Chronik unserer Arbeit und Erfolge

Ereignisse aus dem Jahr 2018

Im Rahmen der universitären Projekt Veranstaltung „Wissenschaftliche Aspekt praxisorientierter Unterrichtsplanung“ zu dem Thema Beschneidung und Genitalverstümmelung an der Leuphana Universität in Lüneburg am 15. Januar, hielt Mitfrau Heidemarie Grobe einen Vortrag der sich mit dem historischen Hintergrund der Beschneidung,  dem Verfahren der Genitalverstümmelung von Frauen und den psychischen und gesundheitlichen Folgen der Betroffenen auseinandersetzte und in dem sie zusätzlich die Leitideen von TDF vorstellte.

Am 11. Januar fand ein Austauschtreffen mit Vertretern von Projekt 100% Mensch, MOGiS e.V., Intersexuelle Menschen e.V. und TDF in Berlin statt. Besprochen wurden erste Ideen für eine gemeinsame Kampagne  (Arbeitstitel: Der blinde Fleck) gegen Genitalverstümmelung aller Art. Im Vordergrund der Kampagne soll der Schutz der betroffenen Kinder stehen. Besprochen wurden Fragen wie Start und Laufzeit der Kampagne, reichweite der Kampagne und welcher Akteur was einbringen kann (Finanzierung, Arbeitskraft, Kontakte etc).

Am 14. Januar endete das EU-weite CHANGE Plus Projekt, das TERRE DES FEMMES von 2016-2018 koordiniert und gemeinsam mit sieben europäischen und zwei westafrikanischen Partnerorganisationen umgesetzt hat. Insgesamt wurden 48 CHANGE Agents und 10 CHANGE Champions ausgebildet, 215 behaviour change activities implementiert und mehr als 2.000 MigrantInnen aus praktizierenden Communities erreicht. Darüber hinaus nahmen die CHANGE Champions an 20 Lobby- und Advocacyveranstaltungen teil und brachten sich auch auf politischer Ebene in den Dialog zu FGM ein. Der Aufklärungsfilm „Amina“ wurde im Rahmen des Projektes entwickelt und produziert. Charlotte Weil hat das Projekt für TDF koordiniert und Dr. Idah Nabateregga als Community Managerin im Projekt gearbeitet.

Am 18. Januar organisierte die Stiftung Hilfe mit Plan eine Informationsveranstaltung mit Fachvortrag zum Thema FGM. Das CHANGE Plus Projekt und seine Erfolge wurden vorgestellt und Dr. Dan mon O’Dey hielt einen Vortrag zu Rekonstruktionsmöglichkeiten der Klitoris. TDF wurde von Mitfrau Heidemarie Grobe vertreten.

Am 11. Februar fand im Rahmen des Internationalen Tag „NULL Toleranz zu weiblicher Genitalverstümmelung“ im kommunalen Kunst- und Kulturzentrum K9 in Konstanz eine Filmvorführung statt. Gezeigt wurde „Moolaadè“, ein Film der von vier Mädchen handelt, die sich weigern sich beschneiden zu lassen. Anwesend war auch der Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Konstanz, Moustapha Diop, der genau wie der Regisseur des Films aus Senegal stammt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Mitfrau Erika Korn.

Am 06. Februar – Dem Internationalen Tag „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ – fand auch in diesem Jahr wieder eine bundesweite Büchertischaktion statt. Teilgenommen haben Büchereien in dem sie einen Tisch oder Schaufenster zur Verfügung stellten um Bücher und Infomaterialien rund um das Thema FGM auszustellen.

Am 23. Februar hat TDF ein neues Positionspapier veröffentlicht. Thema ist „Jungenbeschneidung“  (auch MGM – Male Genital Mutilation). Darin positioniert TDF sich ganz klar gegen die Beschneidung von Jungen und fordert die Abschaffung jeder Form dieser Praktik weltweit. Es gilt eine Null-Toleranz-Haltung beim FGM und MGM gleichermaßen, denn auch in der männlichen Beschneidung sehen wir eine Verletzung der Menschen- und Kinderrechte.

Der Deutsche Frauenring e.V. lud am 28. Februar zum Frühjahrsempfang in ihre Bundesgeschäftstelle in Berlin. Diesen Anlass nutzte der Verein um die von ihnen erarbeitete Ausstellung zum Thema FGM vorzustellen. Darin werden Gründe, Umfang sowie medizinische und psychische Folgen der Praktik anhand von 21 Tafeln mit Wort und Bild aufgezeigt. Maja Wegener hat TDF vor Ort vertreten.

Am 06. März gab es einen Austauschtermin mit MitarbeiterInnen von MdB Gyde Jensen (FDP). Gyde Jensen ist nicht nur die jüngste MdB, sondern auch Vorsitzende im Ausschuss für internationale Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Grund des Treffens war die Aufklärung über das Thema FGM und welche Aspekte International relevant sind. Mit dieser Grundlage soll dann die Entscheidung getroffen werden, ob das FGM mit in die politische Agenda der Abgeordneten aufgenommen werden soll.

Am 07. März fand der 43. Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in Düsseldorf statt. Unsere Mitfrau Monika Weiß-Imroll vertrat TDF bei der Veranstaltung. Der erste Schwerpunkt des Tages ist die Vorstellung der Ziele, Aktivitäten und Hintergründe des inzwischen 6. „Welttags der genitalen Selbstbestimmung“. Die TeilnehmerInnen werden eingeladen der Forderung nach genitaler Selbstbestimmung für alle Kinder (Mädchen, Jungen, intersexuell geborene Kinder) zu unterstützen. Der zweite Schwerpunkt war „Probleme für geflüchtete Frauen bei Schwangerschaft und Geburt“.  Dazu wurde erörtert wie erreicht werden kann, dass keine kritischen Situationen rund um Schwangerschaft und Geburt entstehen. Dazu gehört u.a. eine Kommunikation, bei der kulturelle und sprachliche Missverständnisse vermieden werden. Dazu gehört auch das notwendige Wissen zum Thema FGM um gefährliche Situationen zu vermeiden.

Am 09. März fand in Düsseldorf das INTEGRA Netzwerktreffen statt. INTEGRA ist das deutschlandweite Netzwerk zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung und ein Zusammenschluss aller Organisationen die sich national mit dem Thema FGM beschäftigen. Es wurde über aktuelle Projektanträge beim BMFSFJ informiert und neue Projekte vorgestellt (z. B. das Projekt „Aktiv gegen weibliche Genitalverstümmelung in Flüchtlingseinrichtungen“ von Plan International Deutschland). Des Weiteren wurde über eine einheitliche INTEGRA Formulierung bei FGM/C gesprochen.

Am 09. und 10. März fand das Forum Hebammenarbeit statt. Diesmal erstmalig in Leipzig. TDF-Mitfrau Hedwig von Knorre hat das Referat FGM mit einem Informationsstand vertreten. Es nahmen 741 TeilnehmerInnen und 63 AusstellerInnen teil und so konnte Hedwig viel Informationsmaterial, an dem gut frequentierten Stand, ausgeben.

Am 14. März fand ein Fachgespräch mit der Landesarbeitsgemeinschaft Gesundheit und Soziales vom Bündnis 90 / Die Grünen statt. Von 18:30 – 21:00 Uhr wurde im Abgeordnetenhaus von Berlin ein Fachgespräch mit Fragen zu weiblicher Genitalverstümmelung durchgeführt. TDF wurde durch Abteilungsleiterin Themen, Projekte, Beratung Maja Wegener vertreten. Besprochen wurden hier besonders die Beratungsangebote und medizinische Versorgung von Betroffenen in Berlin.

Am 15. März gab Referentin Dr. Idah Nabateregga eine Fortbildung in Göttingen die sich an Berufsgruppen und Ehrenamtliche richtete, die potenziell mit gefährdeten oder betroffenen Mädchen und Frauen in Kontakt stehen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gleichstellungsstelle und Integrationsbüro des Landkreises Göttingen.

Am 19. März gab Referentin Dr. Idah Nabateregga eine Fortbildung zum Thema „Weiblicher Genitalverstümmelung begegnen: Präventionsmaßnahmen und Unterstützung von Betroffenen und Gefährdeten – Handlungsstrategien“ in Bremen. Diese wendete speziell an Hebammen. Sie spielen im Kampf gegen FGM eine wichtige Rolle, da sie oftmals eine vertrauensvolle Beziehung zu den Familien aufbauen und sie bis zu zweieinhalb Jahren begleiten. Organisiert wurde die Fortbildung von ProKind Bremen.

Am 20. März TDF gemeinsam mit MOGiS e.V. und Projekt 100% Mensch einen offenen Brief an das isländische Parlament geschickt. Grund dafür ist die geplante Gesetzesänderung in Island. Der Schutz von Mädchen vor allen Formen von Genitalverstümmelung soll auf Kinder jeglichen Geschlechts ausgeweitet werden. TDF begrüßt diesen Vorschlag und unterstützt gerne die Rechte der Kinder auf körperliche Selbstbestimmung.

Am 10. April fand das erste Treffen mit dem Team CHANGE statt. Fatou Diatta empfang dazu alle in ihrer Wohnung und kochte senegalesisches Essen. Es wurden die nächsten Schritte des Team CHANGE besprochen, unteranderem die mediale Präsenz und zukünftige Projekte. Außerdem verabschiedete sich Referentin Dr. Idah Nabateregga vom Team in ihren Mutterschutz und Charlotte Weil übernahm die Leitung.

Am 01. Mai war TDF auf dem alljährlichen Myfest  in Berlin-Kreuzberg auf der Afrikabühne vertreten. Die CHANGE Agents Isatou Barry und Mai Ali haben gemeinsam mit TDF-Referentin Charlotte Weil ihre Arbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung vorgestellt. Erreicht wurde ein großes Publikum verschiedener MigrantInnen und anderer Interessierter. Das Event diente darüber hinaus der Vernetzung mit anderen migrantischen Initiativen und Communities.

Im Zuge des „Weltweiten Tag der genitalen Selbstbestimmung“ organisierte TDF-Mitfrau Gislinde Nauy gemeinsam mit dem Referat FGM am Sonntag, den 06. Mai eine Podiumsdiskussion zum Thema Medikalisierung von weiblicher Genitalverstümmelung: Ein Tabu – nicht nur in Asien in der Alten Feuerwache in Köln. Auf dem Podium diskutierten: Dr. med. Christoph Zerm, Hannah Wettig (WADI e.V.), Yuliati Umrah (Aktivistin der indonesischen Kinderschutzorganisation Arek Lintang) und TDF-Vorstandsfrau Dr. Necla Kelek. TDF Mitfrau Gislinde Nauy hat die Diskussion moderiert.

Am 07. Mai, dem „Weltweiten Tag der genitalen Selbstbestimmung“, jährte sich in diesem Jahr das „Kölner Urteil“ zum sechsten Mal. Dieses hatte 2012 auch Jungen das Recht auf genitale Selbstbestimmung zugesprochen, indem es eine medizinisch nicht indizierte Vorhautentfernung eines Jungen als eine strafbare Körperverletzung bewertete. Der inhaltliche Schwerpunkt in diesem Jahr war Weibliche Genitalverstümmelung in Asien. Deswegen hat TDF, in Kooperation mit MOGiS e.V. und vielen weiteren Organisationen, wieder dazu aufgerufen, an den Kundgebungen vor dem Kölner Landgericht sowie auf dem Wallrafplatz am WDR-Funkhaus in Köln teilzunehmen. Unsere Mitfrau Gislinde Nauy hat TDF bei der Kundgebung auf dem Podium repräsentiert.

Am 18. und 19. Mai fand das „Forum Hebammenarbeit“ in Augsburg statt. TDF-Mitfrau Hedwig von Knorre hat uns erneut mit einem Informationsstand vertreten. Anwesend waren ca. 600 TeilnehmerInnen.

Am 19. Mai nahm FGM-Referentin Charlotte Weil an dem Namensgebungsfest der neugeborenen Tochter von Fatou Mandiang Diatta, auch bekannt als Sister Fa und Mitglied des Team CHANGE, teil. Da ein großer Teil der senegalesischen Diaspora-Gemeinschaft aus Berlin anwesend war, nutzte Charlotte Weil das Treffen, um sich weiter mit der senegalesischen Community zu vernetzen.

Am 22. Mai fand ein erneutes Treffen mit dem Team CHANGE statt, bei dem zukünftige Aktivitäten diskutiert und geplant wurden. Unter anderem wurde das Programm des diesjährigen Community-Grillfests besprochen. Die Frauen erklärten sich bereit Salate, afrikanische Beilagen und Musik vorzubereiten und eine afrikanische Modenschau zu organisieren.

Am 02. Juni lud das Referat FGM zum großen Community-Grillfest ein. In Kooperation mit weiteren Organisationen, wie UNICEF Berlin, BUGI e. V., FaZIT Brandenburg, WADI e. V. und Mama Afrika e. V. wurde von 17:00 bis 23:00 Uhr mit bis zu 100 Besuchern, bestehend aus migrantischen Communities und Interessierten, zusammen in der Gärtnerei auf dem Gelände des Coop Campus in Neukölln, gegrillt und ab 21:15 Uhr das Fastenbrechen begangen. Während des Fests wurden Redebeiträge der Organisationen und dem Team CHANGE gehalten sowie Kinderanimation und eine Modenshow veranstaltet. Das Fest lud zum Austausch und Vernetzen von Organisationen und Communities ein und schuf einen Raum der Begegnung.

Vom 6. bis 7. Juni vertrat FGM-Referentin Charlotte Weil TERRE DES FEMMES bei der Jahreshauptversammlung des europäischen Netzwerks End FGM EU, in dem TDF seit Januar 2016 Mitglied ist. Neben dem fachlichen Austausch mit anderen europäischen Organisationen, konnten die Beziehungen zu den Partnern vertieft werden und gemeinsam wurden Strategien zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung in der Europäischen Union entwickelt. Am zweiten Tag fand ein Communications Training mit dem Journalisten Christopher Burn statt, in dem neben der Vermittlung von theoretischem Wissen auch praktische Übungen durchgeführt wurden.

Am 26. Juli fand in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin ein Austauschtreffen mit zwei Wiener Ärztinnen eines Frauengesundheitszentrums statt. Sie wollten sich zu unseren bisherigen FGM-Projekten CHANGE und CHANGE Plus informieren und suchten Anregungen und Hinweise für die Umsetzung eines eigenen Projekts in Österreich. Anwesend bei dem Gespräch waren FGM-Referentin Charlotte Weil und ihre Praktikantin sowie die Gesundheitspsychologin und Leiterin des Zentrums Hilde Wolf und Beraterin zu FGM Umyma El-Jelede. Im Laufe des Gesprächs kam dann auch Mai Ali hinzu, die bei dem Vorgängerprojekt CHANGE Plus als CHANGE Agent aktiv war. Gemeinsam wurden Hinweise und Herausforderungen im Umgang mit FGM als Thema sowie mit den Betroffenen ausgetauscht.

