Frauenhandel

Unser Engagement zu Frauenhandel und Prostitution

Das Thema Frauenhandel gehört seit den Anfangsjahren zu den Schwerpunkten der Arbeit von TERRE DES FEMMES. Seit vielen Jahren setzen wir uns für die Rechte und den Schutz der Betroffenen von Frauenhandel ein. Die ehrenamtliche Arbeitsgruppe arbeitet schon seit vielen Jahren zu den Themen Frauenhandel und Prostitution. 2016 konnte auch das Referat Frauenhandel um den Themenbereich Prostitution erweitert werden und das Referat arbeitet nun gleichwertig zu beiden Themen.

Frauenhandel ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, die lange Zeit auf gesellschaftlicher und politischer Ebene nur unzureichend Berücksichtigung fand. Nach wie vor liegt in Deutschland im Kampf gegen Menschenhandel die strafrechtliche Verfolgung der TäterInnen im Vordergrund während die Rechte und der Schutz der Betroffenen häufig unberücksichtigt bleiben. TERRE DES FEMMES versucht durch Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit das Thema Frauenhandel sowie die Rechte und den Schutz der Opfer stärker in das politische Blickfeld zu rücken und hierfür gleichzeitig ein öffentliches Bewusstsein zu schaffen.

Prostitution ist eine der am längsten tradierten Formen sexueller Ausbeutung von Frauen im Patriarchat. Die meisten Prostituierten sind weiblich. Prostitution ist damit Ausdruck eines grundlegenden Machtungleichgewichts zwischen den Geschlechtern. TERRE DES FEMMES setzt sich für eine Welt ohne Prostitution ein. Daher fordert TERRE DES FEMMES die Einführung des Sexkaufverbots mit flankierend Ausstiegsprogrammen und Unterstützungsangeboten für Prostituierte.

Die Straßentheateraktion

Mitte Oktober 2012 findet ein Theaterworkshop mit den SchaupielerInnen und dem Theaterpädagogen Harald Hahn statt, bei dem das Stück entwickelt wird. Erfahren Sie mehr über die SchauspielerInnen und den Theaterpädagogen:

Harald Hahn, Theaterpädagoge

Harald HahnHarald Hahn, geb. 1966 in Aalen, ist Diplompädagoge, Radio- und Theatermacher sowie Lehrbeauftragter an mehreren Universitäten und Fachhochschulen. Im Rahmen seiner Theatertätigkeit ist er vor allem in den Bereichen „Theater der Unterdrückten“ und „Politisches Aktionstheater“ aktiv.  Seit 2000 wohnt er in Berlin und ist künstlerischer Leiter des Kieztheaters Kreuzberg und des Legislativen Theaters Berlin. Im Rahmen der Kampagne übernimmt er die theaterpädagogische Entwicklung des Straßentheaters.

 

 

 


 

Mareike Wenzel, Schauspielerin

Mareike Wenzel

Mareike Wenzel, geb. 1978 ist Schauspielerin und absolvierte ihre Ausbildung an der Birmingham School of Actingin Großbritannien. Es folgten Arbeiten mit verschiedenen RegisseurenInnen in Theater, Performance und Film. Seit 2007 spielt sie für die Performance Gruppe SIGNA, unter anderem beim Berliner Theater Treffen, am Schauspiel Köln, Central Theater Leipzig, bei den Salzburger Festspielen. Des Weiteren leitet Mareike den "Salon Tbilisi Berlin", ein literarisches Performance Projekt mit Autorinnen aus Berlin und Tbilisi (Georgien).

 

 

 

 

 

 
 

Michael Behrendt, Schauspieler

Michael Behrendt

Michael Behrendt, geb. 1975 ist Schauspieler und Synchronsprecher. Seine Ausbildung absolvierte er an der Arturo Schauspielschule Köln. Dies ist die größte private Schauspielschule im deutschsprachigen Raum. Danach wurde er in die ZAV Köln aufgenommen.

 

 

 

 

 

 

 

Jenny Steenken, Schauspielerin

Jenny Steenken

Jenny Steenken, geb. 1979 ist Schauspielerin und hat weitere Erfahrungen in Kameraworkshops und im Mikrophonsprechen gesammelt. Im Jahr 2007 legte sie an der Theaterakademie Köln ihre staatlich anerkannte Bühnenreifeprüfung ab. Heute lebt die Schauspielerin in Köln.

 

 

 

 

 

 

  

Die drei SchauspielerInnen haben bereits Erfahrung mit dem Thema Frauenhandel. 2011 führten sie innerhalb der Performancegruppe SIGNA das Stück „Das ehemalige Haus“ bei den Salzburger Festspielen auf.

