Hilfsaktionen für unsere Partnerorganisation AIM in Sierra Leone im Kampf gegen Ebola

Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Ärztliche Mission in Tübingen (DIFÄM) konnten wir eine Lieferung mit Schutzkleidung, Schutzhandschuhen, Mundschutzen, Desinfektionsmittel u.a.m. nach Sierra Leone auf den Weg bringen.

Rugiato Turay, Leiterin von Amazonian Initiative Movement (AIM) nimmt die Hilfslieferung bei der Christian Health Organization in Empfang. Foto: © CHASL, Freetown.Rugiato Turay, Leiterin von Amazonian Initiative Movement (AIM) nimmt die Hilfslieferung bei der Christian Health Organization in Empfang.
Foto: © CHASL, Freetown.
Rugiatu Turay, die Leiterin unserer Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) hat die Pakete am Mittwoch, den 22. Oktober 2014 bei der Christian Health Organization in Empfang genommen.

AIM hat den Transport nach Lunsar übernommen, wo sie ihren Sitz haben, um dort ein Krankenhaus mit den dringend benötigten Materialien zu versorgen.

Am 30. Oktober 2014 war es soweit und Rugiatu Turay, Direktorin von AIM, hat die Hilfslieferung an das St. John of God - Mabesseneh Hospital in Lunsar übergeben. In einem Zeitungsartikel der Sierra Express Media wurde darüber berichte.

Unser großer Dank – auch im Namen der Aktiven von AIM – geht an unsere Spenderinnen und Spender, die diese Aktion erst möglich gemacht haben!

 

Zuvor haben uns erschütternde Meldungen von Rugiatu Turay, der Gründerin und Leiterin unserer Partnerorganisation in Sierra Leone Amazonian Initiative Movement (AIM), erreicht. Die Organisation ist hauptsächlich aktiv gegen weibliche Genitalverstümmelung, engagiert sich jetzt aber auch stark im Kampf gegen die Ebola-Epidemie.

In rasantem Tempo haben sich die Infizierten und Todesfälle erhöht, die medizinische Infrastruktur ist – mangels Ausstattung - nicht in der Lage auf diese Epidemie in angemessener Weise zu reagieren. Die Weltgesundheitsorganisation berichtet von 9.000 Fällen in Sierra Leone (Stand Dezember 2014). Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weit höher, entlegene Regionen und fehlende Aufklärung der Bevölkerung erschweren den Kampf gegen Ebola.

Die schlechten Nachrichten reißen seitdem nicht ab. Rugiatu Turay schreibt uns: „Es gibt viele Familien, die Ihre Ernährer verloren haben. Es sind ihre Kinder, die dahinsiechen. Wir benötigen dringend Unterstützung für sie, dies ist eine absolute Notsituation.“

Zu unserem großen Bedauern haben wir noch vor der Ankunft unserer Hilfslieferung mit großer Anteilnahme vom Tod eines Team-Kollegen von AIM erfahren, der einer Ebola-Infizierung erlegen ist. Wir sind weiterhin in ständigem Kontakt mit Rugiatu Turay, die gemeinsam mit anderen Freiwilligen unermüdlich im Einsatz ist. Neben der Verbesserung des Schutzes vor einer Infizierung des Ebola-Virus durch entsprechende Schutzkleidung, sind Sensibilisierungsmaßnahmen mit der Bevölkerung dringend notwendig. Trotz vieler aktueller Aufklärungsbemühungen sind Angst und Verwirrung in der Bevölkerung hinsichtlich des Umgangs mit dem Eobola-Virus noch immer schwierig, besonders in den abgelegenen Gebieten des Port Loko Districts. Darum haben wir mit AIM weitere Hilfsmaßnahmen eingeleitet.

Durch die Aufklärungsarbeit von AIM im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung gibt es viele Beschneiderinnen („soweis“), die ihr Handwerk niedergelegt haben. Sie sind gemeinsam mit AIM aktive Mitstreiterinnen im Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung und werden nun durch Schulungsmaßnahmen zu Multiplikatorinnen im Kampf gegen Ebola ausgebildet. Als (ehemalige) Beschneiderinnen sind sie in ihrer Dorfgemeinschaft als Respektspersonen für die Betreuung von Kranken und dem Waschen von Toten, als Heilerinnen und Geburtshelferinnen anerkannt. Damit setzen sie sich zum einen täglich der Ansteckungsgefahr mit dem Ebola-Virus aus. Deshalb ist es besonders wichtig, die „soweis“ für den Schutz vor Ebola zu schulen. Zum anderen genießen sie in ihren Dorfgemeinschaften hohes Ansehen und können so als Multiplikatorinnen bei der Ebola-Aufklärung wirken.

Am 23.12.2014 fand bereits der erste Workshop mit 100 (ehemaligen) Beschneiderinnen im Koya Chiefdom, Port Loko District statt.

(Ehemalige) Beschneiderinnen - Soweis - im Koya Chiefdom werden zu Multiplikatorinnen im Kampf gegen Ebola ausgebildet (vorne links Rugiatu Turay, Direktorin von AIM). Foto: © AIM.(Ehemalige) Beschneiderinnen - Soweis - im Koya Chiefdom werden zu Multiplikatorinnen im Kampf gegen Ebola ausgebildet (vorne links Rugiatu Turay, Direktorin von AIM).
Foto: © AIM.

Bitte helfen Sie, damit wir die Aufklärungsarbeit von AIM noch auf weitere „Chiefdoms“ ausweiten können.

Bitte unterstützen Sie unsere weiteren Hilfsaktionen durch eine Spende an AIM.

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