Am 14. August fand in der Berliner Bundesgeschäftsstelle ein Austauschtreffen zwischen dem Referat weibliche Genitalverstümmelung und mehreren Ärztinnen des Charité Virchow-Klinikums statt. Zu den Gästen gehörten neben zwei Gynäkologinnen der Charité-Infektambulanz auch eine Kindergynäkologin, zwei Assistenzärztinnen und eine Krankenschwester. Anders als bei bisherigen Informationsgesprächen zum Thema FGM wurde bei diesem Treffen nach gemeinsamen Lösungen und Tipps gesucht, das Thema FGM bei betroffenen schwangeren Frauen behutsam anzusprechen. Zudem wurden zahlreiche Möglichkeiten, um neu geborenen Mädchen vor einer eventuellen Verstümmelung zu schützen, durchgesprochen und diskutiert. So entstand viel mehr ein Think Tank zum medizinischen und psycho-sozialen Umgang mit betroffenen Müttern, als dass es um einen Austausch über die Arbeitsweise des Referats ging. Am Ende des Gespräch konnte Charlotte Weil den Ärztinnen noch einige hilfreiche Adressen und Namen von anderen spezialisierten ÄrztInnen in und um Berlin geben, die sich zu FGM beschäftigen und daher für die Gynäkologie der Charité ein Anlaufpunkt sein könnten.

Am 28. August fand im Bahnhofszentrum des Berliner Ostbahnhofs die Eröffnung der Ausstellung WE ARE PART OF CULTURE statt, zu der TERRE DES FEMMES herzlich eingeladen wurde. Die Ausstellung sowie das Vorprogramm der Vernissage wurden unter anderem von dem Projekt 100% Mensch initiiert und durchgeführt, mit dem TDF schon im Rahmen der Kampagne „Mein Körper – unversehrt und selbstbestimmt“ zusammenarbeitet. Die Ausstellung im Ostbahnhof soll den prägenden Beitrag von LGBTTIQ* an der gesellschaftlichen Entwicklung Europas präsentieren und darüber hinaus als bildungspolitischer Exkurs für SchülerInnen der weiterführenden Schulen dienen. So wurde auf der Vernissage auch entsprechendes Schulmaterial zur Ausstellung vorgestellt. Die Bilder zeigen allesamt Portraits von über 30 Persönlichkeiten der Vergangenheit und Gegenwart, die in ihrem Leben und Schaffen eine geschlechtliche Thematik hatten/haben. Neben der musikalischen Begleitung und Unterhaltung von Ela Querfeld und Projekt 100% Mensch gab es auch zahlreiche Reden von AktivistInnen der LGBTTIQ-Community und der Politik. So sprachen zum Beispiel auch die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und der Staatsminister für Europa Michael Roth und forderten gemeinsam zu mehr Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft auf.

Am 10. September hat TDF-Referentin Charlotte Weil gemeinsam mit Abteilungsleiterin Maja Wegener an der Bund-Länder-NRO-AG, ausgerichtet vom BMFSFJ, teilgenommen. Charlotte Weil hat dort VertreterInnen der Bundesministerien, der Landesministerien sowie zivilgesellschaftlicher Organisationen die Arbeit von TDF gegen weibliche Genitalverstümmelung vorgestellt und einen Fokus auf die Communityarbeit und das neue Projekt „Let’s CHANGE“ gelegt.

Am 17. September fand im Berliner Abgeordnetenhaus eine Anhörung des Ausschusses für Gesundheit und Gleichstellung statt. Neben vielen anderen Themen, wie zum Beispiel der aktuellen Situation in der Erwerbstätigkeit von Frauen in Berlin, wurde auch über das neue Prostituiertenschutzgesetz diskutiert. Für das Thema weibliche Genitalverstümmelung in Berlin und Brandenburg wurde TDF-Referatsleiterin Maja Wegener eingeladen, die Situation in Berlin zu FGM näher zu beschreiben und die Tätigkeit Terre des Femmes vorzustellen. Gemeinsam mit dem Familienplanungszentrum BALANCE aus Lichtenberg und dem Waldfriede Krankenhaus, auch als Desert Flower Center bekannt, wurde zudem im Ausschuss der Wunsch nach einem FGM-Referenzzentrum geäußert, sodass in Zukunft in Berlin und Brandenburg eine koordinierte Stelle für Beratung und Unterstützung von von FGM betroffenen Mädchen und Frauen besteht.

Vom 7. bis 9. Oktober gab es in Berlin ein Austausch-Treffen zwischen Intact Denmark, MOGiS e.V. Projekt 100% MENSCH, und TERRE DES FEMMES. Thema waren vor allem die Gesetzesinitiativen zur genitalen Autonomie und dem Verbot von Genitalverstümmelung an Kindern jeden Geschlechts (weiblich, männlich, intersexuell) in Dänemark und Island. Mitfrau Gislinde Nauy (AG „Weibliche Genitalverstümmelung“) nahm an dem Treffen teil.

Vom 23. bis zum 24. Oktober fand in der Bundesgeschäftsstelle von TERRE DES FEMMES das Kick-Off Meeting des neuen Let’s CHANGE Projekts statt. Offizielle startete das Projekt bereits am 1. Oktober und läuft insgesamt bis Ende September 2020. Das Kick-Off Meeting bildete dabei die erste offizielle Auftaktveranstaltung, bei dem alle internationalen Partnerorganisationen zusammenkamen, um die Projektaktivitäten zu diskutieren und das weitere Vorgehen zu besprechen. Wie im letzten CHANGE Plus Projekt sind diesmal wieder FSAN (Niederlande), Equipop (Frankreich) und Plan International Deutschland dabei. Weiterhin wird das Projekt diesmal von einer externen Organisation, Open Europe Consulting, evaluiert. Nun werden alle beteiligten Organisationen mit der weiteren Bearbeitung ihrer Zuständigkeiten fortfahren, sodass zum nächsten Konsortium-Meeting in Hamburg erste Ergebnisse sichtbar sind.

Am 12. November begrüßte TDF Referentin Charlotte Weil die sudanesische Aktivistin und UNICEF-Mitarbeiterin Samah Abdallah Fathalrhman in der Berliner Geschäftsstelle. Sie präsentierte die Arbeit gegen FGM in Sudan und wollte sich mit TDF zu deren Strategien und Aktivitäten austauschen. Anwesend waren darüber hinaus auch zwei aktuelle CHANGE Agents, Mai Ali und Samreen Suliman, die über eigene Erfahrungen in der Communityarbeit berichteten.

Am 16. und 17. November fand in Wiesbaden das Forum Hebammenarbeit statt und TERRE DES FEMMES wurde wie immer durch TDF-Mitfrau und ehemalige Hebamme Hedwig von Knorre mit einem Infostand vertreten. Neben den sonst angebotenen Informationsmaterialien nahmen viele Besucher der Messe vor allem einen vorformulierten Brief für Gynäkologiepraxen mit. Dieser Brief soll den entsprechenden ÄrztInnen, die in ihrer Arbeit von Fällen der Genitalverstümmelung betroffen sind, die Möglichkeit geben, sich gegen medizinische Durchführung einer Verstümmelung zu positionieren. Darüber hinaus bietet der Brief auch eine Gegenpositionierung von Schönheitsoperationen im Intimbereich, welche eine steigende Nachfrage erfährt. Unterstützt wurde Hedwig zudem von einer ehrenamtlichen TDF-Mitfrau aus Leipzig, die bei der Betreuung des Standes geholfen hat.

Am 13. Dezember nahm Charlotte Weil, TDF-Referentin zu weiblicher Genitalverstümmelung, an einem Roundtable zur EU-Strategie gegen FGM teil. In den Räumlichkeiten der EU-Kommission in Brüssel trafen sich VertreterInnen der Generaldirektion Justiz (DG Justice), der Generaldirektion Migration und Inneres (DG Home), der Generaldirektion Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (DG DEVCO), des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE), des UNHCR, des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EEAS) sowie Mitglieder des Europäischen Parlaments mit VertreterInnen der EU-Mitgliedsstaaten sowie VertreterInnen von Nichtregierungsorganisationen. Gemeinsam wurde zurückgeschaut, was in den letzten fünf Jahren erreicht wurde, wo Lücken sind und welche Schwerpunkte für die Zukunft gelegt werden müssen, um weibliche Genitalverstümmelung zu beenden. Charlotte Weil präsentierte dort die Communityarbeit von TDF gegen weibliche Genitalverstümmelung, präsentierte Erfolge und Lessons Learned der vergangenen CHANGE-Projekte und gab einen Ausblick in die kommenden Aktivitäten im Rahmen des EU-Projekts Let’s CHANGE.

Am 17. Dezember fand das Community Kick-Off Meeting im Rahmen des Let’s CHANGE Projekts statt. Erstmalig trafen sich die TDF-Referentin und Projektkoordinatorin Charlotte Weil mit den sechs erfahrenen CHANGE Agents aus dem Vorgängerprojekt, die nun eine Aufbauschulung zu sog. CHANGE Trainers durchlaufen werden, sowie den zehn neuen CHANGE Agents, um sich gegenseitig kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. Es wurde viel diskutiert und ebenso viel gelacht und am Ende waren sich alle einig: Dies war ein gelungener Auftakt in die kommenden zwei Jahre, um gemeinsam gegen FGM einzustehen.

Ereignisse aus dem Jahr 2017

Am 11. Januar fand das erste Austauschtreffen der CHANGE Agents in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin statt. Für das CHANGE Plus Projekt beginnt die zweite Phase, in der die CHANGE Agents in ihren Communities Aufklärungsarbeit über FGM leisten. Begleitend zu den Aktivitäten in den Communities finden zehn Austauschtreffen statt, in denen die CHANGE Agents von ihren Erfahrungen berichten und so voneinander lernen können. Das erste Austauschtreffen beinhaltete außerdem eine Schulung im Umgang mit der Presse durch TDF Medienexpertin Marion Brucker. Marion gab den CHANGE Agents wertvolle Tipps für den Umgang mit Journalisten und für ihr Verhalten in einer Interviewsituation.

Am 17. Januar hielt Mitfrau Erika Korn von der TDF Städtegruppe Konstanz an der Volkshochschule Villingen-Schwenningen einen Vortrag über weibliche Genitalverstümmelung und die Arbeit von TERRE DES FEMMES e.V. zur Abschaffung dieser Praktik. Sie sprach unter anderem über die verschiedenen Arten weiblicher Genitalverstümmelung, Begründungen dafür, ihre geografische Verbreitung und mögliche Lösungsansätze, wie zum Beispiel Alternativrituale.

Am 19. Januar hielt Dr. Idah Nabateregga in Oranienburg eine Fortbildung vor Berufsgruppen, die häufig mit von FGM bedrohten oder betroffenen Mädchen und Frauen in Kontakt stehen, wie zum Beispiel ÄrztInnen oder Hebammen, über FGM und den sensiblen Umgang mit Betroffenen. Die Fortbildung wurde von FaZIT (Fachberatungsdienst Zuwanderung, Integration und Toleranz) organisiert.

Am 22. Januar fand im Rahmen des CHANGE Plus Projektes das erste Treffen von Fadhumo Musa Afrah, einer der CHANGE Agents, mit Frauen ihrer somalischen Community in den Räumlichkeiten des Sharehaus Refugio statt. Ziel dieses Treffens war ein Austausch der Frauen zu weiblicher Genitalverstümmelung und Möglichkeiten, die Ausübung dieser Praktik zu überwinden. Es gab ca. 20 Teilnehmende, die Frauen kamen sehr schnell, angeregt durch Fadhumo, ins Gespräch. Im Rahmen des CHANGE Plus Projektes werden alle sechs CHANGE Agents jeweils drei solcher Aktivitäten mit Mitgliedern ihrer Communities veranstalten.

Am 29. Januar fand das zweite Treffen von Fadhumo Musa Afrah im Rahmen des CHANGE Plus Projektes statt. Zum zweiten Treffen lud Fadhumo hauptsächlich Männer aus der Somalischen Community in das Sharehaus Refugio zum Gespräch über weibliche Genitalverstümmelung ein. Die Meinungen in der Diskussion gingen stark auseinander, viele Männer waren dafür die Tradition und auch die in ihren Augen religiös bedingte Regel zu verfolgen und beizubehalten.

Am 05. Februar veranstaltete CHANGE Agent Fadhumo Musa Afrah ihre dritte und letzte Aktivität im Rahmen des CHANGE Plus Projektes mit Männern und Frauen aus der Somalischen Community in den Räumlichkeiten des Sharehaus Refugio. Dabei kamen Männer und Frauen ins Gespräch, auch wenn viele Frauen sich dann eher zurückhielten gab es auch einige, die über die Konsequenzen aufklärten. Alle drei Aktivitäten hatten zum Ziel, einen Dialog innerhalb der Community über weibliche Genitalverstümmelung und Ansätze zur Überwindung dieser Praktik herzustellen.

Am 06. Februar organisierte die Gesamtschule Süd in Essen bereits zum 5. Mal einen Projekttag zu sexueller Diskriminierung für die Schüler der Oberstufe. Katharina Kunze, TDF Mitfrau, Mitglied der Arbeitsgruppe FGM und frühere Referentin für weibliche Genitalverstümmelung, leitete an diesem Projekttag zwei Workshops über FGM. Die Workshops beinhalteten einen kurzen Vortrag von Katharina über weibliche Genitalverstümmelung und eine Diskussion der Schüler zum Thema.

Anlässlich des internationalen Tages „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“, fand auch dieses Jahr am 06. Februar wieder eine bundesweite Büchertischaktion statt. Buchhandlungen in vielen deutschen Städten nahmen an der Aktion teil, indem sie Literatur über weibliche Genitalverstümmelung eine Präsentationsfläche boten. Büchertische und Präsentationsflächen zu dem Thema gab es in Oldenburg, Konstanz, Tübingen, Recklinghausen, Göttingen, Marburg, Leipzig, Berlin und Frankfurt.

Ebenfalls am 06. Februar stellte TDF Mitfrau und Mitglied der Arbeitsgruppe FGM Erika Korn am historischen Rathaus der Stadt Konstanz selbst gestaltete Plakate und Informationsmaterial zu weiblicher Genitalverstümmelung aus.

Im Bundesfamilienministerium fand am 06. Februar, anlässlich des internationalen Tages „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ die Konferenz „Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland überwinden“ statt. Auf der Konferenz wurde die „Empirische Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland“ des INTEGRA Netzwerkes vorgestellt, bei der mehrere CHANGE Agents und TERRE DES FEMMES mitgearbeitet haben. Außerdem wurde die Webbasierte Plattform über FGM für Fachkräfte präsentiert.

