Weibliche Genitalverstümmelung in Asien

Kuwait (Maliki-Schule)

Vorkommen

In Kuwait ist weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM) unter MuslimInnen der Maliki madhab (eine der vier traditionellen Rechtsschulen des sunnitischen Islam) verbreitet. Eine über vier Jahre geführte Studie mit 4800 schwangeren Frauen ergab 2011, dass 38% von ihnen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind. Die Beschneidung beeinflusste die Schwangerschaft und Entbindung der Frauen negativ. Sie ist mit längeren Krankenhausaufenthalten, stärkeren Blutungen nach der Geburt, Kindstod bei Entbindung sowie einem höheren Hepatitis C Infektionsrisiko verbunden. Außerdem litten 80% der von FGM betroffenen Frauen unter Traumata, 58% unter psychiatrischen Störungen, 38% unter einer anderen Angststörung und 30% unter posttraumatischer Belastungsstörung.

Formen

Gemäß WHO-Klassifikation wird in Kuwait Typ I (Klitoridektomie) und Typ II (Exzision) praktiziert. Bei der Klitoridektomie wird die Klitoris und/oder Klitorisvorhaut herausgeschnitten. Bei der Exzision werden Klitoris und die inneren Labien ggf. auch die äußeren Labien entfernt.

Begründungsmuster

In der Maliki madhab ist weibliche Genitalverstümmelung als sunnah (empfohlen) aufgeführt. Viele MuslimInnen, die dieser Rechtsschule folgen, glauben deshalb, dass ihnen ihre Religion die Praktik vorschreibt.

Gesetzliche Lage

In Kuwait gibt es kein explizites Gesetz gegen weibliche Genitalverstümmelung.

 

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Stand: 12/2019

Russland (Dagestan)

Vorkommen

Obgleich weibliche Genitalverstümmelung (FGM = Female Genital Mutilaton) in Dagestan offiziell illegal ist, sind einem Bericht der Russian Justice Initiative zufolge dennoch zehntausende Frauen davon betroffen. Die Praxis fußt vor allem auf der Annahme, dass damit die sexuelle Aktivität der Frauen gemäßigt werden könne. Außerdem gilt FGM als Initiationsritus der Frau und wird politisch kaum bis gar nicht verfolgt. Darüber hinaus werden die Menschen aktiv ermutigt, Frauen, die vorehelich sexuell aktiv sind, zu töten. Dieser Umstand dient einigen Familien als Rechtfertigung, ihre Töchter durch deren Genitalverstümmelung vor Ermordung zu schützen.

Der Mufti und Vorsitzende des muslimischen Koordinationszentrums vom Nord-Kaukasus, Ismail Berdiyev, ist der Auffassung, dass weibliche Genitalverstümmelung nicht dem Islam widerspräche und zudem nützlich sei, um überschüssige weibliche Energie zu bändigen. Seiner Meinung nach sollten alle Frauen genitalverstümmelt werden, sodass es keine Verderbtheit mehr auf der Erde gäbe. Diese stelle ein Problem da, um das man sich kümmern müsse. Bestärkt wird der muslimische Geistliche durch den in der Öffentlichkeit bekannten Priester der Russischen Orthodoxen Kirche, Vsevolod Chaplin. So zeigt sich, dass die Befürwortung weiblicher Genitalverstümmelung ein religionsübergreifendes Problem darstellt. Er erklärt zudem öffentlich, dass Genitalverstümmelung und das Gebären von Kindern in keinem Zusammenhang stünden. Es ist jedoch bekannt, dass die von FGM Betroffenen Frauen unter den zahlreichen Folgen des Eingriffs in ihren Körper leiden: Von physischen Schädigungen und Begleiterscheinungen, wie schlechte Wundheilung, Schmerzen, (chronische) Infektionen, Schmerzen beim Urinieren und der Menstruation, Verbluten oder Tod bei der Geburt u.v.m. bis zu psychischen Folgen wie Trauma oder Depression.

