Archiv: Meldungen weibliche Genitalverstümmelung

2. Coordination Meeting des Projektes ‚United to End FGM’ in Madrid

Vom 23. bis 24. Juni ist Linda Ederberg, Mitarbeiterin im Referat Genitalverstümmelung und Koordinatorin der EU-Projekte, in Madrid, um am 2. Coordination Meeting des Projektes ‚United to End FGM: European Knowledge Platform for Professionals dealing with Female Genital Mutilation (FGM)’ teilzunehmen.

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Weibliche Genitalverstümmelung: Zahl der Betroffenen und Gefährdeten in Deutschland steigt drastisch

Seit 1998 erstellt und veröffentlicht TERRE DES FEMMES (TDF) fast jährlich eine eigene Hochrechnung der von weiblicher Genitalverstümmelung Betroffenen und Gefährdeten in Deutschland. Die neuen Zahlen zeigen, dass über 48.000 betroffene Frauen und mehr als 9.300 gefährdeten Mädchen hier leben.

Im Vergleich zu 2014 ist ein Anstieg um 37 % bei den Betroffenen und um 57 % bei den Gefährdeten zu verzeichnen. Dieser ist vor allem auf verstärkte Migration aus Ländern mit hoher FGM-Prävalenzrate, insbesondere aus Eritrea und Somalia, zurückzuführen.

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„Learning for meaningful change“ - Erfahrungsaustausch über EU-Projekte im Bereich Gewalt gegen Frauen in Brüssel

Die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ist für die Europäische Union ein wichtiges Thema. Aufgrund von TERRE DES FEMMES’ mehrjähriger Erfahrung mit EU-Projekten im Bereich weibliche Genitalverstümmelung wurde unsere Referentin Linda Ederberg zu einem von der Europäischen Kommission organisierten Austauschtreffen nach Brüssel eingeladen. Ziel dieses Meetings, das am 6. Juni 2016 stattfand, war es, VertreterInnen verschiedener von der EU geförderten Projekte zum Thema Gewalt gegen Frauen zusammenzubringen und gemeinsam die während der Umsetzung der Projekte gemachten Erfahrungen zu diskutieren. So konnten einerseits die TeilnehmerInnen voneinander lernen und andererseits durch ihre Rückmeldungen zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der EU-Programme im Bereich Gewalt gegen Frauen beitragen.

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Capacity Building zum Thema „Genitalverstümmelung und Asyl“ bei End FGM

Linda Ederberg, zuständig für die EU-Projekte im Referat FGM, hat vom 1.-2. Juni 2016 an einem Seminar zum Thema Asyl und weibliche Genitalverstümmelung (FGM) teilgenommen. Das Europäische Netzwerk End FGM, in dem TERRE DES FEMMES seit Anfang diesen Jahres Mitglied ist, hat im Rahmen seines aktuellen Schwerpunktthemas Asyl zu diesem zweitägigen Capacity Building Workshop nach Brüssel eingeladen.

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Datenerhebung statt Dunkelziffern – Quantitative und qualitative Studie zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland

Treffen mit den Interviewerinnen zu Beginn der Datenerhebung – wir sind gespannt auf die Ergebnisse! Foto: © TERRE DES FEMMESTreffen mit den Interviewerinnen zu Beginn der Datenerhebung – wir sind gespannt auf die Ergebnisse! Foto: © TERRE DES FEMMES

Weibliche Genitalverstümmelung galt lange als ein rein afrikanisches Phänomen. Dementsprechend konzentrierte sich auch die Arbeit von TERRE DES FEMMES überwiegend darauf, Partnerorganisationen zu unterstützen, die sich in Ländern mit einer hohen Prävalenzrate gegen die Praktik einsetzen, und durch Kampagnen und Lobbyarbeit in Deutschland auf das Thema aufmerksam zu machen. Die Erkenntnis, dass weibliche Genitalverstümmelung durch Migration mittlerweile auch in Europa angekommen ist, stellt daher sowohl die Politik als auch die Zivilgesellschaft vor neue Herausforderungen.