Am 11. Februar zeigte das Konstanzer Frauen- und Kulturzentrum „Belladonna e.V.“ im Rahmen des monatlichen Filmabends den Kurzfilm „Wenn die Bäume Puppen tragen“. TDF Mitfrau und Mitglied der Arbeitsgruppe FGM Erika Korn war als Ansprechpartnerin zum Thema weibliche Genitalverstümmelung zugegen und stellte TDF Informationsmaterial zu FGM bereit.

Am 13. Februar veranstaltete CHANGE Agent Tiranke Diallo ihre erste Aktivität mit ihrer Guinea Community im Rahmen des CHANGE Plus Projektes. Begleitet wurde dieses Treffen von der SWR2 Journalistin Julia Beißwenger.

Am 24. Februar fand das 3. Partner Meeting des CHANGE Plus Projektes in London statt. Gemeinsam mit den anderen teilnehmenden Partnerorganisationen tauschten sich Charlotte Weil und Linda Ederberg von TERRE DES FEMMES über die bisherigen Erfahrungen und das weitere Vorgehen aus, die Trainings wurden evaluiert und anstehende Termine geplant.  

Am 25. Februar fand das zweite von insgesamt 10 Austauschtreffen der CHANGE Agents statt. Ziel des Treffens war es, von CHANGE Agent Fatuma Musa zu hören wie sie ihre Aktivitäten mit ihren Communities geplant und ausgeführt hatte, sowie die CHANGE Agents auch weiterhin in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Am 01. März fand im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Düsseldorf der, von der Organisation „Aktion Weißes Friedensband e.V.“ organisierte,  39. Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen statt. Thematischer Schwerpunkt der Veranstaltung war die „Mädchenbeschneidung in Nahost“. Unsere Mitfrau und aktives AG Mitglied Monika Weiß-Imroll nahm daran teil.

Vom 1.- 4.März war Frau Gordula Kosack, aktive Mitfrau der AG FGM, eine der Hauptgastrednerinnen bei der 46. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für psychosomatische Frauenheilkunde. Auch in den Workshops während der Tagung wurde immer wieder FGM besonders im Kontext geflüchtete Frauen diskutiert.

Am 10.03. war das INTEGRA Netzwerktreffen in Frankfurt. Integra ist das deutschlandweite Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung und ein Zusammenschluss aller Organisationen die sich national mit dem Thema Weibliche Genitalverstümmelung beschäftigen. Für TERRE DES FEMMES war Idah Nabateregga vor Ort und berichtete u.a. von der Bund-Länder-NRO –AG Konferenz vom letzten Jahr. Die Organisation ADRA aus Weiterstadt wird neu in das Netzwerk aufgenommen, Virginia Wangare-Greiner, Maisha e.V.,  und Katharina Kunze Vorsitzende beim Deutschen Frauenring, werden als 1.und 2. Sprecherin gewählt. Die Ergebnisse der zusammen mit dem BFMSJ erarbeiteteten Studie werden besprochen. 

Am 16. März 2017 nahm Idah Nabateregga an dem jährlichen „Armut und Gesundheit“ Kongress an der Technischen Universität als Podiumsgast teil und tauschte sich anschließend mit anderen Aktiven vor Ort aus. Der Kongress dient als Informations-und Austauschplattform zu allen Themen aus dem Bereich Public Health. In insgesamt 121 Veranstaltungen diskutierten mehr als 2.000 Teilnehmende unter dem Motto "Gesundheit solidarisch gestalten".

Am 25.3. und 26.3. fand in Berlin ein Treffen der AG-FGM statt. Insgesamt 9 Frauen sind angereist, davon eine neue Mitfrau aus Kiel. Referentin Charlotte Weil stellte die Aktivitäten der Bundesgeschäftsstelle vor und es wurde angeregt zu den neuen Stellungnahmen, zu der Begriffsbenutzung FGM/C  (Female Genital Mutilation / Cutting) und auch zu dem Phänomen der Praxis der Medikalisierung diskutiert. Edith Bauer brachte eine neue Diskussion zu dem Begriff „Rekonstruktion“. Außerdem wurden sich über aktuelle politische Debatten wie FGM als Asylgrund, Debattenkultur von Terre des Femmes auf Facebook und zum Thema Jungenbeschneidung ausgetauscht. Nächste Aktivitäten und die Antragsformulierung, wie z.B. zur Klärung der Rechtsgrundlage der Ärzte bei Wiedervernähungsfällen von Frauen nach der Geburt, wurden besprochen.

Am 25.3. nahm Idah Nabateregga als Referentin beim 23. Gynäkologentag in Potsdam, Brandenburg, der einmal jährlich vom Berufsverband der Frauenärzte veranstaltet wird, teil. Das Ziel der Tagung war es, die Qualität der frauenärztlichen Berufsausübung durch qualitativ hochwertige Fortbildung zu sichern und weiterzuentwickeln. Das Thema weibliche Genitalverstümmelung war auch auf der Tagesordnung des GynäkologInnen-Tags und wurde intensiv diskutiert. Idah betreute einen Infotisch mit Materialien zu der Arbeit von TERRE DES FEMMES und trat in Austausch mit vielen anwesenden ÄrztInnen und anderen Fachkräften.

Am 30.3.2017 gab TERRE DES FEMMES ein Emailing und eine Pressemitteilung zur Veröffentlichung der aktualisierten Version der ausführlichen Informationsmappe für Fachkräfte und Berufsgruppen  LehrerInnen, SozialarbeiterIinnen und SchülerInnen über FGM. Diese Broschüre vermittelt sowohl umfassendes Grundlagenwissen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung als auch speziell grundlegendes Fachwissen für unterschiedliche Berufsgruppen, die in Kontakt mit Gefährdeten und Betroffenen kommen. Die Broschüre bietet Empfehlungen zum Umgang mit Betroffenen, zur Prävention sowie zur Thematisierung von weiblicher Genitalverstümmelung allgemein, zum Beispiel an Schulen. Zudem enthält die Broschüre eine Sammlung weiterführender Verweise (u. a. Literatur und Filme) sowie eine deutschlandweite Liste mit AnsprechpartnerInnen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung.  Mit neuem Layout und inhaltlichen Ergänzungen, sowie einem Vorwort von Unterstützerin Nina Hoss ist die Infomappe im Shop von TERRE DES FEMMES erhältlich.

Am 31.03. veranstalte die CHANGE Agent Fadhumo Musa ihr zweites Newcomer Womens Empowerment Network Lunch im FrauenComputerZentrum Berlin e.V. Dabei lud sie viele Organisationen aber auch Privatpersonen und neu zugewanderte Frauen aus allen Ländern zu einem informellen Meeting bei leckerem arabischen Essen. Die Frauen konnten über ihre Schwierigkeiten des Alltagslebens im neuen Land berichten, und durch die Zuhörenden neue Kontakte und Chancen bekommen und Empowerment erfahren.   

Am 31.03.2017 fand das 3. Austauschtreffen der Change Agents aus Berlin statt. 6 der Change Agents, MultiplikatorInnen aus afrikanischen Communities, die letztes Jahr methodisch zur Aufklärungsarbeit zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung ausgebildet wurden, waren anwesend und diskutierten über die Erfahrungen von Fadhumos Behavior Change Activities (BCA’s) und wie es am besten möglich ist das Thema FGM in der Community sensibel zu thematisieren. Die nächsten Aktivitäten wurden geplant und auch auf die Anstehenden Presseanfragen hingewiesen. Das CHANGE Plus Projekt wird in mehreren europäischen Ländern durchgeführt und ist von der EU finanziert.

In der April-Ausgabe des Kölner Magazins „Forum“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft stellte TDF Mitfrau und Mitglied der Arbeitsgruppe FGM Monika Weiß-Imroll die Community Broschüre „Wir schützen unsere Töchter“ vor. Die Broschüre ist auf Arabisch, Kiswahili, Somali, Französisch, Englisch, Deutsch und neuerdings auch auf Tigrinya erhältlich.

Am 19.4. findet das Planungstreffen und Fotoshooting von der Marketing Firma Grey aus Düsseldorf und Referentinnen Lotte Weil und Idah Nabateregga zu der Kampagne „Open your eyes“- Augen auf für mehr awareness für das Thema FGM in den sozialen Medien statt. Die Change Agents Sister Fa, Madame Barry, Mai Ali, Evariste Knapnang und Tiranke Diallo nahmen ebenfalls an dem Shooting teil und stellten sich als Motiv zur Verfügung.

Am 20.04. hält Change Agent Isatou Barry ihre erste BCA  in der gambischen Community bei ihr Zuhause ab. Nachdem sie im Rahmen des Change Plus Projektes im letzten Jahr zum Change Agent ausgebildet wurde, implementiert sie ihr erworbenes Wissen nun in den Communities, um so zu einem Umdenken über die Praxis beizutragen. Nach der Entbindung ihres Sohnes nutzt sie die Babyparty um das Thema FGM bei ihren BesucherInnen und Communitymembers anzusprechen. Unter der Diskussionsleitung von Sister Fa wird erst allgemein über Kinderschutz und –rechte aufgeklärt um dann auch auf das Thema weibliche Genitalverstümmelung zu kommen. Die mehrzahlig männlichen Besucher argumentierten erst für eine Weiterführung der Tradition, bei Aufklärung über die vielen negative Folgen und Beispiele von seiten der Frauen, sowie vermittlung von Hintergrundwissen über die verschiedenen Formen von FGM, sind einige bereit ihre Positionen nochmals zu überdenken. Mit anwesend waren die TDF Referentin Idah Nabateregga, Journalistin Melanie Reinsch vom Berliner Kurier und Alena Schröder, freie Journalistin.

Am 29.04.2017 fand das 4. Austauschtreffen für alle 6 Change Agents aus Berlin statt. Die Change Agents aus dem EU-weiten Change Plus Projekt treffen sich in regelmäßigen Abständen um sich über ihr Engagement zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung auszutauschen.Change Champion und Aktivistin aus Senegal, Sister Fa lud zu sich nach Hause in Neukölln ein. Die Change Agent Isatou Barry stellt ihre durchgeführte Aktivität vor, außerdem wurde die Idee zu einem FGM Runden Tisch von und für Communities geboren, bei dem AktivistInnen und Communitymember mit lokalen Organisationen effektiv Diskussionen führen und Aktivitäten zur Überwindung von FGM planen können.

04.05.2017 Zusammen mit dem Verein Mogis e.V., einem Verein, der vor allem Öffentlichkeitsarbeit in Bezug auf Kinderschutz, Schutz vor sexualisierter Gewalt und sexuelle Selbstbestimmung betreiben, bringt TERRE DES FEMMES  eine Pressemitteilung anlässlich des 07.Mai, Welttag der genitalen Selbstbestimmung heraus. Dieses Jahr lag der Fokus besonders auf der Kritik der Praktik der Jungenbeschneidung als „Prävention gegen HIV“ in afrikanischen Ländern. Dafür wurde das VMMC- Experience Projekt („Voluntary medical male circumcision“) vorgestellt. TDF- FGM Referentin Idah Nabateregga nahm an einer Pressekonferenz von BVKJ - Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte - im Haus der Pressekonferenz in Berlin teil, zusammen mit VertreterInnen von  MOGiS e.V., und Betroffenen bzw. Aktivisten aus dem VMMC - Experience Project positionierten sie sich klar gegen Jungenbeschneidung und die Weiterbetreibung der von USAID, UNICEF und WORLDBANK forcierten Jungenbeschneidungen in afrikanischen Ländern.

Am 7. Mai 2017 gab es in Köln am Wallrafplatz eine öffentliche Kundgebung anlässlich des Weltweiten Tag der genitalen Selbstbestimmung. Mitfrau Gislinde Nauy aus Augsburg war vor Ort und hielt eine Rede, in der sie ganz deutlich erklärte, dass sowohl weibliche Genitalverstümmelungen als auch die Jungenbeschneidung eine klare, nicht tolerierbare Menschenrechtsverletzung darstellt und es unser aller Verantwortung ist dagegen zu kämpfen.

13.05.2017 Unser Change Agent Evariste Kapnang hat seine 2. BCA Community Activity durchgeführt. Zusammen mit Mama Afrika organisierte er ein Grillfest für u.a. die somalische Community in einer Flüchtlingsunterkunft in Wilmersdorf. Damit erreichte er viele Bewohner verschiedener Nationalitäten. Auch unsere Referentin Dr. Idah Nabateregga war vor Ort und nutzt die Gelegenheit um mit der dortigen Sozialarbeiterin über Präventionsmaßnahmen und die Aktivitäten und Hilfe von TERRE DES FEMMES aufzuklären. Die erste Community Aktivität, bei der Evariste sein in den Trainings erlerntes Wissen über FGM und seine Überwindungsstrategien in den Communities implementiert hat, war bereits am 29.04.2017 .

12.5.-13.5.2017 findet der Forum Geburtshilfe Kongress in Kassel statt, unsere seit Jahren aktive Mitfrau und Hebamme Hedwig von Knorre vertrat TERRE DES FEMMES mit einem Infotisch, um über das Thema FGM und auch neueste Rekonstruktionsmethoden von Dr.O’dey aufzuklären. Vor allem die mehrsprachigen Flyer und Informationsbroschüren, sowie die Infos über die webbasierte Lernplattform zum Thema FGM fanden großen Anklang beim Fachpersonal. Auch ein Video über die neuesten OP Techniken zur Rekonstruktion von Herrn Dr O’Dey stellte Hedwig an ihrem Tisch aus, und warb gegenüber Chef- und leitenden Ärzten für mehr Fortbildungen zu dieser Methode bei ihren angestellten ÄrztInnen. Auch mit anderen AusstellerInnen vom Feld kam sie in einen Austausch und konnte die Thematik FGM mehr und mehr Verbreiten und darüber aufklären.

Am 19.05.2017 fand das fünfte Austauschtreffen unserer Change Agents des Change Plus Projektes statt. Neben dem Bericht der letzten BAC Community Aktivität in der Flüchtlingsunterkunft in Wilmersdorf von Evariste werden auch die Vorbereitungen von unserem Community Grillfest und dem Public Certification Event besprochen. Die CHANGE Agents aus dem EU-weiten Change Plus Projekt treffen sich seit Anfang des Jahres, nach den Trainings im letzten Jahr, in regelmäßigen Abständen um sich über ihr Engagement zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung auszutauschen.

21.05.2017 : Unsere Change Agent Colette Tchombou führte ihre erste BCA Community Aktivität mit den Frauen der kenianischen und kamerunischen Community durch und leistete Basiausfklärungsarbeit und eine Einführung in das Thema FGM/ C  für Communities. Colette ist einer der MultiplikatorInnen aus dem EU-Projekt Change Plus, bei dem TERRE DES FEMMES im letzten Jahr Personen aus afrikanischen Communities  ausgebildet hat, um in Communities Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu leisten.  