Formen

In Dagestan wird gemäß WHO-Klassifikation Typ I (Klitoridektomie), Typ II (Exzision) oder Typ IV von weiblicher Genitalverstümmelung praktiziert. Unter Klitoridektomie wird das Herausschneiden der Klitoris und/oder der Klitorisvorhaut verstanden. Bei der Exzision wird die Klitoris und/oder Klitorisvorhaut beschnitten sowie zusätzlich die inneren und ggfs. die äußeren Schamlippen. Mit Typ IV sind alle anderen schädlichen Praktiken am weiblichen Genital, wie z. B. Stechen, Verbrennen oder Ätzen, gemeint.

Begründungsmuster

Die Gründe für weibliche Genitalverstümmelung sind in Russland das Verringern der weiblichen Lust und das Beibehalten der Reinheit einer Frau. Es soll verhindert werden, dass sich eine Frau mit mehreren Männern einlässt. In der von RIJ geführten Studie gaben viele Teilnehmerinnen an, weibliche Genitalverstümmelung aus Gründen der Tradition zu praktizieren. Eine Frau, die an der Studie teilnahm sagte: „I had it done to me, but not everyone goes through it today. People in the towns or in the plains, for example, they don’t all do it. But we try to continue the tradition.“ [An mir wurde FGM praktiziert, aber heutzutage macht es nicht mehr jede. Zum Beispiel in den Städten oder dem Flachland wird es nicht mehr gemacht. Aber wir versuchen die Tradition aufrecht zu erhalten] Auch die Religion wird als Begründung für weibliche Genitalverstümmelung genannt. Eine weitere Teilnehmerin der Studie sagte: „All Muslims have to do it; you cannot be a Muslim woman otherwise. It’s essential; it’s in the Sunna. I went through it and I have put my children an grandchildren thorough it.“ [Alle Musliminnen müssen das machen; du kannst keine Muslimin sein, wenn du nicht beschnitten bist. Es ist notwendig; es steht in der Sunna. An mir wurde es gemacht und ich habe es auch bei meinen Kindern und Enkelinnen gemacht.]

Gesetzliche Lage

Artikel 21 der russischen Verfassung besagt: „A person’s dignity is protected by the state. Nothing may serve as a basis for its derogation; No one may be subjected to torture, violence or other humiliating treatment or punishment.“ In Russland ist es auch ein Straftatbestand die sexuelle Freiheit eines anderen Individuums einzuschränken. Alle Formen von weiblicher Genitalverstümmelung gem. WHO-Klassifikation verstoßen gegen diese Gesetze. Ein explizites Gesetz gegen weibliche Genitalverstümmelung gibt es jedoch nicht. Bisher kam es in Russland weder zu einer Anklage noch zu einer Verurteilung wegen weiblicher Genitalverstümmelung.

 

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Stand: 12/2019

Jemen

© UNICEF Data: Monitoring the Situation of Children and Women. 2019. Country Profile: Jemen.© UNICEF Data: Monitoring the Situation of Children and Women. 2019. Country Profile: Jemen.

Vorkommen

Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM) wird im Jemen vor allem im Osten praktiziert. Insgesamt sind durchschnittlich 19% aller Mädchen und Frauen (15-49 Jahre) genitalverstümmelt. Die Praktik wird im Jemen dabei sehr früh durchgeführt – in den meisten Fällen (87%) innerhalb der ersten Woche nach der Geburt, weitere 9% vor dem ersten Lebensjahr.

