Neues Gesetz gegen Frühehen – Ein Meilenstein für TERRE DES FEMMES!

STOP FrühehenAm 2. Juni 2017 hat der Bundestag ein neues „Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen“ verabschiedet. Das ist ein großer Erfolg für die Arbeit von TERRE DES FEMMES – unser Dank geht auch an alle UnterstützerInnen! Das Gesetz war dringend notwendig, denn durch den Zuzug von geflüchteten Menschen wird das Thema Frühverheiratung in Deutschland zunehmend brisant. Durch die neuen gesetzlichen
Regelungen werden Ehen, die im Ausland mit Personen unter 18 Jahre geschlossen wurden, für nichtig erklärt bzw. aufgehoben. Das Mindestheiratsalter wird in Deutschland ausnahmslos auf 18 Jahre angehoben. Ein großer Erfolg für unsere Petition „STOP Frühehen“, die mit über 100.000 Unterschriften dem Justizministerium vorgelegt wurde.

Weltweit ist das Thema Frühehen ein großes Problem, ca. 15 Mio. Mädchen unter 18 Jahren sind pro Jahr davon betroffen. Viele davon sind unter 15 Jahre alt. Ihre Perspektive heißt: Schulabbruch, dem Ehemann dienen und möglichst schnell Kinder gebären. Die jungen Ehefrauen und Mütter sind ihrem Ehemann in jeder Hinsicht ausgeliefert. Der Kreislauf der Abhängigkeit besteht häufig ein Leben lang und setzt sich in der nächsten Generation der Töchter fort.

Für uns in Deutschland ist diese Lebensform für eine junge Frau unvorstellbar. Aber - Gesetze alleine reichen nicht aus. Die betroffenen Mädchen und Frauen brauchen in ihrer Notlage professionelle Unterstützung. Diese finden sie in unserer bundesweiten und mehrsprachigen TDF-Beratungsstelle: Wir bieten den Betroffenen konkrete Erstberatung und zeigen Lösungswege für eine gewaltfreie Zukunft auf. Außerdem leisten wir zum Thema Frühehen und Zwangsheirat Präventionsarbeit in Schulen und Flüchtlingsunterkünften.

Unterstützen Sie uns dabei: Auf dass in Deutschland alle Mädchen und jungen Frauen ein selbstbestimmtes Leben - ohne Ehe-Zwang - führen können!

Herzlichen Dank für Ihre Spende!
Christa Stolle
Bundesgeschäftsführerin

STOP Frühehen

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