Am 30.05.2017 fand in Brüssel ein Seminar zu dem Thema „Brücken bauen zwischen der EU und FGM Herkunftsländern“ statt, unsere TERRE DES FEMMES FGM Referentin Charlotte Weil war vor Ort. Das EU-weite Netzwerk EndFGM veranstaltete diese Tagung  mit Veranstaltungen und internationalen Diskussionen um auch europaweit einen Austausch innovativer Ideen für Überwindungsstrategien zu entwickeln und deutlich zu machen, dass FGM auch ein europäisches Problem ist, was nur in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren zu überwinden ist.

Am 5. Juni 2017 Unsere Change Agent Tiranke Diallo unternimmt ihre erste Community Aktivität mit der guineanischen Frauengruppe, die sich regelmäßig einmal im Monat in Berlin trifft. Neben verschiedensten Themen, die dort in der Community besprochen werden, möchte Tiranke nun auch über FGM aufklären. Tiranke Diallo hat guineanischen Hintergrund und ist Mitglied des Team CHANGE. Bei dem EU-weiten Change Plus Projekt wurde sie im letzten Jahr zur Multiplikatorin im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung ausgebildet.

04.06.2017 Unsere Change Agent Colette Tchombou hält ihre zweite Community Aktivität mit den Männern des kamerunischen Communityvereins FLAMBEAU ab. Als Teil des Team CHANGE aus dem Change Plus Projekt, veranstaltet sie regelmäßig Community Aktivitäten um immer mehr Leute über FGM aufzuklären und zu sensibilisieren. Allen Anwesenden erklärte sie die Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung und klärte über die Risiken, Folgen und Beweggründe auf. Die meisten Männer haben bereits von dieser Tradition gehört, trotzdem gibt es einige kritische Nachfragen, die Colette dann ebenfalls im Detail beantworten kann. Noch einmal wird auch im Nachhinein von Seiten der Männer deutlich, dass FGM keineswegs nur ein „Frauenproblem“ ist, sondern eine nachhaltige Überwindung eine Aufklärung beider Seiten bedarf.

Am 08.06.2017 startete die zweitägige Konferenz in Brüssel von MAP – FGM zum Thema „Female Genital Mutilation/Cutting at the Intersection of Qualitative, Quantitative and Mixed Method Research – Experiences from Africa and Europe“ statt. Unsere TERRE DES FEMMES FGM Referentin Charlotte Weil war vor Ort. Ziel der Konferenz war über den Mehrwert der Forschung in Kampagnen zur Überwindung von FGM zu diskutieren und Empfehlungen für die wissenschaftliche Forschung zu entwickeln.

Vom 11.-13.06.2017 fand in Berlin das AFRIKA KENAKO FESTIVAL statt. Auf dem Alexanderplatz sammelten sich Info- und Verkaufsständen rund um den afrikanischen Kontinent, musikalischen Beiträge afrikanischer KünstlerInnen und Diskussionsrunden und Debatten zu aktuellen politischen Themen. Auch TERRE DES FEMMES hatte dieses Jahr zum ersten mal einen Informationsstand vor Ort und konnte damit die breite Bevölkerung und ebenfalls afrikanische Communities über die Aktivitäten und die Arbeit von TERRE DES FEMMMES und vor allem dem Referat FGM aufklären.

Susanne Meister, Koordination der TDF-SG Nürnberg  vertritt mit anderen Mitfrauen TERRE DES FEMMES auf den Afrikatagen vom 15.-18. Juni in Nürnberg. Zusammen mit einem Vertreter von MOGiS wurde sie als Expertin für weibliche Genitalverstümmelung eingeladen einen Stand zu betreuen und an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Auch unsere im Change Plus Projekt aktive Change Agent Tiranke Diallo vertrat TDF vor Ort.

Bei dem International Festival of Creativity in Cannes, eines der größten Festivals der Werbebranche dieser Zeit, gewinnt unser Open your eyes FGM Motiv insgesamt einen goldenen und zwei bronzene Löwen. Die Werbeagentur GREY Germany, mit der TERRE DES FEMMES zusammen im Mai diesen Jahres die Open your eyes Kampagne erarbeitet hat, reichte Open your eyes in der Kategorie „Gesundheit“ ein. Dies ist ein großer internationaler Erfolg für das Motiv der Kampagne und bedeutet auch einen weiteren guten Schritt zur weltweiten Bewusstsseinschaffung für unser Thema der weiblichen Genitalverstümmelung. Bei der Kampagne wurde vor allem in den sozialen Medien mit dem Motiv eines vertikal geschlossenen Auges geworben, aber auch eine Website (www.eyesonfgm.de) mit Interviews unserer AktivistInnen sowie Hintergrundinformationen zum Thema FGM entwickelt.

24.06.2017 Anlässlich des Eid al-Fitr, Zuckerfest zum Ende des Ramadans, veranstalte Tiranke Diallo zusammen mit Sister Fa ein guineanisch-senegalesisches-ivorisches Community Treffen. Beide sind aktiv im Team CHANGE, als MultiplikatorInnen im Rahmen des EU-weiten Change Plus Projektes, bei dem intensive Community-Arbeit zur Aufklärung und Sensibilisierung über FGM betrieben wird.  Im Gespräch kam es zu einem interessanten Austausch der drei verschiedenen nationalen Ausgangslagen angesichts der tief verankerten Tradition der Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung, weitere Strategien zur Aufklärung und Bewusstsein-Schaffung auch in afrikanischen Ländern wurde besprochen.

Auch Barry Isatou hatte am 25.06.2017 eingeladen, um bei sich zuhause mit vielen Freunden und Bekannten das Zuckerfest zu begehen und dabei über wichtige Themen ihrer Community zu reden. Sie ist ebenfalls  Change Agent des Change Plus Projektes und engagiert sich stark in Communities um zu einem Umdenken über die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung beizutragen. Mit ihren Gästen sprach sie offen das Thema FGM und ihre eigenen Erfahrungen damit an, und klärte über negative Folgen auf. Vor allem die Frauen waren sehr interessiert. Noch einmal wurde deutlich wie wichtig eine Sensibilisierung und Aufklärung der (praktizierenden) Communities ist, um eine globale Überwindung von FGM zu erreichen.

Am 28.06.2017 hielt unsere TDF FGM Referentin Dr. Idah Nabateregga eine Schulung über FGM für Berufsgruppen in Brandenburg ab. In Zusammenarbeit mit FaZIT war diese Schulung in Freienwalde eine der weiteren aus der Reihe ihrer Schulungen und Fortbildungen über FGM im Raum Brandenburg, es waren insgesamt 20 SozialarbeiterInnen vor Ort, die alle in der Flüchtlings- und Migrationsarbeit tätig sind. Immer mehr soll vor allem Fachpersonal zu diesen Thema geschult werden, um auch hierzulande einen adäquaten Umgang mit Betroffenen gewährleisten zu können.

Am 08. Juli 2017 fand das 6. Austauschtreffen unserer Change Agents im Rahmen des Change Plus Projektes statt. In dem Projekt hat TERRE DES FEMMES im letzten jahr insgesamt 6 Personen aus afrikanischen Communities zu MultiplikatorInnen im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung ausgebildet.  Diesmal trafen sich alle bei Tiranke zuhause in Reinickendorf. Gemeinsam wurden die neuesten Entwicklungen innerhalb der Commuity Aktivitäten besprochen, und ebenfalls über mögliche Zukunftsideen einer Weiterführung des Change Plus Projektes nachgedacht. Außerdem stellte sich Dr.Lissa Masumbuku von der plastisch-chirurgischen Abteilung der Ev. Elisabeth Klinik vor, und erzählte über ihre Arbeit bei der sie zusammen mit ihrem Chef Operationsmöglichkeiten für FGM/C -Patientinnen abietet.

Am 15.07.2017 fand unser Community Grillfest auf dem Tempelhofer Feld statt.

TERRE DES FEMMES hatte zusammen mit UNICEF, dem Evangelischen Elisabeth Krankenhaus, der Deutschen AIDS Hilfe, Horizonte Ggmbh, Mama Afrika e.V. und FaZIT Brandenburg das Event geplant und organisiert, eingeladen waren vor allem afrikanische Communities und alle Interessierten. Auch das Team CHANGE von dem von TDF koordinierten Change Plus Projekt war engagiert vor Ort. Unter der Moderation von TDF FGM Referentin Dr. Idah Nabateregga gab es Redebeiträgen aller beteiligten Organisationen, die ihre Arbeit und Aktivitäten vogestellt haben, Infostände, Kinderanimationen, Fleisch und Gemüse vom Grill und Musik, Tanz und einen Auftritt von Sister Fa.

15.07.2017 Neben dem Community Grillfest fand ebenfalls das 7. Exchange Meeting mit unseren Change Agents des Change Plus Projektes statt. Neben Vorbereitungen für das Community Event wurden ebenfalls noch einmal neueste Entwicklungen bei TERRE DES FEMMES besprochen. Die Change Agents aus dem EU-weiten Change Plus Projekt treffen sich in regelmäßigen Abständen um sich über ihr Engagement zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung auszutauschen.

Am 17.07.2017 erschien die diesjährige Dunkelzifferstatistik zu von FGM betroffenen und gefährdeten Mädchen und Frauen in Deutschland. Wie erwartet sind die Zahlen erneut deutlich höher als letztes Jahr (gut 58.000 betroffene und mehr als 13.000 gefährdete Mädchen und Frauen), obwohl sogar die Prävalenzraten in einigen Fällen nach unten korrigiert wurden (aktuellste Studien, UNICEF). Der deutliche Anstieg ist vor allem auf den vermehrten Zuzug aus Irak, Eritrea und Somalia (und mit etwas Abstand auch Nigeria) zurückzuführen.

Zu unserem 8. CHANGE Plus Austauschtreffen am 20. Juli lud uns die Change Agent Fadhumo zu sich nach Hause ein. Es wurden neben den Berichten zu den letzten BCA’s noch weitere organisatorische Dinge für die Fahnenaktion, die Abschlusskonferenz mit den europäischen PartnerInnen im November und auch für das Public Certification Event im Dezember besprochen.  

Am 22.07.2017 veranstaltet unsere Change Agent Barry ihre dritte BCA gegen FGM innerhalb afrikanischer Communities. In Zusammenarbeit mit Sister Fa versammelt sie bei dem Familiensommergrillfest von Horizonte gGmbH Menschen aus migrantischen Communities und betreibt Basisaufklärungsarbeit und Sensibilisierungsarbeit über FGM. Barry ist ebenfalls teil des Team CHANGE. Sie wurde letztes Jahr von TERRE DES FEMMES zusammen mit den anderen Change Agents zu einer Multiplikatorin im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung ausgebildet und implementiert dieses Wissen nun in den Communities.

Die dritte Community Aktivität von Colette Tchoumbou fand am 12. und 13. August statt. Bei einem gemütlichen Grillabend in Berlin Zehlendorf betrieb die Change Agent Basisaufklärungsarbeit zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung. Das Interesse der Communitymitglieder war so groß, dass sie gemeinsam mit Colette ein weiteres Informationstreffen am nächsten Tag in Berlin Wedding organisierten.

Am 30. August: Im Landtag Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf fand der Runde Tisch NRW gegen die Beschneidung von Mädchen zum Thema “Probleme für Flüchtlingsfrauen bei Schwangerschaft und Geburt” statt. Es ging allgemein um die Vorstellung: „Auf der Flucht erfahren Frauen und Mädchen oft sexuelle Gewalt. Zu der traumatischen Erfahrung kommt eine ungewollte Schwangerschaft und Geburt, die besondere Anforderungen auch an Hebammen und Krankenhäuser stellt. Hinzu kommen oft noch physische und psychische Probleme, die weibliche Genitalbeschneidung mit sich bringen. Sind die Beteiligten im Gesundheits- und Behördenbereich informiert und sensibilisiert und was kann von uns getan werden?“. TDF Mitfrau Monika Weiß-Imroll vertrat TERRE DES FEMMES.

Am 16. September veranstaltete Change Agent Evariste Franz Kapnang seine dritte BCA gegen FGM innerhalb der kamerunischen Community. Dieses Mal lud Evariste nur Männer ein, um ihnen die Thematik weibliche Genitalverstümmelung nahe zu bringen und mit ihnen in eine Diskussion und einen Austausch von Erfahrungen und Ideen zu kommen. Es kam zu einem intensiven Austausch. Am Ende zeigten die Gäste großes Interesse sich im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung zu beteiligen und boten Evariste ihre Unterstützung an.

Am 24. September fand die dritte Behaviour Change Activity gegen FGM innerhalb der guineanischen Community von Tiranke Diallo statt. Tiranke nutze die Einweihungsparty ihres Bruders Souleymane Diallo, der viele Freunde die überwiegend aus Guinea stammen eingeladen hatte, um mit ihnen über FGM ins Gespräch zu kommen. Die anwesenden Gäste waren sehr aufgeschlossen gegenüber dem Thema FGM, stellten viele Fragen und interessierten sich sehr für Hilfsangebote.

Am 25. September organisierte Mai Shutta im Rahmen des Change Plus Projekts einen Informationsabend zu weiblicher Genitalverstümmelung. Während einer Präsentation informierte Mai die Gäste über die verschiedenen Prozeduren von weiblicher Genitalverstümmelung und über ihre Bedeutung und die Konsequenzen für das Leben, die Körper und die Seelen von Betroffenen. Der Informationsabend war ein Erfolg und Mai erhielt viel positive Rückmeldung zu ihrem Engagement gegen FGM.

Am 25. September fand das vierte und letzte Partnermeeting im CHANGE Plus Projekt statt. Gastgeber war diesmal das Netzwerk End FGM EU in Brüssel. Die Projektpartner diskutierten Fortschritte und Ergebnisse des Projekts, planten die Abschlusskonferenz im November, und bereiteten das Lobby Meeting im Europäischen Parlament, das am nächsten Tag stattfand, vor. Charlotte Weil, Projektkoordinatorin des CHANGE Plus Projekts, moderierte das Meeting.

Am 26. September trafen sich CHANGE Champions und CHANGE Agents aus den Niederlanden, Frankreich und Hamburg sowie die CHANGE Plus Partner gemeinsam mit hochrangigen InteressensvertreterInnen und PolitikerInnen der EU im Europäischen Parlament in Brüssel, um ihre politischen Forderungen zu stellen. TDF FGM Referentin Charlotte Weil war vor Ort. Das Lobby Meeting stellt eine wichtige Plattform für die CHANGE Champions dar, ihre Bemühungen das Problem FGM in den Fokus von EntscheidungsträgerInnen und Einflussreichen zu rücken.

