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Filmfest 2002: einBlicke in FrauenWelten   

Die Filme 2002 

The day I became a woman (Eröffnungsfilm)
Marziyeh Meshkini

Iran, 2000, Spielfilm, 74 Min, 35mm, Farbe, OmeU,

13 internationale Filmpreise, Drehbuch: Mohsen Makhmalbaf.

Drei Episoden, Lebensabschnitte iranischer Frauen: ein kleines Mädchen geniesst die letzten Minuten seiner Freiheit als Kind, die ihm als 9-jähriger “Frau” verwehrt werden wird. Ein Fahrradrennen, eine schwarzverhüllte Frau, ein  Ehemann und ein Mullah zu Pferd, eine Scheidung, gefolgt vom Aufstand des gesamten männlichen Clans gegen die Rebellin. Eine alte Frau will sich das leisten, was sie ihr ganzes Leben lang nicht hatte.

weitere Informationen unter http://www.makhmalbaf.com
 


Gabbeh
von Mohsen Makhmalbaf, Iran, 1996

Die farbenprächtigen Gabbehteppiche sind vom täglichen Leben der nomadischen Familienclans inspiriert. In den Farben der Teppiche erzählt der poetische Film vor der beeindruckenden Landschaft des südöstlichen Iran von Gabbeh, der eigenwilligen Tochter des Stammesfürsten, die sich gegen ihren Vater auflehnt und um ihre verbotene Liebe kämpft.  

weitere Informationen unter http://www.makhmalbaf.com
 

Annas Sommer
von Jeanine Meerapfel, Deutschland,/Spanien/Griechenland., 2002

Vor der glitzernden Kulisse des ägäischen Meeres sucht Anna (Angela Molina) sich den Geistern ihrer jüdisch-sephardischen Familie zu stellen und zugleich in die sinnliche Gegenwart der Insel einzutauchen...

Anschließend Publikumsgespräch mit der Regisseurin Jeanine Meerapfel.
 

weitere Informationen unter http://www.basisfilm.de

Yasemin
von Hark Bohm

Deutschland, 1988, Spielfilm, 82 Min., 35 mm, Farbe, dt. Fassung

Die jugendliche Yasemin geht zur Schule, übt Judo, scheint ein völlig integriertes türkisches Mädchen in Deutschland zu sein. Das ändert sich schnell, als sie sich mit einem deutschen Jungen befreundet, der ihrem Vater  kein passender Heiratskandidat zu sein scheint...
 

Desembarcos– es gibt kein Vergessen
von Jeanine Meerapfel

Deutschl./Argent. 1986-89, 74 Min., Dokumentarfilm, 16 mm, Farbe,  dt. Fassung

In einem Regie-Workshop in Buenos Aires verarbeitet Jeanine Meerapfel die Vergangeheit der Diktatur zusammen mit jungen ArgentinierInnen. Das Thema der Filme ist: Angst. Der preisgekrönte Film dokumentiert jedoch auch die Hoffnungen und Wünsche der jungen Generation in dem Land, in dem die Mütter des Plaza de Mayo weiterhin nach ihren Töchtern und Enkeln suchen, die von der Militärdiktatur veschleppt wurden.
 

Die Kümmeltürkin geht
von Jeanine Meerapfel, Deutschland, 1985, Dokumentarfilm, 88 Min., 16 mm, Farbe, dt. Fassung

Melek passt schlecht ins Klischee der unterdrückten türkischen Frau: selbstbewusst, klug, realistisch, mit einem Lächeln um den Mund und Trauer in den Augen. Nun gibt sie ihr Leben in Deutschland auf und kehrt nach 14 Jahren in die Türkei zurück.
 

Im Land meiner Eltern
von Jeanine Meerapfel, Deutschland 1981, Dokumentarfilm, 93 Min. 16 mm, Farbe, dt. Fassung

In einer Art persönlichem Tagebuch begibt sich Jeanine Meerapfel auf die Suche nach den Wurzeln ihrer jüdischen Identität innerhalb der deutschen Realität – ein Prozess, der mehr Fragen aufwirft, als er eindeutige Antworten gibt, besonders über die deutsche Realität.

Anschließend Publikumsgespräch mit der Regisseurin Jeanine Meerapfel.

Scheidung auf Iranisch
von Kim Longinotto und Ziba Mir-Hosseini, England/Iran, 1998

Mit Humor, Tränen, Ausdauer , ein paar kleinen Lügen und einem unglaublich starken Willen kämpfen iranische Frauen erfolgreich um ihre Scheidung vor Gericht.
 

