Pressearchiv 2004

01.03.2004: Stoppt häusliche Gewalt: Eine Kampagne von THE BODY SHOP & TERRE DES FEMMES

bodyshop-logo3.gif

Es ist Zeit zu handeln:

STOPPT HÄUSLICHE GEWALT!

eine Kampagne von
THE BODY SHOP & TERRE DES FEMMES

 

tdf-logo.gif

Zuhause. Da sind wir sicher. Dort können wir uns entspannen und vor der Welt fliehen. Doch für viele Menschen ist das Zuhause kein Ort der Zuflucht, sondern ein Ort der Angst und des Schmerzes.

Grund genug für das englische Kosmetikunternehmen THE BODY SHOP gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES, die Kampagne “Stoppt häusliche Gewalt!“ ins Leben zu rufen.

Auftakt der deutschlandweiten Kampagne, die auf mehrere Jahre angelegt ist, ist der Weltfrauentag am 8. März 2004.

Dazu gibt es in allen Shops eine umfassende Informationsbroschüre. Doch THE BODY SHOP geht noch einen Schritt weiter: Die Shops werden zu einem Kompetenz-Zentrum in Sachen „Information“ sowie „Fundraiser“ für den Kampagnenpartner TERRE DES FEMMES.

Das Unternehmen fordert die Menschen auf, sich aktiv gegen häusliche Gewalt einzusetzen:

1. Werden Sie Ihr altes Handy los und tun Sie dabei etwas Gutes! Bei THE BODY SHOP gibt es spezielle, bereits adressierte Briefumschläge; einfach Handy reintun und portofrei absenden. Für jedes eingesandte Handy erhält TERRE DES FEMMES 3,50 EUR.

2. Für nur 1,- EUR kann eine Anstecknadel mit dem Kampagnenmotiv erworben werden – der Erlös geht an TERRE DES FEMMES.

3. Ab Kampagnenstart gibt es in den THE BODY SHOPs ein Charity-Produkt, von dem ein Teil des Erlöses ebenfalls an TERRE DES FEMMES geht. Das Charity-Produkt, die beliebte Aloe Vera-Lotion, ist an dem Kampagnen-Sticker zu erkennen.

Darüber hinaus werden auf Shopebene vielfältige Aktionen und Kooperationen mit lokalen Frauenhäusern und Organisationen stattfinden, wie zum Beispiel Sammelaktionen und kostenlose Wellness- oder Schminkkurse.

„THE BODY SHOP will mit seiner Kampagne ’Stoppt häusliche Gewalt!’ aufrütteln, den Menschen Mut machen, hinzusehen und sich einzumischen. Denn häusliche Gewalt ist nicht privat, sie ist ein Verbrechen!“, erklärt Elisabeth Weyermann von THE BODY SHOP Deutschland.

Dass häusliche Gewalt keine Privatsache, sondern ein Verbrechen ist, dieser Ansicht sind auch 80% der Deutschen – so ein Ergebnis der repräsentativen Studie zu häuslicher Gewalt, die von THE BODY SHOP bei Ncompass in Auftrag gegeben wurde (Details zur Untersuchung finden Sie im Anhang oder erhalten Sie auf Nachfrage).

Weltweit sind Millionen von Menschen Opfer von Isolation, Einschüchterung, Demütigung und Gewalt durch die Menschen, die ihnen am nächsten sind. Häusliche Gewalt ist nicht auf heterosexuelle und verheiratete Paare beschränkt – sie kann auch gleichgeschlechtliche Partner und Kinder treffen.

THE BODY SHOP hat sich schon lange gewünscht, etwas gegen diese Form des Missbrauchs zu tun, da zwei wichtige Unternehmenswerte der „Schutz von Menschenrechten“ und die „Stärkung des Selbstwertgefühls“ sind. Zusammen mit der Menschenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES kann das Unternehmen für die vielen tausend Opfer häuslicher Gewalt etwas verändern.

„Allein im letzten Jahr haben 45.000 Frauen in Deutschland Zuflucht in Frauenhäusern gesucht. Das Thema ‚häusliche Gewalt’ muss in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden, damit endlich etwas geschieht – und der Staat keine weiteren finanziellen Mittel streicht“, so Christa Stolle, Geschäftsführerin von TERRE DES FEMMES.

Es ist Zeit zu handeln: 

STOPPT HÄUSLICHE GEWALT!

08.03.2004: "Stoppt häusliche Gewalt!": Eine Kampagne von THE BODY SHOP und TERRE DES FEMMES e.V.