Vom 27. bis 30. September nahm TERRE DES FEMMES mit einem Infotisch an der Fachausstellung zum 11. Deutschen Still- und Laktationskongress, kombiniert mit einem FGM Symposium, an der Freien Universität Berlin teil. Die Ausstellung wurde vom Ausbildungszentrum Laktation und Stillen aus Ottenstein organisiert.

Am 30. September fand das „Awoli“-Afrika Fest in Konstanz statt. Die TDF Städtegruppe mit Mitfrau Erika Korn vertrat TERRE DES FEMMES mit einem Informationsstand zu unseren afrika-spezifischen TDF-Projekten und machte auf FGM aufmerksam.

Am 01. Oktober hielt unsere TDF FGM Referentin Dr. Idah Nabateregga eine Informationsveranstaltung gegen weibliche Genitalverstümmelung in Gifhorn. Die Informationsveranstaltung wurde von MitarbeiterInnen des Landkreis Gifhorn (Fachbereich 4 – Jugend) organisiert und richtete sich an Geflüchtete aus der Elfenbeinküste. Diese hatten den Bedarf geäußert sich informieren und beraten lassen zu wollen. Es nahmen insgesamt ca. 50 Geflüchtete und 10 Fachkräfte aus dem sozialen Bereich vor Ort teil und zeigten großes Interesse. 

Am 05. Oktober fand die letzte Behaviour Change Activity gegen FGM von TDF CHANGE Agentin Mai Shutta statt. Im Rahmen des Sprachcafés des Projekts „Women for fun“, das von unserer Change Agent Fatuma Musa organisiert wird, stellte Mai ihr Engagement gegen FGM vor und kam mit einigen somalischen Frauen ins Gespräch.

Am 07. Oktober war TERRE DES FEMMES mit einem Informationsstand über FGM beim 35. Kongress des deutschen Ärztinnenbundes e.V. vertreten. Vorstandsfrau Prof. Dr. Godula Kosack sowie die beiden Praktikantinnen Sophie Schuster und Maike Simla waren vor Ort, um die Arbeit von TERRE DES FEMMES vorzustellen.

Am 12. Oktober traf sich Team CHANGE zu seinem 9. CHANGE Plus Austauschtreffen. Gastgeberin war erneut Change Agent Fatuma Musa. Das Treffen wurde genutzt, um die letzten Aktivitäten zu reflektieren, sich über das Projekt auszutauschen und zu überlegen, wie es mit dem Team CHANGE weitergehen soll.

Am 19. und 20. Oktober 2017 gab FGM-Referentin Dr. Idah Nabateregga eine Fortbildung unter dem Titel "Weiblicher Genitalverstümmelung begegnen: Präventionsmaßnahmen und Unterstützung von Betroffenen und Gefährdeten" für Fachkräfte im Fachbereich Migration und Flüchtlingsarbeit in Lörrach. Es nahmen ca. 25 Fachkräfte, überwiegend von der Caritas und der Diakonie, teil. Die Fortbildung wurde gemeinsam mit Christina Hopfner und Nazmije Mahmutaj vom Diakonischen Werk im Landkreis Lörrach organisiert.

Zeitgleich fand am 19. und 20 Oktober in Kassel der Bundeskongress der Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) mit begleitender Fachausstellung unter dem Titel „Soziale Arbeit im Gesundheitswesen: Teilhabe sozial denken und gestalten“ statt. Es wurden rund 600 TeilnehmerInnen aus dem Feld der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen und angrenzenden Tätigkeitsfeldern erwartet. TERRE DES FEMMES war mit einem Informationsstand zu weiblicher Genitalverstümmelung vertreten, der durch Mitfrau Hedwig von Knorre betreut wurde.

Am 17. Und 18. November fand das Forum Hebammenarbeit 2017 in Mainz statt, bei dem ca. 1300 Hebammen erwartet wurden. Mitfrau Hedwig von Knorre vertrat TERRE DES FEMMES mit einem Informationsstand zu weiblicher Genitalverstümmelung.

Am 28. und 29. Oktober fand das AG FGM Treffen in Berlin statt. FGM-Referentin Dr. Idah Nabateregga gab einen Überblick und Ausblick über die Aktivitäten, Projekte & Events im Referat Weibliche Genitalverstümmelung und auch die AG-Frauen berichteten von ihrem Engagement. Unter anderem wurden die Themen Ferienbeschneidung und Qualitätskriterien zur Arbeit zu FGM diskutiert. Außerdem wurde sich zur Debatte „Männliche Genitalverstümmelung“ ausgetauscht und ein gemeinsames Positionspapier dazu entworfen.

Am 22. November fand das European Exchange Meeting des Projektes CHANGE Plus in Berlin statt. CHANGE Agents aus allen Partnerländern waren vor Ort, um sich auszutauschen, über ihre Erfahrungen im Projekt zu berichten und sich gemeinsam auf die Fahnenaktion und die Konferenz am 23. November vorzubereiten. Gleichzeitig fand ein Country Study Visit einer EU-Delegation und des Netzwerks END FGM statt, der von TDF organisiert wurde. Die Delegation besuchte gemeinsam das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Beratungsstelle von TDF, traf sich mit den Berliner und Hamburger Change Agents und hörte einen Vortrag von Dr. O’Dey zu seinen Operationsmethoden zur Rekonstruktion nach weiblicher Genitalverstümmelung. Bei allen Terminen ging es darum, wie zu FGM gearbeitet wird, wo es noch Probleme und Herausforderungen gibt und wie die EU dabei unterstützen könnte.

Am 23. November fand die internationale CHANGE Plus Abschlusskonferenz im Europäischen Haus in Berlin statt. Die europäischen Partnerorganisationen FSAN, AIDOS, APF, PLAN, Equipop, Coventry University sowie die beiden assoziierten Partner aus Westafrika Association Bangr Nooma und Plan International Mali, CHANGE Agents und Champions, RepräsentantInnen der EU Kommission sowie weitere ExpertInnen gestalteten gemeinsam die Fachkonferenz. Die Veranstaltung beinhaltete ein Presse-Event am Brandenburger Tor, verschiedene Präsentationen, eine Podiumsdiskussion sowie auch mehrere, parallel-laufende Diskussionsrunden, die verschiedene Aspekte der Genitalverstümmelung, wie Präventionsstrategien oder die Rolle der Männer, betreffen.

Vor Beginn der CHANGE Plus Abschlusskonferenz fand die jährlich stattfindende Fahnenaktion vor dem Brandenburger Tor zum internationalem Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“ statt, die dieses Jahr das Schwerpunktthema „Mädchen schützen! Weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden“ hatte. Es fand eine Fotoaktion statt, bei der mit großen Sprechblasen, auf denen Statements gegen FGM zu lesen waren, und mit kurzen Reden/Aussagen gegen FGM, auf FGM aufmerksam gemacht wurde.

Am 23. November nahm Mitfrau Heidemarie Grobe an der Frauennetzwerksitzung der Stadt Stade teil. Dort hielt sie einen Vortrag mit dem Titel: Weibliche Genitalien unversehrt - weder verstümmeln noch beschneiden.

Am 28. November veranstaltete die TERRE DES FEMMES-Städtegruppe Marburg, unterstützt durch das Gleichberechtigungsreferat der Universitätsstadt Marburg, einen Vortrag und eine Videoaufführung „Wir sind alle durch’s Messer gegangen“ zu weiblicher Genitalverstümmelung. Referentin war Mitfrau und Koordinatorin des Projektes „Bangr Nooma“ in Burkina Faso Irma Bergknecht.  

Am 01. Dezember fand im Rahmen der Ausstellung „On her Way – Kurzfilme aus Ägypten“ ein Gespräch zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung statt. FGM-Multiplikatorin für TDF Mai Ali leitete das Informationsgespräch.

Außerdem leitete FGM-Referentin Dr. Idah Nabateregga am 01. Dezember eine Fortbildung in Neuruppin. Hierbei handelte es sich um eine Aufbau-Fortbildung zum Thema „Umgang mit weiblicher Genital Verstümmelung“. Die Veranstaltung war praxisorientiert und sie richtete sich jeweils an die Beschäftigten in Unterkünften und in der Migrationssozialarbeit, die bereits thematisch vor-informiert sind. Organisiert wurde die Fortbildung von FaZIT Brandenburg-Berlin.

Am 04. Dezember leiteten FGM-Referentin Dr. Idah Nabateregga und Diplom Psychologin Alexandra Kampe eine Fortbildung zum Thema STOP HARMFUL TRADITIONAL PRACTICES.  

Organisiert wurde die Fortbildung von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und stattgefunden hat sie in der Flüchtlingsunterkunft „Refugium Buch“. Anwesend waren circa 20 SozialarbeiterInnen aus unterschiedlichen Flüchtlingsunterkünften in Berlin.

9. Dezember: Public Certification Event/Abschlussveranstaltung für unsere CHANGE Agents

Das Change Plus Projekt zielt darauf ab, einen Einstellungs- und Verhaltenswandel innerhalb praktizierender Diaspora-Communities zu bewirken. Durch das Empowerment von einflussreichen Mitgliedern der jeweiligen Communities, die zu sogenannten CHANGE Agents und Champions ausgebildet wurden, soll ein Einstellungswandel angestoßen werden, der langfristig zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung führt. Nach 2 Jahren kommt das Change Plus Projekt nun zum Ende und heute fand die feierliche Übergabe der Zertifikate statt. Es wurde sich noch mal über die Erfahrungen und Erlebnisse der Change Agents und Change Champions ausgetauscht und es gab eine Diskussionsrunde.  Begleitet wurde das Event mit Musik von Aktivistin „DJ – Sista Fa“. So konnte der Abschluss des Projekts angemessen mit allen Beteiligten und den Communities gefeiert werden.

Am 12. Dezember fand ein Runder Tisch zum Thema „STOPP FGM_C“ im Familienplanungszentrum Balance in Berlin-Lichtenberg/Friedrichshain statt. Besprochen wurde auf einer Berlin- und Brandenburg weiten Ebene Fortschritte und Strategien aus unterschiedlichen Perspektiven. Charlotte Weil vertrat TDF. Außerdem waren CHANGE Agents und CHANGE Champions aus Berlin und Hamburg anwesend.

Am 13. Dezember fand im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Düsseldorf der von „Aktion Weißes Friedensband e.V.“  organisierte 42. Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen statt. Thematischer Schwerpunkt der Veranstaltung war die „Trauma Buster Technique“ (eine Methode zur Auflösung von Stress- und Trauma-Folgesymptomen). Unsere Mitfrau und aktive AG Mitglied Monika Weiß-Imroll nahm daran teil.

Ereignisse aus dem Jahr 2015

Teilnehmerinnen der Pressekonferenz: Linda Ederberg (TDF), Nina Hoss, Christa Stolle (TDF), Gwladys Awo (Plan International), Marie Christine Hanne (Change Agent Deutschland), Ingrid Staehle (TDF), Prof. Tobe Levin Foto: © TERRE DES FEMMESTeilnehmerinnen der Pressekonferenz: Linda Ederberg (TDF), Nina Hoss, Christa Stolle (TDF), Gwladys Awo (Plan International), Marie Christine Hanne (Change Agent Deutschland), Ingrid Staehle (TDF), Prof. Tobe Levin Foto: © TERRE DES FEMMESAm 28. Januar 2015 fand die internationale Abschlusskonferenz des CHANGE Projektes in den Räumlichkeiten der Europäischen Kommissionsvertretung in Deutschland statt. Die Ergebnisse des EU-Präventionsprojektes CHANGE wurden präsentiert und nationale und europäische Strategien zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung erörtert.

Am 3. Februar 2015 eröffnet an der Universität Göttingen die TDF-Ausstellung „Sie versprachen mir ein herrliches Fest“. TDF Mitfrau Heidemarie Grobe vertritt den Verein als Eröffnungsrednerin der Ausstellungs- und Vortragswoche und nimmt die von den StudentInnen gesammelten Spenden in Höhe von 1500 EUR entgegen.

Am 6. Februar 2015 repräsentiert TDF Mitfrau Heidemarie Grobe TERRE DES FEMMES im Glinder Gutshaus auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten und spricht über weibliche Genitalverstümmelung und die Möglichkeiten des Engagements gegen diese Menschenrechtsverletzung.

TDF Mitfrau Monika Weiß-Imroll vertritt TERRE DES FEMMES am 4. März 2015 beim Runden Tisch in NRW. Sie weist eine Mitarbeiterin des BAMF auf fehlende Beratungsstellen in dem Informationsblatt für von FGM betroffene Flüchtlingsfrauen hin und ergänzt diese gemeinsam mit der Referentin.

Am 20. März 2015 repräsentiert TDF Mitfrau Heidemarie Grobe TERRE DES FEMMES am Abschlusstag einer Themenwoche zu weiblicher Genitalverstümmelung an der Staatlichen Gewerbeschule in Billwerder. 25 erwachsene SchülerInnen haben sich durch Filme, Diskussionen und eigene Recherche mit dem Thema auseinandergesetzt – den Abschluss bilden eine gemeinsame Aktion mit TERRE DES FEMMES und das Gespräch über mögliches Engagement zu diesem Thema.

Am 07. Mai 2015, dem Weltweiten Tag der genitalen Selbstbestimmung, spricht TDF Mitfrau Irmingard Schewe-Gerigk auf der vom Verein MOGIS veranstalteten Demonstration in Köln (körperliche Unversehrtheit aller Kinder) für TDF und präsentiert unsere Positionen und Forderungen vor einem breiten Publikum.

Am 08./09. Mai 2015 spricht TDF Mitfrau Susana Rocha Teixeira in Frankfurt bei der Konferenz von NOCIRC über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von FGM und männlicher Genitalverstümmelung.

Am 19. Mai 2015 hält TDF Mitfrau Juliane von Krause im Namen von TERRE DES FEMMES in München einen Abendvortrag „Wüstenblumen unter uns -Weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland“. Die Zielgruppe schließt Fachfrauen, Fachmänner und andere Interessierte ein. Es geht um den Eingriff selbst und um Unterstützung von betroffenen Frauen und ihren Töchtern. Der Vortrag schließt mit einer Diskussion und einer Fragerunde ab.

Am 24. Juni 2015 vertreten TDF Mitfrauen Ingrid Lee und Monika Weiß-Imroll TERRE DES FEMMES beim Runden Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen, beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein – Westfalen. Der Schwerpunkt hierbei liegt auf: Psychische Folgen - Traumata der Mädchenbeschneidung.

