Aktuelles zu Häuslicher und sexualisierter Gewalt

#ChangeThisPicture: Fotos, die auf Häusliche Gewalt aufmerksam machen

Foto: © DDB BerlinFoto: © DDB Berlin

Am Internationalen Frauentag 2017 hat TERRE DES FEMMES am Berliner Alexanderplatz mit einer ungewöhnlichen Aktion auf einer der häufigsten Menschenrechtsverletzungen aufmerksam gemacht: Häusliche Gewalt. Allein in Deutschland ist jede vierte Frau mindestens einmal im Leben von Häuslicher Gewalt betroffen. Um diese hohe Zahl deutlich zu machen, wurde ein Fotoautomat so manipuliert, dass jedes vierte Bild sichtbare Zeichen von Gewalt aufwies.

So wurde die „1-aus-4-Statistik“ für jeden sichtbar gemacht und an die Menschen appelliert, diese Information zu teilen.

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TERRE DES FEMMES begrüßt die Änderungen zur gesetzlichen Schweigepflicht

Der Widerstand hat sich gelohnt: Seit dem 11. April 2017 ist die Ärztliche Mitteilungspflicht nach Gewalt aufgehoben (§294a SGB V). Dies ist ein großer Erfolg für Betroffene von physischer, sexueller und auch psychischer Gewalt. Für die Änderung hat sich TERRE DES FEMMES zusammen mit S.I.G.N.A.L. e.V. und BIG e.V. seit 2014 eingesetzt hat. Die Neuregelung hebt die Mitteilungspflicht von ÄrztInnen und TherapeutInnen gegenüber den Krankenkassen nach Gewaltvorfällen auf. So erhalten PatientInnen ihr Selbstbestimmungsrecht zurück und die Schweigepflicht der ÄrztInnen wird gestärkt. Dies dient dem Schutz der Betroffenen vor weiterer Gewalt und trägt zu einem besseren Genesungs- und Behandlungserfolg bei.

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Gleichstellungsbericht 2017: Gewalt verhindert Gleichberechtigung

Am 6. März 2017 wurde der zweite Gleichstellungsbericht der Bundesregierung veröffentlicht. Eine wesentliche Erkenntnis: Gewalt an Frauen verhindert Gleichstellung.

Gewalt an Frauen in Paarbeziehungen wurde von der Gleichstellungskommission als ein wesentliches Hindernis in der Gleichstellung von Männern und Frauen in Deutschland identifiziert. Es ist ein Teufelskreis: Gewalt gegen Frauen behindert volle Gleichstellung, aber ungleiche Geschlechterverhältnisse und strukturelle Diskriminierung von Frauen befördern Gewalt an Frauen durch Männer. Doch obwohl in den letzten Jahren Frauen in Deutschland Stück für Stück mehr Gleichberechtigung erlangt haben, nimmt die häusliche Gewalt an Frauen eher zu als ab. Nach wie vor ist insbesondere häusliche Gewalt eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen und Kinder weltweit, stellt der Bericht fest. Frauen mit Migrationshintergrund, geflüchtete und obdachlose Frauen sowie Frauen mit Behinderungen sind besonders stark betroffen und ihnen fällt es auch besonders schwer, gewalttätige Situationen zu verlassen. Ähnliches gilt für Frauen mit geringer Bildung und schlechten Arbeitsmarktpotenzialen.

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