10.12.2009: Aufruf zu einer Grundlohn-Kampagne in Asien der CCC

Am internationalen Tag der Menschrechte rief die Kampagne für Saubere Kleidung dazu auf, die asiatische Grundlohn-Kampagne mit einer Unterschrift zu unterstützen.

Ziel ist ein Existenz sichernder Lohn für die Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie in Asien!

Werden Sie aktiv, unterschreiben Sie den vorgefertigten Brief an 14 Unternehmen auf der Homepage der Kampagne für Saubere Kleidung.

Hintergrundinformationen:
Hungerlöhne, die es den ArbeiterInnen nicht erlauben, ein Leben in Würde zu führen, verstoßen gegen die allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Artikel 23, 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte lautet:  "Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen."

Für Millionen von Beschäftigten in Asien gilt dieses Menschenrecht nicht. ArbeiterInnen in der Bekleidungsindustrie bekommen trotz schwerer Arbeit einen Lohn, von dem sie und ihre Familien nicht leben können. In einigen Ländern erfüllen die gesetzlichen Mindestlöhne nicht einmal die international festgelegte Definition für Armutsgrenzen. In Bangladesch liegt der monatliche Mindestlohn einer Helferin von 1662 Taka (16,60 Euro) unter der absoluten Armutsgrenze von einem US-Dollar am Tag. In Indien, Sri Lanka, Vietnam, Pakistan und Kambodscha entspricht der Mindestlohn der von der UN vorgegebenen Armutsgrenze von zwei US-Dollar am Tag oder liegt darunter. Ein breites Bündnis von Arbeitsrechtsorganisationen aus Asien unterstützt durch Partnerorganisationen und Gewerkschaften weltweit wollen diesen Missstand beenden und fordern Unternehmen auf, menschenwürdige Löhne zu zahlen. Sie haben einen auf verschiedene Länder übertragbaren "Orientierungswert" für einen Existenz sichernden Lohn berechnet, den Asiatischen Grundlohn. Die Kampagne für Saubere Kleidung ruft Unternehmen von Adidas bis Vaude, von  Aldi bis WalMart dazu auf, die Ausbeutung zum Schnäppchenpreis zu beenden.

Werden Sie jetzt aktiv und unterstützen Sie die Kampagne mit einer Protestmail! Denn die ArbeiterInnen in der Bekleidungs- und Sportartikelindustrie bekommen trotz schwerer Arbeit einen Lohn, von dem sie nicht leben können. Die Handelshäuser und Marken, wie Puma und Jack Wolfskin, wie Lidl, Aldi und KiK, die in verschiedenen Ländern Asiens ihre Waren beschaffen, sind aufgefordert, den ArbeiterInnen einen Lohn zu zahlen, der für ein Leben in Würde reicht.

Machen Sie mit und setzten Sie ein Zeichen für Menschenrechte weltweit!