Faat-Kine
von Ousmane Sembene

Senegal 2000, 120 Min., Spielfilm, 35 mm, Farbe, OmU

Faat-Kine, erfolgreiche Geschäftsführerin einer Tankstelle in Dakar, hat sich ihren wirtschaftlichen Erfolg hart erkämpfen müssen. Von den Vätern ihrer beiden Kinder verlassen, hat sie es dennoch geschafft – ein humorvoller Blick auf eine starke Frau.
 

weitere Informationen unter http://www.neuevisionen.de

Zeit der Männer, Zeit der Frauen 
von Moufida Tlatli

Tunesien/Frankreich 2000, 124 Min., Spielfilm, 35 mm, Farbe, OmeU

Regisseurin Moufida Tlatli, eine der wenigen Filmemacherinnen im arabischen Raum,  erzählt kunstvoll verwoben wie die traditionellen Teppiche aus Djerba vom Leben tunesischer Frauen aus drei Generationen, von ihrem Ringen um Eigenständigkeit und Würde zwischen Tradition und Moderne.
 

weitere Informationen unter http://www.kairosfilm.de/programmgesamt

Das Ufer der Frauen ohne Männer
von Lu´u Trong Ninh, Vietnam, 2000, 90 Min., Spielfilm, 35 mm, Farbe, OmU

Ein kleines vietnamesisches Dorf wird fast ausschließlich von Frauen, Alten und Kindern bewohnt. Der sehr sensible Film zeigt, wie die Jahrzehnte dauernde Abwesenheit von kriegsführenden Männern die zurückbleibenden Frauen zu den eigentlichen Heldinnen des südostasiatischen Landes macht. Er erzählt auch von ihren ungestillten Sehnsüchten...
 

Das Reisfeld 
von Rithy Panh, Kambodscha, Frankr., Schweiz, 1994, Spielfilm, 125 min., 16 mm, OmU

Der Spielfilm des Kambodschaners Panh zeigt in ruhigen Bildern die Verbundenheit einer Familie von verwaisten Mädchen zwischen 4 und 15 Jahren mit dem Reisfeld, das allein ihr Überleben ermöglicht, dessen Rhythmus ihrem Leben Gestalt gibt.
 

Zu diesem Film gibt es für die Verwendung im Unterricht Arbeitshilfen unter:
http://www.ezef.de

Die Familie im Reisfeld
von Pierre Allain Meier, Schweiz/Frankr./Deutschl., 1994, Dokumentarfilm, 24 min, Video, dt. Fassg.

Der Film über die Dreharbeiten zu “Das Reisfeld” von Pierre Allain Meier, zeigt das Zusammenwachsen der “Familie”, deren Töchter von traditionellen Tempeltänzerinnen der Königlichen Akademie der Schönen Künste dargestellt werden.
 

Kriegerin des Lichts 
von Monika Treut, Deutschland  2001, Dokumentarfilm, 90 min., 35 mm, Farbe, OmU

Die Lichtkriegerin Yvonne Bezerra de Mello (sogenannt nach einem Gedicht von Paulo Coelho), eine Bildhauerin aus der brasilianischen Oberschicht, widmet als Einzelkämpferin den Straßenkindern von Rio de Janeiro ihre empathische und zupackende Solidarität. Sie wird dafür von ihrer eigenen Klasse verachtet und angegriffen.
 

Runaway
von Kim Longinotto und Ziba Mir-Hosseini , England/Iran 2001, Dokumentarfilm, 87 min., 35 mm, Farbe, OmeU

Mädchen, die von zu Hause fortgelaufen sind, finden in einem staatlichen iranischen Mädchenheim Zuflucht. Die charismatische Leiterin des Zentrums findet zusammen mit ihnen Wege – entweder zurück zur Familie oder in die Eigenständigkeit.
 

Rigoberta Menchu
von Felix Zurita, Guatemala 1992, Dokumentarfilm, 21 Min. Video, Farbe, OmU

Die Bilder des Films zeigen Szenen des Treffens der Indianerorganisationen aus ganz Amerika; Landschaften, Menschen auf der Flucht; Kleinbauern bei der harten Arbeit auf der Plantage und religiöse Riten. Dazwischen immer wieder Rigoberta Menchú, wie sie sichtlich bewegt die Geschichte ihres Volkes und vieler Völker Lateinamerikas erzählt.

