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01. August 2010 Startseite arrow Themen/Aktionen arrow Aktionen arrow Filmfest Leipzig arrow Leipzig: Filmfest "FrauenWelten" vom 20. - 26. Januar 2006
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Leipzig: Filmfest "FrauenWelten" vom 20. - 26. Januar 2006 Druckversion dieser Seite E-Mail-Versand an:
Eine Filmreihe von TERRE DES FEMMES, den Passage Kinos und der Schaubühne Lindenfels


Die Städtegruppe Leipzig der Frauenrechtsorganisation TERRE DES FEMMES präsentiert im Januar zum dritten Mal das Filmfest "FrauenWelten" in Zusammenarbeit mit den Passage Kinos und der Schaubühne Lindenfels. Insgesamt drei Dokumentarfilme und sechs Spielfilme werden Einblick in ganz unterschiedliche Frauenwelten geben, in denen mutige Protagonistinnen im Vordergrund stehen, die unabhängig von Land, Kultur und sozialer Herkunft über ihr Leben selbst bestimmen wollen. Die zumeist preisgekrönten Filme zeigen die Schicksale und Kämpfe von Frauen in verschiedenen Ländern der Welt, z. B in der Schweiz, Nicaragua und Tschetschenien und sollen zur Reflexion über Frauen und ihre Rechte in unterschiedlichen Kulturkreisen anregen.

Zur Eröffnung des Filmfestes laden wir am 20.01.06 in der Passage zum "Katzenball" mit Sektempfang Dieser sehenswerte Dokumentarfilm gibt persönliche Einblicke in die spannende Lebensgeschichte von fünf Schweizer Lesben und erzählt mit einem Augenzwinkern über ihre Freuden und Leiden, sowie über ihre Suche nach Identität.

Außerdem werden zwei weitere spannende Filme in der Passage zu sehen sein: Der Film "Die Boxerin" führt uns in die brandenburgische Provinz, wo die 17-jährige Außenseiterin Johanna zwischen Sozialhilfe und Arbeitslosigkeit pendelnd ihren Traum Boxerin zu werden verwirklicht. Auch die gleichaltrige Kolumbianerin Maria in "Maria voll der Gnade" will raus aus ihrem Heimatort, wo sie mit häuslicher Armut und schlecht bezahlten Jobs konfrontiert ist. Um diesem Schicksal zu entfliehen und ihrem ungeborenen Kind eine bessere Zukunft zu ermöglichen, beschließt sie als "Maulesel" Drogen in die USA zu schmuggeln.

Weiter geht es mit sechs (fünf Leipzig-Premieren!) sehr unterschiedlichen FrauenWelten in der Schaubühne:
"Fremde Haut":  Fariba flieht aus dem Iran nach Deutschland, weil ihr lesbisches Verhältnis aufgedeckt wurde. Sie nimmt die Identität eines Mannes an, um in Deutschland zu bleiben und verliebt sich in Anne, die ihr Geheimnis nicht kennt. In "Eine andere Liga" wird bei der 20jährigen Hayat, deren ganze Leidenschaft das Fußballspielen ist, Brustkrebs festgestellt. Nach der Operation will sie sofort wieder auf den Platz und muss feststellen, dass das gar nicht so leicht ist. So muss sie sich in mehrfacher Hinsicht durchkämpfen, um ihr Leben zurück zu bekommen. Ebenfalls in Deutschland spielt der Dokumentarfilm "Mädchen am Sonntag", welcher einen Blick auf vier engagierte junge Schauspielerinnen wirft, die abseits des Mainstreams ihre Leidenschaft für den Film zu verwirklichen versuchen. RP Kahl, der Regisseur des Films, wird voraussichtlich anwesend sein.

Der nächste Film "Moolaadé" beschäftigt sich mit Genitalverstümmelung, welche immer noch in 38 afrikanischen Ländern praktiziert wird. Der Altmeister des afrikanischen Kinos Ousmane Sembenes zeigt ohne aufklärerischen Gestus das nahezu unentwirrbare Ineinander uralter patriarchalischer Strukturen, das moderne Afrika und die individuelle Rebellion einer jungen Frau. Nach diesem aufwühlendem Film wird es die Möglichkeit einer Diskussion mit einer Vertreterin des Referats für Genitalverstümmelung von TERRE DES FEMMES geben.

Rebellierende starke Frauen sind auch die Protagonistinnen der nächsten beiden Leipzig Premieren. "Unser Amerika" ist eine Spurensuche in Nicaragua nach der Revolution. Die Regisseurin geht der Frage nach, was aus den Frauen geworden ist, die vor 25 Jahren zu den Waffen griffen, um für Unabhängigkeit und Gerechtigkeit zu kämpfen. Nach dem Film laden wir zu einer Diskussion mit VertreterInnen der Mittelamerika-Initiative Leipzig ein. Voraussichtlich wird auch die Regisseurin Kristina Konrad anwesend sein. In "Coca - Die Taube aus Tschetschenien"  geht es um die Menschenrechtlerin Sainap Gaschaiewa, die seit 10 Jahren den Terror von Verschleppung, Folter und Mord in ihrem Heimatland Tschetschenien dokumentiert und sich zum Ziel gesetzt hat die dort geschehenden Menschenrechtsverletzungen ans Tageslicht zu bringen.

Den genauen Spielplan sowie die Filmbeschreibungen finden Sie hier.
Für weitere Fragen und Auskünfte stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung:

Laura Retznik: l.retznik@gmx.de       und
Clara Glenewinkel: clara_g@gmx.de
von der Städtegruppe Leipzig TERRE DES FEMMES


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