Fortbildungen zum Thema weibliche Genitalverstümmelung

Möchten Sie mehr über weibliche Genitalverstümmelung (engl.: Female Genital Mutilation_Cutting, FGM_C) lernen, da Sie vielleicht in Ihrem Arbeitsumfeld mit diesem Thema konfrontiert werden und wünschen Sie sich mehr Informationen über einen professionellen Umgang mit betroffenen Frauen und Mädchen?

Im Rahmen der Berliner Koordinierungsstelle gegen FGM_C bietet TERRE DES FEMMES regelmäßig Fortbildungen zu diesem Thema im Online- und Präsenz Format an.

Zielgruppen: An den Fortbildungen können sowohl an dem Thema FGM_C Interessierte als auch Fachkräfte aus zum Beispiel dem sozialen, pädagogischen oder medizinischen Bereich aus Berlin teilnehmen.

Inhalte: Unsere Schulung bietet Ihnen die Möglichkeit, sowohl neue Kenntnisse über die Grundlagen von FGM_C zu erwerben als auch Ihr bereits vorhandenes Wissen zu vertiefen. Dabei werden neben Ursachen, Folgen und rechtlichen Konsequenzen der schädlichen Praktik auch mögliche Präventionsmaßnahmen in konkreten Gefährdungssituationen besprochen und anhand von Fallbeispielen veranschaulicht.

Referentin: Durchgeführt wird die Fortbildung von Fatou Mandiang Diatta. Als langjährige Menschenrechtsaktivistin engagiert sie sich weltweit für Projekte gegen weibliche Genitalverstümmelung. Auch bei der Berliner Koordinierungsstelle gegen FGM_C ist sie als Multiplikatorin innerhalb ihrer senegalesischen Community tätig und führt neben den Schulungen auch sogenannte bewusstseinsveränderte Maßnahmen (behaviour change activities, BCA’s) mit Mitgliedern ihrer Community durch, um ein Umdenken der Menschen bezüglich FGM_C zu erreichen.

Sprache der Fortbildungen: Es wird Termine geben, bei der die Fortbildung sowohl auf Englisch und Deutsch stattfindet.

Teilnahmezertifikat: Alle TeilnehmerInnen erhalten nach erfolgreicher Teilnahme an der Schulung ein Zertifikat.

Termine: Die nächsten Termine werden im Herbst 2022 hier auf der Website veröffentlicht. Wir nehmen auch gesammelte Anmeldungen eines Trägers aus Berlin für seine MitarbeiterInnen an einem der Termine entgegen. Bei Interesse können Sie uns gerne jederzeit, auch schon vor Veröffentlichung neuer Termine, hier kontaktieren.

Die Fortbildungen werden kostenfrei angeboten. Wir bitten jedoch um eine verbindliche Teilnahme.

Die Koordinierungsstelle gegen weibliche Genitalverstümmelung _Beschneidung (FGM_C) wird von Mitteln der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung gefördert und als Kooperation vom Familienplanungszentrum BALANCE, TERRE DES FEMMES und vom Desert Flower Center Waldfriede realisiert:

 

 Balance Logo Standard 400x200 weiss Logo Koordinierungsstelle   Logo DFC  SEN GPG logo quer  

 

Große Chance vertan – Bundestag verabschiedet Ergänzung zu §219a

Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMES

Im März vergangenen Jahres hatte die Bundestagsfraktion der SPD in einem Gesetzesentwurf[i] bereits das Problem des bestehenden §219a StGB „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“ analysiert und kam zu folgender Lösung: „§219a StGB soll aufgehoben werden“. Die von der Großen Koalition ausgehandelte und am 21. Februar vom Bundestag beschlossene Ergänzung[ii] ist weit von dieser Lösung entfernt. Erlaubt ist Ärztinnen und Ärzten nach der neuen Ergänzung lediglich der Hinweis, dass Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden. Weitergehende Information zu den Methoden oder Risiken bereitzustellen bleibt strafbar. Diese Auskunft in Form von öffentlich geführten Listen, obliegt allein einer zuständigen Bundes- oder Landesbehörde, einer Beratungsstelle oder Ärztekammer. Vermutlich werden aber nicht alle Ärztinnen und Ärzte, die einen Schwangerschaftsabbruch durchführen, auch in dieser Liste zu finden zu sein. Eine Eintragung erfolgt nur bei selbständiger Meldung an die Bundesärztekammer. Zudem: Das derzeitige gesellschaftliche Klima ist rau. ÄrztInnen die einen Schwangerschaftsabbruch anbieten, müssen mit immensen Anfeindungen rechnen, sowohl im Internet, als auch direkt vor Ihrer Praxis.

Weiterlesen ...

Große Chance vertan – Bundestag verabschiedet Ergänzung zu §219a

Foto: © TERRE DES FEMMESFoto: © TERRE DES FEMMES

Im März vergangenen Jahres hatte die Bundestagsfraktion der SPD in einem Gesetzesentwurf[i] bereits das Problem des bestehenden §219a StGB „Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“ analysiert und kam zu folgender Lösung: „§219a StGB soll aufgehoben werden“. Die von der Großen Koalition ausgehandelte und am 21. Februar vom Bundestag beschlossene Ergänzung[ii] ist weit von dieser Lösung entfernt. Erlaubt ist Ärztinnen und Ärzten nach der neuen Ergänzung lediglich der Hinweis, dass Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen werden. Weitergehende Information zu den Methoden oder Risiken bereitzustellen bleibt strafbar. Diese Auskunft in Form von öffentlich geführten Listen, obliegt allein einer zuständigen Bundes- oder Landesbehörde, einer Beratungsstelle oder Ärztekammer. Vermutlich werden aber nicht alle Ärztinnen und Ärzte, die einen Schwangerschaftsabbruch durchführen, auch in dieser Liste zu finden zu sein. Eine Eintragung erfolgt nur bei selbständiger Meldung an die Bundesärztekammer. Zudem: Das derzeitige gesellschaftliche Klima ist rau. ÄrztInnen die einen Schwangerschaftsabbruch anbieten, müssen mit immensen Anfeindungen rechnen, sowohl im Internet, als auch direkt vor Ihrer Praxis.

Weiterlesen ...