Finden Sie heraus, ob das Straßentheater auch in Ihrer Stadt oder Umgebung aufgeführt wird:

Forderungen zum Thema Frauenhandel und Prostitution

TERRE DES FEMMES fordert zum Thema Frauenhandel

  • eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis für Betroffene von Frauenhandel unabhängig von ihrer Aussage in einem Gerichtsverfahren
  • eine kostenlose psychologische Betreuung und angemessene medizinische Versorgung für alle Betroffenen von Frauenhandel in Deutschland
  • die bundesweit flächendeckende Einrichtung muttersprachlicher Beratungsstellen und Zufluchtsstätten mit Fachpersonal und deren stabile Finanzierung
  • das Recht auf eine kostenlose, psychosoziale Prozessbegleitung für alle Betroffenen von Frauenhandel
  • die Einrichtung eines bundesweiten Opferschutzfonds für Entschädigungsleistungen an Betroffene von Frauenhandel
  • den Schutz von Betroffenen von Frauenhandel aus "sicheren Herkunftsstaaten" in den verkürzten Asylverfahren
  • die Fortbildung und Sensibilisierung von PolizeibeamtInnen und BAMF-EntscheiderInnen zur Identifizierung und zum Schutz von Betroffenen von Frauenhandel

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TERRE DES FEMMES fordert zum Thema Prostitution

  • die Einführung des Sexkaufverbots und Fokus auf die Ursachenbekämpfung der Prostitution
  • eine europaweit einheitliche Regelung: Deutschland soll es Schweden, Norwegen, Island und Frankreich gleich tun und das Sexkaufverbot einführen
  • das Verbot der Profitnahme durch Dritte, bis dahin aber eine strengere Überprüfung von Prostitutionsstätten, sowie klare Mindeststandards für Arbeitsbedingungen und Sicherheit der Prostituierten
  • eine Studie mit statistisch fundierten Zahlen zur Prostitution in Deutschland
  • den flächendeckenden Ausbau und die stabile Finanzierung von niederschwelligen Beratungsangeboten, Gesundheitsversorgung, und Ausstiegsberatung
  • den Frauen in der Prostitution einen Ausstieg durch alternative Verdienstmöglichkeiten zu eröffnen

Schauen Sie sich auch unser detailliertes Positionspapier zum Thema Prostitution (PDF-Datei) an.

 

Spielplan der freien Theaterstücke im Rahmen der Kampagne „Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution, jetzt!“

Datum Stadt Uhrzeit
18.10.2012 Berlin, Brandenburger Tor 11.00 – 12.00 Uhr
19.10.2012 Hamburg, Ida-Ehre-Platz 15.00 – 17.00 Uhr
20.10.2012 Oldenburg, Julius-Mosen-Platz 15.00 – 17.00 Uhr
21.10.2012 Göttingen, Altes Rathaus 15.00 – 17.00 Uhr
22.10.2012 Kassel, Opernplatz 15.00 – 17.00 Uhr
23.10.2012 Marburg, Marktplatz 15.00 – 17.00 Uhr
25.10.2012 Frankfurt, Goetheplatz 15.00 – 17.00 Uhr
26.10.2012 Stuttgart, Schlossplatz 15.00 – 17.00 Uhr
27.10.2012 Tübingen, Holzmarkt 15.00 – 17.00 Uhr
28.10.2012 Augsburg, Rathausplatz 15.00 – 17.00 Uhr
29.10.2012 München, vorm Richard Strauss Brunnen 15.30 – 17.00 Uhr
30.10.2012 Leipzig, vor der Nikolaikirche 15.00 – 17.00 Uhr
Zusätzliche Termine:
25.11.2012 Berlin, Brandenburger Tor 11.00– 12.00 Uhr

    

Aktivitäten

Durch Öffentlichkeitsarbeit sensibilisiert TERRE DES FEMMES die Gesellschaft für die Themen Frauenhandel und Prostitution. Durch Lobby- und Advocacy-Arbeit setzt sich TERRE DES FEMMES für Betroffene von Frauenhandel und Prostituierte ein. Durch Vernetzung mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren auf Bundes- und Europaebene ergibt sich ein Multiplikatoren-Effekt unserer Arbeit.

Ehrenamtliche Arbeitsgruppe bei TDF "Frauenhandel und Prostitution"

 

Teilnehmerinnen der AG Frauenhandel beim AG-Treffen 2020. Foto: © TERRE DES FEMMESTeilnehmerinnen der AG Frauenhandel beim AG-Treffen 2020. Foto: © TERRE DES FEMMES

Die Arbeitsgruppe besteht aus TDF Mitfrauen, die sich zweimal im Jahr inhaltlich austauschen und gemeinsam am Thema arbeiten. Die AG-Frauen informieren in ihren Städten und in lokalen Netzwerken und Bündnissen über Frauenhandel und führen dort Aktionen durch.

Wenn Sie Interesse an der Mitarbeit haben, wenden Sie sich bitte per E-Mail an Hedwig von Knorre, hedwigvk@yahoo.de

 

 

KOK – Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.