Zu diesem Film gibt es für die Verwendung im Unterricht Arbeitshilfen unter:
http://www.ezef.de

Daß Du 2 Tage schweigst unter der Folter – Elisabeth Käsemann, ein deutsches Schicksal
von Frieder Wagner, Oswaldo Bayer, Deutschland, 1991, Dokumentarfilm, 45 Min., Video, Farbe, dt. Fassung

Am 16. Juni wird die 30jährige Elisabeth Käsemann auf dem Lustnauer Friedhof in Tübingen beigesetzt. Ihre Eltern teilen der Öffentlichkeit mit: "Wir haben heute unsere Tochter Elisabeth bestattet, am 11. Mai 1947 geboren, am 24. Mai 1977 von Organen der Militärdiktatur in Buenos Aires ermordet, gab sie ihr Leben für Freiheit und mehr Gerechtigkeit in einem von ihr geliebten Lande." Elisabeth ist eine von 72 Deutschen, die Opfer der argentinischen Militärdiktatur wurden.

Kick it like Beckham
von Gurinder Chadha, USA/Großbrit./ Deutschl., 2002

Die 18-jährige Jess will keine konventionelle Inderin sein, sie will Fußball spielen, wie ihr Idol Beckham. Die jugendlich rasante Komödie nimmt die kulturellen Erwartungen an Weiblichkeit sowohl der indischen Einwanderer, als auch der britischen Durchschnittsfamilie aufs Korn.
 

Red ribbon around my house
von Portia Rankoane, Südafrika/Finnland, 2001, 25 Min., Video, Farbe engl. Fassung

Eine äußerst lebensfrohe ältere Südafrikanerin namens Pinky kämpft mit beindruckendem Willen gegen AIDS.
 

 

Vos que sos mi hermana
von Yolanda Olmos, Nicaragua/Spanien 1999, Dokumentarfilm 60 Min., Video, Farbe, OmeU

Eine Organisation nicaraguanischer Frauen hat es geschafft, praktisch ohne Männer (über)leben zu können, und eine Reihe von sozialen Projekten für Frauen voranzutreiben, wie Hebammenschulungen, Geburtshäuser  uam. Dazu mussten sie sich auch kreativ ihren Platz in typischen Männerberufen erkämpfen.
 

Diese Hände
von Flora M’Mbugu-Schelling, Tansania 1992, 45 Min., Dokumentarfilm, 16 mm, OmU

Diese außergewöhnliche Dokumentation porträtiert das Leben von Frauen, die mit ihren Kindern in einem Steinbruch leben und arbeiten und dort mit einfachen Hämmern Felsbrocken zu kleinen Steinen für den Straßenbau verarbeiten.  Zuweilen drücken sie in Liedern oder Tänzen aus, was diese Arbeit für die bedeutet.
 

Zu diesem Film gibt es für die Verwendung im Unterricht Arbeitshilfen unter:
http://www.ezef.de

Meliha 
von Daniela Nase/SWR, Deutschland, 1997, Dokumentarfilm, 26 Min., Video, Farbe, dt. Fassung

Nach fünf Jahren als Flüchtling in Köln macht sich Meliha auf den Weg zurück in ihre Heimat. Der Film begleitet sie auf ihrer Reise und in ihr erstes Jahr in Sarajewo.
 

 

 

Explosion der Stille
von Annette von Wangenheim/ WDR, Deutschland 2002, Dokumentarfilm, 45 min., Video, Farbe, dt. Fassung

Frauen im Jemen – sie tragen mehrheitlich den schwarzen Ganzkörperschleier, jedoch – geben sie Frauenzeitschriften heraus, arbeiten als Ärztinnen, lassen sich als Kandidatinnen zu Wahlen aufstellen.

In Zusammenarbeit mit dem WDR.  


© Foto: Annette von Wangenheim

Lagrimas en mis sueños (Tears of Dreams)
von M. Jose Alvarez  und M. Clarissa Hernandez, Nicaragua, 1997, Dokumentarfilm, 30 Min. Video, Farbe,  engl. Fassung

Jugendliche Mütter von der nicaraguanischen Atlantikküste kommen zu Wort, die mit 15 Jahren das erste von vier Kindern unterschiedlicher Väter bekommen, Familiengeschichten, die  von Generation zu Generation weitergegeben werden.
 

 

Imiti Ikula
von Sampa Kangwa-Wilkie, Simon Wilkie, Sambia/Finnland, 2001, 26 min, Video, Farbe, engl. Fassung

Memory, ein burschikoses Straßenkind in Südafrika, wird auf der Straße angefeindet und missbraucht. Sie verteidigt jedoch vehement ihre Ehre - sie ist keine Bettlerin und arbeitet, um zu überleben. Und: sie hat AIDS. Ein beeindruckendes Portrait eines mutigen Mädchens, das nachts mit anderen Straßenkindern solidarisch das Feuer und etwas Essen teilt. Ihr Traum: eine Sonnenbrille für die Sonnenfinsternis kaufen zu können.
 