Zahlen

Betroffene: 19% der Mädchen und Frauen (15-49 Jahre)
Befürworterinnen: 19% der Mädchen und Frauen (15-49 Jahre)
Beschneidungsalter: 85% der Verstümmelungen werden innerhalb der ersten Lebenswoche durchgeführt und 9% vor dem ersten Lebensjahr

85% der Eingriffe werden von einer traditionellen Beschneiderin durchgeführt, 13% durch medizinisches Personal

Formen

Typ II (Exzision) gemäß WHO-Klassifikation wird mit 88% der Genitalverstümmelungen im Jemen am häufigsten praktiziert. Dabei wird der äußerlich sichtbare Teil der Klitoris und der inneren Schamlippen mit oder ohne Beschneidung der äußeren Schamlippen teilweise oder vollständig entfernt. 11% der Genitalverstümmelungen sind eine Klitoridektomie (Typ I). Das bedeutet, dass der äußerlich sichtbare Teil der Klitoris und/oder der Klitorisvorhaut teilweise oder vollständig entfernt wird.

1% der Genitalverstümmelungen entsprechen Typ IV („andere Formen“) der WHO-Klassifikation. Eine wiederholt beschriebene Praktik ist: al-takmeed. Dies bezeichnet den Brauch, dass dem wenige Tage alten Mädchen von der Mutter für einen Zeitraum von 40 Tagen bis zu fünf Monaten täglich eine Stunde lang ein mit Salz und/oder Sand, Öl und Kräutern getränktes Tuch auf der Klitoris und Vulva gerieben wird. Durch diese Prozedur soll das Nervengewebe abgestumpft werden, sodass später die sexuelle Lust und das Begehren des Mädchens gemindert ist.

Begründungsmuster

Dass der Eingriff in so frühem Alter vorgenommen wird und so stark verbreitet ist, deutet darauf hin, dass weibliche Genitalverstümmelung im Jemen mittlerweile zu einem „Routineschritt“ im Lebenslauf von Mädchen und Frauen gehört. Der Hauptbeweggrund für weibliche Genitalverstümmelung ist jedoch die Einschränkung der weiblichen Lust.

Gesetzliche Lage

Die Versuche weibliche Genitalverstümmelung juristisch einzuschränken sind bisher gescheitert. Zum Teil, weil die geschaffenen Maßnahmen keine abschreckende Wirkung entfalten, zum anderen, weil die bestehenden Vorschriften und Gesetze kaum genutzt werden. So hat das Gesundheitsministerium sich zwar explizit gegen weibliche Genitalverstümmelung ausgesprochen und mit internationalen ExpertInnen ausgetauscht, doch die Umsetzung der gemeinsam entwickelten Strategie zur Abschaffung weiblicher Genitalverstümmelung lässt noch auf sich warten. Bereits 2001 wurde die Durchführung von FGM in öffentlichen Krankenhäusern, privaten Kliniken und durch medizinisches Personal verboten. Dies führte jedoch dazu, dass weibliche Genitalverstümmelung nun in privaten Haushalten und von traditionellen Beschneiderinnen praktiziert wird. In 2008 wurde ein Regierungsplan aufgesetzt, welcher die Praktik bis 2012 um 30% senken sollte. Religiöse Führer sollten dazu animiert werden, sich gegen weibliche Genitalverstümmelung auszusprechen und die Praktik zu verurteilen. 2009 wurde dem Parlament ein Gesetzentwurf vorgelegt, welcher die Durchführung von weiblicher Genitalverstümmelung unter Strafe stellt, jedoch wurde das Gesetz bis heute nicht verabschiedet.

Haltung und Tendenzen

Die Prävalenzrate von FGM stieg von 2012 bis 2013 von 17% auf 19% an. Dabei sind 75% der Mädchen und Frauen (15-49 Jahre) der Ansicht, FGM muss aufhören.

 

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Stand 12/2019

Oman

Vorkommen

Lange wurde angenommen, dass weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM) im Oman primär im Süden in Dhofar praktiziert wird und nur ganz vereinzelt im Norden. 2014 befragte die Menschenrechtsaktivistin Habiba Al Hinai 100 Frauen in der Hauptstadt Muskat zum Thema FGM. 78 von ihnen gaben an beschnitten zu sein, weitere 10 Frauen sagten aus, sie wissen es nicht. Al Hinai vermutet, dass diesen Frauen tatsächlich keine Informationen zur natürlichen Beschaffenheit der Vulva zur Verfügung stehen und dass das Tabu, über intime Dinge zu sprechen, so stark wirkt, dass die nähere Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper verwerflich erscheint.  