Das Zuhause - der gefährlichste Ort für eine Frau

Pünktlich zum Internationalen Frauentag am 8. März 2004 startet das sozial engagierte Kosmetikunternehmen THE BODY SHOP Deutschland gemeinsam mit TERRE DES FEMMES eine mehrjährige Kampagne gegen häusliche Gewalt.

„Leider wird das heikle Thema der Gewalt innerhalb der Familie immer noch zu wenig in der Öffentlichkeit thematisiert“ erklärt Christa Stolle, Geschäftsführerin von TERRE DES FEMMES. „Der Internationale Frauentag erinnert uns einmal mehr daran, dass auch in Deutschland die Menschenrechte von Frauen nicht immer beachtet werden.“

Häusliche und familiäre Gewalt ist die am weitesten verbreitete Form der Gewalt und umfasst alle gesellschaftlichen Schichten. In Deutschland ist davon fast jede vierte Frau betroffen, und jährlich fliehen rund 45.000 Frauen mit ihren Kindern in Frauenhäuser. Vielfach sehen die Opfer ihre Lage als aussichtslos an und können sich nicht selbst daraus befreien.

THE BODY SHOP will etwas gegen diese Form des Missbrauchs tun, da zwei wichtige Unternehmenswerte der „Schutz von Menschenrechten“ und die „Stärkung des Selbstwertgefühls“ sind. Zusammen mit TERRE DES FEMMES hofft das Unternehmen, für die vielen tausend Opfer häuslicher Gewalt etwas bewirken zu können.

Deshalb richtet sich die Kampagne „Stoppt häusliche Gewalt” sowohl an direkt betroffene Frauen als auch an Menschen, die von Fällen häuslicher Gewalt in ihrem persönlichen Umfeld wissen.

Die Auslage von Informationsmaterial in den BODY SHOP-Filialen soll TERRE DES FEMMES helfen, dieses schwierige Thema in die Öffentlichkeit zu tragen und den Opfern Unterstützung zu bieten. Auch vor Ort sollen Frauenhäuser und Frauenorganisationen durch Projektkooperationen unterstützt werden. Gleichzeitig kann sich jede Kundin und jeder Kunde durch den Kauf eines Charity-Produkts oder einer Anstecknadel aktiv an dieser Aktion beteiligen. Der Erlös daraus soll teilweise TERRE DES FEMMES zugute kommen.

Christa Stolle
Geschäftsführerin

11.10.2004: Sibel Kekilli kommt zur TDF-Stiftungsgala am 16. Oktober 2004 nach Tübingen

Nach 23 Jahren erfolgreicher Menschenrechtsarbeit gründet TERRE DES FEMMES eine Förderstiftung und lädt aus diesem Anlass zu einer Stiftungsgala ein.

Stargast des Abends wird Sibel Kekilli sein. Sie wurde als beste Hauptdarstellerin im Film „Gegen die Wand" mit dem diesjährigen Deutschen Filmpreis geehrt. Auf der Gala wird sie mit sehr persönlichen und engagierten Worten über weltweite Gewalt gegen Frauen sprechen. Weiterhin werden Christa Stolle, TERRE DES FEMMES-Geschäftsführerin, Ute Vogt, Staatssekretärin beim Bundesministerium des Innern, Helena Hartmann, eine Stifterin und Hubert Wicker, Regierungspräsident in Tübingen, eine Rede halten.

Gefeiert wird die Gründung am 16. Oktober ab 18 Uhr mit einer Gala in den oberen Sälen der Tübinger Museumsgesellschaft (Wilhelmstraße 3, 72074 Tübingen).

Durch das vielfältige Programm wird die Buchautorin und Management-Trainerin Sabine Asgodom führen.

Die Kabarettistinnen „Queens of Spleens" werden die Gäste mit Auszügen aus ihrem aktuellen Programm unterhalten und die Frank J. Büttler Entertainment Company wird passende Tanzmusik präsentieren.

Als Ehrengäste werden die baden-württembergische Sozialministerin Tanja Gönner, die Tübinger Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin und Annette Widmann-Mauz, die Tübinger Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid, die nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete Ute Koczy und die TERRE DES FEMMES - Gründerin Ingrid Staehle auf der Gala anwesend sein.

Weiterhin haben sich der Tübinger Schriftsteller Peter Prange, die Chefredakteurin der Zeitschrift BUNTE Patricia Riekel, die Geschäftsführerin des Reiseunternehmens TQ3 Ilona de March, die Consulterin Susanne Westphal, die stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft ver.di Margret Mönig-Raane und die Geschäftsführerin von Randstad Deutschland Heide Franken angekündigt.