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Schulung zum Thema FGM für Fachkräfte

Idah Nabateregga, TDF-Referentin "Weibliche Genitalverstümmelung". Foto: © Souleymane DialloIdah Nabateregga, TDF-Referentin "Weibliche Genitalverstümmelung".
Foto: © Souleymane Diallo
Die Zahl von weiblicher Genitalverstümmelung betroffener oder gefährdeter Mädchen und Frauen in Deutschland steigt durch Migration. TERRE DES FEMMES e.V. ist es besonders wichtig Mädchen und Frauen die bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Daher fordern wir mehr Beratungsstellen und verstärkte Schulung von Fachpersonal. Viele Fachkräfte sind nicht genug zu dem Thema geschult, da in den wenigsten Ausbildungen Weibliche Genital­verstümmelung thematisiert wird. Doch gerade Mitglieder von Berufsgruppen die in Kontakt mit Betroffenen oder Gefährdeten kommen müssen besser über weibliche Genitalverstümmelung aufgeklärt werden, um ein besseres Unterstützungsangebot zu ermöglichen. TERRE DES FEMMES ist diese Informationsarbeit sehr wichtig, bei Fragen wenden sie sich gerne an unser Referat „Weibliche Genitalverstümmelung“. Wir bieten weiterhin Schulungen für Fachpersonal an bzw. können diese vermitteln.

Als deutsche Partnerorganisation in dem von der EU finanzierten Projekt „United to END FGM“ erstellen wir eine mehrsprachige Online-Wissensplattform. Diese Plattform bietet ein umfassendes Schulungsangebot für unterschiedliche Berufsgruppen. Ab September 2017 wird die Plattform kostenlos online verfügbar sein, bis dahin kann die Vorläuferversion unter http://www.uefgm.org/ abgerufen werden. Ihre Fragen zu diesem Thema beantworten wir gerne.

Gute Neuigkeiten aus Somalia

Avaaz WebseiteIn Somalia, wo 98% der Mädchen und Frauen von Genitalver­stüm­melung betroffen sind, haben AktivistInnen prominente Unterstützung in ihrem Kampf gegen diese Praktik erhalten. Premierminister Omar Abdirashid Ali Sharmarke hat eine Petition unterschrieben, die die somalische Regierung dazu aufruft, einen Gesetzesentwurf zu verabschieden, der landesweit jede Form von weiblicher Genitalver­stümmelung verbietet und unter Strafe stellt. Ein solches Verbot ist in der Verfassung zwar verankert, aber bisher wurde noch kein Gesetz erlassen, das auf nationaler Ebene genauere Bestimmungen festlegt. Die AutorInnen der Petition berufen sich jedoch auf den autonomen Teilstaat Puntland, dessen Regierung bereits 2014 alle Formen von weiblicher Genitalverstümmelung gesetzlich verboten hat, und rufen die Regierungsmitglieder dazu auf, dieses Gesetz in die nationale Gesetzgebung zu überführen.

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Schirmherrin Fatoumata Siré Diakité zu Besuch bei CHANGE Plus

v.l.n.r.: Agnes Kübler (TDF), Linda Ederberg (TDF), Gwladys Awo (Plan), Fatoumata Siré Diakité (APDF), Charlotte Weil (TDF), Idah Nabateregga (TDF). Foto: © TDFv.l.n.r.: Agnes Kübler (TDF), Linda Ederberg (TDF), Gwladys Awo (Plan), Fatoumata Siré Diakité (APDF), Charlotte Weil (TDF), Idah Nabateregga (TDF). Foto: © TDFDie Koordinatorinnen von CHANGE Plus, Linda Ederberg und Charlotte Weil hatten diese Woche endlich die Gelegenheit, die Schirmherrin des Projekts, Fatoumata Siré Diakité, in Berlin begrüßen zu können. An dem Treffen nahmen auch Idah Nabateregga, die bei TERRE DES FEMMES für die Ausbildung der CHANGE Agents zuständig ist, und Gwladys Awo, die Projektmanagerin der Plan Stiftung in Hamburg, teil. Nachdem der Kontakt zwischen den CHANGE Plus Koordinatorinnen und der Schirmherrin bisher auf Emails beschränkt war, war es für alle Beteiligten spannend, sich gegenseitig kennenzulernen und sich über das Projekt auszutauschen.