Im Süden ist weibliche Genitalverstümmelung schon lange Tradition. Fast alle Mädchen über 15 Jahre sind beschnitten. Hier findet die Genitalverstümmelung ein bis zwei Tage nach der Geburt statt. Da der Eingriff in omanischen Krankenhäusern verboten ist, wird das Neugeborene meist zu einer sozialen Autorität, einer Ältesten gebracht, welche die Praktik durchführt. Oft werden gleichzeitig die Ohren des Mädchens gepierct, um den Glauben zu erwecken, das Baby würde deshalb schreien.

Anmerkung:

Im Oman sind nur Nichtregierungsorganisationen legal, die staatlich genehmigt, kontrolliert und gelenkt arbeiten. Entsprechend schwierig ist die Forschung zu weiblicher Genitalverstümmelung. Ältere Studien sind oft nicht mehr verfügbar. ForscherInnen drohen Restriktionen und Strafen, wenn sie ihre erhobenen Daten ohne staatliche Genehmigung veröffentlichen. Das Thema wird so stark kontrolliert, dass das Gesundheitsministerium nicht im Sinne der Mädchen und Frauen aktiv werden darf und dass selbst BefürworterInnen sich nicht öffentlich äußern dürfen, um das Aufkeimen einer Diskussion vorwegzunehmen. Entsprechend wichtig sind die Stimmen einzelner ForscherInnen und BloggerInnen, deren Aussagen über die unten genannten Links abrufbar sind.

Formen

Im Süden des Oman wird hauptsächlich Typ II (Exzision) gemäß WHO-Klassifikation praktiziert. Bei der Exzision wird die Klitoris und/oder Klitorisvorhaut beschnitten sowie zusätzlich die inneren und ggfs. die äußeren Schamlippen. In den südlichen Bergregionen wird auch Typ III, die Infibulation praktiziert. Dabei wird das gesamte äußerlich sichtbare Genital entfernt und die Wunde bis auf ein kleines Loch zugenäht.

Im Norden wird vor allem Typ IV (alle anderen schädlichen Praktiken am weiblichen Genital, wie z.B. Stechen, Ätzen, Verbrennen) praktiziert.

Begründungsmuster

Im Süden wird weibliche Genitalverstümmelung aus der Tradition heraus praktiziert. In einer von WADI e.V. (eine NRO, die sich der Aufklärung und Abschaffung von FGM im Mittleren Osten widmet) geführten Studie gaben die befragten Personen an, weibliche Genitalverstümmelung sei eine Tradition und nichts weiter. Im Norden hingegen ist die Religion der Hauptbeweggrund für das Praktizieren weiblicher Genitalverstümmelung.

Gesetzliche Lage

Krankenhäusern im Oman ist es verboten, weibliche Genitalverstümmelung zu praktizieren. Dies führt jedoch lediglich dazu, dass die Praktik im Geheimen durchgeführt wird. Das Gesundheitsministerium stellte einen Fünf-Jahres-Strategieplan (2006-2010) vor, laut dem flächendeckende Studien zur FGM-Prävalenz durchgeführt werden sollen, um weiteren Handlungsbedarf zu erkennen und Aufklärungskampagnen zu starten. Allerdings wurde der Strategieplan bis heute nicht konsequent und zufriedenstellend umgesetzt, sodass weibliche Genitalverstümmelung weiterhin besteht und kaum Aufklärung darüber herrscht. Im August 2019 gab das omanische Sozialministerium eine Gesetzesänderung zum Schutz von Kindern bekannt, darunter ein ausdrückliches Verbot von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM).