Am 26. Juni 2015 nimmt Idah Nabateregga (TDF-FGM Referentin) am INTEGRA Treffen in München teil. Besprochen werden die aktuellen Aktivitäten aller INTEGRA Mitglieder und Stellungnahmen des Netzwerkes. Außerdem werden Fortbildungsmöglichtkeiten zum Thema FGM für SozialpädagogInnen und ÄrztInnen diskutiert. INTEGRA IDs und Besucherkarten für Mitglieder werden vorgeschlagen, um das Netzwerk bekannter zu machen. Eine weitere Überlegung ist, ob eine von INTEGRA organisierte Veranstaltung stattfinden soll. FORWARD möchte ein Austauschprogramm von Ärzten weltweit organisieren und hat gefragt, ob das über INTEGRA laufen soll. Die Verbesserung der INTEGRA Webseite wird angestrebt um sicher zu gehen, dass diese bei Suchanfragen als erste Eintragung (beispielsweise in Google) erscheint.

Am 29. Juni 2015 nimmt Idah Nabateregga (TDF-FGM Referentin) am Runden Tisch Berlin-Brandenburg teil, welcher von Balance organisiert wird. Ziel ist die Vernetzung und der Erfahrungsaustauch mit AktivistInnen. Sister Fa, die senegalesische Musikerin und FGM Aktivistin, berichtet über das von ihr gegründete Assoubul Netzwerk, welches in Berlin sehr aktiv in der Arbeit mit der Guinea Community ist.

Am 7. Juli 2015 nimmt TDF Mitfrau Juliane von Krause im Namen von TERRE DES FEMMES am 55. Runden Tisch, beim Fortbildungszentrum der Stadt München (im KVR) teil. Thema: weibliche genitale Beschneidung/Genitalverstümmelung. Das „Münchener Bündnis Aktiv gegen Männergewalt an Frauen und Mädchen/Jungen“ organisierte die Veranstaltung.

Im Rahmen des Seminarprogramms der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. vom 15.-17. Oktober 2015 zum Thema "Sexualität und Menschenwürde" in Dresden vertritt TDF Mitfrau und Referentin Katharina Kunze TDF am 16.10.2015 mit dem Thema FGM.

Am 02. September 2015 vertritt TDF Mitfrau Monika Weiß-Imroll TERRE DES FEMMES beim Runden Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen, beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein – Westfalen. Schwerpunkt: Psychische Folgen - Traumata der Mädchenbeschneidung Teil II.

Am 15. September 2015 startete das EU-weite Projekt United to END FGM, bei dem TERRE DES FEMMES als deutsche Partnerorganisation mitwirkt. Das Projekt wird von der Cyprus University of Technology (CUT) koordiniert und von der EU Kommission ko-finanziert. Ziel des Projektes ist die Erstellung einer mehrsprachigen Online-Wissensplattform über weibliche Genitalverstümmelung, die sich an verschiedene Berufsgruppen richten soll, die mit betroffenen und gefährdeten Mädchen und Frauen intensiv Kontakt haben. Die Plattform wird in 2017 bereit sein um genutzt zu werden.

Katharina Kunze (links) und Basilisa Dengen von Watch Indonesia (rechts) stellen den Sammelband „Schnitt in die Seele“ vor.  Foto: © TERRE DES FEMMESKatharina Kunze (links) und Basilisa Dengen von Watch Indonesia (rechts) stellen den Sammelband „Schnitt in die Seele“ vor.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Katharina Kunze, FGM-Expertin und TDF Mitfrau, und Basilisa Dengen von Watch Indonesia haben am 14. Oktober 2015 den Sammelband „Schnitt in die Seele“ auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt, welcher von TDF herausgegeben wurde.

Am 17. Oktober 2015 findet das TDF - AG FGM Treffen in der Geschäftsstelle statt. Berichtet wird über die Aktivitäten des Referats FGM in der Geschäftsstelle und verschiedene vorgenommen Aktivitäten von der AG FGM Mitfrauen. Zu Gast hatten wir die Community Aktivistinnen Sister Fa (Senegal) und Fatuma Musa (Somalia), die über ihre Erfahrung und Arbeit innerhalb Communities mit einer höhen Prävalenz an FGM berichteten.

 

Am 21. Oktober 2015 nimmt TDF Mitfrau Monika Weiß-Imroll im Namen von TERRE DES FEMMES beim Runden Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen teil, beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein – Westfalen. Schwerpunkt: Viele Flüchtlinge auch aus Prävalenzländern – wie müssen wir reagieren?

Linda Ederberg präsentiert die Interessen von TERRE DES FEMMES beim Kick-Off Meeting für die Online-Wissensplattform zu weiblicher Genitalverstümmelung. Foto: © Linda Ederberg/TERRE DES FEMMESLinda Ederberg präsentiert die Interessen von TERRE DES FEMMES beim Kick-Off Meeting für die Online-Wissensplattform zu weiblicher Genitalverstümmelung.
Foto: © Linda Ederberg/TERRE DES FEMMES
Am 02. November 2015 startet auf Zypern das Kick-off Meeting für die Online-Wissensplattform zu weiblicher Genitalverstümmelung. Unsere Referentin Linda Ederberg ist vor Ort und repräsentiert TERRE DES FEMMES.

Am 17. November 2015 organisiert TDF Mitfrau Juliane von Krause eine Veranstaltung „Kommunen aktiv gegen FGM - Erfahrungsaustausch mit ExpertInnen aus Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt“ im Eine Welt Haus (Schwanthalerstr 80, München). Es fand eine Podiumsdiskussion mit Dr. Anja Stuckert (Plan International), Jawir Cumar (Stop Mutilation e.v) und Virginia Wangare (Maisha e.V.) statt.

Am 08. Dezember 2015 nimmt TDF MitfrauMonika Weis-Imroll im Namen von TDF am Runden Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen teil, beim Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein – Westfalen. Schwerpunkt: Psychische Folgen/Traumata der Mädchenbeschneidung; Informieren und sensibilisieren – Aufklärungskampagne planen.
 

Am 09. und 16. Dezember 2015 bildet unsere FGM-Referentin Idah Nabateregga Teilnehmer unterschiedlicher Berufsgruppen in Potsdam, im Haus der Natur (Lindenstr 34, Potsdam) und in Cottbus, im Sozio-Kulturellen Zentrum (Zielona-Gora Str. 16, Cottbus) fort. Thema: „Weibliche Genitalverstümmelung: Folgen für die betroffenen Mädchen und Frauen – medizinische und psychosoziale Hilfsangebote“, organisiert von der Fachberatungsdienst Zuwanderung, Integration und Toleranz im Land Brandenburg (FaZit).

Chronik: Katharina Kunze und Idah Nabateregga

 

Stand 2/2016

 

Ereignisse aus dem Jahr 2016

Im Januar wurde unsere Broschüre für in Deutschland lebende MigrantInnen "Wir schützen unsere Töchter" aktualisiert. Die 8-seitige Broschüre soll die Prävention der genitalen Verstümmelung in Deutschland ermöglichen. Sie informiert MigrantInnen über die Verbreitung, Formen, Folgen, Begründungen sowie zur Rechtslage in Deutschland und internationalen Konventionen. Zusätzlich soll die Broschüre im Rahmen der Präventionsarbeit von MedizinerInnen, SozialarbeiterInnen und anderen Fachkräften, die mit betroffenen oder gefährdeten Mädchen und Frauen in Kontakt sind, eingesetzt werden. Sie ist auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Somali und Kiswahili erhältlich. Eine weitere auf Tigrinya ist in Planung.

Am 29. Januar wurde TERRE DES FEMMES offiziell in das europäische Netzwerk END-FGM aufgenommen. END-FGM ist ein Zusammenschluss von 14 Europäischen Nichtregierungsorganisationen aus 11 EU Mitgliedsstaaten, die sich für die Abschaffung von weiblicher Genitalverstümmelung weltweit einsetzen.

Am 01. Februar haben im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin TERRE DES FEMMES, das Familienzentrum Balance, die Künstlerin und Community-Aktivistin Sister Fa und Mama Afrika e.V. an einem von der Amnesty International Hochschulgruppe der Humboldt Universität organisierten Sensibilisierungsabend zu der Thematik teilgenommen. Es gab mehrere Vorträge von ExpertInnen, die in Berlin zu weiblicher Genitalverstümmelung aktiv sind, unter anderem von der TDF Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga. Anschließend fand eine Diskussion mit dem Publikum statt.

06. Februar: In der Werkstatt der Kulturen fand eine von der Künstlerin Sister Fa, dem Community-Netzwerk Assobul, Familienzentrum Balance, TERRE DES FEMMES, ProFamilia, Horizonte und dem Bezirksamt Neukölln organisierte Veranstaltung zum internationalen Aktionstag „Null Toleranz gegenüber Weiblicher Genitalverstümmelung“ statt. Die Veranstaltung umfasste eine Kundgebung, eine Diskussionsrunde und ein Konzert der Künstlerin und FGM Aktivistin Sister Fa.

Des weiteren gab es an diesem Tag eine Büchertischaktion in verschiedenen Buchhandlungen und Bibliotheken deutschlandweit, um öffentliches Interesse für die neuen Erkenntnisse und Ergebnisse unserer Arbeit zu wecken. Durch die Präsentation von Büchern rund um das Thema weibliche Genitalverstümmelung möchten wir das Wissen zu diesem Thema in Deutschland vertiefen und zum Engagement aufrufen.

02. März: Im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf fand der Runde Tisch NRW gegen die Beschneidung von Mädchen zum Thema „Traumafolgestörungen und ihre Behandlung“ statt. TDF Mitfrau Monika Weiß-Imroll vertrat TERRE DES FEMMES.

Am 3. und 4. März fand das Kick-off Meeting für das zweijährige Projekt „CHANGE Plus“ statt. TERRE DES FEMMES koordiniert das von der EU kofinanzierte Projekt und bildet erstmalig auch sieben eigene CHANGE Agents aus. Beim Auftakttreffen begrüßte TERRE DES FEMMES alle europäischen Projektpartner in Berlin. Gemeinsam wurden administrative und inhaltliche Aktivitäten und Strategien diskutiert und weitere Fragen geklärt.

16. – 17. März: Unsere FGM Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga nahm an der Konferenz "From Practices with Potential to Good Practices on Administrative Data Collection on Violence Against Women" in Vilnius, Litauen teil. Die von EIGE (European Institute for Gender Equality) organisierte Konferenz setzte sich mit dem Thema der Datenerhebung zu Gewalt an Frauen in Europa auseinander. Ziel ist es, die europäische Datenerhebung in unterschiedlichen Bereichen (z.B.: medizinischer/juristischer Bereich, Migration, Polizei) zu diesem Thema soweit zu standardisieren, dass beispielsweise eine allgemeine Datenbank möglich ist. Dadurch würde der Datenvergleich vereinfacht. In der von Dr. Idah Nabateregga besuchten Gruppe „Female Genital Mutilation“ wurde zusammen mit VertreterInnen anderer Partnerorganisationen eine lebendige Diskussion über Kriterien der Datenerhebung und gute Praktiken geführt. Unterschiedliche Vorgehensweisen mit hohem Potenzial wurden identifiziert, wie z.B. die Registrierung von FGM in belgischen Krankenhäusern oder ein portugiesisches Aktionsprogramm.

Am 19. März fand das halbjährliche Treffen der deutschlandweiten Arbeitsgruppe zu weiblicher Genitalverstümmelung (AG FGM) in der Bundesgeschäftsstelle von TERRE DES FEMMES in Berlin statt. Charlotte Weil (EU CHANGE Plus Referentin) und Dr. Idah Nabateregga (FGM Referentin) berichteten von ihrer Arbeit mit dem CHANGE Plus Projekt welches zur Überwindung weibliche Genitalverstümmelung in der EU sich befasst. Ein wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war die Forderung nach einer Datenerhebung über Fälle von FGM und die daraus resultierenden Beschwerden, wie sie schon in anderen Europäischen Ländern durchgeführt wird. Eine solche Datenerhebung würde die Dunkelziffer der von FGM betroffenen Mädchen und Frauen deutlich reduzieren. Außerdem gab es Neues vom Amazonian Initiative Movement in Sierra Leone: Immer mehr Mädchen fliehen in das AIM Schutzhaus um FGM oder Zwangsheirat zu entkommen. Um das Haus weiterhin zu unterhalten und die Ausbildung der Mädchen zu gewährleisten, leistet die AG FGM der Initiative Unterstützung. Ein weiteres Thema auf der Agenda war der Umgang mit geflüchteten Frauen und eine Stellungnahme von TDF gegenüber den möglicherweise frauenfeindlichen Strukturen innerhalb der Kulturen von Geflüchteten. Abschließend berichtete Denise Garcia Bergt von ihrer Arbeit mit geflüchteten Frauen im Rahmen der Vereinsarbeit von „International Women Space“.

Die EU-Projekt Koordinatorinnen von CHANGE Plus, Charlotte Weil und Linda Ederberg sowie TDF FGM Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga, die für die Ausbildung der CHANGE Agents zuständig ist, hatten am 20. April die Möglichkeit, die ehemalige Botschafterin von Mali (2005 – 2011) und Schirmherrin des Projekts Fatoumata Siré Diakité in Berlin begrüßen zu können. Frau Fatoumata Siré Diakité ist Gründerin von APDF, einer Organisation in Mali, die sich der Unterstützung von Gewalt betroffener Mädchen und Frauen, besonders FGM, widmet. An dem Treffen nahm auch Gwladys Awo, die CHANGE Plus Projektmanagerin der Plan Stiftung in Hamburg, teil. Es erfolgte ein Austausch über Erfahrungen und Herausforderungen in der Arbeit gegen Genitalverstümmelung sowie über unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen und religiöse Überzeugungen. Der Austausch über bewährte Interventions- und Kommunikationsstrategien wird künftig eine wichtige Rolle spielen.

Von Mai bis Juli fand eine deutschlandweite Datenerhebung zu weiblicher Genitalverstümmelung in deutschen Städten statt, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegeben wurde. Die qualitative Datenerhebung wurde in Berlin von TERRE DES FEMMES koordiniert. Frauen aus verschiedenen afrikanischen Communities haben die Interviews durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie werden Ende des Jahres erwartet.

Linda Ederberg, die FGM EU-Projekte Koordinatorin nahm vom 01. - 02. Juni an einem Capacity-Building-Seminar zum Thema „Genitalverstümmelung und Asyl“ beim Europäischen Netzwerk End FGM in Brüssel teil. Es wurde das Ziel verfolgt, Mitglieder des Netzwerks in der Unterstützung von Asyl suchenden von Genitalverstümmelung gefährdeten oder betroffenen Mädchen und Frauen zu schulen. Es wurde sich über die Rechtslage zu FGM in der EU ausgetauscht und die Verbindung zur politischen Lobbyarbeit hergestellt.