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Brustbügeln – eine wenig bekannte harmful practice

Brustbügeln ist eine harmful practice (schädliche traditionelle Praktik), die in Westafrika in den Ländern Togo, Ghana, Benin, Nigeria, Guinea, Äquatorialguinea und vor allem in Kamerun verbreitet ist. Dabei werden jungen Mädchen, wenn ihr Brustwachstum einsetzt, im Feuer erhitzte, heiße Steine, Stößel oder Holzspachtel über die Brüste gerieben. Oft müssen die Mädchen zusätzlich ein enges Elastikband um die Brust tragen, das gerade noch genug Platz zum Atmen lässt. Ziel ist, das Brustwachstum der Mädchen zu unterdrücken oder aufzuschieben, damit diese möglichst lange unattraktiv für Männer bleiben. So schütze man sie vor frühen sexuellen Beziehungen, Übergriffen und Vergewaltigungen sowie möglicherweise daraus resultierenden Frühschwangerschaften.

Brustbügeln ist eine schwere Form der Menschenrechtsverletzung, da sie gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit verstößt und die Sexualität der Frauen kontrolliert.

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CHANGE Plus-Schirmherrin Fatoumata Siré Diakité, die „Jeanne d’Arc Afrikas“, kämpft für Frauenrechte in Mali

Fatoumata Siré Diakité. Foto: © TDF ArchivFatoumata Siré Diakité. Foto: © TDF ArchivIm westafrikanischen Mali ist jede einzelne Frau von mindestens einer geschlechtsspezifischen Form von Gewalt betroffen. Dies stellte das malische Frauenministerium im Rahmen einer Studie im Jahr 2002 fest. Neben körperlicher und sexueller sowie psychischer und ökonomischer Gewalt, gehören auch Formen sozialer/gesellschaftlicher bzw. traditioneller Gewalt dazu. Im Bericht von ONE „Armut ist sexistisch“ (2016) belegt Mali den dritten Platz der Länder, wo es Mädchen weitweit am Schwierigsten haben.

Den Kampf gegen Gewalt an Mädchen und Frauen hat sich Madame Fatoumata Siré Diakité zum Lebensmotto gemacht. Bekannt als die „Jeanne d’Arc Afrikas“ setzt sie sich seit über zwei Jahrzehnten für Frauenrechte in Mali ein.

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EIGE-Konferenz "From Practices with Potential to Good Practices on administrative data collection on Violence against Women"

Gruppenfoto der Arbeitsgruppe „Female Genital Mutilation“ (v.l.n.r.): Nora Stein (EIGE), Monika Laurinaviciute (EIGE), Idah Nabateregga (TDF), Maurizio Mosca (EIGE), Reija Klemetti (National Institute for Health and Welfare), Kabung Lomodong (FORWARD UK), Diana Geraci (PHAROS), Luk van Baelen (International Centre for Reproductive Health), Comfort Momoh (Global Comfort), Nathalie Kontoulis (ED FGM), Flavia Pesce (IRS), Christina Scoppa (AIDOS), Sabina Morosini Turčinović (Sector for Children and Family)Gruppenfoto der Arbeitsgruppe „Female Genital Mutilation“ (v.l.n.r.): Nora Stein (EIGE), Monika Laurinaviciute (EIGE), Idah Nabateregga (TDF), Maurizio Mosca (EIGE), Reija Klemetti (National Institute for Health and Welfare), Kabung Lomodong (FORWARD UK), Diana Geraci (PHAROS), Luk van Baelen (International Centre for Reproductive Health), Comfort Momoh (Global Comfort), Nathalie Kontoulis (ED FGM), Flavia Pesce (IRS), Christina Scoppa (AIDOS), Sabina Morosini Turčinović (Sector for Children and Family).
Foto: © TERRE DES FEMMES
Unsere FGM-Referentin Idah Nabateregga nahm vom 16. bis 17.3.2016 an der Konferenz "From Practices with Potential to Good Practices on administrative data collection on Violence against Women" in Vilnius teil.

Die von EIGE (European Institute for Gender Equality) organisierte Konferenz setzte sich mit dem Thema der Datenerhebung zu Gewalt an Frauen in Europa auseinander. Ziel ist es die europäische Datenerhebung in unterschiedlichen Bereichen (z.B.: medizinischer/juristischer Bereich, Migration, Polizei) zu diesem Thema soweit zu standardisieren, dass beispielsweise eine allgemeine Datenbank möglich it. Dadurch würde der Vergleich von Daten vereinfacht.

