Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Die gefährdete Arbeit unserer internationalen Partnerorganisationen in den Zeiten der Corona-Pandemie

© cini.angela87@gmail.com - Depositphotos

Auch schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie mussten unsere internationalen Projektpartnerinnen unter teils sehr widrigen Umständen für Frauenrechte kämpfen. Ihre Arbeit droht jetzt noch schwieriger zu werden.

Mittlerweile sind alle Partnerorganisationen unmittelbar von der Pandemie betroffen. Wenn sie auch versuchen, ihre Arbeit mit großem Einsatz fortzuführen, so wird diese doch immer stärker eingeschränkt. Ein Großteil der Aktivitäten, die eine persönliche Anwesenheit erfordern, mussten vorerst eingestellt werden.

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Boko Haram auf dem Vormarsch in Nord-Kamerun

M'lay-Kinder defilieren mit TDF-Fahne. Foto: © AAFMHL

Die im Grenzgebiet zwischen Nigeria und Kamerun operierende Boko Haram-Miliz terrorisierte die Menschen im Mandara-Gebirge bereits in der Vergangenheit immer wieder mit Überfällen und Brandschatzungen. In den letzten drei Monaten hat sich die Lage aber gravierend verschärft: mehr als 3.000 Menschen wurden angegriffen, missbraucht oder entführt. Die BewohnerInnen sind täglich großer Unsicherheit und Gewalt ausgesetzt. Auch der lokale Partner von TERRE DES FEMMES die Organisation AAFMHL berichtete von Überfällen auf mehrere Dörfer ganz in der Nähe des Projektgebiets. Viele Menschen sind geflüchtet, um ihr Leben und ihre wenigen Habseligkeiten zu retten. Bislang sind die TDF-Stipendiatinnen in den Dörfern Huva, M'lay und Ldama noch nicht von der Gewalt betroffen, aber die Lage muss genau beobachtet werden. AAFMHL setzt alles daran, die Mädchen bei Bedarf rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

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MIRIAM’s Arbeit Thema im Spanisch-Unterricht

Aline Scherer spricht vor Berliner OberschülerInnen über Frauenrechte in Nicaragua. Foto: © TERRE DES FEMMES | Aline SchererAline Scherer spricht vor Berliner OberschülerInnen über Frauenrechte in Nicaragua. Foto: © TERRE DES FEMMES | Aline SchererAm 19. Dezember 2019 besuchte IZ-Praktikantin Aline Scherer im Rahmen eines selbst entwickelten und durchgeführten Praktikumsprojekts die 10. Klasse einer Berliner Oberschule, um über das TDF-Kooperationsprojekt Asociación Proyecto MIRIAM in Nicaragua zu berichten. Seit 2012 realisieren MIRIAM und TERRE DES FEMMES Kooperationsprojekte.

MIRIAM setzt sich für ein selbstbestimmtes Leben frei von Gewalt für Frauen in Nicaragua ein. Dieses Ziel verfolgt die Organisation durch Bildungsmaßnahmen, die zur ökonomischen Unabhängigkeit der Frauen beitragen sollen und durch psychologische und rechtliche Beratung von Frauen mit Gewalterfahrungen. Das Angebot von MIRIAM ist breitgefächert und umfasst außerdem noch viele weitere Aktivitäten - stets mit dem Ziel des finanziellen und rechtlichen Empowerments, aber immer auch mit besonderem Augenmerk auf die persönliche und emotionale Stärkung der Frauen.

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School Clubs für Geschlechtergerechtigkeit: Sierra Leones SchülerInnen kämpfen für Mädchenschutz

Bei einer Schulveranstaltung mobilisiert AIM für alternative Initationen - ohne FGM. Foto: © AIM

In Sierra Leone sind 90 Prozent aller Mädchen und Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren von Genitalverstümmelung (engl. FGM) betroffen. Die Akzeptanz gegenüber der schädlichen traditionellen Praktik ist immer noch groß. Beschneiderinnen genießen hohes Ansehen. Seit 2012 kämpft die TDF-Partnerorganisation Amazonian Initiative Movement (AIM) gegen FGM. FGM findet im Rahmen einer Initiationszeremonie (Bondo-Kult) statt, die Mädchen wichtiges Wissen für ihr Leben als erwachsene Frau vermittelt, allen voran für ihre Rollen als Ehefrau und Mutter. AIM klärt intensiv über FGM und seine schlimmen Folgen auf – auch an Schulen, über so genannte Menschenrechtsclubs (engl. School Clubs).

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Verschiebung der TDF-Ausstellung

Plakat Nicaraguaausstellung 2020Um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) vorzubeugen, müssen die Vernissage am 24. März 2020 und die Ausstellung vom 23. März bis zum 23. Mai 2020 abgesagt werden. Es tut uns sehr leid, aber die aktuelle Lage lässt uns keine andere Wahl.

Wir bitten um Ihr Verständnis! Es ist geplant, die Vernissage und Ausstellung später im Jahr 2020 nachzuholen.

 

 

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