 

Women under the sun  
von Sobhi al Zobaidi, Palästina 1998, Dokumentarfilm, 58 min., Video, Farbe, OmeU

Inmitten der traumatischen Umstände der Besatzung Palästinas untersucht das palästinensische Parlament den wachsenden Fundamentalismus in Palästina und eine seiner schrecklichen Ausdrucksformen: „Selbst“morde an Palästinenserinnen.
 

 

Hay mish Eishi (Das ist kein Leben)
von Alia Asoughly, Palästina, 2001 Dokumentarfilm, 42 Min., Video, Farbe, OmU

Acht Palästinenserinnen: Frauen unter Besatzung – was bedeutet Krieg für sie, wie bewältigen sie den Alltag, welche Vorstellungen von Frieden haben sie. Ein Gegenbild zu den medial weltweit vermittelten Frauen-bildern unter Kriegsbedingungen, ein Beitrag zu einer Friedenspolitik, in der Frauen wesentlich zur Konfliktbearbeitung beitragen.
 

 

Wie ein Krieg...
von Deepa Dhanraj, Indien/Großbrit., 1991, Dokumentarfilm, 52 min., 16 mm, Farbe, OmU

Die 40-jährige Geschichte der indischen Bevölkerungspolitik mit Zwangs- und Fliessbandsterilisierungen wird kritisch beleuchtet; die Bedeutung von Reproduktion, Sexualität, Kindern, Ehe sind die Themen von einfühlsamen Gesprächen in einer indischen Frauengruppe.
 

DAM/AGE
von Aradhana Seth, England/Indien, 2002, Dokumentarfilm, 50 Min. Video, Farbe, engl. Fassung

Die bekannte indische Schriftstellerin Arundhati Roy muss einen Tag ins Gefängnis, da sie es gewagt hat, sich über die indische Gerichtsbarkeit kritisch zu äußern: sie hatte dabei die Rechte des Adivasi-Volkes, und aller Armen in Indien verteidigt, die bei den großen Staudammprojekten mit Füßen getreten werden. Die zarte Frau setzt ihre Fähigkeit, mit Worten komplexe Zusammenhänge aufzudecken, als Waffe mit enormer Treffsicherheit ein.
 

Schnitt ins Leben
von Dagmar Brendecke, Anke Müller-Belecke, SWR, Deutschland, 1999, 50 Min., Video, Farbe, dt. Fassung.

Afrikanische Frauen erzählen von ihren Verwundungen, aber auch von ihren Bemühungen und Strategien, die grausame Tradition der Genitalverstümmelung zu bekämpfen.

 

Svetlana 
von Tamara Staudt, Deutschland 1999, Spielfilm, 88 min., 35 mm, Farbe, dt. Fassung

Die 16-jährige Russlanddeutsche Svetlana macht ihre ersten schwierigen Schritte, sich vom Elternhaus und ihrem Herkunftsland zu lösen, um einen eigenen Platz in der neuen Heimat einzunehmen. Dazu sind einige Umwege nötig.  

Didaktisches Material zum Film als PDF-Download:
http://www.kino-gegen-gewalt.de/filme/23_swetlana/filmheft.pdf
 

El dia que me quieras (Der Tag an dem Du mich lieben wirst)
von Florence Jeauguey, Nicaragua, 2000, Dokumentarfilm, 60 min., Video, Farbe, OmeU

Einige Tage im bewegten Leben der Polizistinnen, Sozialarbeiterinnen und Klientinnen einer Polizeistation für misshandelte Frauen in einem Vorort der Hauptstadt Managua: mit viel Ausdauer, manchmal auch Humor wird versucht, den Frauen zu helfen.
 

 

Amores que matan (Liebe die tötet)
von Iciar Bollain, Spanien, 2000, Spielfilm, 20 min., 35 mm, Farbe, OmeU

Ein tragikomischer Blick auf gewalttätige Männer, die in diesem kurzen Spielfilm nicht immer ganz freiwillig in das Zentrum zur Rehabilitation  für eine gewaltfreie Ehe kommen.
 

Remote Sensing
von Ursula Biemann, Schweiz 2001, Dokumentarfilm, 60 min., Video, Farbe,  Fassung

Mithilfe von Satellitenbildern und Filmaufnahmen vor Ort verdeutlicht der Film das dramatische Ausmaß des internationalen Handels mit Frauen auf der ganzen Welt.
 

 

Weitere Informationen erhalten sie per e-mail: filmfest@frauenrechte.de
 

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08.02.2004