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CHANGE Agents gesucht! Bewerbungsschluss Ende Mai

Im Rahmen des von der Europäischen Union ko-finanzierten Projekts CHANGE Plus wird TERRE DES FEMMES sechs MultiplikatorInnen ausbilden, die als sogenannte „CHANGE Agents“ praktizierende afrikanische Communities für das Thema weibliche Genitalverstümmelung (FGM) sensibilisieren und langfristig Einstellungs- und Verhaltensänderungen bewirken sollen.

Gesucht werden daher sechs Personen (weiblich oder männlich), die in Berlin leben, aktiv in einer Diaspora-Community aus Ländern mit einer hohen FGM-Prävalenzrate sind, und die motiviert sind, sich im Rahmen des Projekts zu CHANGE Agents ausbilden zu lassen und anschließend in ihren eigenen Communities aktiv zu werden.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Die Bewerbungsfrist ist bis zum 31. Mai 2016 verlängert!

Kick-off Meeting für das EU-geförderte Projekt CHANGE Plus

Neben Präsentationen zum Projektablauf und –inhalt war der Erfahrungsaustausch unter den PartnerInnen ein wichtiger Part des Meetings: Foto. © TERRE DES FEMMESNeben Präsentationen zum Projektablauf und –inhalt war der Erfahrungsaustausch unter den PartnerInnen ein wichtiger Part des Meetings.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Am 3. und 4. März 2016 fand in der Bundesgeschäftsstelle von TERRE DES FEMMES das Kick-off Meeting für das CHANGE Plus Projekt statt. An der Auftaktveranstaltung nahmen die europäischen Partnerorganisationen AIDOS, APF, Coventry University, End FGM, Equipop, FSAN und Plan Stiftung teil.

Nach einer allgemeinen Begrüßungsrede von TDF-Geschäftsführerin Christa Stolle stellten sich alle TeilnehmerInnen mit ihrer Organisation, der Rolle im Projekt und ihren Erwartungen an das Meeting vor. Es folgten Präsentationen zu den allgemeinen Zielen und Strategien des Projekts und speziell zu den ersten drei Workstreams: Management und Koordination des Projekts, Community Mapping und Projektevaluation, sowie das Training der CHANGE Agents und die Behaviour Change Activities. Dabei wurden insbesondere die Ausschreibung für die MultiplikatorInnen und ihre Rolle und Aufgaben im Projekt diskutiert. Außerdem wurden die neuen Module für das Trainingshandbuch und die Überarbeitung der Präventionsbroschüre besprochen. Abends ließen die ProjektpartnerInnen den ersten Tag des Meetings bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen.

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Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung – 6.2.2016

Kundgebung vor der Werkstatt der Kulturen. Foto: © Souleymane DialloKundgebung vor der Werkstatt der Kulturen.
Foto: © Souleymane Diallo
Am 6. Februar, dem internationalen Aktionstag „Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung“, fand eine Veranstaltung zu FGM in der Werkstatt der Kulturen in Berlin-Neukölln statt. Die Veranstaltung wurde von der Künstlerin Sister Fa mit Unterstützung vom Community-Netzwerk Assobul, TERRE DES FEMMES, Familienplanungszentrum Balance, Pro Familia, Horizonte und dem Bezirksamt Neukölln organisiert.

Die Veranstaltung begann mit einer Gedenk-Kundgebung auf dem Gelände der Werkstatt der Kulturen um 14 Uhr. Von FGM betroffenen Mädchen und Frauen wurde gedacht und eine Schweigeminute für Hadja Kaba (ehemalige Geschäftsführerin von Mama Afrika e.V.und engagierte Aktivistin im Kampf gegen FGM) gehalten.

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Prognose zur Überwindung weiblicher Genital Verstümmelung bis 2030/2050

Eine neue, von UNICEF veröffentlichte Studie zeigt, dass es unterschiedliche Tendenzen bezüglich der Verbreitung von FGM gibt. In einigen Ländern geht die Praxis zurück, in anderen wiederrum ist die Zahl genitalverstümmelter Frauen/Mädchen konstant oder steigt an. Daher ist die Arbeit gegen diese Menschenrechtsverletzung weiterhin gefragt.

Sie können die Studie im Internet abrufen (PDF-Datei)

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