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01. August 2010 Startseite
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Plakatkampagne "Männer setzen Zeichen" Druckversion dieser Seite E-Mail-Versand an:
Männer sind als Kunden oder Freier von Zwangsprostituierten an dem kriminellen Geschäft mit Frauen beteiligt. Deshalb entwickelte TDF die Plakatkampagne "Männer setzen Zeichen". Durch diese Kampagne sollen Männer - ob sie nun Freier sind oder nicht - für das Thema Frauenhandel sensibilisiert werden. Denn ohne Nachfrage kein Angebot. Ohne Männer, die die Dienste von Zwangsprostituierten in Anspruch nehmen, kein Geschäft für Menschenhändler. Ziel von TERRE DES FEMMES ist, dass Männer ihre Verantwortung erkennen und sich gegen kriminelle und menschenverachtende Verhältnisse wehren.

Abbildung des Plakates Männer setzten ZeichenPer Telefonhotline, durch die Info-Broschüre „Männer setzen Zeichen“ (PDF-Datei, 680 Kb), durch Handzettel und Plakate konnten sich Männer darüber informieren, was sie gegen Frauenhandel tun können und wie sie betroffenen Frauen helfen können. Die Kampagne entstand in enger Kooperation mit Männerberatungsstellen sowie Beratungsstellen für die Opfer von Frauenhandel. Die Kampagne lief erstmals Ende 1999 in Baden-Württemberg und wurde bundesweit beachtet. Und die Reaktionen der Zielgruppe waren äußerst ermutigend. Die durchgeführte Auswertung ergab: Männer lassen sich durch die Plakate ansprechen und nehmen die Telefonhotline wahr. Sie wollen sich informieren, suchen Rat, sind bestürzt, wollen helfen.

Die Aktion hat gezeigt: Männer, ob Freier oder nicht, sind an Informationen zum Thema Frauenhandel interessiert. Speziell Freier haben geäußert, dass sie Gewalt durch Frauenhändler ablehnen und bei entsprechender Information und Motivation ihr Konsumverhalten in Frage gestellt. Freier scheinen bereit zu sein, Frauen in Zwangsprostitution zu helfen. Aber es müssen noch viel mehr Freier und Männer handeln: Sie brauchen Information, konkrete Ratschläge, wie sie in Verdachtsfällen vorgehen können, und sie möchten anonym bleiben.
Der Erfolg in Baden-Württemberg führte dazu, dass das Hamburger Senatsamt für Gleichstellung die TERRE DES FEMMES-Kampagne im Juni 2000 ebenfalls durchführte. Zusammen mit der Tübinger Initiative Männer- und Jungenarbeit „PfunzKerle“ fordert TERRE DES FEMMES die bundesweite Einrichtung einer telefonischen Hotline. Zur Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 2006 ist aufgrund von Erfahrungen bei anderen großen Veranstaltungen zu erwarten, dass zusätzlich Frauen in die Austragungsorte der Spiele gebracht werden. Wir fordern daher, Männer im Kontext der WM gezielt für die Problematik der Ausbeutung von Frauen in der Prostitution zu sensibilisieren und Fairness einzufordern.


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