Logo KOKTERRE DES FEMMES ist ein langjähriges Mitglied des Bundesweiten Koordinierungskreises gegen Menschenhandel (KOK). Der KOK e.V. ist ein Zusammenschluss von Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel, Frauenorganisationen sowie weiteren Organisationen, die zu den Themen Menschenhandel, Ausbeutung und Gewalt an Migrantinnen arbeiten.

Der KOK engagiert sich auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die Bekämpfung von Menschenhandel und Ausbeutung sowie für die Durchsetzung der Rechte Betroffener und setzt sich für die Verwirklichung der Menschenrechte von Migrantinnen ein.

Hauptaufgabe des KOKs ist es, die politischen und gesellschaftlichen Interessen seiner Mitgliedsorganisationen auf bundespolitischer Ebene und in der Öffentlichkeit zu vertreten. Der KOK ist die Schnittstelle zwischen der Praxisebene der Fachberatungsstellen und der Ebene der Politik und Öffentlichkeit.

 

EU-Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel

Treffen der Plattform-Teilnehmer_innen am 07.12.2016 in Brüssel.  Foto: © Dr. A. Tivig / TERRE DES FEMMESTreffen der Plattform-Teilnehmer_innen am 07.12.2016 in Brüssel. Foto: © Dr. A. Tivig / TERRE DES FEMMESSeit 2016 ist TERRE DES FEMMES Mitglied der EU-Zivilgesellschaftsplattform gegen Menschenhandel. Die Plattform ist ein von der EU-Kommission organisiertes Forum für europäische Nichtregierungsorganisationen, die im Bereich Menschenhandel im Opferschutz und der Prävention aktiv sind. Die halbjährigen Treffen der Teilnehmer der Plattform bieten den Zivilgesellschaftsorganisationen die Möglichkeit, ihre praktischen Erfahrungen vor Ort in die neue Strategie 2016+ der EU-Kommission im Bereich Menschenhandel einzubringen. Ein wichtiger Teil der Plattform ist jedoch auch der Erfahrungsaustausch unter den Organisationen, der es ihnen ermöglicht, voneinander zu lernen, Kooperationen aufzubauen und gemeinsame Probleme anzugehen.

 

 

 

#RotlichtAus Kampagne gegen Prostitution

Logo RotlichtAusTERRE DES FEMMES unterstützt die Gemeinschaftskampagne #RotlichtAus, die sich für ein deutschlandweites Sexkaufverbot einsetzt. Die von Sisters e.V. und dem Landesfrauenrat Baden-Württemberg initiierte Dachkampagne soll durch ein Angebot von einheitlichen Werbemitteln und Tipps für deren Einsatz zukünftig jeder Initiative gegen Prostitution dabei helfen, ihre Ressourcen effizient einzusetzen. Die provokativen Kampagnenmotive sollen zum Nachdenken anregen, um das Ziel eines Sexkaufverbots zu erreichen. Die Kampagne richtet sich insbesondere an die Entscheidungsträger auf politischer Ebene. TERRE DES FEMMES zählt zu den UnterstützerInnen der Kampagne.

 

Netzwerk Stop Sexkauf

Logo Stop SexkaufTERRE DES FEMMES ist Teil des Stop Sexkauf Netzwerks zur Beendigung der Prostitution in Deutschland durch das Sexkaufverbot. Zum Thema aktive Frauen von verschiedenen Organisationen haben sich zu diesem Netzwerk zusammengeschlossen, um gemeinsam an dem Ziel der Beendigung von Sexkauf zu arbeiten, Strategien zu entwickeln, Veranstaltungen durchzuführen, Aktionen zu planen, Öffentlichkeit herzustellen, Aufklärungsarbeit über Prostitution zu betreiben und vieles mehr.

 

 

 

Brussels’ Call „Together for a Europe free from Prostitution“

Bruessels' call Logo TERRE DES FEMMES unterstützt den Brussels` Call – Together for a Europe free from Prostitution (brusselscall.eu). Der Brussels` Call ist ein Zusammenschluss von abolitionistischen Organisationen aus ganz Europa, die sich dafür einsetzen, dass die vom Europäischen Parlament 2014 beschlossene europaweite Einführung des Sexkaufverbots passiert.

Für die Brussels` Call Bewegung ist Prostitution eine Form von Gewalt an Frauen und eine Verletzung der Menschenwürde. Erfolge der letzten Jahre sind die Einführung des nordischen Modells in Nordirland (2015), Frankreich (2016) und in Irland (2017).

Im Oktober 2019 wurde eine große Konferenz in Brüssel organisiert, um das neue Europäische Parlament aufzufordern gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen aktiv zu werden.

 

 

 

 

Chronik unser Aktivitäten zum Thema Frauenhandel und Prostitution