TERRE DES FEMMES arbeitet seit 1981 weltweit für die Gleichberechtigung und Würde von Frauen und Mädchen. Der Verein kämpft unter anderem gegen weibliche Genital-verstümmelung, Frauenhandel, "Ehren"-Morde, häusliche Gewalt sowie gegen die Ausbeutung von Bekleidungsarbeiterinnen. In den letzten zwei Jahrzehnten hat TERRE DES FEMMES sich vor allem durch Öffentlichkeits-, Lobby- und Projektarbeit als wichtige Frauenrechtsorganisation in Deutschland etabliert.

Bitte wenden Sie sich mit Akkreditierungswünschen oder bei weiterem Informationsbedarf zur Stiftung oder zu TERRE DES FEMMES direkt an die Geschäftsführerin Christa Stolle, entweder via E-Mail unter geschaeftsfuehrung@frauenrechte.de oder unter der Telefonnummer 0 70 71 / 79 73-0.

21.09.2004: TERRE DES FEMMES auf der Frankfurter Buchmesse 2004: Unsere Neuerscheinung

Das Schwerpunktthema der diesjährigen Buchmesse in Frankfurt ist die Literatur der „Arabischen Welt“. Die Schönheit und literarische Vielfalt dieser Länder wird in der Woche vom 6. bis 10. Oktober 2004 ausgebreitet und bewundert werden. Auch TERRE DES FEMMES beschäftigt sich seit langem mit der arabischen Welt. Doch als Menschenrechtsorganisation, die sich für Frauenrechte weltweit einsetzt, stehen dabei die Frauenrechte in islamischen Gesellschaften im Zentrum des Interesses.

Unsere Neuerscheinung zur Buchmesse 2004

„Tatmotiv Ehre“
zeigt auf, wie Frauen im Namen der Ehre ihre Menschenrechte einbüßen. Zu Tausenden werden Frauen und Mädchen (auch in Deutschland) jährlich von ihrer eigenen Familie ermordet. Da Frauen in vielen patriarchalischen Gesellschaften die Familienehre verkörpern, kann jeder Verstoß gegen die ihnen zugeschriebene Rolle als Frau und Mutter ohne gesellschaftliche Ächtung mit brutalen Strafen geahndet werden. Ein aufrüttelndes, ein provozierendes Buch über Verbrechen im Namen der Ehre.

104 Seiten, Tübingen 2004, 9,90 €, ISBN 3-936823-05-7

TERRE DES FEMMES wird als Ausstellerin auf der Frankfurter Buchmesse auftreten. Wir bieten Lesestoff rund um das Thema Menschenrechte für die Frau, Frauenkalender, Informationsmaterial und eine Signierstunde mit Nena Heydenreich, der Autorin des neuen Buches „Zeitpläne der Liebe“ am Sonntag, 10. Oktober von 10:00 bis 12:00Uhr.

Besuchen Sie uns an unserem Stand in Halle 4.1. Stand Nr. D 152!

Kontakt für Nachfragen:

Christa Stolle                                                     Sandra Stopper

E-Mail: geschaeftsfuehrung@frauenrechte.de       E-Mail: planerin@frauenrechte.de

 

18.10.2004: Stiften gehen für TDF: Prominente feierten Gründung einer Stiftung für Frauenrecht

„Eine l(i)ebenswerte Welt für Frauen und Mädchen“- das war das Motto der Gala am Samstag, den 16. Oktober in Tübingen. Prominente aus Kultur, Politik und Wirtschaft feierten mit dem Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES die Gründung der gleichnamigen Förderstiftung. Unter ihnen Sibel Kekilli, die für ihre Hauptrolle in Fatih Akins Film „Gegen die Wand“ den deutschen Filmpreis erhielt, die ehemalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin, die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane, Ilona de March, Leiterin der TUI-Tochter TQ3 und Peter Prange, Autor des Romans „Das Bernstein-Amulett“.

