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02.03.2009: Journalistin von Genitalverstümmelungs- Befürworterinnen verschleppt (Sierra Leone) |
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Beteiligen Sie sich an unserer Protestaktion!
Journalistin in Sierra Leone von Befürworterinnen weiblicher Genitalverstümmelung verschleppt und gedemütigt
Am 6. Februar wurden in Sierra Leone vier Journalistinnen verschleppt, die sich im Radio zum internationalen Tag "Null Toleranz gegen Genitalverstümmelung" zu der Praktik geäußert hatten. Manjama Balama Samba, eine der Journalistinnen, wurde gedemütigt, bedroht und gezwungen, nackt durch die Straßen der Stadt Kenema zu gehen. Die für die Verschleppung verantwortlichen Frauen, Anhängerinnen des Bundu-Geheimbundes, wurden bisher nicht zur Verantwortung gezogen.
In Sierra Leone sind nach Angaben von Unicef etwa 90 % der Mädchen und Frauen an ihren Genitalien verstümmelt. Es wird geschätzt, dass im Land bis zu 50.000 Beschneiderinnen tätig sind, die meisten von ihnen sind im Bundu-Geheimbund organisiert. MitarbeiterInnen von Aufklärungsprojekten werden immer wieder von Anhängerinnen des Bundu bedroht und an ihrer Arbeit gehindert.
Auch in Sierra Leone werden immer mehr Mädchen im Säuglingsalter verstümmelt. Dies soll verhindern, dass Todesfälle durch die Praktik ans Licht kommen und Genitalverstümmelung als schädlich wahrgenommen wird.
PolitikerInnen haben sich in der Vergangenheit öffentlich für Genitalverstümmelung ausgesprochen, da der Bundu in Sierra Leone sehr einflussreich ist und sie den Verlust von Wählerstimmen befürchteten. Bis jetzt hat die Regierung keine landesweiten Aufklärungsprogramme gestartet. Auch gibt es kein Gesetz, das Genitalverstümmelungen verbietet.
Engagieren Sie sich und schicken Sie unseren Protestbrief an die Regierung Sierra Leones!
 Anti-FGM-Aktivistinnen des Amazonian Initiative Mouvement (AIM) in Sierra Leone. Foto: (c) Dörte Rompel
 Anti-FGM-Aktivistinnen des Amazonian Initiative Mouvement (AIM) in Sierra Leone. Foto: (c) Dörte Rompel
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