Am 06. Juni wurde Linda Ederberg aufgrund von TERRE DES FEMMES’ mehrjähriger Erfahrung mit EU-Projekten im Bereich weibliche Genitalverstümmelung zu einem von der Europäischen Kommission organisierten Erfahrungsaustausch „Learning for Meaningful Change“ über EU-Projekte im Bereich Gewalt gegen Frauen nach Brüssel eingeladen. VertreterInnen verschiedener von der EU geförderten Projekte zum Thema Gewalt gegen Frauen kamen zusammen und diskutierten gemeinsam Erfahrungen in der Umsetzung der Projekte. So konnten einerseits die TeilnehmerInnen voneinander lernen und andererseits durch ihre Rückmeldungen zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der EU-Programme im Bereich Gewalt gegen Frauen beitragen.

Ebenfalls am 06. Juni fand in Konstanz eine Veranstaltung zur Aufklärung über FGM statt, an der die Städtegruppe Konstanz, die TDF Hochschulgruppe und die „Grüne Jugend Konstanz“ teilnahmen. Es wurde der Film „Wüstenblume“ gezeigt und Gespräche und Diskussionen zum Thema geführt. TERRE DES FEMMES Mitfrau Erika Korn informierte durch Informationsmaterial und Bücher über FGM.

Am 08. Juni fand im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf der Runden Tisch NRW gegen Mädchenbeschneidung mit dem Thema „Schmerz und Schmerzempfinden bei Säuglingen und Kindern und die Auswirkungen auf das spätere Leben“ statt. TDF Mitfrau Monika Weiß-Imroll vertritt TERRE DES FEMMES.

Vom 23. bis 24. Juni war Linda Ederberg EU Projekt Koordinatorin in Madrid, um am 2. Coordination Meeting des Projektes ‚United to End FGM: European Knowledge Platform for Professionals Dealing with Female Genital Mutilation (FGM)’ teilzunehmen. Im Rahmen des Projektes wird eine webbasierte Plattform entwickelt, welche einen „E-Learning“-Kurs in Form von thematisch diversen Modulen für Fachpersonal und alle weiteren Interessierten anbietet, zum anderen werden auf der Website länderspezifische Informationen zu weiblicher Genitalverstümmelung in Form von ‚Country Information Sheets’ zur Verfügung gestellt.

Am 05. Juli haben sich unsere Referentinnen für Weibliche Genitalverstümmelung, Dr. Idah Nabateregga und Charlotte Weil, mit drei MitarbeiterInnen und dem Dezernatsleiter des Landeskriminalamts 123 (Delikte an Schutzbefohlenen)-Berlin getroffen, um sich zu dem Straftatbestand Weibliche Genitalverstümmelung auszutauschen. Neben einem allgemeinen Informationsaustausch wurden Fallbeispiele besprochen und wie eine konkrete Zusammenarbeit aussehen könnte. Gemeinsam wurde eine Interventionskette bei Fällen von Weiblicher Genitalverstümmelung skizziert. Auch Opferschutz und Prävention sind dem LKA ein großes Anliegen. TERRE DES FEMMES freut sich über die Zusammenarbeit mit der Berliner Kriminalpolizei.

Juli: Die im CHANGE-Projekt entwickelte Broschüre „Weiblicher Genitalverstümmelung begegnen: Ein Leitfaden für Fachkräfte in sozialen, pädagogischen und medizinischen Berufen“ wurde im neuen CHANGE Plus Projekt aktualisiert und ist jetzt auf Deutsch, Niederländisch, Französisch, Italienisch, Schwedisch und Portugiesisch erhältlich. Zusätzlich wurde eine EU-weite, englischsprachige Version entwickelt, die einen speziellen Part zu Gesetzgebung und Strategien der Europäischen Union beinhaltet. Die deutsch- und englischsprachige Version kann bei TERRE DES FEMMES bestellt werden. Versionen mit allen Sprachen stehen auf der CHANGE Plus Homepage zum freien Download zur Verfügung.

Auf Anregung des Freundeskreises Tambacounca e. V. nimmt TDF Mitfrau Petra Schnüll am 20. August als Vertreterin von TERRE DES FEMMES am Interkulturellen Gesundheitstag im Freizeitheim Linden in Hannover teil.

Am 27. August fand die erste von acht Trainingseinheiten des Projekts CHANGE Plus statt. Im Rahmen des von der Europäischen Union ko-finanzierten Projekts bildet TERRE DES FEMMES sieben MultiplikatorInnen aus Diaspora-Communities in Berlin aus, die als sogenannte „CHANGE Agents“ praktizierende afrikanische Communities für das Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM) sensibilisieren und langfristig Einstellungs- und Verhaltensänderungen bewirken sollen. Dr. Idah Nabateregga, Fachreferentin für FGM bei TERRE DES FEMMES und CHANGE Plus Community Managerin, bereitet die künftigen CHANGE Agents auf ihre Aufgabe vor. Sie klärt über gesundheitliche, religiöse, soziale, rechtliche und kulturelle Dimensionen von weiblicher Genitalverstümmelung auf. Mehr auf unserer Homepage.

Am 17. September fand im Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM/ Female Genital Mutilation) das zweite Training der zukünftigen CHANGE Agents in Berlin und Lissabon statt. Während unsere Referentin Dr. Idah Nabateregga mit den TeilnehmerInnen in Berlin arbeitete, besuchte unsere CHANGE Plus Projektkoordinatorin und Referentin Charlotte Weil die Partnerorganisation APF in Lissabon. Sie traf den Projektkoordinator, die Trainerin und die Finanzmanagerin, und nahm überdies am Training der CHANGE Agents teil. Dies bot die Möglichkeit, sich intensiv mit den Teilnehmenden in Portugal auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Die Themen des zweiten Trainings waren Gender und Frauenrechte sowie juristische Aspekte rund um das Thema FGM in der EU. Mehr auf unserer Homepage.

Am 23. September fand in Amsterdam das Coordination Meeting für alle Projektpartner des CHANGE Plus Projekts statt, welches von der Europäischen Union ko-finanziert wird. Die Partnerorganisation FSAN war Gastgeber des Meetings und alle weiteren europäischen Projektpartner – TERRE DES FEMMES, AIDOS, APF, Coventry University, End FGM, Equipop und Plan Stiftung – nahmen daran teil. TERRE DES FEMMES wurde durch die CHANGE Plus Projektkoordinatorinnen Charlotte Weil und Linda Ederberg und TDF FGM-Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga vertreten. Das Treffen bot die Möglichkeit, über alle Projektaktivitäten der vergangenen sechs Monate zu diskutieren, den Projektfortschritt zu evaluieren sowie für einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Darüber hinaus stärkte es die Beziehungen und Kooperationskultur zwischen den Projektpartnern.

Am 23. September erarbeitete TERRE DES FEMMES-Mitfrau und ehemalige Referentin des Referats „Weibliche Genitalverstümmelung“ Katharina Kunze im Rahmen eines Projekttages zu Menschenrechtsverletzungen mit NeuntklässlerInnen der Werkrealschule Bonndorf und Lehrerin Melanie Boll das Thema „Weibliche Genitalverstümmelung“. Schwerpunkte dieses Tages waren Ursachen und Auswirkungen der weiblichen Genitalverstümmelung sowie Präventionsstrategien und Gesetzeslagen in den verschiedenen Ländern. Durch ein Rollenspiel, bei dem der Fokus auf verschiedenen Sichtweisen auf das Thema lag, wurde von den SchülerInnen ausgearbeitet, wieso die Abschaffung der Weiblichen Genitalverstümmelung so schwer ist.

Am 30. September nahm Dr. Idah Nabateregga, TDF-Referentin für Weibliche Genitalverstümmelung, an der Fachtagung „Von wegen schwer erreichbar!“ der Deutschen AIDS-Hilfe zur Zusammenarbeit mit afrikanischen Communities teil. Oft gelten diese Communities als „schwer erreichbar“ für Aufklärungsprojekte und Angebote der Gesundheitsförderung – aber schwer erreichbar für wen, und warum? Mehr als 80 ExpertInnen aus Deutschland und Europa diskutierten über eine wirkungsvolle, kreative und nachhaltige Zusammenarbeit mit afrikanischen Communities. TDF Fachreferentin und Community-Expertin Dr. Idah Nabateregga nutzte die Gelegenheit auch zum Austausch und Vernetzen mit verschiedenen ExpertInnen, VertreterInnen afrikanischer Projekte und Organisationen sowie AktivistInnen afrikanischer Herkunft.

Im September hat sich die AG FGM intensiv mit den Fragen befasst, wie die Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle in Zukunft gestaltet werden kann und eine effiziente Arbeitserleichterung für die Hauptamtlichen durch Nutzung der im Verein vorhandenen Expertisen erleichtert und ein regelmäßiger Austausch gesichert wird. Dazu wurden Vorschläge erarbeitet und der Geschäftsführung vorgelegt. 

Am 01. Oktober fand das dritte Training der MultiplikatorInnen im Rahmen des EU-weiten Projekts CHANGE Plus in Berlin statt. Die Ausbildung von MultiplikatorInnen aus verschiedenen afrikanischen Diaspora-Communities soll zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) innerhalb Europas beitragen. Thema dieses Treffens waren Kompetenzen in der Kommunikation und beim Konfliktmanagement, die die MultiplikatorInnen beherrschen sollten und die Rolle von Kultur, Tradition, Identität und Religion im Kontext von FGM. Außerdem standen Skype-Gespräche mit zwei CHANGE Plus Partnerorganisationen sowie mit der Organisation Plan Mali an, die FGM-Referentin Charlotte Weil moderierte. Neben einer Vorstellungsrunde mit allen drei Organisationen gab es eine Fragerunde und Diskussion, die sich auf Probleme und mögliche Lösungswege drehte, die in der Arbeit mit Communities aufkommen.

Am 01. Oktober wurde im Marburger Rathaus für eine Dauer von 3 Wochen die Wanderausstellung „Wonder of the Female Body“ des Vereins LebKom e.V. aus Fulda eröffnet. LebKom e.V. engagiert sich seit 2002 in der Mosocho-Region in Kenia, bevölkert von der Gruppe der Kisii, die an der Tradition von FGM festhielt. Durch Aufklärung und Fortbildung für Lehrkräfte wie auch der Eltern konnten über 20.000 gefährdete Mädchen vor FGM gerettet werden. Inzwischen ist das Projekt so bekannt, dass auch Nachbarregionen sich dafür interessieren. TDF-Mitfrau Ingrid Lee von der Städtegruppe Marburg betreute an zwei Tagen die Ausstellung. Es ist geplant, ein Netzwerk zu diesem Thema in Marburg aufzubauen.

Am 12. Oktober tagte nach zwei Jahren wieder die Bund-Länder-NRO-AG gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Berlin. TDF FGM Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga war eine von den INTEGRA (Deutsches Netzwerk zur Überwindung weiblicher Genitalverstümmelung) Vertreterinnen dort. INTEGRA setzt sich seit 2000 gemeinsam für die deutschland- und weltweite Abschaffung von weiblicher Genitalverstümmelung ein. Es wurden verschiedene Themen diskutiert sowie ein Blick in die bestehende Arbeit von INTEGRA geworfen. Außerdem wurde die EU-Projekt Koordinatorin Linda Ederberg eingeladen, um TDF EU-Projekte „CHANGE Plus“ und „United to end FGM“ vorzustellen.

Am 25. und 26. Oktober nahm unsere FGM Referentin Dr. Idah Nabateregga vom Referat „Weibliche Genitalverstümmelung“ an einem vom European Asylum Support Office (EASO) in Valletta, Malta organisierten Workshop zu „Weibliche Genitalverstümmelung/-beschneidung in ausgewählten Herkunftsländern“ teil. Das Ziel war es, Informationen über bestimmte „Herkunftsländer“ von Asyl-Suchenden zu teilen, diese mit verschiedenen ExpertInnen zu diskutieren und Informationen für Anfragen von verschiedenen EU-Mitgliedstaaten zu sammeln. TDF Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga stellte Prävalenz, sozialen und religiösen Kontext und Risiken von weiblicher Genitalverstümmelung/-beschneidung und Reaktion der Behörden in Sierra Leone und Burkina Faso vor. Außerdem ging es um Projekte von unseren Partnerorganisationen Amazonian Initiative Movement (AIM) in Sierra Leone und Bangr Nooma in Burkina Faso.

Am 05. November fand das vierte Training der zukünftigen CHANGE Agents in Berlin statt. Als besondere Gäste und ExpertInnen durfte TERRE DES FEMMES zu diesem Training Andreas Ritter und Gynäkologin Dr. med. Jutta Pliefke von Pro Familia sowie Gynäkologe Dr. Christoph Zerm begrüßen. Inhalt des Trainings waren sexuelle und reproduktive Gesundheit, gesundheitliche Konsequenzen von FGM, rekonstruktive Chirurgie sowie FGM und Schwangerschaft. Nach einer kurzen Begrüßung von der TDF Fachreferentin und CHANGE Plus Community Managerin Dr. Idah Nabateregga, übernahmen die ExpertInnen von Pro Familia das Training vormittags (sexuelle und reproduktive Gesundheit). Nach der Mittagspause übernahm Gynäkologe Dr. Christoph Zerm das Training (gesundheitliche Konsequenzen von FGM, rekonstruktive Chirurgie sowie FGM und Schwangerschaft). Dr. Christoph Zerm widmet sich bereits seit über 20 Jahren dem Thema weibliche Genitalverstümmelung und ist diesbezüglich deutschlandweit einer der wenigen Experten.

Am 08. November lud das europäische Netzwerk End FGM 2016 zu einer Konferenz zum Thema Asyl und weibliche Genitalverstümmelung nach Brüssel ein. Seit Januar 2016 ist TERRE DES FEMMES Mitglied des Dachverbands End FGM. Thema der Konferenz war weibliche Genitalverstümmelung und geschlechtsbasierte Vulnerabilität im Kontext des EU-Asylverfahrens. TERRE DES FEMMES wurde von TDF Projekt Koordinatorin Linda Ederberg vertreten.

Am 09. November nahm TDF Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga an der von der Bund-Länder-NRO AG (am 12.10.2016) gegründeten Unter-AG zum Thema FGM teil. Die AG traf sich zum ersten Mal für einen ganzen Tag im Familienministerium, um über die Gestaltung von Projekten zu FGM und geflüchteten Frauen und Mädchen sowie über die Projekte zur Überwindung von FGM zu sprechen. Es wurden INTEGRA Mitglieder eingeladen, die Erfahrungen in der direkten Arbeit mit Communities oder mit Geflüchteten in Deutschland haben. Darüber hinaus sind auch VertreterInnen der Ministerien in der Unter-AG tätig.

Am 12. November fand das 5. CHANGE Plus Training der zukünftigen CHANGE Agents in Berlin statt. Thema dieses Trainings war die Ausarbeitung von Interventionsstrategien zum Schutz von gefährdeten Mädchen sowie die Aktionsplanung für verhaltensändernde Aktivitäten, welche die CHANGE Agents im kommenden Jahr in ihren Diaspora-Communities durchführen werden. Das Training wurde von Dr. Idah Nabateregga, TDF Fachreferentin geleitet.