Die Stiftungsgründung möglich gemacht hatten acht Frauen und eine Familie, die als Erst-StifterInnen ein Startkapital von 135.000 Euro aufbrachten. „Ein neues Kapitel in der Vereinsgeschichte wurde aufgeschlagen“, freute sich TERRE DES FEMMES-Geschäftsführerin Christa Stolle. Ingrid Staehle, die den Verein 1981 in ihrem Hamburger Wohnzimmer gegründet hatte, meint: „Mit der Stiftung ist der Verein erwachsen geworden. Eine Stiftung kann in ganz anderen gesellschaftlichen Kreisen wirken. Das ist das Ende der Bescheidenheit.“

Den 200 Gala-Gästen wurde in den festlich geschmückten Räumen der 'Tübinger Museumsgesellschaft' ein abwechslungsreiches Programm geboten. Großen Beifall erhielt Sibel Kekilli für ihre sehr persönliche Rede gegen einen falsch verstandenen Islam. Es war ihr erstes Engagement für eine gemeinnützige Organisation. Und es war ihr ein besonderes Anliegen. Seit ihrer Filmrolle halten ihr Moslems immer wieder vor, sie hätte den Islam beschmutzt. Dem hält sie ein Zitat des Propheten Mohammed entgegen: „Frauen ähneln Glas. Sie sind von besonders feiner Beschaffenheit und dürfen nicht grob behandelt werden.“ Stattdessen sollten im Verständnis des islamischen Fundamentalismus Frauen nur zweimal im Leben das Haus verlassen: „Wenn sie aus dem Elternhaus in das Heim des Gatten geht und wenn sie aus dem Haus getragen wird, um begraben zu werden“, so Sibel Kekilli in ihrer Rede. Sie wünschte TERRE DES FEMMES zahlreiche StifterInnen, damit der Verein möglichst vielen Frauen helfen kann.

Die Erst-Stifterin Helena Hartmann erläuterte stellvertretend für die StifterInnen, was sie zu ihrem Engagement bewog. Sie alle wollten ein lebendiges Denkmal setzen: „Kraftvoll und stark soll sich für Mädchen und Frauen eingesetzt werden, die, wo und wie auch immer, unter körperlicher, geistiger und seelischer Gewalt zu leiden haben.“ Ute Vogt, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister des Innern und stellvertretende Vorsitzende der SPD Deutschland, lobte den Verein in ihrer Rede dafür, dass er sich unbequemen Themen stellt und Tabus anpackt. Zum Beispiel beim Einsatz gegen Zwangsheirat.

Die Stiftungsurkunde überreichte der Tübinger Regierungspräsident Hubert Wicker. Die MusiComedy der 'Queens of Spleens' wurde begeistert aufgenommen. Das Frankfurter Duo Conny Webs und Claudia Brendler hatte mit Auszügen aus den Programmen „Lust-Spiele“ und „Volle Dröhnung“ nach dem Büffet den richtigen Ton getroffen. Conny Webs bezeichnet es als „subtile Frauenpolitik“, wenn Claudia Brendler auf der Bühne beim Vortrag der Country-Schnulze „Stand by your man“ dahin schmilzt, während sie selbst nebenher eine Freundin tröstet, die sie per Handy um Hilfe gegen ihren prügelnden Freund bittet. Besonders gut kam auch der Syrtaki an, den die beiden, hintereinander stehend, 4-händig auf einer Gitarre spielten.

Den Abschluss der Gala bildete eine Lied-Auktion. Für 2 Euro konnten die Gäste aus einer Liste ein Lied wählen, das die 'Frank J. Büttler Entertainment Company' für sie spielen sollte. Die Aktion brachte weitere 500 Euro für die Stiftung.

TERRE DES FEMMES setzt sich seit über 20 Jahren für Frauenrechte weltweit ein und befasst sich mit Themen wie weibliche Genitalverstümmelung, Zwangsheirat und häuslicher Gewalt. Im November dieses Jahres startet die Kampagne gegen Verbrechen im Namen der Ehre. Die TERRE DES FEMMES Stiftung ist eine Förderstiftung, deren Erträge direkt in die Projekt- und Aufklärungsarbeit des Vereins fließen. Mit einer Stiftungseinlage von mindestens 3.000 Euro kann man sich als ZustifterIn beteiligen. „Das Geld ist gut angelegt. Sie bestätigen Mädchen und Frauen darin, dass sie ein Recht darauf haben, ihr eigenes Leben zu leben. Und laut Statistik lockt eine weitere Belohnung: Menschen, die gerne stiften, leben fünf bis sieben Jahre länger“, so Christa Stolle.

Weitere Informationen zur Stiftung bei:
TERRE DES FEMMES e. V.
Christa Stolle
PF 2565, 72015 Tübingen
Tel.: 07071/7973-0
Fax: 07071/7973-22
E-Mail: geschaeftsfuehrung@frauenrechte.de