Aktuelles zum Thema Internationale Zusammenarbeit

Bauen in Mali gegen Gewalt an Frauen

Ein Gewaltschutzzentrum wie dieses von APDF in Bamako soll nun im Norden Malis gebaut werden. Foto: © TERRE DES FEMMESEin Gewaltschutzzentrum wie dieses von APDF in Bamako soll nun im Norden Malis gebaut werden.
Foto: © TERRE DES FEMMES
Ein Interview mit einem deutschen Architekten, der beim Bau des zukünftigen Gewaltschutzzentrums für Frauen in Gao, Mali beratend zur Seite steht.

TERRE DES FEMMES (TDF) arbeitet seit 2009 mit der Frauenrechtsorganisation APDF (Association pour le Progès et la Défense des Droits des Femmes) in Bamako, Mali zusammen. Dort wurde ein Jahr später das erste Gewaltschutzzentrum unter der Mitarbeit des deutschen Architekten gebaut. Finanziert von einem privaten Kölner Investor, betreute TDF dieses Bauvorhaben. Seit 2016 hat TDF die Zusammenarbeit mit APDF intensiviert und plant seitdem ein weiteres Gebäude im Norden Malis, in der Region Gao. Der Architekt wird erneut die Beratung beim Bau des neuen Gewaltschutzzentrums übernehmen.

Nicht nur für TDF auch für die APDF-Frauen ist es eine Besonderheit, wenn sich Männer für Frauenrechte einsetzen. Warum er sich gerade für dieses Projekt engagiert und welche Besonderheiten er vor Ort antrifft, schildert er im Interview mit TDF.

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Projektbesuch von TERRE DES FEMMES bei ihrer Partnerorganisation in Bamako/Mali und grünes Licht für den Aufbau eines Frauenschutzhauses in Gao/Nordmali

Renate Staudenmeyer und Susanne Meister zusamen mit den Frauen der malischen Partnerorganisation APDFNach der Unterzeichnung der Projektvereinbarung (stehend vierte von links Ami Koné Diakité (Programmverantwortliche APDF), daneben Renate Staudenmeyer (TDF-Referat IZ), rechts davon: Bintou Coulibaly Diawara (Präsidentin APDF), dritte von rechts: Susanne Meister (TDF-ehrenamtliche Projektkoordinatorin).
Foto: © TERRE DES FEMMES

Vom 24.03.-03.04.2017 waren Renate Staudenmeyer/Referat Internationale Zusammenarbeit und Susanne Meister/TDF-ehrenamtliche Projektkoordinatorin in Mali, um das neue Projekt mit unserer Partnerorganisation APDF tatkräftig voranzubringen: der Aufbau eines Frauenschutzhauses in Gao/Nordmali ist ein großes und mutiges Projektvorhaben.

Für TERRE DES FEMMES (TDF) war es bei dem Projektbesuch vor Ort zuerst angesagt mit der malischen Partnerorganisation APDF die grundsätzliche Zusammenarbeit zu klären und die evtl. Risiken abzuwägen. Die Situation in der Region Nordmali ist noch immer sehr angespannt und die Bevölkerung leidet unter dem Terror von dschihadistischen und anderen Rebellengruppen.

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Bilanz eines leidvollen Weges in ein selbstbestimmtes Leben: Fatoumata Diawara im Film MALI BLUES

Bei der Filmpremiere von MALI BLUES im Kantkino/Berlin im September 2016 trafen wir Fatoumata Diawara (v.l.n.r.: Susanne Meister TDF, Fatoumata Diawara, Renate Staudenmeyer TDF). Foto: © S. MeisterBei der Filmpremiere von MALI BLUES im Kantkino/Berlin im September 2016 trafen wir Fatoumata Diawara (v.l.n.r.: Susanne Meister TDF, Fatoumata Diawara, Renate Staudenmeyer TDF). Foto: © S. MeisterDerzeit läuft in deutschen Kinos der Film MALI BLUES. Das westafrikanische Land Mali gilt als Wiege des Blues, den verschleppte Sklaven auf die Baumwollfelder Amerikas brachten, traditionelle Musik hält schon seit Jahrhunderten seine Gesellschaft zusammen. Doch Malis Musik ist in Gefahr. Radikale Islamisten führen im Norden des Landes die Scharia ein, verbieten Tanz und weltliche Musik, zerstören Instrumente und bedrohen die Musiker, von denen viele um ihr Leben fürchten und aus der Region um Timbuktu und Kidal fliehen. Der Islamistische Terror hat sich mittlerweile auch auf andere Teile Malis ausgeweitet. Der UNO-Missionseinsatz MINUSMA wird verstärkt, mit im Einsatz ist auch die deutsche Bundeswehr.

Der Kinofilm MALI BLUES erzählt die Geschichten von vier MusikerInnen aus dem westafrikanischen Land, die Hass, Misstrauen und Gewalt in ihrem Land und eine radikale Auslegung des Islam nicht akzeptieren wollen. Mit ihrer Musik setzen sie sich ein für einen tolerant gelebten Islam, für ein Land in Frieden, für Freiheits- und Frauenrechte.

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Haidama Esther aus Kamerun im Interview – über Schule, Heirat und die Liebe zum PC

Haidama Esther am PC. Photo: © AAFMHL Haidama Esther am PC. Photo: © AAFMHL Haidama Esther kommt aus Kamerun. Sie gehört zur Volksgruppe der Mafa. Mit Unterstützung von TERRE DES FEMMES hat sie als eines der ersten Mafa-Mädchen einen Schulabschluss gemacht (dem deutschen Realschulabschluss vergleichbar) und eine Ausbildung als PC-Fachkraft abgeschlossen (einer Ausbildung als Sekretärin in Deutschland vergleichbar). Im Interview erzählt Haidama von ihrem Leben und ihren Träumen...

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Eine Woche bei der Frauenrechtskommission in New York

Eva Ritte und Tiaji Sio am ersten Tag des Jugendforums im großen Konferenzsaal 4 des VN Headquarters in New York. Foto: © Tiaji Sio/Eva RitteEva Ritte und Tiaji Sio am ersten Tag des Jugendforums im großen Konferenzsaal 4 des VN Headquarters in New York.
Foto: © Tiaji Sio/Eva Ritte
Junge Menschen werden am längsten betroffen sein von politischen Entscheidungen, die heute getroffen werden. Dennoch sitzen sie meistens nicht am Verhandlungstisch. Um dieser Tendenz auf internationaler Ebene entgegenzuwirken, betreut die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen schon einige Jahre ein Jugenddelegiertenprogramm, das zwei junge Menschen zur Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN) schickt. Seit diesem Jahr gibt es auch ein Programm mit dem Schwerpunkt Gendergerechtigkeit: das Jugendbeobachter_innenprogramm zur Frauenrechtskommission. Hierdurch bekamen Tiaji Sio und ich, beide zivilgesellschaftlich aktiv in diesem Bereich, die Möglichkeit im März 2017 eine Woche bei den Vereinten Nationen in New York zu verbringen.

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