Im Rahmen der Bewegung „Because I am a Girl“ von Plan International, hielt TDF Mitfrau Heidemarie Grobe am 15. November einen Vortrag über weibliche Genitalverstümmelung. Die Aktion richtet sich gegen die Benachteiligung von Mädchen und vertritt ihr Recht auf Bildung und Chancengleichheit.

Am 18. – 19. November fand das diesjährige Hebammenforum in Mainz statt. TERRE DES FEMMES-Mitfrau und Hebamme Hedwig von Knorre, auch aktiv in der AG zu weiblicher Genitalverstümmelung (FGM - Female Genital Mutilation), vertrat TDF in der Form eines Infostandes. Dieses Jahr waren fast 1700 BesucherInnen dabei, die entweder selbst Hebammen sind oder mit dem Berufsfeld zu tun haben. Der Infostand von TERRE DES FEMMES sollte mit diversen Broschüren und Flyern helfen, mehr Präsenz des Themas ‚weibliche Genitalverstümmelung’ in die Arbeit von Hebammen und der Geburtshilfe zu bringen. Leider sind noch nicht viele, die in dem Berufsfeld arbeiten, ausreichend ausgebildet, wenn es um Schwangerschaften und Geburten von Betroffenen von FGM geht.

Am 19. November fand das vorletzte CHANGE Agent Training in der Bundesgeschäftsstelle von TERRE DES FEMMES in Berlin statt. Katrin Schwedes, Psychologin und Leiterin der Beratungsstelle von TERRE DES FEMMES, übernahm die Leitung des Trainings. Sie stellte als Expertin Selbstschutz-Strategien und Traumata für CHANGE Agents vor. Es wurde ein Video zu den verschiedenen Bereichen des Gehirns und neurologischen Auswirkungen von Traumata gezeigt, angeregt über alltägliche Trauma-Trigger diskutiert, Folgen von Trauma sowie mögliche Strategien, wie man einer traumatisierten Person als HelferIn besprochen. Den CHANGE Agents war es sehr wichtig, diese Strategien zu lernen. Wichtig waren auch eigene Verarbeitungsstrategien, da es sehr wichtig ist, sich selbst gut zu fühlen, um anderen ein/e gute/r HelferIn sein zu können. Trotz des sensiblen und schwierigen Themas schaffte TDF Psychologin Katrin Schwedes es, einen geschützten Raum („safe space“) zu kreieren, in dem sich die CHANGE Agents sicher fühlten. TERRE DES FEMMES bedankt sich herzlich bei Katrin Schwedes und Alexandra Kampe für dieses lehrreiche und spannende Training sowie ihre Bereitschaft, ihre eigenen Erfahrungen mit den CHANGE Agents zu teilen.

Am 22. November trafen sich TDF Bundesgeschäftsführerin Christa Stolle und FGM Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga mit der SPD Bundestagsabgeordneten Gabriela Heinrich (stellvertretende menschenrechtspolitische Sprecherin) und Michaela Engelmeier (zuständige Berichterstatterin für die SPD im Entwicklungsausschuss) zum Thema „FGM-Meldepflicht in Deutschland“. Die beide MdBs beschäftigen sich immer wieder mit dem Thema FGM. Nun gab es Anliegen zum Austausch. TERRE DES FEMMES fordert eine Meldepflicht an das Jungendamt. Andere Forderungen, die neben einer Meldepflicht dringend beachtet werden müssen sowie andere Themen wurden besprochen: Fortbildungen unterschiedlicher Berufsgruppen, Zusammenarbeit mit Jugendlichen, Aufklärungskampagnen innerhalb der betroffenen Diaspora-Communities und eine Einführung verpflichtender Vorsorgeuntersuchungen für alle Kinder in Deutschland - unabhängig von Geschlecht und Herkunft. So könnten nicht nur Fälle weiblicher Genitalverstümmelung, sondern auch sexuellen Missbrauchs aufgedeckt werden, was alles unter dem Nationalen Aktionsplan erarbeitet werden könnte. Die beide MdBs nahmen die Vorschläge entgegen, um die Lobbyarbeit weiterzuführen. TDF bedankt sich ganz herzlich für die politische Kooperation und ihr Engagement in der Abschaffung von FGM in Deutschland und mehr Kinderschutz.

Am 23. November hielt TDF Mitfrau Petra Schnüll in der Universitätsmedizin Göttingen einen Vortrag zum Thema FGM und zur Arbeit von TERRE DES FEMMES. Anlass war die Gründung einer Hochschulgruppe.

Am 24. November fand der Runde Tisch Berlin-Brandenburg zum Thema FGM im Familienzentrum Balance in Berlin statt. TDF Projekt Koordinatorin Linda Ederberg war dabei. Besprochen wurden diverse Fortbildungen für Berufsgruppen, die verstärkt mit betroffenen Frauen und Mädchen in Kontakt treten, die Vernissage „FGM, Kinderrechte und... Kunst“, die Bundesweite Studie zu FGM des BMFSJ und die Planung für den internationalen Tag „Zero Tolerance gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“ 2017. Des weiteren berichteten die Teilnehmerinnen von ihren aktuellen Projekten, wie zum Beispiel Colette Tchoumbou, die von ihren Community Aktivitäten im Rahmen des CHANGE Plus Projektes erzählte.

Am 25. November fand das 7. und letzte CHANGE Plus Treffen in Berlin statt. TDF Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga behandelte Richtlinien für Community-Arbeit und -Analyse, Herangehensweisen an die Community Aktivitäten welche die CHANGE Agents im nächsten Jahr durchführen werden und allgemeine Fragen der MultiplikatorInnen. Außerdem wurde die Evaluation der Trainings thematisiert.

Am 28. November nahm TDF Mitfrau Heidemarie Grobe an dem Runden Tisch gegen FGM in Hamburg teil. Auf der Agenda waren der Bericht eines CHANGE Agents aus Somalia und ein Austausch über Erfahrungen mit geflüchteten Frauen.

Am 06. und 08. Dezember bildete FGM Fachreferentin Dr. Idah Nabateregga Berufsgruppen in Eberswalde und Neruppin fort. FaZIT (Fachberatungsdienst Zuwanderung, Integration und Toleranz im Land Brandenburg) veranstaltete die FGM Fortbildung „Weibliche Genitalverstümmelung: Folgen für die betroffenen Mädchen und Frauen – medizinische und psychosoziale Hilfsarbeit.“ Ziel der Veranstaltung war es, diese Berufsgruppen für den Umgang mit betroffenen Mädchen und Frauen zu sensibilisieren und über medizinische und psychologische Hilfsangebote zu informieren. Dr. Nabateregga hob in ihrem Vortrag insbesondere die Rolle der Berufsgruppen hervor, da man als Netzwerk effektiv zusammenarbeiten müsse, um betroffenen Mädchen und Frauen Schutzräume und Hilfe zu bieten. Für alle Berufsgruppen, die mit betroffenen oder bedrohten Mädchen und Frauen in Kontakt treten, sei es sehr wichtig, Mechanismen zur Gefahrenerkennung zu kennen und einzusetzen. Oberste Priorität müsse der Schutz der Kinder sein, sodass zukünftige Verstümmelungen wirksam verhindert werden können.

Ereignisse aus dem Jahr 2014

23. Januar 2014: Die Bund-Länder-NRO-Gruppe zur Überwindung von weiblicher Genitalverstümmelung tagt wieder auf Initiative des BMZ. Für TERRE DES FEMMES nehmen Referentin Katharina Kunze und Praktikantin Mariam Logua teil.

24. Januar 2014: Katharina Kunze nimmt an dem Treffen des Netzwerks Integra teil und stellt die Kampagne „Weibliche Genitalverstümmelung in Indonesien – Schutz statt Verharmlosung“ vor.

4.2.2014: Im Cineplex Neukölln in den Neukölln Arcaden wird der Film „The Cut“ vorgeführt. Die Regisseurin Beryl Magoko und Produzent Andreas Frowein führen danach eine Diskussion mit Interessierten. Linda Ederberg berichtet über die Arbeit von Terre des Femmes und stellt das Projekt CHANGE vor.

05.02.2014: Monika Weiß-Imroll besucht in Düsseldorf eine Veranstaltung von JAPPOO_NRW, bei der drei Chirurgen (Dr. med. Pierre Foldes (Frankreich), Dr. med. Abdoul Aziz Kassé und Dr. med. Dan mon O'Dey) ihre Rekonstruktions-Techniken vorstellen und ein Film über eine Patientin gezeigt wird.

6.2.2014 Monika Weiß-Imroll nimmt in Köln an der Lesung von Prof. Dr. Jürgen Wacker teil, der mit „Isaaks Schwestern“ ein Buch zur weiblichen Genitalverstümmelung geschrieben hat.

12.2.2014: Im Rathaus Neukölln findet eine Fachveranstaltung mit Podiumsdiskussion zum Thema FGM statt. Katharina Kunze nimmt für Terre des Femmes teil.

Die Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion über FGM im schönen BVV-Saal des Rathauses Neukölln: oben: Sylvia Edler, unten v.l.n.r.: Mitarbeiterin des MaDonna Mädchentreff, die drei Gymnasiastinnen, Katharina Kunze, Rakieta Poyga, Fatou Mandiang Diatta. Foto: © TERRE DES FEMMESDie Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion über FGM im schönen BVV-Saal des Rathauses Neukölln: oben: Sylvia Edler, unten v.l.n.r.: Mitarbeiterin des MaDonna Mädchentreff, die drei Gymnasiastinnen, Katharina Kunze, Rakieta Poyga, Fatou Mandiang Diatta. Foto: © TERRE DES FEMMES

20.03.2014 Kerstin Schmitt leitet an der Barnim-Oberschule in Berlin einen Workshop zum Thema weibliche Genitalverstümmelung.

Am 27.3.2014 hat Kerstin Schmitt am OSZ Handel 1 in Berlin einen Schulworkshop zum Thema FGM durchgeführt.

Am 23.4.2014 gibt es einen Infostand auf dem Praxistag des Masterstudiengangs „Childhood Studies and Children’s Rights“ der Freien Universität in der Silberlaube der Universität.

Informationsstand auf dem Praxistag des Masterstudiengangs "Childhood Studies and Children's rights" Foto: © TERRE DES FEMMESInformationsstand auf dem Praxistag des Masterstudiengangs
"Childhood Studies and Children's rights" Foto: © TERRE DES FEMMES

Am 6.05.2014 nehmen Ingrid Lee und Renate Bernhard an dem Symposium zu genitaler Selbstbestimmung in Köln teil.

Vom 7.5.2014 bis 9.5.2014 besucht Katharina Kunze die „Second Conference on FGM in Middle East and Asia“ in Istanbul.

Geimeinsam gegen FGM in Indonesien- Katharina Kunze von TDF mit unseren Partnerinnen von Kalyanamitra (Indonesien). Foto: © TERRE DES FEMMESGeimeinsam gegen FGM in Indonesien- Katharina Kunze von TDF mit unseren Partnerinnen von Kalyanamitra (Indonesien). Foto: © TERRE DES FEMMES

2.6.2014: Katharina Kunze und Edith Bauer nehmen am Treffen des Runden Tisches in Berlin teil. Neben aktuellen Entwicklungen und organisatorischen Punkten wird auch besprochen, demnächst Key Professionals als Gäste einzuladen.

Am 05.06.2014 nimmt Katharina Kunze an der von Amnesty International organisierten Filmreihe „Kinoversität“ zum Thema weibliche Genitalverstümmelung teil und beantwortet gemeinsam mit Hadja Kaba von Mama Afrika die Fragen des Publikums.

13.06.2014: In Mainz wird vom 3. bis 26. Juni im Abgeordnetenhaus von Bündnis 90/die Grünen die Ausstellung „Sie versprachen mir ein herrliches Fest“ gezeigt. Bei der gleichnamigen Diskussionsveranstaltung soll das Tabu um weibliche Genitalverstümmelung gebrochen werden.

Vom 24.7.2014 bis zum 25.7.2014 nimmt Katharina Kunze an der „Conference on Genital Autonomy“ in Boulder (USA) teil. Sie stellte hier sowohl Terre des Femmes, wie auch das Projekt CHANGE und die Unterschriftenkampagne gegen FGM in Indonesien vor.

v.l.n.r.: TERRE DES FEMMES Referentin Katharina Kunze und die Aktivistinnen Opeyemi Parham und Soraya Miré nutzten die Konferenz um sich über die unterschiedliche Wahrnehmung von weiblicher Genitalverstümmelung und Strategien zur Abschaffung auszutauschen. Foto: © TERRE DES FEMMESv.l.n.r.: TERRE DES FEMMES Referentin Katharina Kunze und die Aktivistinnen Opeyemi Parham und Soraya Miré nutzten die Konferenz um sich über die unterschiedliche Wahrnehmung von weiblicher Genitalverstümmelung und Strategien zur Abschaffung auszutauschen. Foto: © TERRE DES FEMMES

Am 27.08.2014 nimmt Heidemarie Grobe für TERRE DES FEMMES an der Sitzung des Runden Tisches Hamburg teil.

Am 09.09.2014 spricht Katharina Kunze bei der Eröffnung der Fotoausstellung „Taken“ von Meeri Koutaniemi in Hamburg. Die Fotografin plant eine Reihe über FGM weltweit und sucht Kontakt zu TERRE DES FEMMES um weitere Informationen und AnsprechpartnerInnen in Indonesien zu bekommen.

Am 23.10.2014 trifft sich Ingrid Lee mit der Frauenbeauftragten der Stadt Marburg und einem Vertreter der „Somalischen Journalisten im Exil“, der sich gegen weibliche Genitalverstümmelung engagieren möchte und nach MitstreiterInnen sucht.

Susana Rocha Teixeira am 30.10.2014 in Greifswald: es wird ein Filmabend mit Diskussion zum Thema Genitalverstümmelung geben. Gezeigt wird der Film „The Cut“. Veranstaltet wird der Filmabend von Amnesty International (Hochschulgruppe Greifswald), Medizin und Menschenrechte Greifswald.

Am 27.11.2014 referiert Rita Fechner in einer Schule in Baden Württemberg zum Thema weibliche Genitalverstümmelung. Sie diskutiert mit SchülerInnen zum Thema und verbreitet unsere Flyer.

Im Dezember 2014 informiert Ingrid Lee bei medizinischen Informationsveranstaltungen für afrikanische Communities in Marburg zu weiblicher Genitalverstümmelung in Zusammenarbeit mit somalischen AktivistInnen.

 

Chronik: Katharina Kunze

P.S. Die Chronik erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Ergänzungen schicken Sie bitte an: genitalverstuemmelung@frauenrechte.de