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Stand: 12/2019

Iran

© 2019 stopfgmmideast.org. Verbreitung von FGM in Iran© 2019 stopfgmmideast.org. Verbreitung von FGM in Iran

Vorkommen

Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation – FGM) ist im Iran vor allem in der südlichen Provinz Hormozgan verbreitet, aber auch in Kurdistan, Kermanshah und westlichen Gebieten an der Grenze zum Irak. FGM wird im Iran als Khatne oder Sonat bezeichnet. Die Beschneidung findet meist in Privathäusern ohne Anästhesie statt. Die Bescheidung initiiert in den meisten Fällen die eigene Mutter oder Großmutter. Die Mädchen werden sehr früh (oft vor Vollendung des ersten Lebensjahrs) beschnitten. Aber auch hier gibt es regionale Unterschiede – in manchen Gegenden werden Mädchen zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr genitalverstümmelt und einige erst, auch auf eigenen Wunsch hin, vor dem Eintritt in die Ehe.

Zahlen

Betroffene: ca. 56% der Mädchen und Frauen
Beschneidungsalter: Zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr (in einigen Regionen). Oder erst auf eigenen Wunsch, vor dem Eintritt in die Ehe.

Die meisten Eingriffe werden von einer traditionellen Beschneiderin durchgeführt.

Formen

Am häufigsten wird im Iran Typ I (Klitoridektomie) gem. WHO-Klassifikation praktiziert. Das bedeutet, dass der äußerlich sichtbare Teil der Klitoris und/oder die Klitorisvorhaut teilweise oder vollständig entfernt wird. Seltener wird Typ II (Exzision) praktiziert. Hierbei wird der äußerlich sichtbare Teil der Klitoris und der inneren Schamlippen mit oder ohne Beschneidung der äußeren Schamlippen teilweise oder vollständig entfernt.

Begründungsmuster

FGM wird im Iran aus verschiedenen Begründungen heraus praktiziert. Unter anderem lassen Mütter ihre Töchter genitalverstümmeln, um deren Heiratschancen zu verbessern. Auch Züchtigkeit, die Verringerung der weiblichen Lust, für den Ehemann „rein“ zu bleiben, sowie die Jungfräulichkeit zu erhalten, werden als Gründe für FGM aufgeführt. Mitunter wird auch der Teufel in der Klitoris oder der Klitorisvorhaut vermutet, der herausgeschnitten werde müsse, um die Frau vor dem Bösen zu bewahren, damit sie selbst nicht böse werde. Zudem glauben viele, dass ihnen ihre Religion weibliche Genitalverstümmelung vorschreibt.

Gesetzliche Lage

Im Iran besteht kein explizites Gesetz gegen weibliche Genitalverstümmelung, jedoch können andere Gesetze gegen Gewalttaten und Körperverletzung darauf angewandt werden, was zu einer Haftstrafe von 3-12 Jahren führen kann. Darunter fallen Artikel 386, 664, 706 und 707 des islamischen Strafgesetzbuches. Zudem gibt es im Iran ein Behindertenschutzgesetz, das Behinderungen als „Anomalität der körperlichen Struktur aus jeglichem Grund“ definiert. Eine dauerhafte Behinderung kann auch durch eine Verletzung entstanden sein. Diese Gesetze, die Privilegien sichern und vor Diskriminierung schützen sollen, können also theoretisch auch auf den Tatbestand der weiblichen Genitalverstümmelung angewandt werden.

Haltung und Tendenzen

38% der Mädchen und Frauen sowie Jungen und Männer (15-49 Jahre) befürworten die Praktik weibliche Genitalverstümmelung. In Piranshar und West-Azerbaijan sind weniger als 10% der Mädchen und Frauen (15-29 Jahre) beschnitten. Wird dies mit den 43% der beschnittenen Frauen (30-49 Jahre) verglichen, kann ein Rückgang festgestellt werden. Ebenso in Javanrood und Kermanshah: 6% der Mädchen und Frauen (15-29 Jahre) gegenüber 41% der Frauen (30-49 Jahre).

 

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Stand 12/2019