobias Gerstner und Canan Kir vor den SchülerInnen der Philipp-Matthäus-Hahn Schule in Balingen. Foto: © TERRE DES FEMMESBis Ende 2020 können sich Schulen in Baden-Württemberg wieder für eine Aufführung des kostenfreien interaktiven Theaterprojekts bewerben!

„Ich habe gedacht, dass es niemanden interessiert wie Männer mit Frauen umgehen. Aber zu sehen, wie wichtig es anderen ist, ist voll toll.“ So reagierte eine 15-jährige Schülerin auf die Aufführung des Theaterstücks „Mein Leben. Meine Liebe. Meine Ehre?“ in ihrer Schule. TERRE DES FEMMES realisiert das Theaterprojekt zusammen mit der mobilen Theaterbühne „Mensch: Theater!“ und der Beratungsstelle YASEMIN aus Stuttgart. Durch eine Förderung des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg können bis Ende 2020 erneut 20 kostenfreie Aufführungen in Schulen stattfinden. Bereits 2014 und 2015 wurde das Theaterstück an 30 Schulen in Baden-Württemberg mit großem Erfolg gezeigt. Ende November startete das Projektteam mit der ersten Aufführung in der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Balingen.

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In Memoriam Arzu Özmen: TERRE DES FEMMES erinnert am achten Todestag der 2011 bei einem "Ehren"-Mord Getöteten

Mahnwache anlässlich des Gerichtsverfahrens 2012. © TERRE DES FEMMES Mahnwache anlässlich des Gerichtsverfahrens 2012. © TERRE DES FEMMES Emily Ostermann hätte in diesem Jahr ihren 26. Geburtstag gefeiert. Doch Arzu Özmen musste mit 18 Jahren sterben, weil sie einen Freund hatte, der nicht wie sie aus dem jesidischen Kulturkreis kam und damit ein "Nichtgläubiger" war.

Emily Ostermann, das war der Namen den sich Arzu für ihr neues Leben, frei von Angst vor und Unterdrückung durch ihre Familie, ausgesucht hatte. Doch dann kam alles anders. Bei ihrer Arbeit lernte sie einen 23-jährigen, russlanddeutschen Mann kennen und verliebte sich in ihn. Ihre Familie drängte sie dazu, die Verbindung zu beenden, was Arzu aber nicht tat. Fortan musste Arzu unter Misshandlungen und Bedrohungen ihrer Familie leiden. Schließlich floh sie ins Frauenhaus und beantragte eine neue Identität. 

Eines Abend verließ sie das Frauenhaus, um ihren Freund zu besuchen. An einer Tankstelle wurden sie von einem ihrer Brüder erkannt, der die beiden zur Wohnung des Freundes verfolgte. Er beriet sich mit der Familie, welche beschloss, dass die fünf Geschwister Arzu aus der Wohnung entführen sollten. Nach der gewaltsamen Verschleppung verständigte Arzus Freund sogleich die Polizei, doch die junge Frau war nicht mehr auffindbar.

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